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 Betreff des Beitrags: Was man so alles nicht ist oder nicht sein kann
BeitragVerfasst: 22.06.2007, 21:21 
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Vor einer Weile wurde mir bewusst dass ich keine gute Schmeißfliege bin. Ich kann keine Glasscheiben hochlaufen, ich kann nicht fliegen, mit meinem Rüssel kann ich keine Nahrung aufsaugen und Scheiße schmeckt mir auch nicht. Um eine gute Schmeißfliege zu sein muss man das alles können. Da zählt es überhaupt nicht, dass ich jede Menge anderer Dinge weitaus besser beherrsche als die durchschnittliche Schmeißfliege. Eine Schmeißfliege definiert sich nunmal über bestimmte Kriterien die ich nicht erfülle.

Ich bin vielleicht nicht Schuld daran keine gute Schmeißfliege zu sein, aber diejenigen die mich nicht als Schmeißfliege akzeptieren sind es auch nicht. Es ist doch einfach eine Schmeißfliege zu sein. Abermilliarden Organismen haben keinerlei Probleme damit. ICH schaffe es aber nicht. Niemand kann was dafür, aber deshalb kann ich noch lange nicht verlangen als Schmeißfliege anerkannt zu werden. Ich bin eben keine. Kein Grund irgendwen dafür zu hassen.

Ehrlich gesagt habe ich kein großes Problem damit keine Schmeißfliege zu sein. In mancher Hinsicht bin ich ganz froh darüber. Aber es gibt anderes was ich ebenfalls nicht bin, obwohl ich es wirklich gerne wär. Ein Mann der bei Frauen gut ankommt zum Beispiel. Bin ich auch nicht und das macht mir deutlich mehr zu schaffen. Aber im Grunde ist es wie mit dem Schmeißfliege sein: Niemand kann was dafür dass ich es nicht bin. Kein Grund irgendwen dafür zu hassen oder meinen Frust an ihm auszulassen.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 23.06.2007, 14:02 
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Ich schätze der Vergleich hinkt.

Die wenigsten wollen -außer in ihren Täumen- ein Mann sein, der bei (allen) Frauen ankommt. Sie wünschen sich allenfalls die Fähigkeit das Herz einer Frau zu erobern.
Die Tatsache, dass dies chronisch mislingt, führt bei vielen dann doch im Vergleich mit anderen Männern dazu, dass Mann sich minderwertig fühlt.
"Ich bin noch minderwertiger, als jeder Haiopei der das schafft."
=>
    - Die Suche nach dem eklatanten Fehler, der mich von allen anderen unterscheidet,
    - ein Minderwertigkeitsgefühl und die daraus resultierende zurückhaltende Annäherung,
    - sich schlechter zu verkaufen als man eigentlich ist,
    - eine Reihe von Ausbeutungsbeziehungen, denen man als unerfahrener Beziehungssucher leichter zum Opfer fällt.

chronische Beziehungslosigkeit wird damit Ursache und Wirkung zugleich.
Denn was wäre, wenn ich mich in nichts von anderen unterscheiden würde, außer, dass ich keine Beziehung habe?
Wäre es da nicht vernünftger noch mal alles auf Start zu setzen und ganz normal an die nächste Beziehung heran zu gehen und seine Beziehungsunerfahrenheit nicht wie ein Markenprodukt vor sich her zu tragen?
Es wäre zumindest einen Versuch wert.

Ich hatte mir z.B. auch mal überlegt mir eine verflossene Scheinbeziehung zusammen zu basteln.
Genügend Frauen habe ich kennengelernt, ich hatte auch schon genügend Freundinnen, oft genug hat mein Herz für eine Frau geschlagen und ich habe auch schon genügend mit anderen zusammengewohnt und gelebt und kenne auch die Probleme des Alltags. Ferner bin ich auch in einer Familie aufgewachsen.
D.h. alles was ich zu einer Beziehung brauche außer Sex habe ich schon mal erlebt und bin fähig damit umzugehen.
Was bitteschön von mir sollte ich zurückhalten oder mich dessen schämen?
Und wenn ich mit bestimmten Begriffen eher Vorurteile als Wissen bediene, dann bediene ich diese Vorurteile eben nicht.

Es gibt nicht den geringsten Grund für Bescheidenheit.
Allerdings schuldet mir auch niemand eine Beziehung.
Von daher gibt es keinen Grund jemanden zu hassen.


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BeitragVerfasst: 23.06.2007, 15:11 
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Ampetula hat geschrieben:

Es gibt nicht den geringsten Grund für Bescheidenheit.
Allerdings schuldet mir auch niemand eine Beziehung.
Von daher gibt es keinen Grund jemanden zu hassen.


