Lesvos

Tipps und Reiseberichte

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Lesvos

Neuer Beitragvon Panagiotis » Dienstag 25. März 2008, 05:57

Lesvos gehört zu den ostägäischen Inseln. Es ist mit 1630 km² Fläche die drittgrößte Insel Griechenlands. Über 30:000 der annähernd 90:000 ständigen Bewohner der Insel leben in der an der Ostküste gelegenen lebhaften Inselhauptstadt Mytilini. Lesvos ist eine sehr gebirgige und bewaldete Insel. Es wird von den beiden Gebirgsmassiven des Olympos im Süden und des Lepetymnos im Norden dominiert. Beide Gebirgsmassive sind mit 968 Metern kurioser Weise gleich hoch. Die Große Masse der Insel besteht aus Schiefern und Marmoren, im Norden und Westen gibt es vulkanische Gesteine. Auch aktuell macht sich der Vulkanismus noch in Form der Thermalquellen bemerkbar. Außer der Inselhauptstadt Mytilini sind an größeren Orten besonders Plomari im Süden, Agiassos im Inselinnern und Mythimna (Molivos) im Norden zu erwähnen. Die Insel hat im Süden zwei große Einschnürungen, in denen das Meer weit nach Norden hineinreicht. Es handelt sich dabei um den Golf von Gera im Osten und den Golf von Kalloni im Westen. Die Hauptverbindungsachse läuft entlang des Nordrandes beider Meeresarme von der Inselhauptstadt Mytilini nach Petra und Mythimna im Norden.

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Anreise nach Lesvos

Neuer Beitragvon Panagiotis » Dienstag 25. März 2008, 05:59

Lesvos besitzt einen internationalen Flughafen südlich der Inselhauptstadt Mytilini direkt an der Ostküste. Von Deutschland wird die Insel durch die Airlines Olympic und Air Berlin angeflogen. Aktuell gibt es Direktflüge nur von den Flughäfen Düsseldorf, Nürnberg und München. Für alle anderen besteht nur die Möglichkeit von Zwischenlandungen. Über den großen Fährhafen von Mytilini bestehen Fährverbindungen nach Piräus, Volos, Thessaloniki, Kavalla, Chios und Vathy auf Samos.
Die Straßenverbindungen auf der Insel sind gut. Im Bereich des Olympos im Süden kann man auch mal auf Schotterpisten angewiesen sein. Das KTEL-Busnetz fand ich im Vergleich mit anderen Inseln zumindest in der Vorsaison etwas dünn.


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Geschichtliches zu Lesvos

Neuer Beitragvon Panagiotis » Dienstag 25. März 2008, 06:04

Zu Lesvos fällt einem natürlich sofort Sappho ein. Lesvos ist die Insel der Sappho. Die Dichterin und Philosophin wurde um 617 vor Chr. in Eressos im Südwesten der Insel geboren. Von Plato wurde die Lyrikerin als zehnte Muse bezeichnet.
Auf Lesvos gibt es schon bronzezeitliche Besiedlungsspuren. Eine Blütezeit erlebte Lesvos zur Zeit der Stadtstaaten. Während der Perserkriege wurde es von den Persern erobert. Während der peleponnesichen Kriege wechselte Lesvos öfter die Fronten zwischen Sparta und Athen. Lesvos schloss sich später dem Reich Alexanders an und wurde 88 v Chr. Römisch. Nach byzanthinischer Herrschaft ging Lesvos schließlich an das genuesische Herrschergeschlecht der Gattelusi und wurde ausgangs des 15.Jahrhunderts von den Osmanen erobert. 1912 schließlich gelangte Lesvos wieder zu Griechenland und musste viele Flüchtlinge aus Kleinasien aufnehmen. Viele zog es von hier weiter nach Nordamerika oder Australien.


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Nebenbei bemerkt, Lesvos ist auch heute noch eine Insel starker Frauen. Bekannt ist zum Beispiel die Frauenkooperative von Petra, die u.a. ein sehr gutes Restaurant betreibt. Es gibt auch nirgendwo in Griechenland mehr Bürgermeisterinnen als auf Lesvos. :spring: sunny
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Mytilini Lesvos

