Lesvos

Tipps und Reiseberichte

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Am Hang des Olympos,Lesvos

Neuer Beitragvon Panagiotis » Freitag 4. April 2008, 05:16

Fährt man von Plomari aus direkt nach Norden durch reizvolle Pinienwälder, kommt man in das hoch am Hang gelegene Dorf Megalochori, dessen Hafen Plomari einst war. Megalochori ist ein sehr schönes, mitten im Wald gelegenes Bergdorf, dessen erste Häuser so versteckt zwischen den Bäumen liegen, dass man sie kaum wahrnimmt. Das Dorf bietet mehrere Tavernen für eine Rast. Folgt man danach dem etwas versteckten Hinweis nach Agiassos, findet man sich bereits unmittelbar nach dem Ortsende von Megalochori auf einer staubigen Schotterpiste wieder, die auf 12 km unbefestigt an der Ostflanke des Olympos nach Norden führt. Man muss wegen der vielen Schlaglöcher und dem losen Schotter hier sehr langsam fahren, wird aber durch die schönen Blicke auf Wald Phrygana und den Olympos belohnt.

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Agiassos Lesvos

Neuer Beitragvon Panagiotis » Montag 7. April 2008, 04:41

An der Nordostflanke des Olympos liegt der Große Ort Agiassos. Kommt man aus Richtung Süden über die Schotterpiste von Megalochori her, sieht man an einem als Panoramablick gekennzeichneten Kehre der Straße, die erst kurz vor dieser Stelle wieder befestigt ist, den Ort unter sich liegen. Agiassos hat etwa 3.500 Einwohner und liegt in über 400 Metern Höhe am Berg.

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Man sollte sich die Zeit nehmen durch die schönen gepflasterten Gassen der Kleinstadt zu laufen. Die Steinhäuser weisen zum großen Teil liebevoll arrangierten Blumenschmuck auf.

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Die steilen Gassen führen einen zielsicher nach unten zu der lauschigen zentralen Platia mit mehreren einfachen Tavernen und Kafenions und den typischen ländlichen Pandapoleia.


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Agiassos Lesvos

Neuer Beitragvon Panagiotis » Montag 7. April 2008, 04:44

Direkt unterhalb der Platia liegt die Walfahrtskirche der Panagia, in der eine bekannte Marienikone verehrt wird. Rund um die von einer Mauer umgebene Kirche haben sich Souvenirläden ausgebreitet, die die typischen Utensilien rund um die Walfahrt verkaufen.

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Der versteinerte Wald, Lesvos

Neuer Beitragvon Panagiotis » Montag 7. April 2008, 04:49

Ganz im Westen von Lesvos, in einer heute ausgesprochen kargen Landschaft, liegt der versteinerte Wald, eine für ganz Europa einmalige geologische Erscheinung. Der Απολιθωμένο δάσος Λέσβου verdankt seine Entstehung dem Vulkanismus vor 15 – 20 Millionen Jahren. Damals war die Insel dicht mit Metasequoia bewachsen, den riesigen Nadelbäumen, die man heute noch aus dem Westen der USA kennt. Bei einem gewaltigen Vulkanausbruch des Ordymnos wurden diese Wälder unter einer Ascheschicht begraben, die sich zu einem Tuffgestein verfestigte.

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Da in der Folgezeit diese Schichten von heißen mineralreichen Wässern durchdrungen wurden, konnte das pflanzliche Material versteinert werden. Die Strukturen des Holzes und anderen lebenden Materials wurden so allmählich durch Siliziumdioxid (Quarz) ersetzt. In der Neuzeit verwitterte der weichere Tuff und legte die versteinerten Pflanzen wieder frei. So kommt es, dass man heute durch einen vulkanischen Park laufen kann, in dem die Stämme teilweise sogar noch aufrecht stehen.

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Durch mineralische Beimengungen schimmern die fossilen Pflanzenstrukturen in sehr schönen Farben. Der versteinerte Park liegt an einem Hang, die Parkverwaltung hat Rundwege angelegt und ist ständig dabei, dieses Naturdenkmal zu schützen. Die zwei Euro Eintritt, die der Park vor vier Jahren gekostet hat, sind angesichts der Mühen zur Erhaltung verschwindend gering.

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Man erreicht diesen Park von Süden (und dem größten Teil der Insel) über die Straße Kalloni – Agra – Eressos - Sigri oder aus dem Nordosten über die Straße Petra – Skalochori – Antissa – Sigri kurz vor dem kleinen Ort Sigri an der Westküste.
Wenn man den Park im Sommer besucht, sollte man berücksichtigen, dass es hier keinen Schatten gibt und sich entsprechend schützen.

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Der Südwesten um Eressos, Lesvos

Neuer Beitragvon Panagiotis » Montag 7. April 2008, 10:37

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Der Westen um Sigri und Eressos ist eine eher karge und felsige Landschaft. Sigri ist ein kleines ruhiges Fischerdorf an der Westküste weitab vom touristischen Treiben. Ganz anders sieht es um Eressos aus, dessen an der Südküste gelegener Hafen Skala Eressou sich zu einem Ferienzentrum entwickelt hat. Eressos gilt als Geburtsort der Saphho. Der Ort liegt etwas im Landesinneren. Da der heutige Ort erst im Mittelalter entstand, vermutet man, dass das antike Eressos mit dem heutigen Skala Eressou identisch ist.. Zumindest in der Vorsaison zeigt sich das in einer schönen sandig – kiesigen Bucht gelegene Örtchen als ruhiger Ferienort.