Schön dass du auf einem anderen Weg als ich zum gleichen Ergebnis kommst. Vielleicht führen noch weitere Wege zu dieser Erkenntnis. Vielleicht auch einer den unsere neuen Krawallposter einsehen können.


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BeitragVerfasst: 23.06.2007, 15:14 
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Ampetula hat geschrieben:
Allerdings schuldet mir auch niemand eine Beziehung.

Stelle ich mir als Konzept auch grusig vor. Brrr...

Gute Postings. Vieles drin, was ich unterschreiben würde. Allein an der Umsetzbarkeit dürften viele Gedankengänge am Ende leider immer scheitern. Es stecken halt durchaus natürliche und sinnvolle Mechanismen dahinter, wenn man einen Knacks bekommt, weil einen niemand haben will. Ob das jetzt bei der Partnersuche ist oder ob man nach einem Vorstellungsgespräch abgelehnt wird oder ob man beim Schulsport als Letzter in ein Team gewählt wird.

Aber wie überwindet man diese Mechanismen? Oder reicht es, sich immer temporär und wenn es drauf ankommt eines Besseren zu besinnen? Die permanente Überwindung des schwachen Selbstwertgefühls ohne daß man entsprechende Bestätigung von außen bekommt ist energieaufwendig und es drängt sich auch schnell der Gedanke auf, daß es vergeblich ist.

Was bleibt an Möglichkeiten? Therapie? Glückstreffer? Versuchen, selbst aktiv etwas ändern? Vielleicht eine Kombination...
Aber allein solche Texte können ja vielleicht schon etwas ändern, wenn man so etwas ab und zu zu lesen bekommt.

Was ich ebenso wie ihr beide allerdings für den komplett falschen Weg halte ist Haß und ungezügelter Frust. Damit verbaut man sich den Weg komplett. Mal abgesehen davon, daß man damit im schlimmsten Fall nur noch andere Leute mit reinzieht. Was aber evtl. auch ein Motiv dafür sein kann - wenn man so hassig drauf ist, fühlt man sich "stärker" und verdrängt immerhin das Gefühl der Hilflosigkeit (bzw. übt sogar "Macht" auf andere aus). Ähnlich einer Droge, durch die man sich kurzzeitig besser fühlt. Inklusive Abhängigkeit und Selbstzerstörung.


Wächter

_________________
"Die Grenze zwischen einer Freundin und einem Haustier, mit dem man Sex haben kann, scheint fließend zu sein."


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BeitragVerfasst: 24.06.2007, 10:20 
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Ampetula hat geschrieben:
Ich hatte mir z.B. auch mal überlegt mir eine verflossene Scheinbeziehung zusammen zu basteln.


Interessanter Ansatz. Ich habe schon mal drüber nachgedacht (oder besser rumgesponnen), ob man sich vielleicht von einem 1A-Hypnotiseur eine neue Lebenseinstellung einpflanzen lassen könnte, so wie "Ich hatte schon Beziehungen, Beziehungen und Sex sind das normalste der Welt für mich. Wenn ich will, gehe ich los und angel mir eine Frau, kein Problem." Im Prinzip diese ganze entspannte, "unbedürftige" innere Einstellung, die man zum Flirten braucht. Nur eben nicht langwierig durch irgendwelche Übungen verinnerlicht, sondern in ein, zwei Hypnosesitzungen. Ist für mich sehr verlockend. Doch selbst, wenn man einen Fachmann oder Institut fände, das solch ein Programm anbietet, hätte ich doch Vorbehalte:

- Falls meine bisherige Erfolglosigkeit doch nicht an der inneren Einstellung, sondern doch am mangelhaften Aussehen / Status etc. lag, wäre so eine Behandlung für die Katz. Verschwendete Kohle, verschwendete Hoffnungen.

- Außerdem ist mir unwohl bei dem Gedanken, an meiner Persönlichkeit (so vermurkst sie auch sein mag) rumschrauben zu lassen. Wenn die Behandlung irgendwie schiefgeht, ist sie sicherlich nicht komplett rückgängig zu machen.

Naja, das fiel mir halt nur gerade zum Thema ein.

