Die Mirabellen-Bucht Κολπος Μιραμπελου

Tipps und Reiseberichte

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Die Mirabellen-Bucht Κολπος Μιραμπελου

Neuer Beitragvon Panagiotis » Mittwoch 16. Januar 2008, 11:37

Die Mirabellen-Bucht, eine landschaftlich sehr reizvolle Gegend liegt im Nordosten Kretas. Man erreicht sie vom Flughafen Iraklion kommend auf der E75, der Nea Odos. Bei Malia fährt man in ein kleineres Küstengebirge aus dem man bei Agios Nikolaos wieder herausfährt und hier die Bucht vor sich liegen sieht.
Bei Pauschalanbietern sind fast ausschließlich große Hotelanlagen mit Halbpension oder all inclusive in Agios Nikolaos, Istron oder Elounda Beach zu bekommen. Wer es beschaulicher möchte, muss die Reise eher selbst organisieren. In diesem Fall kann ich, wenn man an der Küste wohnen will, den kleinen, sehr beschaulichen Fischerort Mochlos am Südostrand der Bucht, den nördlichen, ruhigen Teil von Kato Elounda, den eigentlichen alten Ort Epano Elounda oder das am Nordrand der Mirabellenbucht gelegene Plakas empfehlen.
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Der nördliche Teil der Mirabellenbucht

Neuer Beitragvon Panagiotis » Mittwoch 16. Januar 2008, 11:38

Den schönsten Blick über die ganze Bucht hat man an der höchsten Stelle der Straße von Agios Nikolaos nach Elounda. Man Kann von hier die ganze Bucht mit den Thripti-Bergen im Südosten, Agios Nikolaos, dem Norden der Bucht mit Elounda und Plakas sowie den vorgelagerten Inseln Spinalonga und Kalidona überblicken.
Elounda war 1977 Drehort einer sehr erfolgreichen Fernsehserie der BBC mit Namen „Who pays the ferryman“ von Michael J.Bird. Noch bekannter geworden ist das Titelthema der Serie „ποιος πληρώνει τον βαρκάρη“ von Giannis Markopoulos, der damals ein Hit wurde und auch heute noch oft in Tavernen läuft.
Kato Elounda ist der ehemalige Hafen von Epano Elounda, das etwas oberhalb liegt, wie der Namen schon sagt und ein sehr beschaulicher hübscher Ort ist. Kato Elounda ist ein typischer Ferienort, der eine sehr schöne Platia direkt am Meer besitzt. Hier um die Kirche findet ein kleiner Markt statt. Am Fischerhafen ist ein kleiner Steg, von dem aus die örtlichen Fischer Ausflüge mit kleinen Booten zur Leprainsel Kalidona organisieren. Diese Ausflüge von hier sind sehr empfehlenswert, weil man im Gegensatz zu den organisierten Ausflügen mit großen Booten auch etwas früher auf Kalidona landen kann, wenn die Insel noch nicht voller Touristen ist und man die Chance hat, die Festung und das Lepradorf in Ruhe zu besichtigen. Die Eine oder der Andere wird sich jetzt wundern und denken, die Leprainsel, das ist doch Spinalonga. Ich habe keine Ahnung wie es dazu kam, dass Kalidona in der Tourismusbranche als Spinalonga bezeichnet wurde. Spinalonga ist nämlich die langezogene Halbinsel südlich von Kalidona. Wer diese Halbinsel mal gesehen hat, weiß, warum diese zu dem italienischen Namen Langer Dorn kam. Spinalonga ist über einen schmalen Weg von Elounda aus zu erreichen. Direkt am Ende dieses Weges liegen die Reste der antiken Stadt Olús. Man kann hier noch ein frühchristliches Bodenmosaik bewundern. Ein sehr schöner Fußweg, der aber feste Schuhe erfordert, führt über die Insel. Zumindest in der Vor-und Nachsaison kann man diesen in Ruhe genießen. Besonders schön ist dieser Weg bei Sonnenuntergang, wenn die Sonne ein herrliches rotes Licht auf die Thripti-Berge am anderen Ende der Bucht zaubert. Am Ende des Weges auf der Meerseite liegt eine wunderschöne kleine Badebucht, die man nach ca.30 Minuten Fußweg von Elounda am frühen Morgen genießen sollte. Spätestens ab 11:00 wird man hier eine böse Überraschung erleben. Die von Agios Nikolaos kommenden Ausflugsboote machen auf dem Weg nach Kalidona hier über Mittag halt und plötzlich gibt es keine idyllische ruhige Bucht mehr.
Der kleine Fischerort Plakas am Nordrand der Bucht ist ein Ziel für diejenigen, die vor allem Ruhe suchen. Von hier aus hat man den schönsten Blick auf das direkt vorgelagerte Kalidona. Empfehlenswert ist es auch, mit dem Auto (Linienbusse fahren dort nicht) von hier durch die Berge nach Westen bis Milatos oder Neapoli zu fahren und dabei abseits der Touristenrouten die sehr schöne Berglandschaft zu genießen.
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Agios Nikolaos

