Samos

Tipps und Reiseberichte

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Samos

Neuer Beitragvon Panagiotis » Montag 3. März 2008, 11:34

Allgemeines zu Samos
Samos gehört zu den ostägäischen Inseln und liegt unmittelbar vor der kleinasiatischen Küste vor dem Golf von Kusadasi. Die Insel ist mit 476 km² Größe die siebtgrößte Insel Griechenlands und besitzt zwei dominierende Gebirgszüge, den1433 Meter hohen Kerkis, der den gesamten Westen von Samos einnimmt und den 1253 Meter hohen Ambelos im Zentrum der Insel. Die Inselhauptstadt Vathi (nach βαθις, , tief, für den tiefen Hafen der Stadt) liegt in einer weiten Bucht im Nordosten der Insel. Samos bildet mit Ikaria und Fourni zusammen einen Regierungsbezirk (Nomos). Auf Samos gibt es vier Gemeindebezirke, deren Hauptorte die vier Städte der Insel sind: Vathi im Nordosten, Phytagorio im Südosten, Karlovassi im Nordwesten und Marathokambos im Zentum und Südwesten. Auf Samos leben ca. 35.000 Menschen ständig.
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Kokkari mit dem Ambelos-Massiv

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Der Weg nach Samos

Neuer Beitragvon Panagiotis » Montag 3. März 2008, 11:35

Samos besitzt einen internationalen Flughafen westlich außerhalb von Phytagorio, der von mehreren deutschen Flughäfen aus direkt angeflogen wird und von wo Olympic und Aegean das innergriechische Netz bedienen. Darüber hinaus besitzt Vathi einen Fährhafen, der die Insel mit dem Festland und den Nachbarinseln verbindet, hier besteht eine Linie über den zweiten großen Hafen Karlovassi und die Kykladen nach Piräos. Außerdem bestehen Fährverbindungen nach Chios und Lesvos sowie nach Kavalla. Über den Hafen von Phytagorion besteht eine Verbindung in den Dodekanes. Die KTEL-Busverbindungen von der Hauptstadt Vathi mit Phytagorion sowie mit Karlovassi sind zumindestim Sommerhalbjahr regelmäßig und gut. Der Osten der Insel besitzt ein gut ausgebildetes Straßennetz. Im Kerkis-Massiv im Westen kann man auch auf unbefestigte Straßen treffen.
Nationale und internationale Autovermietungen findet man in den Städten und den touristisch geprägten Orten.
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Wieso Samos?

Neuer Beitragvon Panagiotis » Montag 3. März 2008, 11:39

Samos ist bekannt als Wanderinsel. In den Bergmassiven des Ambelos und des Kerkis gibt es sehr schöne alte Eselspfade auf denen man von der Küste zu den Bergdörfern und auch auf Verbindungswegen zwischen den Bergdörfern wandern kann. Auf Samos kann man eine sehr exakte Karte 1:50.000 kaufen, auf der auch kleine Wege exakt eingezeichnet sind, da die Kartengrundlage vom Militär erstellt wurde. Mit dieser Karte kann man sich ganz toll zurecht finden.
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Wieso Samos ?2

Neuer Beitragvon Panagiotis » Montag 3. März 2008, 11:40

Samos ist eigentlich eine sehr grüne, wasserreiche Insel, mit schönen Pinienwäldern, den Weinbergen, in denen die berühmten Weine von Samos heranreifen, wunderschönen Tälern mit Quellen, kleinen Wasserfällen und Bächen. Samos ist im Frühjahr ein Blütenparadies. Samos hat sehr schöne Küsten mit ein paar sehr attraktiven Stränden. Wie fast überall in Griechenland sind die Menschen sehr gastfreundlich. Samos hat mit Vathi, Kokkari, Karlovassi, Phytagorion, Chora, Mytilinii und Marathokambos sehr attraktive Städtchen. Hübsche kleine Bergdörfer wie u.a. Manolates, Vourliotes, Platanos, Pirgos oder Koumaradei und sehr schöne Klöster laden zu Ausflügen ein.
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An der felsigen Nordküste von Samos

Den guten Wein von Samos hatte ich ja bereits erwähnt (und ich meine nicht den süßen Dessertwein, den man bei uns unter diesem Namen kennt.), Samos ist auch sehr bekannt, für die abwechslungsreiche, kreative und sehr gute Küche.
Jetzt muss ich noch das „eigentlich“ von vorhin erklären. Samos wurde im Jahr 2000 von verheerenden Bränden heimgesucht, die insbesondere am Ambelos-Massiv quer über die Insel Wälder vernichtet haben. Von dieser Katastrophe erholt sich die Natur nur sehr langsam und wo früher dichte Wälder waren, wurde sehr viel guter Boden erodiert und heute macht sich dort eine karge Phrygana breit.