Zum Thema "andere Leute hassen, weil ich ein Versager bin": Ich hasse niemanden, keine Alphas, Diskotussis, Frauen, die sich bei Omegas über Alphas ausheuelen usw. Ich betrachte das Zusammenleben der Menschen eher als ein Spiel, vergleichbar einer Art Kartenspiel. Jeder hat irgendwann mal ein Blatt ausgeteilt bekommen, manche ein gutes, manche ein schlechtes. Einige vielleicht so ein Blatt, mit dem sie direkt, ohne viel falschmachen zu können, den Sieg in der Tasche haben. Andere haben so miese Karten, daß sie mit viel viel Arbeit wenigstens nicht als Allerletzte abschließen müssen, aber mehr ist halt nicht drin. Die können dann auch nur gute Miene zum "bösen" Spiel machen. Die Leute mit dem guten Blatt haben genauso wenig Haß und Mißgunst verdient wie die mit dem schlechten Blatt Verachtung verdient haben.
Wenn allerdings einer der Spieler mit einem Haufen Asse und Könige meint, sich über einen der Spieler mit nix als Luschen auf der Hand lustig machen zu müssen, ist das schlechter Stil. Genauso, wenn der mit dem schlechten Blatt ständig den anderen auf den Sack geht, weil das so ein Scheißspiel ist.

Naja, irgendwie aber auch ein schlechter Vergleich, denn im Gegensatz zum Kartenspiel gibt's im Leben nur eine Runde. :?


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BeitragVerfasst: 24.06.2007, 10:44 
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Ampetula hat geschrieben:
Ich hatte mir z.B. auch mal überlegt mir eine verflossene Scheinbeziehung zusammen zu basteln.
Genügend Frauen habe ich kennengelernt, ich hatte auch schon genügend Freundinnen, oft genug hat mein Herz für eine Frau geschlagen und ich habe auch schon genügend mit anderen zusammengewohnt und gelebt und kenne auch die Probleme des Alltags. Ferner bin ich auch in einer Familie aufgewachsen.
D.h. alles was ich zu einer Beziehung brauche außer Sex habe ich schon mal erlebt und bin fähig damit umzugehen.


Ach Ampi, daß Du alles, was Du zu einer Beziehung brauchst, außer Sex schon erlebt hast, wage ich zu bezweifeln. Eine Liebesbeziehung ist mehr als einseitige Verliebtheit + Freundschaft + WG + Sex. Die Rechnung, die Du da aufmachst, scheint mir ein wenig zu simpel gestrickt. Aus folgenden Gründen:

Es macht einen entscheidenden Unterschied, wenn Verliebtheit, Liebe, whatever erwidert wird.

Aus der größeren emotionalen Nähe folgt größere Verletzbarkeit.

Unterschätze nicht die Notwendigkeit zur Abgrenzung nach der Annäherung, die sich ganz anders gestalten dürfte als in einer Freundschaft oder einer WG. Vor allem schmerzhafter.

Und schließlich entwickeln Liebesbeziehungen eine unkalkulierbare Eigendynamik von ungleich größerem Ausmaß als in einer Freundschaft oder einer WG.

Deine Addition dürfte also unvollständig sein. Ich würde sie zudem in eine Klammer setzen und sie mit einem mehr oder weniger unbekannten Faktor X multiplizieren.

Gruß
Albatros

_________________
An Atlantic tradition.


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BeitragVerfasst: 28.06.2007, 16:30 
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Hmm, anderer Vergleich: um eine Fliege totzuklatschen bedarf es einer Fliegenklatsche. Reicht aus. Dafür braucht man keinen Raketenwerfer. Viele wünschen sich aber einen, weil sie sich einbilden, nur so könne es gehen. "Nur Supermänner kriegen die Frauen (darum muß ich einer sein)!" Quatsch! Lern stattdessen mit deiner Fliegenklatsche umzugehen.

Man muß nicht besser sein als der Rest. Weder bei Frauen noch im Job. Man muss sich besser verkaufen. Auf richtige Weise die Werbetrommel für sich rühren. Sein Licht nicht unter den Scheffel stellen. Jetzt nicht im Sinne von prollen, sondern aktiv und gut kommunizieren. Gewiß, eine Disziplin für sich.

Welchen Vorteil hat ein reicher zB. gegenüber dem Durchschnitt bei Frauen? Nach einer Untersuchung bei onlineportalen: +115%. Sicher nicht schlecht die doppelten Chancen zu haben. Als Kompensationsleistung für mangelnde Kommunikation in meinen Augen nicht effektiv: wenn ich reich werden will: ok! Nur wegen den Frauen: da gibt es schnellere und effektivere Wege.

Ich selbst seh mich da als passendes Beispiel: verhunzter Lebenslauf, meine Wohnung eine Messiexistenz, meine Psyche ein halber Alptraum. Meine Freundin hält mich quasi emotional und finanziell aus. Und trotzdem habe ich eine Beziehung, wie sie für mich momentan optimal ist. Naja, fast. Mich dürfte es nach landläufiger Meinung gar nicht geben.