Neuer Beitragvon Panagiotis » Mittwoch 26. März 2008, 05:40

Die Hauptstadt der Insel Lesvos liegt im Südosten der Insel angeordnet wie ein Amphitheater um eine halbrunde Bucht. Wie bereits erwähnt besitzt Mytilini einen großen Fährhafen. Mytilini ist außerdem Sitz des Ministeriums der Ägäis und einer der Sitze der Universität der Ägäis. Mytilini ist eine authentische Hafenstadt, kein Touristenort. Wenn man mit dem Auto nach Mytilini hinein fährt ist man besonders am Vormittag überrascht über das enorme Verkehrsaufkommen. Da die Touristenorte fast ausschließlich weiter im Westen der Insel liegen, werden sich die meisten Besucher der Stadt vom Golf von Gera her nähern. Da der überwiegende Teil der Gäste mit dem Flugzeug hier ankommt, hat man die Stadt schon einmal passiert und kann ermessen, was für ein Verkehr einen hier erwartet. Oft fließt der Verkehr vom Golf von Gera oder vom Flughafen her nur zäh in Richtung Innenstadt, durch die man aber zum Beispiel auf dem Weg von und zum Flughafen hindurch muss.

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Mytilini Lesvos Stadtrundgang

Neuer Beitragvon Panagiotis » Mittwoch 26. März 2008, 05:42

Egal von wo auf der Insel man nach Mytilini fährt, ob man mit dem Auto oder dem Linienbus anreist, wird man wahrscheinlich an der Prokymaia (der Straße vor den Wellen), der Uferpromenade von Mytilini landen. Obwohl hier große Parkplätze liegen ist es nicht ganz einfach, einen freien Parkplatz zu finden. Ist das erst mal geschafft, kann man die Stadt zu Fuß erkunden. Für einen ersten Überblick ist es gar nicht schlecht, die Prokymaia entlang um das Hafenbecken zu laufen. Hier steht auch eine Statue der Sappho. Am Ostrand des Hafenbeckens an der Odos Kountouriotou hat es einige schöne Cafes, wo man sich seinen Rundgang durch die Stadt überlegen und planen kann. Wenn man vom Hafen aus nach Westen blickt, sieht man die große Kirche Agios Therapon, die das Stadtbild hinter dem Hafen bestimmt.


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Diese Kirche anzusteuern ist der einfachste Weg, in dem Gewimmel von engen Gassen die Odos Ermou zu finden, die direkt vor Agios Therapon vorbei in Nord-Süd-Richtung verläuft.

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Mytilini Lesvos Stadtrundgang

Neuer Beitragvon Panagiotis » Mittwoch 26. März 2008, 05:44

Die Odos Ermou ist die Lebensader Mytilinis, hier liegen Banken, Geschäfte, Bars, hier pulsiert das normale Leben, fast gar nichts erinnert an Tourismus. Besonders im Norden dieser Straße und in den Seitenstraßen findet man noch so manches typisches Pandapoleion.

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Mytilini Lesvos Stadtrundgang

Neuer Beitragvon Panagiotis » Mittwoch 26. März 2008, 05:48

In einer nach Osten von der Ermou abgehenden Seitenstraße liegt die alte Kathedrale Agios Athanassios. Geht man auf der Ermou weiter nach Norden, trifft man auf die teilrestaurierte Ruine der Moschee Yeni Cami.

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Wendet man sich hier auf die steile Straße nach Osten, kommt man hoch zum Castro der Stadt von wo man einen tollen Blick über die Stadt hat. Wendet man sich an der Moschee nach Westen, trifft man auf einen Hammam. Geht man auf der Ermou weiter nach Norden, kommt man zum Nordhafen, der von alten Festungsmauern umgeben ist. Ein etwas ausgedehnterer Spaziergang führt vom Nordhafen den Hang hinauf zu dem antiken Theater. An diesem ruhigen sonnigen Hang muss man mit Schlangen rechnen, die sich hier sonnen.

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Das Kastro der Stadt, dessen wesentliche Teile auf die genuesische Herrscherfamilie der Gattelusi zurück geht liegt zwischen den beiden Häfen auf einem flachen Hügel über der Stadt. Es ist von einem ruhigen Pinienwald umgeben (Ruhe sucht man in dieser lebhaften Stadt ab und zu). Ein schöner Waldweg führt von hier hinunter zum Strandbad der Stadt und zur Odos Kountouriotou.
Wie fast überall lohnt es auch in Mytilini einfach etwas durch die ruhigeren Gassen abseits des Trubels zu schlendern.

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Die schöne öffentliche Bibliothek von Mytilini

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Lesvos Die Umgebung von Mytilini

Neuer Beitragvon Panagiotis » Mittwoch 26. März 2008, 11:53

Wenn man Mytilini an der Küste nach Norden verlässt, kommt man nach etwa 4 Kilometern an einen Abzweig, der nach Westen in das Dorf Moria führt. Fährt man auf dieser Straße weiter nach Westen durch ein schönes Tal mit Gärten Wiesen und Wäldern, kommt man an einen Pass über einen niedrigen Hügel und landet schließlich wieder am Golf von Gera. Von dort oben hat man einen schönen Überblick über diese Meeresbucht.

