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Welche Erfahrungen hast Du mit Psychotherapie?
ich habe eine Therapie hinter mir und sie hat mir eher geholfen. 16%  16%  [ 9 ]
ich habe eine Therapie hinter mir und sie hat mir weder geholfen noch geschadet. 12%  12%  [ 7 ]
ich habe eine Therapie hinter mir und sie hat mir eher geschadet. 7%  7%  [ 4 ]
ich bin im Moment in Therapie und merke dass sie mir hilft. 16%  16%  [ 9 ]
ich bin im Moment in Therapie und merke noch keinen Effekt. 5%  5%  [ 3 ]
ich bin im Moment in Therapie und merke dass sie mir schadet. 0%  0%  [ 0 ]
keine und ich plane auch nicht dass sich daran etwas ändert. 28%  28%  [ 16 ]
keine, aber ich möchte vielleicht ausprobieren ob mir eine Therapie hilft. 16%  16%  [ 9 ]
keine, aber ich werde demnächst eine beginnen. 2%  2%  [ 1 ]
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 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen mit Psychotherapie?
BeitragVerfasst: 18.08.2008, 16:56 
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Zu meinen Erfahrungen mit Psychotherapie gehört auch, dass ich eine Scheißangst davor hatte. Meine ersten Sitzungen waren in einem alten Haus und der Therapieraum war im Dachgeschoß. Als ich die Treppen hinaufgestiegen bin, ist in mir eine derartige Angst aufgestiegen, dass ich am liebsten davongelaufen wäre. Ich hatte vor allem Angst und mir ist alles unheimlich vorgekommen: das Haus, der Therapieraum, meine Therapeutin. Alles hat beängstigend und bedrohlich auf mich gewirkt. Gleich in der ersten Stunde hatte ich einen Heulkrampf und hab irgendwie völlig die Kontrolle über mich verloren. Nur wovor hab ich Angst gehabt? Meine Therapeutin war und ist überaus nett, einfühlsam und wohlwollend, das Haus eigentlich völlig unauffällig und sicher nicht bedrohlich und der Therapieraum war auch ein ganz normales Zimmer. Meine Angst, war die Angst vor dem, was ich jahrelang verdrängt hab und nicht sehen wollte. Ich hatte Angst die Scherzen und die Trauer und die Wut, die ich in meiner Seele tief verschlossen gehalten habe, freizulassen und auszuleben. Den Scherz wirklich zu spüren, die Tränen wirklich zu weinen und die verzeifelte Wut aus mir rauszuschreien. Ich hatte Angst, dass ich es nicht überlebe. Diese Angst habe ich immer gehabt, nur hab ich es vor der Therapie nicht gewusst. Es war eine unbewusste Angst und sie hat mir jahrelang so viel Energie und Kraft gekostet- Kraft und Energie um alles das, was ich nicht sehen wollte in meinem Inneren ganz tief verschlossen zu halten. Ich durfe es nicht sehen und die anderen sollten es auch nicht sehen. Es war ein Leben hinter einer Maske, ein Schauspiel aus vielen vielen Lebenslügen.

Leute, ich hab das nicht geschrieben um euch vor der Therapie Angst zu machen, sondern um zu zeigen, dass so ein Schritt für einige von Euch vielleicht sehr sehr viel Mut erfordert. Und wenn ihr ein beklemmendes Gefühl habt bei dem Gedanken eine Therapie zu beginnen, ist das völlig in Ordnung und "normal". Jede Lebensgeschichte ist natürlich individuell und für manche ist Therapie vielleicht wirklich nicht der richtige Weg, aber was immer ihr für Überlegungen anstellt, seid mutig!! - das wünsch ich Euch :wink:

Übrigends hatte ich gestern mein erstes "Rendez vous" - dafür hab ich auch viel viel Mut gebraucht - bin richtig stolz auf mich, dass ich nicht gleich wieder in den Zug gestiegen bin um wieder mal "davonzulaufen". -jo-