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Geschichtliches zu Samos

Neuer Beitragvon Panagiotis » Montag 3. März 2008, 11:41

Samos war früh in der Antike besiedelt. Siedlungszentrum war in der Frühzeit der Süden im Bereich des heutigen Phytagorion. Hier sind von den antiken Siedlungsspuren noch die Festungsanlage des Polykrates und der Tunnel des Eupalinos erhalten. Besonders letzterer, der einst als Wasserleitung quer durch das Gebirge angelegt und von zwei Seiten aufgefahren wurde, gilt als Meisterbeispiel antiker Ingenieurskunst. Es gibt weiterhin Ausgrabungen einer antiken Sportstätte und Reste der Thermen aus römischer Zeit.
In der Ebene westlich des Flughafens unweit des heutigen Ferienorts Ireon liegt ein bedeutendes, der Hera gewidmetes Heiligtum. Bis auf eine stehende Säule sind jedoch nur noch die Gebäudeumrisse erhalten.
Samos hatte in der Folgezeit sehr wechselhafte Zeiten hinter sich, es war mehrfach persisch, kam sogar unter ägyptische Herrschaft, war Teil des römischen und später oströmischen Reichs,wurde genuesisch war lange Zeit osmanisch und gehörte seit 1912 zum damaligen Königreich Griechenland.

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Vathy

Neuer Beitragvon Panagiotis » Dienstag 4. März 2008, 05:42

Vathy, die Inselhauptstadt in einer großen Bucht im Nordosten der Insel besteht aus der am Meer gelegenen modernen Stadt Vathy und dem ältern, am Hang gelegenen dörflichen Ano oder Epano- Vathy. Wer mit dem Bus (etwa vom Flughafen oder anderen Orten der Insel) hier ankommt, landet am Busbahnhof der Stadt. Hier ist die Nahtstelle zwischen der neuen Stadt und dem alten Ano-Vathi und hier führt auch die Verbindungsstraße in die östlich der Stadt gelegene Flamari-Hochebene hinauf. Wer mit der Fähre hier ankommt, landet am großen Fährhafen am Nordrand der Stadt. Vom Busbahnhof,der am Straßenrand liegt und nur durch die stehenden Busse und das Gebäude der KTEL als solcher zu erkennen ist, sieht man stadteinwärts bereits die große Kirche Agios Spyridon, auf deren Vorplatz der Markt stattfindet. Unmittelbar nördlich davon liegen das Rathaus der Stadt und der beschauliche kleine Stadtpark mit einem sehr schönen Cafe. Von hier aus führt die Odos Kapetan Stamatis, die Einkaufsstraße der Stadt zur zentralen Platia Pythagoras, die zu Ehren des gerühmtesten antiken Samioten benannt ist. Der Platz wird von einem Löwendenkmal zu Ehren der griechischen Freiheitskämpfer beherrscht.

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An die Platia Pythagoras schließt am Nordostrand die Platia Agiou Nikolaou mit der gleichnamigen Bischofskirche an. Von hier kommt man leicht halblinks in die Odos Lykourgou mit vielen touristisch orientierten Läden, die bei der römisch katholischen Kirche der Stadt in die Hafenpromenade mündet. Von hier aus ist es nicht mehr weit zu den Fähranlegern.

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Ano Vathy

Neuer Beitragvon Panagiotis » Dienstag 4. März 2008, 05:47

Wendet man sich vom Busbahnhof südlich, hangaufwärts wobei man zunächst den Wegweisern zur Flamari-Hochebene folgen sollte aber baldmöglichst nach rechts in die ruhigeren Seitenstraßen abbiegen sollte, gelangt man in die ruhigen Gassen von Ano Vathy. Die vielen engen Gassen sind ebenso sehenswert wie die tollen Blicke über die ganze Bucht und natürlich die pittoreske alte Kapelle Ai Yannakis auf halber Höhe.

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Blick über die Bucht von Vathy

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Die Kapelle Ai Yannakis

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Kokkari

Neuer Beitragvon Panagiotis » Dienstag 4. März 2008, 11:49

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An der Nordküste von Samos ca. 10 km westlich der Inselhauptstadt Vathy liegt der kleine ehemalige Fischerort Kokkari. Um den ursprünglichen kleinen Ortskern herum sind weitere Straßen entstanden, an denen Ferienwohnungen und Hotels liegen. Der Ort ist natürlich touristisch überprägt und bietet auch viele Cafes und Tavernen insbesondere im bereich um das alte Hafenbecken. Glücklicherweise erreichen die Hotels nicht die Größe, wie man sie von vollständig vom Tourismus eingenommenen Gebieten kennt. Bis auf einige wenige Bausünden stellen die Hotels durchaus schöne Gebäude dar. Kurzum : In der Vor- und Nachsaison ist Kokkari ein schöner gemütlicher Ferienort.

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Um Kokkari mit seinem schönen Ortskern liegen mit dem Lemonakia und dem Tsamadou zwei der schönsten Strände der ganzen Insel.