Als Schmeißfliege bin ich sozusagen beschissen. Aber hey, ich weiß mittlerweile, wie man mit Frauen halbwegs umgehen muß. Wie ich mich verkaufe. Ein guter Verkäufer kriegt selbst beschissene Produkte an den Mann. Hier an die Frau.

Das Produkt (hier: sich selbst) zu verbessern ist immer okay. Aber ohne PR? Ladenhüter.


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BeitragVerfasst: 01.07.2007, 03:59 
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SvenHundeson hat geschrieben:
Ampetula hat geschrieben:

Es gibt nicht den geringsten Grund für Bescheidenheit.
Allerdings schuldet mir auch niemand eine Beziehung.
Von daher gibt es keinen Grund jemanden zu hassen.


Schön dass du auf einem anderen Weg als ich zum gleichen Ergebnis kommst. Vielleicht führen noch weitere Wege zu dieser Erkenntnis. Vielleicht auch einer den unsere neuen Krawallposter einsehen können.


Hi Sven,

solange man noch solche Emotionen entwickeln kann, brennt das Feuer in einem noch. Diese negativen Emotionen koennen bei entsprechender Gelegenheit schnell in positive Energie umgewandelt werden.
Du bist dagegen schon sehr gleichgueltig, was einem auf der einen Seite ein recht geruhsames Leben entbringt, aber doch immer wieder Zweifel an der Richtigkeit dieser Einstellung aufkommen laesst.
So geht es jedenfalls mir.
Ich weiss nicht, ob du dir noch Hoffnungen machst oder ein schlechtes Gewissen hast, nichts oder wenig dafuer zu tun, eine Beziehung aufzubauen?


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BeitragVerfasst: 01.07.2007, 12:48 
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Hallo,

Ganta hat geschrieben:
Ein guter Verkäufer kriegt selbst beschissene Produkte an den Mann. Hier an die Frau.

Ein guter Verkäufer bedeutet für mich skrupellos zu sein. D.h. er überredet Menschen:
Zitat:
Überreden ist in einem solchen Fall ein unfreiwilliges Zustimmen eines Gesprächspartners wegen fachlichem, hierarchischem, politischen, finanziellem, rhetorischen oder dialektischem Unterlegenheitsgefühl. Wer überredet wurde, empfindet in der Regel einen Autonomieverlust. Wer eine Autonomieverlust erlitten hat und mit der Entscheidung schlechte Erfahrungen macht, projiziert seine Unzufriedenheit auf denjenigen, der ihn überredet hat.

Daher haben meiner Meinung nach Verkäufer (besonders Autoverkäufer) auch einen so schlechten Ruf.
Dann behalte ich lieber meine Skrupel und verzichte auf den Erfolg.
Zitat:
Erfolg ist ein als positiv empfundenes Resultat eigenen Handelns.


Bis dann
nocheiner


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BeitragVerfasst: 01.07.2007, 13:54 
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Beiträge: 61
TomK hat geschrieben:
SvenHundeson hat geschrieben:
Ampetula hat geschrieben:

Es gibt nicht den geringsten Grund für Bescheidenheit.
Allerdings schuldet mir auch niemand eine Beziehung.
Von daher gibt es keinen Grund jemanden zu hassen.


Schön dass du auf einem anderen Weg als ich zum gleichen Ergebnis kommst. Vielleicht führen noch weitere Wege zu dieser Erkenntnis. Vielleicht auch einer den unsere neuen Krawallposter einsehen können.


Hi Sven,

solange man noch solche Emotionen entwickeln kann, brennt das Feuer in einem noch. Diese negativen Emotionen koennen bei entsprechender Gelegenheit schnell in positive Energie umgewandelt werden.
Du bist dagegen schon sehr gleichgueltig, was einem auf der einen Seite ein recht geruhsames Leben entbringt, aber doch immer wieder Zweifel an der Richtigkeit dieser Einstellung aufkommen laesst.
So geht es jedenfalls mir.
Ich weiss nicht, ob du dir noch Hoffnungen machst oder ein schlechtes Gewissen hast, nichts oder wenig dafuer zu tun, eine Beziehung aufzubauen?


Hi Tommi

"Hoffnung" ist wohl nicht das passende Wort, denn nach meinem Verständnis impliziert "keine Hoffnung mehr haben", dass man sich etwas wohl noch wünscht, aber keine Chance mehr sieht es zu bekommen. Bei mir ist der Wunsch aber im Laufe der Zeit mindestens so klein geworden wie die realisitische Aussicht ihn zu erfüllen.

Ich bedauere heute mehr die darauf verschwendeten Energien als ich es bedauere erfolglos gewesen zu sein. Ich habe grad genug Sex und Beziehung gehabt um einsehen zu können, dass das was es mir gibt in keinem Verhältnis zu dem steht was ich dazu aufwenden muss.