Neuer Beitragvon Panagiotis » Montag 21. Januar 2008, 11:49

Agios Nikolaos ist ein Städtchen von etwa 8.000 Einwohnern, das mitten in der Mirabellenbucht liegt. Die große Ost-West-Straßenverbindung E 75 läuft am Stadtrand oberhalb der Stadt vorbei. Agios Nikolaos ist in seiner heutigen Form eine recht junge Stadt, die daher nicht reich mit Sehenswürdigkeiten gesegnet ist. Etwas ganz besonderes ist der Voulismenisee, ein Süßwassersee in unmittelbarer Nähe zum Meer. Die Umgebung des Sees mit seinen steilen Felswänden zu dem auf einem Hügel gelegenen Stadtzentrum ist sehr malerisch. An dem meerseitigen Ende des Sees wurde eine Verbindung zum Hafen geschaffen. Die Straßen am Ostrand des Hafens sehen recht attraktiv aus. Hinter dem Hafen verlaufen die Hauptgeschäftsstraßen Odos El.Venizelou und Odos Koundoura den Hang hinauf zu dem Hauptplatz Platia Eleftheriou Venizelou mit einigen Cafes und Tavernen :sauf: , die nicht so touristisch geprägt sind wie die unten am See. Leider läuft der ganze Verkehr durch die Stadt über diese Platia. Der Busbahnhof liegt am anderen, südlichen Fuß des Berges, der eine Halbinsel bildet. Hier befindet sich auch der Jachthafen und von hier hat man einen Blick auf die Berge südlich der Mirabellenbucht. Erwähnenswert sind noch die moderne Agia Triada-Kirche an der Platia El.Venizelou und die uralte Agios Nikolaos-Kirche aus dem 8.Jahrhundert am nördlichen Stadtrand.
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Der südliche Teil der Mirabellenbucht