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 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen mit Psychotherapie?
BeitragVerfasst: 18.08.2008, 17:13 
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Frank, ich finde das alles arg hochgegriffen, was Therapeuten angeht. Du kannst nicht ausnahmslos alle über einen Kamm scheren nur weil es -sicher gibts die auch- schwarze Schafe darunter gibt. Nicht jeder wird sofort auf Medikamente gesetzt, mir z.B. wurden nie welche verschrieben. Ich hab ziemlich viele Schicksalschläge durch im Leben und erfreue mich dennoch meines Lebens. Es hängt auch sehr viel davon ab, wie sehr ein Mensch über seine Gefühle sprechen kann, es zulassen kann zu heulen aus tiefstem Herzen oder zu lachen. Therapeuten machen keine neuen Menschen aus einem,sie helfen nur dabei sich selbst zu helfen, vor Problemen nicht wegzulaufen. Letztlich muss jeder sein Leben in den Griff kriegen. *meine bescheidene Meinung*

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 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen mit Psychotherapie?
BeitragVerfasst: 18.08.2008, 17:15 
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@ dolce gusto gratuliere!!!!
-feier-

gut gesagt ABine
mir hilft es ja auch und mein leben vor der therapie war nicht gerade sehr "bunt", vielleicht hilft das dem einen oder anderen aber es sollte nichts mit zwang oder horrorgeschichten gespickt sein


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 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen mit Psychotherapie?
BeitragVerfasst: 18.08.2008, 18:39 
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Zitat:
Frank, ich finde das alles arg hochgegriffen, was Therapeuten angeht. Du kannst nicht ausnahmslos alle über einen Kamm scheren nur weil es -sicher gibts die auch- schwarze Schafe darunter gibt.


Das mag zwar stimmen ABine, aber diese sog. Horrorgeschichten über diese schwarzen Schafe häufen sich derart und sind so grauenvoll, dass die Frage doch ernsthaft gestellt werden darf, wie viele "weiße Schafe" es eigentlich (noch) gibt.
Willst du eine kleine Geschmacksprobe davon?

:arrow: http://www.psychotherapie.com/

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 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen mit Psychotherapie?
BeitragVerfasst: 18.08.2008, 20:12 
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Ich hab ja nicht behauptet, es gäbe keine schwarzen Schafe und ich sage ja, NICHT ALLE über einen Kamm scheren! Was Medikamente in dem Bereich angeht, bin ich auch sehr, sehr skeptisch und im übrigen glaub ich, alles noch mit gesundem Menschenverstand regeln zu können. Es wird niemand gezwungen zur Therapie, es gibt Probesitzungen und abbrechen kann man sowas auch jederzeit.

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 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen mit Psychotherapie?
BeitragVerfasst: 18.08.2008, 22:21 
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Zitat aus einem Buch Namens "Und wer therapiert die Therapeuten?"

Habe ich gerade auf der Site entdeckt die verlinkt ist. Ich nehme dieses Zitat weil es völlig Wertungsfrei reine Fakten wiedergibt. Erschreckende Fakten zudem die ich bislang nicht kannte sondern aus eigenen Erfahrungen nur erahnte.

Zitat:

"Natürlich ist nie auszumachen, ob sich zum Beruf des Psychotherapeuten eventuell besonders labile Naturen hingezogen fühlen ... Die berichteten Zahlen über schwere psychische Störungen (während Ausübung des Berufes) variieren: 73 % schwere Angststörungen ... 90 % (undifferenzierte) schwere psychische Störungen ... 82 % schwere persönliche Probleme infolge Beziehungsschwierigkeiten, 57 % Depressionen, 11 % Süchtige und 2 % Suizidversuche ... diese Zahlen genügen, um sich ein Bild davon zu machen, daß der Beruf des Psychotherapeuten nicht unbedingt der gesündeste ist oder nicht unbedingt die gesündesten Menschen anzieht" (S.113).

Zitat Ende.


Sicherlich mag sich einer von 100 durch das Zahlenraster quetschen. Aber es scheint mir dennoch eher eine Lotterie denn eine Chance zu sein.

