TomK hat geschrieben:
Erkläre mir mal bitte diese Theorien?
Ach, ich habe mir einfach die Frage gestellt, wann und warum ich mich in jemanden verliebe (bzw. sexuelles Begehren empfinde, was für mich identisch ist).
Nach der „mathematischen Methode“ könnte man eine Art Tabelle aufstellen, wer auf dem Partnermarkt wie viel wert ist. Da kommen natürlich die üblichen Kriterien: Aussehen, Status, Selbstbewusstsein etc. rein. Genau das macht man ja, wenn man von „Topfrauen“, „Durchschnittsmännern“ etc. spricht.
Auf mich und meine Bedürfnisse angewendet heisst das: Ich möchte einen Partner, der zwischen 1.75 und 1.85 m gross ist, athletisch gebaut, gebildet (idealerweise mit einem abgeschlossenen Hochschulstudium), er sollte vergleichbare Lebensziele wie ich haben (d.h. dass Kinder, Ehe und Familie dazu gehören), keine politischen oder religiösen Ansichten, die zu weit von den meinen abweichen, und keine schweren psychischen Erkrankungen/Süchte haben.
So, wenn ich mir jetzt überlege, wie vielen Männern ich in den letzten Jahren begegnet bin, auf die diese Punkte passen, dann ist das eine ganze Menge. (Nicht, dass sie alle mir nachgerannt sind. Mir geht es hier nur darum, in wen ich mich verliebe.) Dennoch habe ich mich lediglich in 3 verliebt, von den 2 ganz und gar nicht in diese Schablone passen…
Deswegen denke ich, dass diese Sicht der Dinge zu vereinfachend ist.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es Menschen gibt (da meine ich nicht nur mögliche Partner, sondern auch einfach mögliche Freunde) bei denen es einfach funkt. Da ist das Gefühl der Vertrautheit, das sich sehr schnell einstellt, man hat sich was zu sagen und kann es gut miteinander aushalten. Bei potentiellen OdBs stellt sich auch SEHR SCHNELL die sexuelle Begierde ein. Was dazu gehört, weiss ich nicht. Denn die 3 Männer, die ich bisher sehr anziehend fand, fanden andere uninteressant und andere, die von anderen Frauen begehrt wurden, fand ich langweilig, obwohl sie möglicherweise dem klassischen Schönheitsideal eher entsprachen.
Natürlich ist die Wahrscheinlichkeit, dass es „funkt“ grösser, wenn der jeweilige Partner die zuvor erwähnten Kriterien erfüllt, aber sie müssen nicht alle erfüllt sein und auch wenn sie alle erfüllt (oder gar übererfüllt) sind, besteht keine Garantie, dass sich die Verliebtheit/das Begehren einstellt.