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Lesvos Die Umgebung von Mytilini Moria

Neuer Beitragvon Panagiotis » Mittwoch 26. März 2008, 11:55

An Moria sollte man jedoch nicht vorbei fahren. Das Dorf ist schön. Am besten man parkt am Dorfrand, da die Dorfstraßen kaum einen Platz zum Parken bieten. Auf der Dorfstraße geht man bis zur Platia, dort hat es Tavernen und ein Kafenion.

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An der Platia kann man sich nach rechts wenden, dort führt eine Straße aus dem Ort heraus zu einem schönen Aquädukt. Diese liegt in einer durch Oliven geprägten Landschaft.

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Lesvos Die Umgebung von Mytilini Thermi

Neuer Beitragvon Panagiotis » Mittwoch 26. März 2008, 11:58

Rund weitere 7 km nördlich liegt der kleine Ort Thermi. Wie der Name schon ausdrückt, bibt es hier Thermalquellen, die auch als Heilbad genutzt werden. In dem Küstenort Paralia Thermi kann man schön am Hafen sitzen und es gibt ein paar lauschige Tavernen. 3 km landeinwärts liegt das Nonnenkloster Agios Rafail, das als Wallfahrtsort gilt.

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Die schönen Aussichten auf die Küste und die nicht weit entfernt liegende Türkei lohnen es, bis nach Mandamados im Norden am Südhang des Lepetymnos weiterzufahren.

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Plomari, Lesvos

Neuer Beitragvon Panagiotis » Montag 31. März 2008, 11:09

Der Name klingt direkt nach Ouzo. Tatsächlich gibt es neben dem bekannten Hersteller, dessen Produkte auch bis Deutschland verkauft werden, in den Gassen der Stadt noch weitere Brennereien, die den Ruf des guten lesvischen Ouzo nähren. Plomari liegt an der Südküste der Insel im zentralen Teil zwischen dem Golf von Gera und dem Golf von Kalloni. Sehr reizvoll ist der Weg der am Golf von Gera von der Ost-Westquerverbindung der Insel abzweigt und sich die ersten Kilometer entlang, der Küste bewegr, bevor er auf einer kurvigen Straße ins Landesinnere abbiegt. Man passiert mehrere Dörfer und gelangt bei dem kleinen Ferienort Agios Isidoros an die Südküste.

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Blick von oben auf Plomari, im Hintergrund ist (hoffentlich) schemenhaft Chios zu erkennen.
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Plomari Lesvos

Neuer Beitragvon Panagiotis » Montag 31. März 2008, 11:13

Von hier sind es nur noch ca. 2 Kilometer nach Plomari. In Plomari leben etwa 4.000 Einwohner, es ist damit der zweitgrößte Ort der Insel. Parken ist hier gar kein Problem, im Bereich des Hafens gibt es eine großzügige Anzahl an Parkplätzen. Schwierig wird es erst, wenn man versucht, in den Ort hinein zu fahren.

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Hauotplatia und Platia Beniamin ou Lesbiou.
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Plomari Lesvos

Neuer Beitragvon Panagiotis » Montag 31. März 2008, 11:15

Direkt am Hafen liegt die Hauptplatia des Ortes mit einem kleinen Park. Der Platz wirkt durch den lokalen Autoverkehr sehr unruhig. Direkt anschließend landeinwärts liegt die Platia Beniamin ou Lesbiou. Will man mit dem Auto weiter nach Megalochori, dem großen Bergdorf am Olympos, hat man keine andere Wahl als sich hier durchzuzwängen. Von der Platia Beniamin ou Lesbiou. Geht es nach halbrechts über eine kleine Brücke an den für mich schönsten Platz der Stadt, die Platia Platanos.

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Platia Platanos (man darf aus der Idylle nicht den Schluss ziehen, dass hier keine Autos fahren)
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Re: Lesvos

Neuer Beitragvon Panagiotis » Montag 31. März 2008, 11:18

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Die Odos Kountouriotou, auch eine Hauptverkehrsachse für den Autoverkehr (hier stand zum Glück um die Ecke ein LKW quer)
Sehr dekorativ ist die Einkaufsstraße Odos Kountouriotou, die sich paralllel des betonierten Bachlaufs des Sedountas, den sie auf ihrem Weg durch den Ort quert, das Tal entlang schlängelt.


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Brücke über den Sedountas auf der Straße nach Megalochori und Agiassos

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