Das sollte doch dem ein oder anderen zu denken geben.

LG, Frank

http://www.psychotherapie.com/psychothe ... 02101.html


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 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen mit Psychotherapie?
BeitragVerfasst: 19.08.2008, 17:54 
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Im Internet kann man soviel finden, da gibts zu jedem Kram eine Info. Es ist immer fraglich, ob das alles auch so glaubwürdig ist. Man kann alles von vielen Seiten betrachten und ich kenne auch real Menschen, die ganz schlechte Therapeuten erwischt haben.

Außerdem denke ich mal, es ist ähnlich wie im Forum hier, Menschen mit den "gleichen Fehlern" verstehen sich sowieso am besten. :mrgreen:

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 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen mit Psychotherapie?
BeitragVerfasst: 19.08.2008, 18:33 
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Franky1970 hat geschrieben:
Zitat aus einem Buch Namens "Und wer therapiert die Therapeuten?"

Habe ich gerade auf der Site entdeckt die verlinkt ist. Ich nehme dieses Zitat weil es völlig Wertungsfrei reine Fakten wiedergibt. Erschreckende Fakten zudem die ich bislang nicht kannte sondern aus eigenen Erfahrungen nur erahnte.

Zitat:

"Natürlich ist nie auszumachen, ob sich zum Beruf des Psychotherapeuten eventuell besonders labile Naturen hingezogen fühlen ... Die berichteten Zahlen über schwere psychische Störungen (während Ausübung des Berufes) variieren: 73 % schwere Angststörungen ... 90 % (undifferenzierte) schwere psychische Störungen ... 82 % schwere persönliche Probleme infolge Beziehungsschwierigkeiten, 57 % Depressionen, 11 % Süchtige und 2 % Suizidversuche ... diese Zahlen genügen, um sich ein Bild davon zu machen, daß der Beruf des Psychotherapeuten nicht unbedingt der gesündeste ist oder nicht unbedingt die gesündesten Menschen anzieht" (S.113).

Zitat Ende.


Sicherlich mag sich einer von 100 durch das Zahlenraster quetschen. Aber es scheint mir dennoch eher eine Lotterie denn eine Chance zu sein.

Das sollte doch dem ein oder anderen zu denken geben.

LG, Frank

http://www.psychotherapie.com/psychothe ... 02101.html


Das Phänomen sollte eigentlich seit Wolfgang Schmidtbauers "Hilflosen Helfern" bekannt sein.
Allerdings sollte es durch wissenschaftliche Standards und ein funktionierendes Qualitätsmanagement möglich sein Behandlungserfolge zu erzielen.
Von daher stört mich weniger welche Motivation sie bei der Berufswahl hatten als vielmehr, dass diejenigen die sich an mir versuchten aus meinen Augen wie Stümper gearbeitet haben.
Nicht nur der fehlnde Behandlungserfolg, sondern z.T auch unprofessioneller Umgang mit Abrechnungen mit der Krankenkasse, wilkürliche Behandlungsabbrüche und Überweisungen an andere Therapeuten lässt mich an ihnen zweifeln.

Am Anfang sollte eine art Patientenvertrag stehen.
Dann sollte geprüft werden ist der überhaupt behandlungsfähig und abrechenbar und welche Ressourcen sollen dafür zur Verfügung gestellt und eingesetzt werden.
Schließlich sollte die Behandlung aufgenommen werden und die Behandlungserfolge im Hinblick auf das Ziel fortlaufend dokumentiert werden.
Eine Psychotherapie geht immerhin meistens auch zu Lasten der Solidargemeinschaft und nur um mal mit jemandem zu reden ist das Ganze aus meiner Sicht zu teuer.


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 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen mit Psychotherapie?
BeitragVerfasst: 20.08.2008, 10:56 
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Die wichtigste Erfahrung mit Psychotherapie ist immer die, daß dieses ganze Therapeuten/Psychologie-Umfeld ganz anders ist, als man es sich vorstellt.

