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 Betreff des Beitrags: Männer und Mutters Erziehung
BeitragVerfasst: 04.07.2008, 13:44 
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Dieser Thread ist zwar vor allem an die Frauen gerichtet, aber die Meinungen von Männern interessieren mich natürlich auch.

Was haben Eure Mütter Euch über Männer beigebracht? Gibt es bestimmte Sätze, die Euch Euer Leben lang begleiten? Ich erinnere mich vor allem an zwei Aussagen meiner Mutter: "Ein Mann darf alles essen, aber nicht alles wissen" und "Wenn ein Mann dich anschnauzt, nimm den Mund voller Wasser."

Damals habe ich brav genickt, aber insgeheim dachte ich mir, dass ich später mal so nicht leben wolle.


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 Betreff des Beitrags: Re: Männer und Mutters Erziehung
BeitragVerfasst: 04.07.2008, 18:20 
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tja ich bezieh mich da jetzt mal nicht unbedingt auf meine mutter sondern generell auf mein (früheres, familiäres) umfeld.
es hieß bei mir eigentlich seit ich klein war, werd ja nicht dick, wie willst du dann sonst einen mann finden. immer wieder hieß es auch:"du könntest so hübsch sein, wenn....", "du musst hübsch sein, den haushalt ordentlich führen, dir einen braven mann suchen, mit dessem geld du sparsam umgehst, der mann bekommt zuerst und am meisten zu essen, der mann wird verwöhnt, ich soll mich schick machen, mich um ihn, den haushalt kümmern und meinen job mit links erledigen und den mann unterstützen." so in etwa wurde mir eingebleut, als frau habe man hübsch auszusehen, hausfrau zu spielen, den mann zu betüteln, ihn glücklich zu machen. allerdings hat sich da niemand mit meinem charakter oder meinen wünschen befasst. auch letztes jahr wieder oder noch durfte ich mir anhören:" wie willst du denn je einen mann finden, wenn du so dick bist?", als ich schlank war, war das allerdings noch nicht schlank und schön genug, etc.
mein vater zu dem ich ein recht gutes verhältnis habe, hat es mir da auch nicht so leicht gemacht.
wurde zu hause oft runter gemacht, beschimpft, sollte immer alles sofort können ohne es gezeigt zu bekommen, und irgendwie hatte ich ständig das gefühl nicht gut genug zu sein. dachte oft, wenn ich hübscher wäre oder intelligenter oder mutiger oder besser, dann würde mich wer lieb haben. allerdings kommt man damit nicht weiter, man kann es nun mal nicht allen recht machen und es bringt einen sogar weiter weg von sich selbst.
jedenfalls hab ich komplexe entwickelt, und es gab noch andere dinge in meiner kindheit, die mich wohl zu einer ABine gemacht haben. aber ich arbeite das auf und an mir und daran wie ich sein will und nicht ohne stolz kann ich sagen, das ich schon viel erreicht habe aber es liegt noch ein langer weg vor mir.
@ Eliza Jane ich kann mir vorstellen, das du bei deinen erfahrungen so gedacht hast.
ich allerdings wollte schon als kind eine eigene familie, bei der ich viel anders machen würde. vor allem was respekt angeht.


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 Betreff des Beitrags: Re: Männer und Mutters Erziehung
BeitragVerfasst: 04.07.2008, 18:58 
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Romantikerin hat geschrieben:
Zitat:
@ Eliza Jane ich kann mir vorstellen, das du bei deinen erfahrungen so gedacht hast.
ich allerdings wollte schon als kind eine eigene familie, bei der ich viel anders machen würde. vor allem was respekt angeht.


Bei mir manifestierte sich schon als Kind, so ca. ab 11 Jahren die Gewissheit, immer alleine und kinderlos bleiben zu müssen. Und so ist es dann ja auch gekommen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Männer und Mutters Erziehung
BeitragVerfasst: 04.07.2008, 19:02 
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es heisst ja unsere gedanken bestimmen unsere welt.
außerdem glaub ich das es für niemanden zu spät ist jemanden zu finden.
das find ich traurig, das es so bei dir war oder zum teil noch ist


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 Betreff des Beitrags: Re: Männer und Mutters Erziehung
BeitragVerfasst: 04.07.2008, 19:04 
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Romantikerin hat geschrieben:
[quote][es heisst ja unsere gedanken bestimmen unsere welt.
außerdem glaub ich das es für niemanden zu spät ist jemanden zu finden.
das find ich traurig, das es so bei dir war oder zum teil noch ist