Zwar möchte ich nicht behaupten zufrieden mit dem zu sein wie es ist, doch bin ich mir sicher, dass ich es genauso wenig oder noch weniger wär, wenn die Dinge einen anderen Verlauf genommen hätten. Irgendwie ist es auch ein Segen gewesen, dass ich kein Frauentyp bin. Bei besseren Chancen wär ich mehr Verführungen ausgesetzt gewesen und sicher auch einigen davon erlegen. Ich hätte mich höchstwahrscheinlich ein oder zweimal zur Familiengründung überreden lassen und dabei verdrängt dass es kaum eine Frau längere Zeit mit mir aushalten kann und dass umgekehrt auch ich kaum eine Frau auf Dauer ertragen könnte.

Es gibt nur eine kleine Minderheit von Männern, die sich den Luxus leisten können bei der Beziehungsanbahnung und der Beziehungsführung "einfach nur sie selbst" zu sein. Wenn ich heute aus der Beobachterperspektive betrachte was viele Männer zu diesem Zweck aufwenden müssen, dass komme ich zu dem Ergebnis, dass sich die Rechnung für meine persönlichen Verhältnisse einfach nicht lohnt. Vieles von dem was ich anbieten müsste würde mir sehr schwer fallen und da ich nie besonders triebhaft war, reicht ein bisschen schlechter Sex mit einer Frau die mir nicht gefällt bei weitem nicht um mir so ein Geschäft schmackhaft zu machen.

Klar... ein bisschen emotionale Nähe und Zärtlichkeit fehlt mir, aber speziell die Nähe geht auch in vielen Beziehungen mit der Zeit verloren und was fälschlicher Weise als diese gedeutet wird, ist nur die Angst vor der Leere des Alleinseins. Und dies zu ertragen habe ich bedeutend mehr Erfahrung als den täglichen Beziehungskrieg auszufechten.

Nein, ich bin nicht zufrieden mit mir und meinem Leben. In gewisser Weise sehe ich mich als Versager, aber die Beziehungslosigkeit ist nur ein kleiner und mittlerweile relativ bedeutungsloser Aspekt dessen.

Schade nur, dass ich so lange gebraucht habe um diese Stufe der Erkenntnis zu erreichen. Ich sehe die Jahre als ich mich noch über das Unrecht in der Welt der Partnersuche und die Schlechtigkeit der Frauen ereiferte als verschwendete Zeit an.

Gruß

SvenH


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BeitragVerfasst: 01.07.2007, 15:45 
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SvenHundeson hat geschrieben:
Es gibt nur eine kleine Minderheit von Männern, die sich den Luxus leisten können bei der Beziehungsanbahnung und der Beziehungsführung "einfach nur sie selbst" zu sein. Wenn ich heute aus der Beobachterperspektive betrachte was viele Männer zu diesem Zweck aufwenden müssen, dass komme ich zu dem Ergebnis, dass sich die Rechnung für meine persönlichen Verhältnisse einfach nicht lohnt. Vieles von dem was ich anbieten müsste würde mir sehr schwer fallen und da ich nie besonders triebhaft war, reicht ein bisschen schlechter Sex mit einer Frau die mir nicht gefällt bei weitem nicht um mir so ein Geschäft schmackhaft zu machen.


Und deshalb ist das obligatorische "sei doch einfach Du selbst!" entweder purer Dummheit geschuldet oder de facto ein Hinweis, eben diese unverhältnismäßigen Strapazen auf sich zu nehmen. Ich habe mich vor Jahren für letzteres entschieden und es kam tatsächlich nie mehr dabei heraus als Sex oder "Rumknutschen" mit Frauen, die mir einfach nicht gefallen. Trotz verminderter Triebhaftigkeit wollte und will ich mich dennoch dazu zwingen, weil ich leider nicht widerstandsfähig genug bin, den alltäglichen Biographie-Terror zu ertragen, der einem ständig einhämmert, was man normalerweise so erlebt, also erlebt haben muß und letzlich nie erlebt hat ("Wilde Jahre", "Urlaubsflirt", "Affairen", "One Night Stands", "Nichts festes" und der ganze Dreck).

