Entweder man umrundet zunächst auf dieser Straße die venezianische Festung, die Fortezza, genießt die Blicke auf diese und das Meer und kommt nach einem längeren Spaziergang auf diesem Weg über die Platia Pastira direkt zum venezianischen Hafen. Direkt am nördlichen Rand des Hafens, gegenüber dem Zollamt hat es nette Cafes (ihr wisst ja, die Kaffeepause

). Man kann sich aber von dem Busbahnhof oder dem Parkplatz vorbei an der Präfektur direkt in die Altstadt begeben (immer halbrechts halten).
Ich liebe es, hier einfach von Straße zu Straße zu schlendern, die schönen Häuser, die oft mit Blumen (häufig Bougainvilleen) geschmückt sind, zu betrachten. Man sieht hier sehr schön hergerichtete osmanische Häuser mit den typischen Holzvorbauten, erkennt über mancher Pforte noch die arabischen Inschriften und trifft auch immer wieder mal auf einen alten türkischen Brunnen, der mit floralen Elementen verziert ist.
Ich will gar nicht versuchen, einen geordneten Rundweg vorzuschlagen, dazu ist die Altstadt zu winkelig. Aber irgendwann trifft man zwangsläufig auf die geschäftige Odos Koroneu und an deren Kreuzung mit der Odos Petichaki auf den schönen Rimondi-Brunnen von 1629. Geht man von hier aus nach Süden die Odos Petichaki entlang, trifft man rechts in einer kleinen Seitengasse auf die Moschee Tis Nerantzes, die heute als Konzertsaal genutzt wird. Beeindruckend ist das Minarett der Moschee, das wie eine startbereite Rakete aussieht. Über die Verlängerung der Odos Petichaki, der Odos Ethnikis Anistaseos gelangt man zu dem alten Stadttor, der Megali Porta. Jenseits dieses Tores liegt der schöne Stadtgarten und die Kathedrale Tessaron Martiron. Entweder durch die gleiche Straße oder eine parallele Straße gelangt man zurück in die Altstadt. Geht man vom Rimondi-Brunnen nach rechts (Osten) gelangt man durch die Odos Paleologon zur venezianischen Loggia und schließlich zum Hafen. Hier gibt es eine Menge touristische Lokale, alle mit Werbern, die die Speisen und Getränke anpreisen. Die sind auch nicht böse, wenn man sich nicht einfangen lässt.
Den schönsten Blick auf den Hafen hat man, wenn man an dessen Nordende durch das Tor beim Hauptzollamt über die Hafenbefestigung bis zum Leuchtturm geht. Geht man an der Hafenpromenade Odos Eliftheriou Venizelou bis zum Südende und biegt dort in die parallel verlaufende Odos Arkadiou ein, trifft man auf die Ruine der Kara Mussa- Pascha Moschee. Diese ist üppig von Vegetation überwuchert und bietet ein schönes Fotomotiv.
Zurück auf dem Weg zum Parkplatz kann man noch der Fortezza einen Besuch abstatten. Der Eintritt (Zugang im Osten z.B. von der Platia Pastira aus) kostete als ich zuletzt dort war 2,5 €). Im Inneren der Festung gibt es allerdings meiner Meinung nach nicht sehr viel zu sehen und den schönen Blick auf den Psiloritis kann man auch von dem Platz vor dem Tor der Fortezza bewundern.
Wer Hunger hat, findet in der Stadt jede Menge Tavernen oder wird von dem Geruch der Backwaren in eine der Bäckereien in der Altstadt gelockt.
LG
P~K