Franky1970 hat geschrieben:
Hallo,
ich bin neu hier und vieleicht gabs ja schon solch eine Umfrage. Habe aber nichts gefunden.
So mal ganz informativ interessiert mich wie das so aussieht vom Verhältnis her.
Ich hab diesmal Frau angekreuzt, damit die bei der Umfrage nicht so unterrepresentiert sind.
Zitat:
Was mich natürlich noch interessiert... Wie kam es bei euch dazu bzw. nicht dazu ?

Genausogut könntest du mich fragen, wie es dazu kam, dass ich mir noch nie ein bein gebrochen habe oder noch nie gegen einen Baum gefahren bin.
Ok. der Vergleich hinkt. Immerhin wollte ich mir nie das Bein brechen oder vorm Baum fahren und als Tischler habe ich sie auch noch alle.
Ok. Zieh ichs anders auf. Warum habe ich noch nie im Lotto gewonnen?
Mhm Vergleich hinkt auch. Zu wenig gespielt.
Ehrlich gesagt müsste ich dir sagen, dass musst du die Frauen alle fragen die ich angegraben habe und die mir alle einen Korb gegeben haben.
das erste und das letzte Mal mit einer Frau im Bett war ich mit 19.
Und da endeten meine jugendlichen amiorösen Abenteuer, weil ich Geistlicher weden wollte.
Danach, war alles nur noch ein Graus. Fast jede Frau die sich vermeintlich interessiert zeigte, hat mir den Laufpass gegeben, wenn ich mehr wollte als ihr die Beichte abzunehmen. Sprich sie wollten alle nur mit mir labern.
Diesen Drang haben heute auch noch die meisten.
Die Sorte Frauen kennen zu lernen habe ich nicht die geringsten Probleme.
Hingegen Lesen von Flirtratgebern, Psycholiteratur, Psychotherapie und sonstige Maßnahmen verpufften ins Leere. ZUweilen versuchte man mir was beizubringen, was ich schon längst schlafwandlerisch drauf hatte. Z.B. auf Menschen zuzugehen.
Dagegen fehlt es mir zuweilen an Einfühlungsvermögen. Trotz allem Bemühens. Manchmal kann ich mich in die Gehirnwindungen anderer einfach nicht hineinversetzen.
Die Betonung liegt aber hier auf manchmal. Wäre ich ein grober Klotz, wären meine Freunde sicher davon gelaufen und es würden nicht so viele das Gespräch mit mir suchen.
Zitat:
Welche Einstellung, Gedanken und Entscheidungen haben euch in all der Zeit begleitet?
Die Frage ist geradezu genial und unterscheidet sich deutlich vom Diktat sich erstmal selbst in Frage stellen zu müssen, wie es hier vorherrscht.
Mir blieb im ersten Moment auch erst mal die Spucke weg. Nur eineinfacher Satz und ein paar Worte eröffnen hier ein ganz neues Universum.
Ich würde die Gedanken, Einstellungen und Entscheidungen als Lebensbegleiter lediglich noch um die Gefühle ergänzen.
Also
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Einstellungen: Ich gehe meinen Weg. Trotz aller sozialen Kontakte habe ich etwas Eigenbrötlerisches an mir. Ich mache meine Einstellungen nicht von anderen abhängig, sondern fälle mein eigenes Urteil. das war schon immer so. Mich haben nie vermeintliche Mehrheiten interessiert. Ich sah mich immer als Teil einer Gemeinschaft, der ein Recht auf eine eigene auch abweichende Meinung haben darf. Natürlich höre ich zu, wäge ich ab und respektiere andere Meinungen. Nur meine Meinung lasse ich mir dadurch nicht nehmen.
Das machte mich zuweilen unbequem, andererseits auch verlässlich. Mein Ja war ein Ja und mein nein war ein nein, weil
ich davon überzeugt war und ich nicht irgendeine populäre Meinung nachplapperte.