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Skalochori Lesvos

Neuer Beitragvon Panagiotis » Montag 7. April 2008, 10:40

Schon der Name Treppendorf verrät etwas über dieses schöne, an der Nordwestküste von Lesvos gelegene Dorf. Skalochori liegt etwas abseits unterhalb der Verbindungsstraße Petra – Sigri, der Ost-West-Achse im Norden der Insel. Vermutlich hat deshalb und aufgrund der Tatsache, dass Skalochori hoch über dem Meer liegt, das Dorf seinen ursprünglichen, ländlichen Charme erhalten. Skalochori ist ein sehr schönes Dorf mit einer schattigen Platia mit typischem Kafenion, üppigem Blumenschmuck und einem Minarett sowie einem Brunnen aus türkischer Zeit.

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Umgebung von Skalochori

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Blick über Skalochori
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Skalochori, Lesvos

Neuer Beitragvon Panagiotis » Montag 7. April 2008, 10:43

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Kirche von Skalochori

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Skalochori, alte Kapelle, Platia mit Platane

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Altes Minarett in Skalochori

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Petra, Lesvos

Neuer Beitragvon Panagiotis » Mittwoch 9. April 2008, 04:32

Petra an der Nordküste von Lesvos ist heute ein Ferienort. Der lange feinsandige Strand und die Lage vor der imponierenden Kulisse des Lepetymnos sind sicherlich ausreichende Gründe für diese Entwicklung.
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Seinen Namen verdankt Petra einem großen Felsen, der mitten in der fruchtbaren Küstenebene als Relikt steht und auf dessen Rücken die Kirche von Petra, die Panagia Glykofilousa errichtet wurde.

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Blick vom Kirchfelsen über Petra

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Petra, Lesvos

Neuer Beitragvon Panagiotis » Mittwoch 9. April 2008, 04:37

Steile Treppen führen aus dem Dorf hinauf zu dieser von trutzigen Mauern umgebenen und im Inneren reich geschmückten Kirche. Von dort oben hat man einen wunderschönen Blick auf die Küste rund um die weite Bucht und über die fruchtbaren Felder und Olivenhaine des Hinterlandes.

Berühmt ist die Frauenkooperative von Petra, die hier nicht nur den Tourismus auf ganz eigene und zupackende Weise ankurbelt sondern hinter der Strandpromenade auch ein eigenes Restaurant mit vielen leckeren Spezialitäten der Insel betreibt.

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Man kann durch die ruhigen idyllischen Gassen des Ortes schlendern (damit meine ich nicht die hinter der Strandpromenade gelegene touristisch geprägte quirlige Agorastraße) und trifft hinter dem Kirchfelsen in der Odos Sapfous auf das Spiti Vareltzidaina, ein restauriertes als Museum hergerichtetes türkisches Herrenhaus, ein Archontiko. Das Haus ist so schön und authentisch hergerichtet, dass man meinen könnte, die Bewohner müssten gleich wieder zurück sein. Informative Tafeln erzählen über die Lebensweise der ehemaligen Bewohner.

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Spiti Vareltzidaina

Nicht zuletzt ist Petra für die vielen Wandermöglichkeiten in der Umgebung insbesondere am Hang des Lepetymnos bekannt.

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Die Dörfer der Nordküste von Lesvos

Neuer Beitragvon Panagiotis » Mittwoch 9. April 2008, 04:40

Der Nordhang des Lepetymnos fällt steil zum Meer ab, so dass die Dörfer hier in steiler Lage am Hang kleben. Eine wunderschöne aber enge Panoramastraße führt in einiger Höhe am Nordhang des Lepetymnos entlang. Von dieser Straße gehen steile Stichstraßen nach oben und unten zu den wenigen Dörfern der Nordküste ab.

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Ganz im Osten, wo sich die Straße von Mandamados den Lepetymnos hinauf windet, liegt das kleine Kleio, hier ist wortwörtlich der Schluss der Insel.

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Sikamineas, Lesvos

Neuer Beitragvon Panagiotis » Montag 14. April 2008, 04:32

Weiter im Westen folgt oberhalb der Straße Sikamineas, eines der schönsten Dörfer der Insel. Wenn man durch die steilen, mit grobem Pflaster versehenen Gassen von Sikamineas läuft, erwischt man manchmal an einer steilen Treppe einen schönen Blick auf den tief unten an der Küste gelegenen Hafen Skala Sikamineas. Sowohl der eigentliche, sehr ländliche Ort als auch das über eine steile Stichstraße zu erreichende Skala sind so schön, dass ich hier lieber Bilder sprechen lasse.
Sikamineas:

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Sikamenias Lesvos

Neuer Beitragvon Panagiotis » Montag 14. April 2008, 04:34

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Skala Sikamenias, Lesvos

Neuer Beitragvon Panagiotis » Montag 14. April 2008, 04:38

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Der Hafen

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Die wunderschöne Kapelle Panagia Gorgona:

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Die Dörfer der Nordküste, Lesvos

Neuer Beitragvon Panagiotis » Montag 14. April 2008, 04:42

Von Skala Sikaminea geht eine staubige Piste am Meer entlang nach Westen bis nach Eftalou. Hier kann man entlang wandern oder mit dem Fahrrad fahren.
Auf der Ost-West-Verbindung oben am Hang des Lepetymnos kommt man an dem Ort Lepetymnos vorbei nach Argenos, das hoch am Berg liegt, wo man in der Umgebung schön wandern kann. Oberhalb des Ortes steht eine riesige alte Platane.


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Landschaft bei Argenos

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Landschaft bei Vafios
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