Film Tipp = Elli Makra - 42277 Wuppertal

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Film Tipp = Elli Makra - 42277 Wuppertal

Neuer Beitragvon Schalimara » Freitag 24. Oktober 2008, 06:55

Elli Makra - 42277 Wuppertal von Athanasios Karanikolas

Gehen oder bleiben?

Griechin Elli (Anna Lalasidou) lebt seit ihrer Kindheit in Deutschland und plant in ihre Heimat zurückzukehren. Denn sie hält es nicht mehr aus bei der freudlosen Arbeit, hat genug vom Ärger mit ihrem brutalen Ex-Mann und der griechischen Scheinwelt, die sich ihre Schwestern errichtet haben. Gerade als sie frustriert alle Brücken abbrechen will und den schlecht bezahlten Job verliert, rückt die Familie durch ein tragisches Schicksal wieder enger zusammen.

Das Arbeiter- und Immigrantenviertel Barmen in Wuppertal ist die glaubwürdige Idealkulisse für ein Einwanderungsdrama um eine Griechin, die wie viele ihrer Landsleute alle Illusionen von einer besseren Zukunft verloren hat. Laienschauspieler verstärken den lebensechten Milieueindruck.

Mehr Infos hier:

http://www.kino-zeit.de/filme/artikel/1 ... ertal.html
Man sollte nie so viel zu tun haben, dass man zum Nachdenken keine Zeit mehr hat.

Georg Christoph Lichtenberg

http://www.schalimara.de/reisen/griechenland/
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Re: Film Tipp = Elli Makra - 42277 Wuppertal

Neuer Beitragvon makedonissa » Samstag 25. Oktober 2008, 19:00

Hallo und danke für den Tipp,

werde versuchen, mir den Film anzuschauen. Besonders interessant für "Ruhrpottkinder", da Wuppertal
quasi um die Ecke ist.

Außerdem kenne ich einen griechischen Kneipier (aus Ag. Athanasios) in diesem Stadtteil, der auch heute noch eine Eckkneipe dort hat.

Bin wirklich sehr gespannt.

LG
maria
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Re: Film Tipp = Elli Makra - 42277 Wuppertal

Neuer Beitragvon makedonissa » Dienstag 28. Oktober 2008, 06:36

Guten Morgen,

so wie ich herausgefunden habe, läuft der Film anscheinend nur in Berlin und Wuppertal.

Wuppertal, Bundesallee, CINEMAXX, ab 19.oo h....

LG
Maria
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Re: Film Tipp = Elli Makra - 42277 Wuppertal

Neuer Beitragvon makedonissa » Dienstag 28. Oktober 2008, 20:56

Hallo Ihr Lieben

war soeben in dem Film Elli Makra.

Werde ich nachher etwas darüber berichten

LG
maria
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Re: Film Tipp = Elli Makra - 42277 Wuppertal

Neuer Beitragvon makedonissa » Mittwoch 29. Oktober 2008, 10:37

Elli Makra

Dieser Film gleicht einem Tagebuch einer Frau, die sich sowohl in Deutschland als offensichtlich auch in Hellas, ihrer eigentlichen Heimat, nicht zuhause fühlt.
Die Protagonistin wird in vielen tagtäglichen Lebenslagen gezeigt und ist eher eine traurige, unmotivierte, vom Leben enttäuschte Mitdreißigerin, die sich eine Perspektive nur noch in Griechenland vorstellen kann.
Obwohl ihre ältere Schwester sie mit der Wirklichkeit konfrontiert , auch da sei sie ein Niemand, so hofft Elli auf ein besseres Leben in ihrer Heimat.
Der Film hat keine Höhen oder Tiefen, keine Überraschungen, sondern vermittelt dem Zuschauer ein paar Tage Einblick in das trostlose, farblose Leben der Griechin in Wuppertal.

Der Kinobesuch lohnt sich für Menschen, die sich für diese „Heimatlosigkeit“ interessieren, bzw. die selbst davon betroffen sind.
Es wird viel griechisch gesprochen und mag sicher auch für diejenigen interessant sein, die griechisch lernen. Man versteht eine ganze Menge, da es relativ langsam gesprochen wird und es sich eher um kurze, knappe Dialoge handelt.

Das Ende kommt schlagartig, es gibt kein Happy-End in dieser grauen Story und erinnert sekundenlang an Alexis Sorbas. Und zwar in dem Moment, wo Elli sich ein Lied bestellt
(Parangelia) , die Augen schließt und allein tanzt. Genau das ist so griechisch, so unsentimental, sich auf der ganzen Welt wiederholend. Griechen, die ihren Kummer, ihren Schmerz, welche Wurzeln er auch haben mag, im Tanz ersticken. Sich befreien beim Klang der Musik aus der Heimat.

Ellis wie diese gibt es sicher viele, die glauben unglücklich zu sein, vom Leben bestraft worden sind, weil sie im vermeintlich falschen Land leben.
Für meine Begriffe liegt es in diesem Beispiel auch daran, dass Elli sehr grau, sehr trostlos,
sehr farblos, isoliert in einer Wohnung lebt, die nichts Persönliches bietet. So wie man sich Gastarbeiterwohnungen vorstellt, die von Menschen bewohnt werden, die auf dem Sprung sind. Und doch dauert dieser Absprung meistens ein ganzes Leben.

Sie selbst wirkt sehr düster, enttäuscht und lächelt kaum und ist eher introvertiert. Da kommt die Frage auf, ob sie in Griechenland nicht genauso unglücklich sein würde. Ob es wirklich immer nur an dem Umstand liegt, dass man im Ausland lebt.

LG
Maria
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