Neuer Beitragvon Panagiotis » Montag 21. Januar 2008, 11:50

Das Bergdorf Kritsa und die unterhalb gelegene Panagia Kera gehören zu den Zielen, die in jedem Kreta- Reiseführer erwähnt sind und die von allen Reiseunternehmen als Tagesausflug angeboten werden. Der Besuch lohnt trotzdem. Auch hier ist der, der in der Vor- oder Nachsaison kommen kann wieder eindeutig im Vorteil. Wir waren morgens recht früh dort, was verschiedene Vorteile hatte. Die Straßen von Kritsa waren noch kaum bevölkert (außer ein paar Einwohnern, die beim Einkaufen waren) und es lag ein herrliches Morgenlicht über dem Dorf.
Kritsa erreicht man über eine 10 km lange Stichstraße, die am südöstlichen Stadtrand von Agios Nikolaos von der E75 abzweigt. Schon von weitem sieht man das schöne Dorf oben am Hang. Direkt unterhalb des Dorfes führt ein Abzweig nach rechts zur Panagia Kera, einer trutzige inmitten von Olivenhainen, in denen sich auch etwas Spazierengehen lohnt. Die alte Kirche besitzt sehr schöne Wandmalereien.
In Kritsa selbst lohnt es sich, einfach durch die Gassen zu schlendern. Besonders die etwas abseits gelegenen Gassen, wo keine Stickereien und Teppiche verkauft werden, sind sehr schön. In der Nähe der Hauptkirche haben wir dabei eine alte Ölmühle entdeckt, die liebevoll restauriert und zu einem kleinen Cafe umgebaut wurde. :sauf: Die Besitzerin hat uns sehr nett empfangen und in den Räumen herumgeführt und dabei die früheren Arbeitsabläufe erklärt.
Am unteren Ortsende von Kritsa führt eine ca. 3 km lange Straße durch Olivenhaine hoch zur alten dorischen Stadt Lato. Die hier noch vorhandenen Ruinen vermitteln ein plastisches Bild vom Leben in dieser antiken Stadt. Man sollte aber gut zu Fuß sein, festes Schuhwerk tragen und einigermaßen schwindelfrei sein. Belohnt wird man dafür mit einer schönen Landschaft und einem tollen Blick auf Agios Nikolaos und die Mirabellenbucht.
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Der Südostrand der Mirabellenbucht

Neuer Beitragvon Panagiotis » Montag 21. Januar 2008, 11:51

Von Agios Nikolaos aus führ die E 75 immer an der Bucht lang durch landschaftlich schönes Gebiet noch ca. 5 km nach Süden bis Istro. Von hier aus geht es dann weiter nach Osten. Nach weiteren 5 km sieht man rechts am Hang die Ruinen der minoischen Stadt Gournia liegen. Diese kann man auch besichtigen. Die Straßen lassen immer noch die Anlage der Stadt erkennen. Faszinierend finde ich den Blick aus einiger Entfernung, die den geometrischen Plan der Stadtanlage erkennen lässt. Etwa einen Kilometer weiter bei Pachia Ammos biegt die Hauptstraße nach Süden, nach Ierapetra ab, während die nach Osten, weiterhin die E75, sich in das Gebirge (Orno Oro) hoch windet. Auf der Höhe bei Platanos zwischen zwei Aussichtspunkten geht links zum Meer hinunter die Straße nach Mochlos ab. Mochlos ist ein hübscher kleiner Fischerort mit 3 Tavernen :sauf: und einigen Fremdenzimmern in einer schönen kleinen Bucht, ein Ort für einen ganz ruhigen Urlaub. Und natürlich Zeit für einen Kaffee.
Die Straße E75 führt weiter durch das Gebirge Richtung Sitia. Landschaftlich ist das jetzt der schönste Teil der Strecke mit vielen Kurven, tief eingeschnittenen Tälern und besonders im Frühling vielen blühenden Ginstern und Oleandern, die die Straße säumen. Nach zwei weiteren Kilometern geht links die Straße nach Tourloti und etwas später rechts nach Mirsini ab. Beide Dörfer liegen schön am Hang und sind recht ursprünglich. Ein kleiner Spaziergang durch die Gassen lohnt.

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Re: Die Mirabellen-Bucht Κολπος Μιραμπελου

Neuer Beitragvon Panagiotis » Mittwoch 30. Januar 2008, 11:55

Hafen und Platia in Elounda
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Auf der Insel Spinalonga
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Auf der Insel Kalidona
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Lepra-Siedlung auf Kalidona
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Voulismenisee Agios Nikolaos
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Voulismenisee Agios Nikolaos
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Re: Die Mirabellen-Bucht Κολπος Μιραμπελου

Neuer Beitragvon Panagiotis » Mittwoch 6. Februar 2008, 05:33

Die Panagia Kera

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Kritsa

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Lato

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