Ich werde nach wie vor auf ein Alter geschätzt, mit welchem man in diesem Scheiß-Spiel gerade noch so als Mensch betrachtet wird*. Lange wird das aber sicher nicht mehr andauern. Und für mindestens die restliche Zeit davon pfeiffe (oder besser "sch...") ich auf Beziehung und den ganzen verlogenen Mist. Ich bin in der entsprechend sensiblen Phase einfach nicht damit in Kontakt gekommen und es bleibt somit für mich halt einfach eine Fremde Welt. Meine derzeitige Beziehung ist eine Nicht-Beziehung und daher führbar. Die Kontakte sind auf ein erträgliches Maß reduziert und dem obligatoren Streit und verdeckten Psychoterror ist somit fast die Grundlage entzogen. "Gefühlsmäßig" bin ich folglich in das ganze glücklicherweise nicht genügend involviert, um im Trennungsfall irgerndwelche psychischen Nachwehen zu verspüren.


*Da nützt auch dieses ganze Humanitäts-Gewichse nichts. Die zelebrierte Toleranz- und Minderheiten-Scheiße ist lediglich die verlogene Maske der häßlichen Fratze des Daseinskampfes.


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BeitragVerfasst: 01.07.2007, 18:48 
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Hallo Eddi,

Eddi hat geschrieben:
Trotz verminderter Triebhaftigkeit wollte und will ich mich dennoch dazu zwingen, weil ich leider nicht widerstandsfähig genug bin, den alltäglichen Biographie-Terror zu ertragen, der einem ständig einhämmert, was man normalerweise so erlebt, also erlebt haben muß und letzlich nie erlebt hat ("Wilde Jahre", "Urlaubsflirt", "Affairen", "One Night Stands", "Nichts festes" und der ganze Dreck).


Hmm, bei mir ist es genau umgekehrt, ich verspüre von aussen kaum Druck, jetzt meinen Zustand ändern zu müssen. Meine Eltern finden das langsam normal und denken halt, ich habe kein grosses Interesse daran. Ausserdem habe ich gesellschaftlich keine größeren Nachteile dadurch gehabt, Single zu sein. Mal davon abgesehen, dass so ein Single-Haushalt ganz schön aufwendig ist (materiell wie auch zeitlich).

Ich verspüre in mir aber immer noch die Sehnsucht nach einer Beziehung, nach Geborgenheit nehmen und geben, zu jemanden sagen zu können, wir sind jetzt zusammen. Sogesehen verspüre ich den von Dir beschriebenen Druck von innen und nicht von aussen. Ich weiss nicht, was genau zwingt Dich von aussen eine Beziehung zu haben? Weil es dazu gehört? Genauso wie man ein Auto hat? Ich habe keines. Ich schäme mich dafür nicht.

Eddi hat geschrieben:
Lange wird das aber sicher nicht mehr andauern. Und für mindestens die restliche Zeit davon pfeiffe (oder besser "sch...") ich auf Beziehung und den ganzen verlogenen Mist.


Warum nicht jetzt schon? Das mag jetzt naiv von mir klingen, aber man muss keine Beziehung führen, wenn man nicht will.

Eddi hat geschrieben:
Ich bin in der entsprechend sensiblen Phase einfach nicht damit in Kontakt gekommen und es bleibt somit für mich halt einfach eine Fremde Welt.


Was meinst Du genau damit? Mit was bist Du noch nicht in Kontakt gekommen?

Gruss
BartS


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BeitragVerfasst: 01.07.2007, 20:06 
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SvenHundeson hat geschrieben:
"Hoffnung" ist wohl nicht das passende Wort, denn nach meinem Verständnis impliziert "keine Hoffnung mehr haben", dass man sich etwas wohl noch wünscht, aber keine Chance mehr sieht es zu bekommen. Bei mir ist der Wunsch aber im Laufe der Zeit mindestens so klein geworden wie die realisitische Aussicht ihn zu erfüllen.

Ich bedauere heute mehr die darauf verschwendeten Energien als ich es bedauere erfolglos gewesen zu sein. Ich habe grad genug Sex und Beziehung gehabt um einsehen zu können, dass das was es mir gibt in keinem Verhältnis zu dem steht was ich dazu aufwenden muss.

Zwar möchte ich nicht behaupten zufrieden mit dem zu sein wie es ist, doch bin ich mir sicher, dass ich es genauso wenig oder noch weniger wär, wenn die Dinge einen anderen Verlauf genommen hätten. Irgendwie ist es auch ein Segen gewesen, dass ich kein Frauentyp bin. Bei besseren Chancen wär ich mehr Verführungen ausgesetzt gewesen und sicher auch einigen davon erlegen. Ich hätte mich höchstwahrscheinlich ein oder zweimal zur Familiengründung überreden lassen und dabei verdrängt dass es kaum eine Frau längere Zeit mit mir aushalten kann und dass umgekehrt auch ich kaum eine Frau auf Dauer ertragen könnte.



Zustimmung zu allem. Geht mir aehnlich.