Daß Therapeuten oft selbst Probleme haben, kann gut sein; aber das ist ein komplexes Thema, immerhin ist es eine Folge gewisser Probleme, daß sich in einem genau die Fähigkeiten herausbilden, die man braucht, um auf andere Menschen einzugehen und sie wahrzunehmen, Alice Miller hat darüber was geschrieben. Es spielt auch keine Rolle, ob sie Probleme haben, wichtiger ist doch, daß sie ihre Probleme nicht in die Therapie mit einfließen lassen.

Bei Therapie halte ich es für UBER wichtig, daß man sich gut informiert. Denn es gibt hier viele schwarze Schafe, die eine erschreckende Gleichgültigkeit an den Tag legen. Da ist es wichtig, daß man sich keine Illusionen macht und genau weiß, wie man vorgehen kann und sollte.

All diese Probleme können aber nicht darüber hinwegtäuschen, daß meines Achtens Selbstveränderung der einzige Weg aus der AB-Problematik ist, und daß Therapie tendenziell für die Folgen der uns plagenden Probleme am einschlägigsten erscheint, deshalb würde ich sie jedem ans Herz legen wollen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen mit Psychotherapie?
BeitragVerfasst: 20.08.2008, 11:17 
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Zitat:
Es spielt auch keine Rolle, ob sie Probleme haben, wichtiger ist doch, daß sie ihre Probleme nicht in die Therapie mit einfließen lassen.


-daf-

Zitat:
Bei Therapie halte ich es für UBER wichtig, daß man sich gut informiert. Denn es gibt hier viele schwarze Schafe, die eine erschreckende Gleichgültigkeit an den Tag legen. Da ist es wichtig, daß man sich keine Illusionen macht und genau weiß, wie man vorgehen kann und sollte.

Über diese Tatsache wird aber nur sehr wenig bis überhaupt nicht aufgeklärt. :evil: Qualitätskontrollen für Psychologen und Therapeuten sind mir nicht bekannt und wenn es die gibt, dann scheinen die restlos zu versagen oder von den gleichen Leuten gesteuert zu sein, die auch in den Kammern sitzen. :twisted: Exakt diese Lobbyisten, deren Werk ich am eigenen Leib erfahren musste, stellen sich schützend vor ihre Klientel und lassen die geprellten, missbrauchten Patienten hilflos zurück. Hauptsache die Kohle fließt und diese -ärger- konnten ihre sadistischen Triebe an Unschuldigen ausleben. Mir egal was einige darüber denken, wenn andere oder ich hier darüber so berichten, aber diese Missstände müssen einfach mal angesprochen werden.

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 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen mit Psychotherapie?
BeitragVerfasst: 20.08.2008, 11:32 
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Yep da gebe ich Dir leider voll Recht. Ich glaube, daß gerade in der Psychiatrie der schlimmste medizine Mißbrauch vorzufinden ist, und das nicht nur in Deutschland. Es ist vor allem deshalb schwierig, weil in der Diagnostik oft keine klare Abgrenzungen vorhanden sind und man ein vergleichsweise noch grenzwertig "normales" Verhalten als pathologisch klassifizieren kann und einem dann gegen den eigenen Willen zwangsmedikamentieren oder in eine geschlossene Abteilung einweisen kann. Der Patient beschwert sich dann verzweifelt, daß er nicht wahrgenommen und gesehen wird, und daß sein Problem nicht behandelt wird, sondern er nur ruhig gestellt wird, und ihm wird dann vermittelt, daß seine Ansprüche vielleicht Teil seines Problems sein könnten etc.
Auch hat man bei Psycho-Kram keine so gute Möglichkeit, gegen Behandlungsfehler vorzugehen, wie man das bei körperlich nachweisbaren Fehlern könnte, denn in einer Therapie gibt es nunmal keine Zeugen, und der Therapeut kann sich notfalls immer rausreden.
Vielleicht ist das ganze Leid so viel und heftig, daß Therapeuten und Personal auf ihre eigene verrückte Weise damit fertigwerden. Habe schon vor Therapeuten gehört, die zu Patientinnen Verhältnisse hatten, obwohl sie es rechtlich nicht durften; oder Patienten, die Sex mit Pflegerinnen hatten etc. (wobei das ja für uns wieder was gutes hätte lol)

Aber hey, die meisten Therapeuten haben einfach nur eine Routine entwickelt und arbeiten die Patienten ab wie es Hausärzte irgendwie auch tun, wenige sind wirklich schädlich und noch weniger wirklich gut.

