@Bernd
Okay, da geb ich dir recht. Viele Sachen mußte ich mir auch erst mühsamst zusammentragen. Vielleicht ärgern mich auch einfache manche Aussagen wie "Ich lese keine Bücher" etc., die man manchmal hört.
Zitat:
Und dazu brauchst Du Infos, die Dich auf dies oder jenes aufmerksam machen.......
Worüber ich mir auch Gedanken gemacht habe: reine Information ohne "emotionale Beteiligung" ist
kaltes Wissen. Der Ratschlag der Eltern, auf die kein Kind hört. Die bekannte Weisheit, daß man seine eigenen Erfahrungen machen muß.
Wie jemand mal treffend Carnegie kritisiert hat: in den Büchern stehen so viele tolle Tipps und Ratschläge drin. Aber die Protagonisten im Buch mußten erst gewisse u.U. schmerzhafte Erfahrungen machen, bis sie zu der Erkenntniss kamen. Ich würde sagen: ohne diese emotionale Involvierung wäre die nackte Info auch nicht viel wert. Wir lernen und merken uns Dinge am besten, wenn wir emotional beteiligt sind (laut Studien).
Die Erkenntnis selber ist vielleicht weniger wichtig als der Prozeß, durch die man an sie gelangt. Nach dem Motto: der Weg ist das Ziel.
Aber wenn jetzt jemand Infos haben will wie: wo gibts die nächste Meditationsgruppe, weil ich das mal ausprobieren will, der hat es heute 100x einfacher. (Wie etwa das Internet praktisch genutzt wird ist ein eigenes Thema. Siehe Spiegel-Titelthema "Macht das Internet doof?")
Exlamento hat geschrieben:
zumal viele auch noch intuitiv die Wirkungskraft eigener Denkmuster verneinen, insbesondere dann, wenn es darum geht eigenen Kummer anzupacken, in anderen Lebensbereichen sonst aber gerne an die Selbstverantwortung anderer appellieren.
Geht das konkreter, oder ist das nur irgendeine Anspielung?