SvenHundeson hat geschrieben:
Es gibt nur eine kleine Minderheit von Männern, die sich den Luxus leisten können bei der Beziehungsanbahnung und der Beziehungsführung "einfach nur sie selbst" zu sein. Wenn ich heute aus der Beobachterperspektive betrachte was viele Männer zu diesem Zweck aufwenden müssen, dass komme ich zu dem Ergebnis, dass sich die Rechnung für meine persönlichen Verhältnisse einfach nicht lohnt. Vieles von dem was ich anbieten müsste würde mir sehr schwer fallen und da ich nie besonders triebhaft war, reicht ein bisschen schlechter Sex mit einer Frau die mir nicht gefällt bei weitem nicht um mir so ein Geschäft schmackhaft zu machen.


Funktionieren tut es bei den Maennern, die entweder extrem gut aussehen und einen hohen Status haben oder die exakt die Charaktereigenschaften haben, die sich Frauen so wuenschen.

Verstellen geht nur bei der Beziehungsanbahnung, dauerhaft macht dies wesentlich ungluecklicher wie das Alleinsein.


SvenHundeson hat geschrieben:
Klar... ein bisschen emotionale Nähe und Zärtlichkeit fehlt mir, aber speziell die Nähe geht auch in vielen Beziehungen mit der Zeit verloren und was fälschlicher Weise als diese gedeutet wird, ist nur die Angst vor der Leere des Alleinseins. Und dies zu ertragen habe ich bedeutend mehr Erfahrung als den täglichen Beziehungskrieg auszufechten.

Nein, ich bin nicht zufrieden mit mir und meinem Leben. In gewisser Weise sehe ich mich als Versager, aber die Beziehungslosigkeit ist nur ein kleiner und mittlerweile relativ bedeutungsloser Aspekt dessen.

Schade nur, dass ich so lange gebraucht habe um diese Stufe der Erkenntnis zu erreichen. Ich sehe die Jahre als ich mich noch über das Unrecht in der Welt der Partnersuche und die Schlechtigkeit der Frauen ereiferte als verschwendete Zeit an.




Bei mir gibt es nur kurze Schuebe der Sehnsucht nach Naehe und Zaertlichkeit.
Viel eher gibt es jedoch viele Situationen in denen ich gottfroh bin, wenn ich sehe, was fuer eine Belastung eine Beziehung fuer Durchschnittsmaenner oftmals bedeutet.

Allerdings habe ich in letzter Zeit haeufig ein schlechtes Gewissen, weil ich ueberhaupt keinen Antrieb mehr haben, etwas an der Situation zu aendern, obwohl die Chancen hier in den USA weitaus besser waeren.
Das faengt schon damit an, dass mir zu dumm ist, mir die Brust zu rasieren, um dem heutigen Schoenheitsideal zu entsprechen :wink:

Gruss Tommi


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BeitragVerfasst: 01.07.2007, 21:52 
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Hallo BartS,

das mit dem Druck war mißverständlich ausgedrückt. Ich mache ihn mir selber, da ich´s nicht ertrage, überall zu hören, was in Sachen Sexualität so alles zur biographischen "Grundausstattung" gehört. Kurzum, ich will davon, wenn möglich, noch einiges "nachholen".

Mit dem "nicht mehr lange andauern" meinte ich den Umstand auf Anfang/Mitte Zwanzig geschätzt und somit noch "geduldet" zu werden. Ich tue viel dafür, daß dem auch noch ein weilchen so ist. Und in der betreffenden Zeit möchte ich eben noch ein wenig auf meine Kosten kommen. Auf "Beziehung" im Sinne von Langzeit-Lebensgemeinschaft habe ich keine Lust. Das würde auch nicht funktionieren, da so etwas schlicht an meinem polygamen Nachholbedarf scheitern würde. Mal unabhängig davon wieviel mir davon überhaupt vergönnt sein wird.

Nicht in Kontakt gekommen bin ich mit ersten Beziehungserfahrungen in der dafür entwicklungspsychologisch sensiblen Phase. Und auch heute kann ich mich nicht wirklich daran gewöhnen, es bleibt mir immer noch fremd. Durch ein "Ja" zu einer Beziehung schließe ich alle anderen OdBs (theoretisch) aus (mal unabhängig davon, ob ich chancen bei denen hätte oder nicht). Es hämmert dann immer ein "warum nicht 'irgendwas' mit dieser großen schlanken hier, der kleineren sportlichen dort, der etwas 'weiblichen" da drüben" etc. Das geht ja allen verpartnerten Männern so (und Frauen umgekehrt ebenfalls!). Aber Normalos können da auch mal Fünfe gerade sein lassen, weil sie schon mit verschiedensten Frauentypen "zu tun" hatten und in etwa abschätzen können, wie diese oder jene "im Ernstfall" so "funktioniert".