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Abstieg zum Tsammadou

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Am Lemonakia
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Wandern um Kokkari

Neuer Beitragvon Panagiotis » Dienstag 4. März 2008, 11:52

Die Umgebung von Kokkari lädt zum Wandern ein. Man kann der Küstenstraße mit ihren wunderschönen Ausblicken entlang wandern, zum Beispiel über Avlakia bis zu dem kleinen Küstenort Agios Konstandinos am Ausgang des Nachtigallental.
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Kapelle bei Avlakia

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Avlakia

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Von Kokkari nach Vourliotes

Neuer Beitragvon Panagiotis » Mittwoch 5. März 2008, 11:59

Ein steiler Monopathi (Eselspfad) führt hinauf in das schöne Bergdorf Vourliotes am Ambelos. Ein weiterer Weg führt vorbei an dem kleinen Kloster Vronda auch nach Vourliotes.

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Vourliotes ist ein sehr schönes Dorf mit engen Gassen, einer bildhübschen kleinen Platia und etwa 500 Einwohnern. Wandert man hier auf der Zufahrtsstraße talwärts, kann man einen Abstecher zu einer Quelle machen an der sich eine Kapelle und eine Taverne befindet.

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Wanderungen um Manolates

Neuer Beitragvon Panagiotis » Donnerstag 6. März 2008, 11:54

Die guten Busverbindungen auf der Strecke Vathy – Karlovassi machen es auch möglich, irgendwohin ein Stück weg zu fahren und nach Kokkari zurückzuwandern. Für mich der schönste Weg führt von Agios Konstandinos das Nachtigallental hoch in das schöne Bergdorf Manolates und dann am Hang des Ambelos entlang über Vourliotes zurück nach Kokkari.

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Blick ins Nachtigallental

Manolates mit seinen knapp über 100 Einwohnern ist ein steil an den Hang gebautes Dorf mit treppenartigen Gassen und drei Tavernen (zwei am unteren, eine am oberen Ortsrand). Schon im Mai findet man üppigen Blumenschmuck vor den Häusern.

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Man darf den Weg zwischen Manolates und Vourliotes nicht unterschätzen, einerseits ist einiges an Höhenunterschieden zu überwinden, andererseits ziehen sich die Wege am hang des Ambelos sehr weit entlang, da es einige tief eingeschnittene Täler gibt. Abkürzungen durch die tiefen Schluchten sind dabei nicht möglich.

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Von Agios Konstandinos aus kann man eine Stichstraße hoch auch nach Stavrinidis laufen. Es soll aber auch einen Weg am Ambelos entlang von Manolates nach Stavrinidis geben.
Vor dem Ambelos führt ein Weg von Kokkari durch die Hügel in den Süden zu dem zentralen Binnendorf Mytilinii, einer Gründung von Zuwanderern aus Lesvos.

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Samos, das große Binnendorf Mytilini

Neuer Beitragvon Panagiotis » Freitag 7. März 2008, 05:38

Unmittelbar oberhalb von Vathy geht von der Hauptverbindungsstraße nach Süden (nach Phytagorio) rechts eine Seitenstraße ab, die zu dem großen Binnendorf Mytilinii (ca.2.500 Einwohner) führt. Mytilinii liegt in einer kleinen Ebene innerhalb der Hügel in dem flachsten Teil der zentralen Insel östlich des Ambelos.

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Die Platia von Mytilinii

Es ist ein hübscher etwas verschlafener ländlicher Ort mit sehr engen Gassen abseits der mitten durch den Ort führenden Straße zwischen Vathy und der ehemaligen Inselhauptstadt Chora. Eine etwa 4 km lange Stichstraße führt zu dem einsam gelegenen Kloster Agia Triada.
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Samos, die alte Hauptstadt Chora

Neuer Beitragvon Panagiotis » Freitag 7. März 2008, 05:40

Fährt man auf der Hauptstraße weiter, kommt man in den ehemaligen Hauptort von Samos, der hoch über dem Meer an der Südostflanke des Ambelos liegt. Ganz typisch für die früheren Hauptorte der ägäischen Inseln ist die Chora in einer Lage angelegt, die Schutz vor Piratenangriffen bot. Die Chora ist ein hübscher Ort mit engen Gassen, viel Blumenschmuck, schönen Kirchen und Kapellen und einem imponierenden alten Waschhaus mit einem Brunnen mit beträchtlicher Schüttung an der Platia Mesakis.

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Von Chora aus hat man einen schönen Blick über die Südküste, über Phytagorio und über den Flughafen. Von hier oben kann man schön erkennen, wie die großen Jets parallel zu den Gebirgszügen der Insel einschweben und dann auf der kurzen Landebahn aufsetzen und abbremsen. Es soll Flughäfen geben, die den Piloten weniger Können abverlangen.

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Phytagorion Samos

Neuer Beitragvon Panagiotis » Mittwoch 12. März 2008, 11:15

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Phytagorion ( ca. 1200 Einwohner)an der Südküste war wie bereits an anderer Stelle erwähnt bereits in der Antike besiedelt. Daher findet man in und um Phytagorion herum auch noch die Überreste früherer Besiedlung. Heute ist Phytagorion der erste Ort, den die Gäste nach der Landung auf dem wenige Kilometer südwestlich gelegenen Flughafen sehen, außerdem ist es wahrscheinlich der touristisch geprägteste Ort der Inseln mit seinen Hotels an der Peripherie der Stadt.
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