m13ab hat geschrieben:
Die Tatsache, daß viele Singlefrauen gar keinen Mann wollen und brauchen (sexuell scheint da überhaupt kein Druck zu sein)
Dass Frauen gegenüber Männern dies weinger zugeben, kann auch völlig andere Gründe haben.

Ferner ist der sexuelle Triebdruck auch bei Männern völlig unterschiedlich.
Das heißt aber nicht, dass sie deswegen automatisch ein Leben als Eremit führen wollen.
Die Frage, ob sie immer allein bleiben wolle, dürfte von Frauen daher völlig anders beantwortet werden wie die Frage, wie oft sie Hand an sich legt.
Die Beziehung ist deswegen dennoch eine sexuelle.
Den einzigen Unterschied der mir auffällt ist, dass Frauen wählerischer sind.
Während Männer zunächst mal die Tendenz zum Allesfresser haben und die Entscheidung, wie lang er mit ihr zusammen bleiben will, weit nach hinten schiebt, scheinen Frauen die Tendenz zu haben die Entscheidung, ob jemand der Partner fürs Leben ist gleich in den ersten Sekunden treffen zu wollen oder besser von vornehrein auszusieben, wer auf gar keinen Fall in Frage kommt.
Heutzutage ist dieses Selektionsmuster aber eher abstrakt.
Sie wählt sich nicht den besten der Männern aus, die sie real kennt (direkte Selektion), sondern hat eine medial beeinflusste Schablone durch die er passen muss (abstrakte Selektion). Und je nach Anspruch dürfte die Suche nach dem passenden Mann mehr oder weniger schwer für sie werden.
Auf Singlebörsen führt das dazu, dass bei der Vielzahl der Männer ganz sicher ein passender für sie dabei wäre, sie aber enttäuscht ist, dass sich keiner von denen bei ihr meldet, sondern sie fühlt sich von der Vielzahl der Anschreiben von den Männern belästigt, die nicht durch ihre vorgefertigte Schablone passen.
Man stelle sich nur vor, wo die Menschheit heute wäre, wenn Frauen aus dem 12 Jhdt. auf diese Weise selektiert hätten.
Sie fühlt sich als anspruchslos, wenn von 1 Mio Männern einer Singlebörse 6000 ihrem Beuteschema entsprechen und sie nicht gleich nach ganz oben zu den Sternen greift. Auf einem Dorf mit nur 30 zur Verfügung stehenden Männern wäre sie damit ganz sicher solo geblieben.
Nicht Bedürfnislosigkeit oder fehlende Triebe sind für die steigende Tendenz bei den Singles verantwortlich, sondern falsches Suchverhalten. Insbesondere dann, wenn sie selbst nicht zu den Topfrauen zählt und Mann umgekehrt ähnliche Ansprüche stellt.
Heute scheint es natürlich zu sein, dass eine Frau im Schnitt 50 Körbe verteilt (4 allein in den letzten drei Wochen bei mir). Im Mittelalter hätte sie schon einen guten Fang gemacht, wenn sie sich einen von fünf Männern ausgeguckt hätte.
Bei den meisten scheint dieses direkte Suchmuster noch zu funktionieren (Schule/Job/Vereine), wo man sich mit dem zufrieden gibt, was einem direkt zur Verfügung steht. Seltsamerweise aber nicht bei den Übriggebliebenen. Da gehört der Durchschnittsmann schon zu Aldhaferas faulen Früchtchen.
Diese Tendenz lässt sich vielleicht auch an Zahlen ablesen.
19,81% der Männer werden von Frauen als durchschnittlich attraktiv oder besser bewertet, gegenüber 69,38% der Frauen von den Männern.
In meiner Altersgruppe sogar nur 13,65% der Männer gegen 66,01% der Frauen.
Sucht Frau einen von ihr so bewerteten durchschnittlichen Mann, fallen ganze 80% schon als unterdurchschnittlich durch den Rost.
Der Single von heute ist männlich, über 40, unter 1,80 und hat durchschnittliches bis geringes Einkommen.
Es muss kein AB sein. Er hat aber eine 90%ige Wahrscheinlichkeit auch solo zu bleiben. Vielleicht dann auch deshalb, weil ständige Zurückweisung ihn zum
lustlosen Eremiten gemacht hat, der sich das andere Geschlecht, trotz seiner Triebe, einfach nicht mehr antun will und seinerseits, weil er es nicht anders kennt nur noch Abscheu empfindet.