Tinos, die zu den nördlichen Kykladen gehört hat eine Fläche von knapp 195 km² und etwa 8000 Einwohner. Die Insel ist recht bergig, die höchste Erhebung ist der Tsiknias mit 795 m.
Die meisten Einwohner leben in der Chora im Südosten der Insel. Hier befindet sich auch der Fährhafen der Insel, der über die Route Rafina – Mykonos bedient wird.
Tinos ist bekannt für seine wunderschönen Taubenhäuser, die man auf der ganzen Insel finden kann. Besonders unter der venezianischen Herrschaft entwickelte sich auf Tinos die Taubenzucht.
Hauptanziehungspunkt ist aber die Panagia Evangelistria, die bedeutende Wallfahrtskirche der griechisch orthodoxen Kirche, die hoch über der Stadt thront und bereits von weit draußen vom Meer als bedeutendes Bauwerk zu erkennen ist. In der Kirche wird eine über 800 Jahre alte Marienikone aufbewahrt, die in der Zeit des Befreiungskrieges wieder entdeckt worden war und der man in diesem Zusammenhang eine große Symbolkraft zuschreibt. Vom Fährhafen aus sieht man die schnurgerade Wallfahrtsstraße, die zu Panagia Evangelistra hochführt und die viele Gläubige bei den beiden großen Wallfahrten am 15. März und 15. August auf den Knien zurücklegen. Aber auch zu anderen Zeiten sieht man Gläubige, die auf den Knien die Straße aufwärts rutschen.
Auf dem Weg zur Kirche hoch findet man in den Seitenstraßen viele Läden, in denen riesige rote Kerzen und Souvenirs verkauft werden. Die vielen Windspiele, die vor diesen Läden hängen, erzeugen bei leichtem Wind ein fantastisches leises Klingeln, das eine ganz eigenwillige Atmosphäre schafft.
Neben der Panagia Evangelistria hat die Chora in ihren Gassen auch viel Flair einer typischen Kykladenstadt zu bieten.
Vom Busbahnhof aus fahren die KTEL-Busse in die Dörfer der Insel. Wenn man die schönen Bergdörfer an den häufig terrassierten Hängen besuchen will, ist es von Vorteil, ein Auto zu mieten.
LG
P~K










