Kreta besitzt eine gut entwickelte touristische Infrastruktur. In den Gebieten Agios Nikolaos / Elounda an der Mirabellenbucht (Kolpos Mirambelou) im Osten, Malia /Chersonissos östlich der Hauptstadt Iraklion sowie Rethymno-Beach / Georgiopolos bei Rethymno bestehen große Hotellandschaften mit luxuriösem Angebot und dem allgemeinen Trend im Tourismus folgend oft All-Inclusive-Angebote mit Rundum – Versorgung im Hotel. Wer das möchte, ist dort sicher gut aufgehoben. Kreta wird derjenige dabei aber kaum erleben. Ich selbst kann eigentlich nur die kleineren Orte mit ihrer sanfteren Art des Tourismus empfehlen.
Wer glaubt, dass er bei einem zwei- bis dreiwöchigen Aufenthalt ganz Kreta erkunden kann, die üblichen Touristenziele von Ost (Palmenstrand von Vai) über Süd (Matala), dem zentralen Bereich (Knossos) und dem Westen (Samaria-Schlucht) abklappert und sich vielleicht noch den nur anstrengenden Tagesausflug nach Santorini gönnt (Die Insel ist wirklich einen eigenen Urlaub wert.), wird nach seinem Urlaub abreisen und Kreta nicht gefunden haben.
Wir waren schon mehrmals auf Kreta und auch für uns gibt es immer wieder Neues und Schönes zu entdecken. Man darf sich über die Entfernungen auf der Insel keinen Illusionen hingeben. Auf der Karte sieht das immer nah und schnell erreichbar aus. Man muss jedoch bedenken, dass Kreta sehr gebirgig ist. Im Grunde zieht sich ein mächtiges Gebirgsmassiv, das nur auf wenigen Straßen die Passage von Nord nach Süd zulässt, in West-Ost-Richtung durch die Insel.
Im Westen liegen die Lefka Ori, die weißen Berge mit Höhen bis 2453 m. Diese Gebirge ist durch Straßen nur wenig erschlossen. Östlich schließt das Ida/Psiloritis-Massiv (2456 m), das Dikti-Gebirge (2148 m Höhe) und schließlich ganz im Osten die Tripti- und Ornos-Berge (bis 1238 m Höhe) an. Effektive Nord-Süd-Verbindungen gibt es nur zwischen Rethymno und Agia Galini, Iralion und Timbaki, Agios Nikolaos und Ierepetra sowie Sitia und Makrigialos.
Als Schnellstraße ausgebaut ist nur die Nea Odos, die West-Ost-Verbindung im Norden zwischen Chania und Sitia.
Deshalb empfehle ich jedem, der Kreta wirklich kennenlernen will, mindestens drei, besser vier Aufenthalte in den verschiedenen Landschaften der Insel. (Osten um Sitia oder Mirabellenbucht, Zentralbereich um Iraklion und Rethymno, Westen um Chania und Süden Bereich Chora Sfakion, Agia Galini, Matala)
LG
P~K


Dieses Jahr geht es nach Skopelos und Allonisos, evtl. noch Meteoraklöster. Ich werde berichten 