/quote]

Ich habe den Spruch auch schon mal gehört, dass Gedanken unsere Welt bestimmen. Ob das zutrifft, weiß ich nicht. Aber ich bin schon lange nicht mehr suchend und habe mit Partnerwünschen definitiv abgeschlossen, dazu bin ich jetzt sowieso zu alt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Männer und Mutters Erziehung
BeitragVerfasst: 04.07.2008, 19:12 
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mein vater und seine jetzige freundin haben sich gefunden als sie 59 war und mein vater 55. gut beide sind keine ABs aber sie sehen sich als die große liebe und mein vater meint, das es die 1. frau sei die er wirklich liebt, bei meiner mutter hatte er sich getäuscht.
wahrscheinlich denkst du dir jetzt wie langweilig, was haben die denn mit mir zu tun.
aber die beiden haben auch nicht mehr damit gerechnet jemanden zu finden in ihrem alter geschweige den die große liebe.
ich denke also es ist durchaus möglich, meines erachtens ist der letzte zug erst abgefahren wenn man kalt im sarg liegt.
allerdings kann ich schwer sagen ob ich wenn ich in deinem alter bin vielleicht auch die hoffnung aufgegeben habe.
aber zumindest im moment denke ich das es nicht zu spät ist auch für dich nicht
-trösten-


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 Betreff des Beitrags: Re: Männer und Mutters Erziehung
BeitragVerfasst: 04.07.2008, 19:52 
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Ich kann mich nicht erinnern, dass meine Mutter mir Allgemeinplätze über die Spezies Mann eingebläut hätte. Sie ist, obwohl fast zehn Jahre jünger als mein Vater, sehr oft diejenige gewesen, die das Heft in der Hand hielt, was uns Kinder anging, und auch sonst sehr häufig. Weil er sich, ähnlich wie ich selbst, mit Entscheidungen schwer tut, ist bis heute fast immer sie diejenige, die Dinge zum Laufen bringt. Sie sagt, dass sie das als anstrengend empfindet. Überhaupt ist meine Mutter in allem recht aufopferungsvoll und behauptet von sich selbst, ein Helfersyndrom zu haben. Und ein Stück weit scheint ihr das wohl auch die Bestimmung einer Frau zu sein: Sie denkt, dass eine Frau Kinder haben sollte und einen Mann, weil es das ist, was sie immer wollte. Schon als kleines Mädchen schleppte sie Babys durch die Gegend und grinste dabei glücklich in Fotoapparate.
Dass ich ihr da so wenig Freude mache, tut mir ehrlich leid, ich frage mich nicht selten, ob meine Schwierigkeiten nicht auch für die Familie manchmal schmerzhaft sind, ob ich ihnen damit etwas antue. Ich kann jedenfalls mit Sicherheit sagen, dass Erziehung mit meinen Probleme nicht viel zu tun hat, ausgenommen der etwas schräge Umgang mit Sexualität. Darüber wurde nicht wirklich offen gesprochen. Ich war außerdem lange der Überzeugung, dass Lust immer etwas falsches ist, etwas, das man als anständiger Mensch nicht haben sollte. Und dass es etwas ist, was Strafe nach sich zieht, in irgend einer Form.

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 Betreff des Beitrags: Re: Männer und Mutters Erziehung
BeitragVerfasst: 04.07.2008, 19:58 
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Res hat geschrieben:
Und ein Stück weit scheint ihr das wohl auch die Bestimmung einer Frau zu sein: Sie denkt, dass eine Frau Kinder haben sollte


Was übrigens auch nicht mehr so stimmt. Inzwischen gebären auch Männer.


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 Betreff des Beitrags: Re: Männer und Mutters Erziehung
BeitragVerfasst: 04.07.2008, 20:00 
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Res hat geschrieben:
Zitat:
Dass ich ihr da so wenig Freude mache, tut mir ehrlich leid, ich frage mich nicht selten, ob meine Schwierigkeiten nicht auch für die Familie manchmal schmerzhaft sind, ob ich ihnen damit etwas antue. Ich kann jedenfalls mit Sicherheit sagen, dass Erziehung mit meinen Probleme nicht viel zu tun hat, ausgenommen der etwas schräge Umgang mit Sexualität. Darüber wurde nicht wirklich offen gesprochen. Ich war außerdem lange der Überzeugung, dass Lust immer etwas falsches ist, etwas, das man als anständiger Mensch nicht haben sollte. Und dass es etwas ist, was Strafe nach sich zieht, in irgend einer Form.