Manchmal fan ich mich auch in der Position von jemandem der anderen voranging.
Meine Einstellung zu Frauen war die, das sich irgendwann doch mal eine finden würde, die mich genauso haben wollte wie ich war.
Mittlerweile hat sich das in die Richtung gewandelt, dass ich ihren Erwartungen nicht gerecht werde, allerdings ohne zu wissen, worin ihre Erwartungen an mich denn nun bestehen.
Allerdings werde ich einen Teufel tun ihren Ansprüchen hinterher zu rennen. Ich bin bisher alleine klargekommen, also werde ich es auch die nächsten paar Jahrzehnte schaffen.
Was bleibt ist die Enttäischung, dass offensichlich kein Frau der ich bisher begegnet bin in der Lage war mich so zu lieben wie ich bin.
Was bleibt sin die Freunde und Freundinnen, die mich wenigstens so akzeptieren wie ich bin.
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Gedanken:Eines schönen guten Tages kam mir der Gedanke: "Ampetula, das ist nun dein Leben. Nimm es an wie es ist.
Das ist mein Grundgedanke bis heute geblieben. Allerdings war ich noch nie jemand, der mit dem Arsch sitzen bleibt.
So habe ich die Gründungen zweier Parteien miterlebt in denen ich schon im Vorfeld aktiv war. Zufriedeheit mit dem Leben drückte sich bei mir nicht darin aus, dass ich mit der stationierung von Pershing II Raketen in Deutschland zufrieden war.
Heute bemängle ich die sozialen Verhältnisse in diesem Land. Das stempelt mich bei Leuten wie Clement zu den Jammerern der Nation.
Mit diesem Etikett dass mir gerne immer wieder aufgeklebt wird, habe ich zu leben gelernt. Ich trage es mittlerweile wie eine Auszeichnung.
Denn eigentlich jammere ich nie. Selbst wenn ich mal gewollt hätte, hat es dann immer noch eine Frau gegeben deren Leid noch viel viel größer war als meines und der ich dann meine Schulter leihen musste.
Mich hat noch nie eine Frau weinen gesehen. Nicht, dass ich nicht könnte oder mich schämen würde. Ich hatte noch nie die Chance es zu tun.
Ferner sehe ich Probleme. Nicht nur die eigenen, sondern auch gsellschaftliche und spreche sie an. Ich stecke in der Hinsicht oft genug meinen Hals in die Schlinge. Der Polyluxbeitrag war nicht mein erster Fernsehauftritt. Als Vertreter einer politischen Initiative war ich schon mal zu sehen. Und ein anderes Mal in der ersten Reihe bei einer Demo.
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EntscheidungenHier wird es kompliziert.
Als durchaus normaler Jugendlicher, der auch Freundinnen hatte, allerdings ohne Sex habe ich irgendwann einmal die Entscheidung getroffen Priester zu werden.
Als normal betrachte ich meine Jugend deswegen, weil ich mich nicht als Außenseiter gesehen habe.
Natürlich war ich in Sport eine Niete und wurde häufig genug als letzter in die Mannschaft gewählt. Ich kann auch nicht sagen, dass ich nie gemobbt worden wäre. Ich wurde sogar oft nach Auftritten, wenn Artikel darüber in der Zeitung erschienen verprügelt. Das prägt.
Andererseits genoss ich schon gewissermaßen eine Sonderstellung. Einmal als Musiker, zum anderen als Klassensprecher und später als Stufensprecher der Schule. Und wenn ich wirklich so ein Außenseiter gewesen wäre, warum hätte man mich dann gewählt?
Also es gab die Bösen und die Guten und in meiner Jugend ode besser in meinem Leben überwigen die Guten. Ich bereue nicht eine einzige Sekunde meines Lebens.