Jedenfalls sind die Stories, die ich hier oft höre (Therapeuten schreien Patienten an, mißhandeln sie etc.) die Ausnahme und nicht die Regel.

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 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen mit Psychotherapie?
BeitragVerfasst: 20.08.2008, 13:53 
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Zitat:
Habe schon vor Therapeuten gehört, die zu Patientinnen Verhältnisse hatten, obwohl sie es rechtlich nicht durften; oder Patienten, die Sex mit Pflegerinnen hatten etc. (wobei das ja für uns wieder was gutes hätte lol)


Das ist doch noch harmlos. Einmal hielt sich ein Psychotherapeut eine Patientin als Sexskalvin, indem er es ihr als Therapie verkaufte und sie zuvor pathologisierte. -ha- Sie musste Sexspiele mit ihm und seiner Frau mitmachen und ihn bis zum Höhepunkt oral befridigen. "Lecker." :roll: Das ging über mehrere Jahre so. Ein anderer "Psychotherapeut" holt seine Freundinnen regelmäßig aus seinem Patientenklientel. Das ist natürlich verboten.
Mir ist aber nicht bekannt, ob Beziehungen zwischen Patienten und Pflegern/innen verboten sind.

Zu meinem Fall, damit ihr wisst, dass dies nicht alles nur Geschichten sind. Ich war über mehrere Jahre bei meinem ehemaligen Psychotherapeut und der hatte mich auch pathologisiert, indem er mir unterstellte, ich hätte Persönlichkeitsstörungen. Als eines Tages die Depression ausbrach und ich medikamentöse Hilfe dringend früher gebraucht hätte, machte ich im depressiven Wahn den ultimativen Fehler und ging zu ihm. Er interpretierte den letzten Schwachsinn da hinein und meinte nur, ich sollte rationaler mit meiner Situation umgehen. Das alles half nichts, denn eine Depression ist eine Krankheit die man nicht mit schönen Worten (alleine) lösen kann. Nach fast einem Jahr kam dieser Armleuchter auf die grandiose Idee meine Antiepileptika zu ändern, weil er plötzlich der Meinung war, diese wären für meine Depression verantwortlich. Nach einigen hin und hergeschiebe mit dem Medis bin ich derart schwerdepressiv geworden, dass ich zusammenbrach und für drei Monate unter anfänglicher Suizidgefahr in der Psychatrie lag. Dort wurde ich aber von der Inkompetenz dieser Kaste aber nicht verschont und musste mir außerdem noch rotzfreche Schwestern gefallen lassen, die meinten sie müssten über das Seelenleben ihrer Patienten urteilen. Mir ging es von morgens bis abends schlecht, obwohl ich mit Antidepressiva vollgepumpt wurde und konnte mich kaum noch bewegen oder sprechen, wofür mir die Ärzteschaft dort die Schuld gab. Erst nach meiner Entlassung kam heraus, dass sie mir viel zu lange und viel zu hochdosiert ein Schlaftmittel verabreicht haben, das eine narkotisierende Wirkung hat. Nach Absetzung des selbigen war ich zuhause auf Entzug, weil es mich abhängig gemacht hat.
Zurück zu meinen ehemaligen Psychotherapeuten. In der Klinik lasen die seine sog. Diagnose von ihm über mich und zweifelten sie an, was zumindest ein Gewinn aus dieser Zeit war, denn so konnte ich eine neue Perspektive gewinnen. (Frage fünf Experten und du erhälst fünf Meinungen.) Kurz nach der Entlassung war ich wieder bei ihm und bisher machte er stets einen seriösen Eindruck auf mich. :|
Aber just an diesem Tag zeigte er sein wahres Gesicht und schrie mich die gesamte Zeit über an und steigerte sich in einen tobenden Wutanfall. Es war so schlimm, dass er dabei die Augen verdrehte und wie ein Bekloppter auf seinen Stuhl herumhämmerte. Er gab mir die Schuld an meiner Depression und warf mir vor diese künstlich erzeugt zu haben. -ha- Ich war nicht in der Lage mich zu wehren, den ich war noch unter dem Einfluss der Medis. :cry: Das war auch die letzte Stunde bei ihm. Ich war von da an traumatisiert und konnte erst nach fast einem halben Jahr den Mut aufbringen mich bei der verantwortlichen Kammer zu melden. Die aber erwiesen sich, wie schon erwähnt, als auf einem Auge blind und Schutzmacht dieser Perversen. In seiner Gegendarstellung log mein Ex-Therpeut sogar derart, dies wäre alles nie geschehen und ich wäre schon von Anfang an zu ihm wegen depressiver Probleme gekommen, :twisted: was er angeblich nachgewissen hätte. Selbige Schriftstücke habe ich natürlich nie zu Gesicht bekommen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen mit Psychotherapie?
BeitragVerfasst: 20.08.2008, 14:35 
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Wasserschildkröte hat geschrieben:
Einmal hielt sich ein Psychotherapeut eine Patientin als Sexskalvin, indem er es ihr als Therapie verkaufte und sie zuvor pathologisierte.

