@Riemann
Die erotische Komponente treibt Menschen in aller Regel dazu, sich mit mehreren zu vergnügen. Gleichzeitig, nacheinander, übereinander, untereinander, heimlich, offen, in der Fantasie (japs, wir sprechen hier auch vom Volkssport Fremdgehen).
Das ist ganz natürlich. Aber das ist das genaue Gegenteil von Exklusivität. Die muß also praktisch zwangsläufig durch irgendetwas anderes als die "erotische Komponente" entstehen. Etwas, was dem sogar zuwiderläuft.
Klar, die Natur hat nicht nur den Rudelbums erfunden, sondern auch Hormoncocktails, die zumindest bei einigen Leuten dazu führen, daß sie sich für zwei, drei Jahre "exklusiv" aneinanderbinden. Zwecks gemeinsamer Brutpflege. Aber ist das wirklich exklusiv? Wir können hier auch von Lebensabschnittspartnern reden, die idR spätestens nach Ablauf dieser Zeit, meistens deutlich früher wechseln ("wir haben uns auseinandergelebt" - nein, ihr seid nur nicht mehr geil aufeinander). Aber dann bin ich raus aus der Nummer - beim Thema serielle Monogamie kann ich immer nur schwer ernst bleiben. Dazu find ich das zu albern. Selbst wenn in den entsprechenden Zeiträumen temporäre Exklusivität gewährleistet ist. Was sie meist trotz allem nicht ist.
