Blutdurst
"London um das Jahr 1750 … Innerhalb kürzester Zeit nimmt die Zahl brutaler und ungelöster Morde rapide zu. Die Ursache selbst kennen nur die Täter und ihre endlose Gier nach Blut. Wer sich abends noch auf die Straße wagt, wird zu einem Ihresgleichen. In den dunklen Tiefen der Kanalisation rüsten sie sich für ihren Kampf. Soldaten versuchen mit aller Kraft der Bedrohung zu trotzen … doch wie lange werden sie ihnen noch Einhalt gebieten können? Unruhen in der Bevölkerung gestalten jegliche Nachforschungen zu einer Herausforderung. Misstrauen und äußerste Vorsicht stehen an der Tagesordnung … Überall in der Dunkelheit lauern die Kreaturen der Nacht – Vampire, auf ihrem Feldzug gegen Jene, die sie seit Generationen zu unterdrücken versuchten."
Blutdurst - Vorwort
Was sind eigentlich Vampire? Nun, ich denke diese Frage sollte ich Euch erst einmal beantworten, bevor Ihr anfangt zu lesen. Vampire brauchen Blut – das ist wohl eine Tatsache, die ich sicher nicht speziell erwähnen muss. Ab und an ernähren sie sich auch von Tierblut, aber brauchen mindestens einmal im Monat ein menschliches Opfer. Medizinisch gesehen sind sie untot, also zum Zeitpunkt ihrer Verwandlung eigentlich schon einmal gestorben. Doch im Grunde genommen, sind sie ja noch immer lebendige Wesen, auch wenn das Blut, das durch ihre Adern fließt nicht ihr Eigenes ist.
Um einen Menschen zu einem Vampir zu machen, muss sein Speichel beim Biss in die Blutbahnen des Menschen gelangen, wo die Vampirzellen die menschlichen auslöschen und ersetzen. Nur wenige Menschen werden praktisch erwählt ebenfalls ein Vampir zu werden; ihre normalen Opfer werden bis auf den letzten Tropfen ausgesaugt und kommen keinesfalls, wie vielleicht vermutet, als eine Art Ghul zurück.
Eigentlich ist es doch recht simpel einem Vampir den letzten Funken seines untoten Lebens auszuhauchen: Knoblauch und geweihtes Wasser, genauso wie Kruzifixe sind jedoch völlig wirkungslos um ihnen großen Schaden zuzufügen! Schlägt man ihm den Kopf ab, ist er nicht mehr in der Lage sich zu regenerieren. Aber auch falls seine Verletzungen schon zu groß sind, kann er dort sein Ende finden. Dennoch gehen die Meisten lieber auf Nummer sicher und enthaupten einen Vampir, ganz gleich wie schlecht seine körperliche Verfassung auch sein mag und verbrennen anschließend seine Überreste.
Manche mögen zwar behaupten, dass die ihnen zugefügten Wunden sich sogleich wieder verschließen würden, was jedoch nicht wirklich der Wahrheit entspricht. Im Gegensatz zum Menschen, heilen selbst schwere Wunden innerhalb weniger Stunden, Knochenbrüche in wenigen Tagen.
Vampire wachsen nach ihrer Verwandlung, ihre Muskeln und Sinne prägen sich sehr schnell besser aus. Daher sind sie größer als Menschen, ihnen kräftemäßig um Einiges überlegen und können sehr schnell und fast lautlos durch die Straßen schleichen. Selbst bei Nacht können sie noch recht gut sehen und wittern den Geruch von Blut schon über einige Entfernung. In einem Wettlauf hängen sie einen Menschen ohne große Probleme ab und auch ihr Gehör ist um Vieles besser.
Entgegen vieler Gerüchte sind sie keineswegs in der Lage sich in eine Fledermaus, einen Wolf, eine Spinne oder überhaupt etwas zu verwandeln. Zumindest sind sie mit eben solchen Tieren auf eine geheimnisvolle Art mit ihnen verbunden …
Einige von ihnen können dafür jedoch eine Art Magie verwenden, die alten Ritualen zugrunde liegen und den Gebrauch von Blut unerlässlich machen.
