Franky1970 hat geschrieben:
die Bereitschaft Verluste und abfällig verteilte Körbe einzufahren steigern
Bereitschaft zu Kompromissen
Bereitschaft sich auf Oberflächlichkeiten einzulassen
Die 3 Dinge die ich mir auf keinen Fall geben möchte.
Vieleicht habe ich noch einen Fehler. ich fühle mich immer ein wenig wie der Vater meiner Mitmenschen und für sie verantwortlich. Das kommt offenbar bei Frauen absolut nicht an.
Aber ehrlich gesagt ich weiß es überhaupt nicht. Ich versuche jedenfalls das perfekt einfache wahrhaftige Wesen zu finden. Eines das von Anfang an mit offenen Karten spielt. Eines das nicht versucht mich zu manipulieren. Und da war ich bislang erfolglos.
In erster Linie achte ich darauf ob mich jemand ohne Vorbehalt akzeptiert. Und da mangelts oft.
An dem Punkt schalte ich dann auch schon ab.
Franky, ich kann dich absolut verstehen. Diese und ähnliche Gedankengänge hatte ich auch sehr oft. Meine Wünsche und Lebensgefühl hat sich am besten im Bild
"Fallen Angel"von Boris Vallejo ausgedrückt: Eigene Verletzlichkeit mit dem Wunsch nach Verständis und Aufnahme.
Das ist im Grunde auch nicht schlecht. In denke aber trotzdem Du merkst selbst, daß es dir auf diese Weise nicht gutgeht. Weil was durchscheint ist auch ein anderes Gefühl: die Welt um einen herum ist bedrohlich, feindselig und schmerzhaft. Und man weiß nicht damit umzugehen.
Mit diesen Gedanken im Kopf mußte ich für mich selber lange herumjonglieren, bis ich mich quasi mehr mit dieser Welt anfreunden konnte. Ich kann dir nur folgenden Tipp geben: versuch dich immer wieder in die Lage anderer hineinzuversetzen, rational und gefühlsmässig. Versuch Verständnis für sie aufzubringen, auch für ihre eigenen Fehler und Unzulänglichkeiten. Das ist nicht wenig verlangt dafür, daß man selbst oft unfair behandelt wird.
Ein Punkt von dir vielleicht als Anregung:
Zitat:
In erster Linie achte ich darauf ob mich jemand ohne Vorbehalt akzeptiert. Und da mangelts oft. An dem Punkt schalte ich dann auch schon ab.
Verständlich. Aber vom anderen auch viel verlangt! Was bedeuted "ohne Vorbehalt"? Sich selbst zu öffnen, den Schutz herunterzunehmen und seine verwundbaren Stellen bloszulegen. Das erfordert Vertrauen, deswegen geht es nicht sofort. Vielleicht war jemand zu Anfang so vorbehaltlos offen und wurde ein-, zweimal ausgenutzt, und hat daraus gelernt. Diejenige Person macht es aus Selbstschutz!
Oder deine obigen Punkte: du mußt dir nichts "geben". Solche Situationen können auch schön sein, glaub mir. Die Welt hat dich auch nicht als "Vater" nötig: du willst andere davor schützen, wovor sie garnicht geschützt werden brauchen. Sie sind nicht aus Zuckerwatte.
Ich hoffe, ich bin jetzt nicht zu harsch rübergekommen und konnte dich etwas anregen.