Mir tun meine Eltern auch oft leid. Zum Glück hat meine Schwester eine Tochter, sonst würden sie ganz ohne Enkelkind dastehen. Und jetzt, wo sie alt sind, empfinde ich es als sehr schmerzhaft, ihnen keinen starken Schwiergersohn präsentieren zu können, der sie unterstützt.

Hat du eine Ahnung, warum du alleine bist? Vielleicht ist der schräge Umgang mit der Sexualität, wie du es ausdrückst, einer der Gründe.


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 Betreff des Beitrags: Re: Männer und Mutters Erziehung
BeitragVerfasst: 04.07.2008, 21:02 
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Das Thema ist interessant.
Insbesondere, wenn ich mir vorstelle, welches Frauenbild mir meine Mutter mitgegeben hat, die in unserer Familie die dominierende Persönlichkeit war.
Allerdings auch welches Männerbild mir mein Vater mitgegeben hat, der in unserer Familie eher für die emotionale Seit zuständig war.
Ich muss aber verwegschicken, dass alle meine Geschwister verpartnert sind und meine Eltern nicht die alleinige Ursache für meine Probleme mit Frauen sein können.

Aber einiges hat dennoch starken Einfluss.
So war eine Beziehung zu einer Frau lange Zeit für mich nichts Erstrebenswertes. Ich wollte lediglich eine Freundin haben, weil alle anderen auch eine hatten.
Mit meiner ersten Freundin wusste ich deshalb nichts anzufangen. Ok Küssen Streicheln etc. gehörte dazu, aber nicht weil ich das Bedürfnis hatte, sondern weil man das eben so mit einer Freundin macht.
Ich hatte mein Ziel erreicht, ich hatte eine Freundin und es hätte völlig gereicht, wenn sie sich zur Anschauung meiner Freunde einfach in die Ecke gestellt hätte und gesagt hätte, dass sie meine Freundin wär.

Sexuell war ich ein Spätzünder und hab mich erst mit 18 zum ersten Mal selbst befriedigt.

Was aber wichtig ist, ist die Beziehung zu meiner Mutter. Ich kann mich kaum erinnern, dass sie mich jemals in den Arm genommen hätte oder mich gestreichelt oder mjich geküsst.
Was das ist habe ich alles in der Bravo gelesen.
Sie hat nicht mal mit uns Kindern gespielt. Dafür war mein Vater, so selten er Zuhause war zuständig. Der ließ sich dann auch mal von uns Kindern knuddeln.

Zum ersten mal gedrückt wurde ich erst wieder Mitte zwanzig von einer Freundin, die mir das sogar beibringen musste.
Es war ein gutes Gefühl, dass ich vorher nicht kannte. Und es war eine gute Übung. Denn das einzige Mal wo ich mich erinnern kann meine Mutter in den Armen gehalten zu haben, war als sie starb. Da war ich aber schon fast 40.

Meine Einstellung für Frauen nicht alles zu geben hat möglicherweise damit zu tun, dass ich von Frauen eben nicht all zu viel erwarte.
Das ist aber nur eine Seite des Problems.
Die andere ist die, dass ich zeit meines Lebens nicht gerade das Gefühl hatte, es würde sich eine für mich interessieren.

Ich bin genauso geworden, wie meine Mutter mich gewollt hatte.
Nett, freundlich, hilfsbereit, zuvorkommend, Bedürfnis- und Anspruchslos.

Jetzt aber habe ich Bedürfnisse und Ansprüche. Und ich wüsste auch jetzt mit einer Frau etwas anzufangen. Und das erste was ich meinem Opfer antun würde, wäre sie einfach mal eine Runde durchzuknuddeln.
Nicht weil ich sexualfeindlich bin, sondern weil das für mich das Wichtigste ist.


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 Betreff des Beitrags: Re: Männer und Mutters Erziehung
BeitragVerfasst: 04.07.2008, 21:20 
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ElizaJane hat geschrieben:
Was haben Eure Mütter Euch über Männer beigebracht?