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BeitragVerfasst: 01.07.2007, 22:17 
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Hallo Eddi,

Eddi hat geschrieben:
das mit dem Druck war mißverständlich ausgedrückt. Ich mache ihn mir selber, da ich´s nicht ertrage, überall zu hören, was in Sachen Sexualität so alles zur biographischen "Grundausstattung" gehört. Kurzum, ich will davon, wenn möglich, noch einiges "nachholen".


Okay, das hört sich wirklich anders an.

Eddi hat geschrieben:
Mit dem "nicht mehr lange andauern" meinte ich den Umstand auf Anfang/Mitte Zwanzig geschätzt und somit noch "geduldet" zu werden. Ich tue viel dafür, daß dem auch noch ein weilchen so ist. Und in der betreffenden Zeit möchte ich eben noch ein wenig auf meine Kosten kommen. Auf "Beziehung" im Sinne von Langzeit-Lebensgemeinschaft habe ich keine Lust. Das würde auch nicht funktionieren, da so etwas schlicht an meinem polygamen Nachholbedarf scheitern würde.


Das muss ja jeder selber wissen, oder besser gesagt rausfinden, was man möchte. Ist gar nicht mal so einfach, selbst bei "Normalos" nicht, wie ich das so aus Gesprächen heraushöre. Ich verspüre in mir auch einen gewissen Nachholebedarf. Aber ehrlich gesagt nicht in der Anzahl von Partnerinnen. Da werde ich mich bescheiden geben ;), nicht aber im Ausleben der Beziehung und der körperlichen Sinnlichkeit :D.

Eddi hat geschrieben:
Mal unabhängig davon wieviel mir davon überhaupt vergönnt sein wird.


Hmm, das ist jetzt nur meine persönliche Meinung, aber für mich klingt das nach einer Anleitung zum Unglücklichsein. Zum einen ist da die jetztige "Kaumerfahrung" und noch vorhanden sein von Bedürfnissen. Ist nunmal so, kann man auch gar nicht ändern. Dann ist noch das Hochschrauben der eigenen Messlatte "polygame Nachholbedarf", wo Du schon ahnst, dass es zumindest sehr schwer zu erfüllen ist. Ist das wirklich das was Du willst?

Eddi hat geschrieben:
Durch ein "Ja" zu einer Beziehung schließe ich alle anderen OdBs (theoretisch) aus (mal unabhängig davon, ob ich chancen bei denen hätte oder nicht).


Es gibt da so einen bescheuerten Spruch, passt aber prima: "Man kann nicht alles im Leben haben."

Eddi hat geschrieben:
Es hämmert dann immer ein "warum nicht 'irgendwas' mit dieser großen schlanken hier, der kleineren sportlichen dort, der etwas 'weiblichen" da drüben" etc. Das geht ja allen verpartnerten Männern so (und Frauen umgekehrt ebenfalls!). Aber normalos können da auch mal Fünfe gerade sein lassen, weil sie schon mit verschiedensten Frauentypen "zu tun" hatten und in etwa abschätzen können, wie diese oder jene "im Ernstfall" so "funktioniert".


Aha, und Du hast jetzt das Gefühl, Dir fehlt diese innere Ruhe mal Fünfe gerade sein zu lassen, weil Du bisher wenige Erfahrungen sammeln konntest. Tja. Man kann sich auch selber verrückt machen. Ich weiss nicht wie das bei mir sein wird, aber mich drängt es nicht danach, bei der ersten gleich schon nach der nächsten Gelegenheit zu schauen. Das ist sowieso etwas, was ich bei "Normalos" nicht verstehe. Es heisst, dass man im Durchschnitt so ca. 5 Beziehungen im Leben haben wird. Das heisst, wenn man dann in der 5.Beziehung lebt, dann gibt es 4 Ex. Vier Menschen, mit denen man evtl. das gesamte Leben verbringen wollte und durch welche Umstände auch immer es nicht dazu kam. Sehr häufig höre ich dann auch "Mit meinem ehemaligen Partner habe ich seit der Trennung nicht mehr gesprochen und mich interessiert auch nicht was er/sie macht." Baaah, das könnte ich nicht. Ich könnte nicht so einfach die Beziehungen abstreifen und dann genau das absolute Gegenteil von dem machen, was während der Beziehung war. Ganz ehrlich, ich hätte eher Schiss davor im Leben mal fünf Beziehungen führen zu müssen.

Naja, aber das sind nur meine Empfindungen, ich kann nicht für Dich sprechen.

Gruss
BartS


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