Das Bergdorf Kritsa und die unterhalb gelegene Panagia Kera gehören zu den Zielen, die in jedem Kreta- Reiseführer erwähnt sind und die von allen Reiseunternehmen als Tagesausflug angeboten werden. Der Besuch lohnt trotzdem. Auch hier ist der, der in der Vor- oder Nachsaison kommen kann wieder eindeutig im Vorteil. Wir waren morgens recht früh dort, was verschiedene Vorteile hatte. Die Straßen von Kritsa waren noch kaum bevölkert (außer ein paar Einwohnern, die beim Einkaufen waren) und es lag ein herrliches Morgenlicht über dem Dorf.
Kritsa erreicht man über eine 10 km lange Stichstraße, die am südöstlichen Stadtrand von Agios Nikolaos von der E75 abzweigt. Schon von weitem sieht man das schöne Dorf oben am Hang. Direkt unterhalb des Dorfes führt ein Abzweig nach rechts zur Panagia Kera, einer trutzige inmitten von Olivenhainen, in denen sich auch etwas Spazierengehen lohnt. Die alte Kirche besitzt sehr schöne Wandmalereien.
In Kritsa selbst lohnt es sich, einfach durch die Gassen zu schlendern. Besonders die etwas abseits gelegenen Gassen, wo keine Stickereien und Teppiche verkauft werden, sind sehr schön. In der Nähe der Hauptkirche haben wir dabei eine alte Ölmühle entdeckt, die liebevoll restauriert und zu einem kleinen Cafe umgebaut wurde.

Die Besitzerin hat uns sehr nett empfangen und in den Räumen herumgeführt und dabei die früheren Arbeitsabläufe erklärt.
Am unteren Ortsende von Kritsa führt eine ca. 3 km lange Straße durch Olivenhaine hoch zur alten dorischen Stadt Lato. Die hier noch vorhandenen Ruinen vermitteln ein plastisches Bild vom Leben in dieser antiken Stadt. Man sollte aber gut zu Fuß sein, festes Schuhwerk tragen und einigermaßen schwindelfrei sein. Belohnt wird man dafür mit einer schönen Landschaft und einem tollen Blick auf Agios Nikolaos und die Mirabellenbucht.
LG
P~K