@Wasserschildkröte: Was meinst Du in dem Zusammenhang mit "pathologisieren"?

Gruß

Gollum

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Ich bin ein wilder Kerl - gefangen im Körper eines 37jährigen Spargeltarzans. :(


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 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen mit Psychotherapie?
BeitragVerfasst: 20.08.2008, 15:04 
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Also hier werden ja wieder besonders extreme Extrembeispiele von Machtmissbrauch und Inkompetenz der Therapeuten genannt. Weiß einer genauer, wie man im Ernstfall rechtliche Schritte einleiten kann? Hätte man bessere Karten, wenn man die Sitzungen heimlich aufnehmen würde oder darf das nicht als Beweisstück betrachtet werden?

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 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen mit Psychotherapie?
BeitragVerfasst: 20.08.2008, 16:05 
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Zitat:
Was meinst Du in dem Zusammenhang mit "pathologisieren"?


Jemanden für krank erklären bzw. krankhaft einschätzen.

Zitat:
Weiß einer genauer, wie man im Ernstfall rechtliche Schritte einleiten kann?


Darüber habe ich hinterher intensiv nachgedacht und die von der kassenärztlichen Vereinigung meinten, im Streitfall seien einzig und allein die Kammern dafür zuständig. :twisted: Andere Vereinigungen sind mir momentan nicht bekannt. Ich erwäge aber immer noch eventuell eine Zivilklage gegen meinen ehemaligen (Pseudo)Psychotherapeut anzustreben, konnte mich mangels Geld darüber weder beraten lassen oder Schritte einleiten.

Zitat:
Hätte man bessere Karten, wenn man die Sitzungen heimlich aufnehmen würde oder darf das nicht als Beweisstück betrachtet werden?

Ich rate jedem die Sitzungen irgendwie aufzunehmen, aber nicht heimlich. Wäre besser wenn man dies vorher miteinander ausmacht. Wenn sich der Psychologe /Therapeut dagegen wehrt, sagt das schon einiges über ihn aus und man sollte die Therapie dort leiber abbrechen. Inwieweit es rechtlich als Beweis anerkannt wird weiß ich zwar nicht, aber wenn man im Streitfall "nichts" hat, hat man sowieso verloren. Ach ja, am besten nicht vor die Kammern ziehen. Das sind nur Lobbys bestehend aus Psychologen und Therapeuten. "Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus."

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