Und genauso wie die Entscheidung fiel Priester zu werden, file die Entscheidung es nicht mehr zu werden. Durch einen Pfarrer und mit den einfachen Worten: "Dann komm mal mit." Natürlich wollte ich mich für andere einsetzen. Nur hatte ich da eher an den Aufbau einer neuen Welt gedacht und nicht an die Vorbereitung der Beerdigung einer alten. Für mich gehörte Geburt, Liebe, Sterben zum Leben. Für einen Pfarrer nur Sterben. Das war nicht meine Welt. Nicht so ausschließlich. Ich hoffte auf sieben Sakrament und nicht nur die letzte Ölung zu der man das Sakrament der Krankensalbung misbrauchte.
Meine Entscheidung fiel für einen souialen Beruf und damit auch wieder die Hoffnung auf Erfüllung durch eine Partnerin, auf der ich schweren Herzens bei meinem Entschluss vorher verzichten musste.
Eine weitere Entscheidung war auch, mein Leben so zu leben wie ich es für richtig hielt.
Mir war nicht nach Karriere, oder wirtschaftlichen Erfolg. Für mich zählte Engagement und meinem Herzen zu folgen.
Neben Beruf bin ich in einer sozialen und einer politischen Gruppe aktiv. Spiele in einer Band. Baue gerade eine weitere Musikgruppe auf. Und spiele mit dem Gedanke mich noch weiter zu engagieren. Und wurde erst heute von einer Frau gefragt, wie sie es möglich machen könnten, dass ich mich bei ihnen beteilige.
So sehr mich Frauen verschmähen, bin ich offensichtlich nicht unnütz auf der Welt.
Meine Entscheidung jetzt laute also, ich mache weiter wie bisher. Ich werde mich da engagieren, wo es nötig ist und wo mein Herz für schlägt.
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GefühleWas mein Singledasien betrifft. Trauer. Keine große. Kein großer Weltschmerz. Keine niederdrückende Depression. Aber doch Trauer.
In letzter Zeit auch zunehmend Wut. Wut darüber, dass Frauen mich am liebsten da haben wollen, wo ich ihnen nicht mehr folgen kann.
An meiner Seite wird es keinen Sportwagen mit Ledersitzen geben. An meiner Seite wird es überhaupt kein Auto geben. An meiner Seite wird es kein dickes Bankkonto auf Kosten anderer geben. Und an meiner Sete wird es kein alle anderen sind mir Scheißegal geben.
Ich bin weder schüchtern noch gehemmt. Ich bin vielleicht für Frauen nicht dominant genug. Für mich selber schon. Eine Frau die sich nicht selbst beherrschen kann, sondern das von mir erwartet ist bei mir ohnehin unten durch.
Zitat:
Wer wirklich lang allein war wird sicher auch eine erhebliche Individualisierung durchgemacht haben. Ist jedenfalls bei mir so. Wie stellt ihr euch das in einer Beziehung vor, falls überhaupt möglich.
Richtig. Allerdings ist nichts im Leben unabänderlich. Man muss sich fast immer irgendwie arrangieren und angeblich festgefügte Bahnen verlassen.
Problematisch fände ich eine Überanpassung im vorrauseilendem Gehorsam ohne Erfolgsaussichten.
Die Frauen die wollen, dass ich anders bin sind Legion. Bei nicht einer von ihnen hätte ich landen können. Sie alle wollten, dass ich mich für sie verändere, damit ich bei anderen Erfolg hätte.
Zitat:
Wie wollt ihr euch anpassen? Oder definiert ihr eure Partner einfach vor, sodaß sie sich euch anpassen usw.
Eine einseitige Anpassung wird es nicht geben.
Zitat:
Mit Sicherheit sprechen genauso viele Gründe dafür zu zweit zu sein wie es Gründe gibt allein zu bleiben.
Einzelkämpfertum ist nie gut. Man sollte den Mut haben auch mal Einzelkämpfer zu sein. Ein erstrebenswrtes Ziel ist es aber nicht.