Nichts. Höchstens dass es blöd ist, als Frau vom Mann finanziell abhängig zu sein (es hat sie halt gestört, dass sie nach der Geburt ihrer Kinder nie wieder angefangen hat zu arbeiten).
Ich hab ein komisches Verhältnis zu meiner Mutter. Ich war immer eher ein Papakind. Meiner Mutter konnte ich viele Sachen nicht gut genug machen. Ein seltsames Verhältnis zu Sexualität hat sie auch. Die langjährige Freundin meines Bruders hat sie im Grunde auch nie wirklich akzeptiert. Ich denke, dass da einige Sachen zu meiner AB-Situation beigetragen haben.
Sollte ich irgendwann eine Beziehung haben, wird sie es gewiss nicht als erstes erfahren... :mrgreen:


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 Betreff des Beitrags: Re: Männer und Mutters Erziehung
BeitragVerfasst: 04.07.2008, 21:30 
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Zitat:
Ich bin genauso geworden, wie meine Mutter mich gewollt hatte.
Nett, freundlich, hilfsbereit, zuvorkommend, Bedürfnis- und Anspruchslos.

Hm, so bin ich auch, allerdings hat man es in meiner Erziehung sicher nicht darauf angelegt.

Seltsamerweise empfinde ich es als obszön, wenn jemand seine Bedürfnisse formuliert. Das geht so weit, dass ich z.B. bei Tisch höchst ungern jemanden darum bitte, mir die Sauce zu reichen. Überhaupt habe ich in meinem Leben kaum jemals um einen Gefallen gebeten, bin aber immer gerne bereit, Leuten behilflich zu sein.

Ich merke, wie mich das von den Menschen entfremdet. Momentan mache ich ein Praktikum, bei dem mir erwartungsgemäß immer wieder Getränke, Essen, Hilfe usw. angeboten wird. Ich lehne immer wieder dankend ab, was mir womöglich als Arroganz ausgelegt wird. Und es ist auch Arroganz, denn Leute, die ihre Wünsche aussprechen und auf ihre Erfüllung drängen, erscheinen mir wie unreife Kinder, zumindest nicht so recht erwachsen. Erwachsen ist nur, wer bedürfnislos ist und sich beherrschen kann.

Selbstbeherrschung ist ganz sicher einer der Hauptgründe für mein ABtum.


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 Betreff des Beitrags: Re: Männer und Mutters Erziehung
BeitragVerfasst: 04.07.2008, 21:38 
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Carducci hat geschrieben:
Zitat:

Selbstbeherrschung ist ganz sicher einer der Hauptgründe für mein ABtum.


Bei mir auch so. Wenn ich frei wäre, anzustarren, was ich schön finde und vielleicht sogar anzufassen, so wie kleine Kinder alles ohne zu Zögern anfassen, um die Welt zu erkunden, dann wäre ich sicher kein AB mehr.


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 Betreff des Beitrags: Re: Männer und Mutters Erziehung
BeitragVerfasst: 04.07.2008, 23:13 
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Ich bin teilweise etwas schockiert, wenn ich das so lese.
Soweit ich mich erinnern kann, wurde mir kein spezielles Bild von irgentwas vermittelt.

Gruß, Jörg


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 Betreff des Beitrags: Re: Männer und Mutters Erziehung
BeitragVerfasst: 05.07.2008, 14:14 
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Zitat:
Hat du eine Ahnung, warum du alleine bist? Vielleicht ist der schräge Umgang mit der Sexualität, wie du es ausdrückst, einer der Gründe.


Das ist wahrscheinlich sogar der Hauptgrund. Ach, was heißt da wahrscheinlich, das IST er. Dazu gehört auch etwas, was mir erst heute morgen einfiel - nämlich dass ich schon früh von irgendwoher die Überzeugung hatte, dass Männer triebgesteuert sind und zuweilen gefährlich werden können. Sicherlich liegt das mit daran, dass ich eine Situationen mit einem Mann als bedrohlich erlebt habe, und sie war es auch. Die meisten Männer in meiner Umgebung waren einfach nett und normal - leider aber wurde diese eher negative Haltung meinerseits dann und wann bestätigt, durch Begegnungen mit Exibitionisten etwa, mit Grapschern in der U-Bahn oder dem Voyeur auf einem Damenklo.
Gemeinsam mit der eher körperfeindlichen und vielleicht über die Maßen schamhaften Einstellung, die ich sowieso schon mitbrachte, hat sich daraus wohl ein erstaunlich stabiles System entwickelt, das mich beschützt, mich aber auch nicht frei gibt. :(

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