Obwohl Ihr es aus Filmen und anderen Büchern vielleicht kennt, dass sie das Sonnenlicht scheuen und daher tagsüber in ihren Särgen ruhen, gibt es hier nur wenige, die am Tage und überhaupt in Särgen schlafen. Stärkere Vampire haben durchaus kein Problem sich bei Tageslicht außerhalb ihrer Verstecke aufzuhalten. Lediglich den Schwächeren bekommt das Sonnenlicht nicht gut, deren blasse Haut äußerst Lichtdurchlässig ist. So würde selbst bei kurzer Bestrahlung ihr Blut sehr schnell anfangen zu trocknen, da ihre Vampirzellen schwach und für Vieles anfällig sind.
Zwar sind die Vampire den Menschen unterlegen, dennoch haben sie es schon lange Zeit geschafft sie in Schach zu halten, da sie ihnen zahlenmäßig überlegen sind. Es wird großer Wert auf Ehre gelegt und sie achten ganz genau darauf, welchen Menschen sie zu einem von ihnen machen.
In manchen Fällen entschließen sich Vampirpaare dazu sich einen Säugling der Menschen anzueignen, da sie selbst unfruchtbar sind. Gemeinsam ziehen sie das Kind groß und verwandeln es dann mit einem entsprechenden Alter, denn Kinder zu beißen ist für sie unehrenhafter, als eines zu entführen.
Manchmal entstehen untereinander schwerwiegende Streitigkeiten, vor allem wenn sich jemand in seiner Ehre verletzt fühlt. Nach alter Tradition werden solche Dinge im unbewaffneten Zweikampf besiegelt.
Wie auch bei den Menschen ist das Verhalten von Vampir zu Vampir unterschiedlich. Während einige ruhig und freundlich sind, verhalten sich andere angriffslustig und unfreundlich; einige lieben es die Menschen zu quälen, andere versuchen sie so gut es geht zu meiden.
Ich hoffe, Ihr habt nun mehr über die >Geschöpfe der Nacht< erfahren können. Eines wäre dennoch wichtig für Euch …
Angeführt werden die Vampire von Aeneas, der im Jahre 1400 zum ersten bekannten Vampir wurde, der seinen besten Freund und dessen Frau ebenfalls kurz darauf verwandelte. Bei den Dreien sind noch weitere Merkmale der Verwandlung zu sehen, wie sie ansonsten nur sehr selten aufgetreten sind: Als Folge der Verwandlung bekamen sie rote Augen, ihre Haare färbten sich schwarz und bekamen einige dunkelrot schimmernde Strähnen.
Genauso wie ihre Ehre ist ihnen eine strikte Rangfolge wichtig. Der Ranghöchste, so gesehen wie ein König ist Aeneas, fast auf gleicher Stufe Livius und Nova, die den Rang eines Fürstenpaares innehaben. Alle drei wurden im Jahr 1400 zu Vampiren und haben gemeinsam aus jedem der 10 nachfolgenden Jahren den stärksten und weisesten Vampir für den Rang eines Lords oder einer Lady erwählt. Die übrige Einteilung beruft auf dem Verwandlungsjahr, also dem Jahr in dem sie zum Vampir wurden und ihrer Stärke, die von der Stärke des Vampirs abhängt, der einen Menschen verwandelt. Jedoch ist kein Vampir, weder von der Kraft her, noch vom Willen her im Stande seinen >Meister< zu töten.
Sicher wollt Ihr nun noch wissen, wie die Vampire entstanden sind, habe ich Recht? Nun, wie genau Aeneas ein Vampir wurde ist nicht bekannt. Er selbst erzählt, er sei gebissen worden und hätte seinen Schöpfer getötet. Somit war er also der Einzige und wird es auch sicher bleiben, der in der Lage war den Vampir zu töten von dem er verwandelt wurde. Es gibt natürlich noch viele Vermutungen, Gerüchte und Geschichten, da nicht jeder das glaubt, was er erzählt oder noch eine Reihe Geheimnisse dahinter vermutet.
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(c) And written by BlackPanther
Das war wohl mal ein etwas anderes Vorwort.
Mir kam die Idee dazu, um erst einmal klar darzustellen, mit "was für Vampiren" man es in meiner Geschichte eigentlich zu tun hat. ;)
Sollte irgendetwas unklar sein oder unlogisch erscheinen, einfach darauf hinweisen. :)
Meinungen und konstruktive Kritik sind durchaus willkommen. =)
Lasst euch von dem Vorwort nicht abschrecken ...
Die Geschichte ist in einem wesentlich anderen Schreibstil verfasst. ;)
Meinungen und konstruktive Kritik sind natürlich immer erwünscht und können HIER gepostet werden.

