Die Lasithi-Hochebene ist eine Ebene innerhalb des Dikti-Gebirges auf einer Höhe von ca. 820 Metern über dem Meeresspiegel. Zu dieser ca. 5km breiten und 10 km langen Ebene, deren Dörfer alle an einer Straße liegen, die am Rand der Ebene entlang führt, gibt es zwei Zufahrtsstraßen. Die westliche führt bei Malia steil bergauf, die östliche windet sich von Neapoli langsam von Osten auf die Lasithi zu. Die westliche Strecke ist die beeindruckendere. Wenn man über den nördlichen Kamm des Diktigebirges fährt, sollte man anhalten und den Blick zurück zur Küste genießen. Auf dem Bergkamm stehen eine Reihe alter Windmühlen, wer hier aussteigt, weiß sehr schnell, woher diese ihre Energie bezogen haben. Wer Bilder von der Lasithi-Hochebene kennt, erinnert sich an viele Windräder mit weißen Segeltuchbespannungen. Diesen Anblick wird man heute kaum noch sehen. Früher wurden mit diesen Pumpen Windräder betrieben, die das knapp unter der Oberfläche anstehende Grundwasser für die Bewässerung der fruchtbaren Felder förderten. Diese Aufgabe wird heute durch dieselbetriebene Pumpen wahrgenommen. Offensichtlich ist durch den Wasserverbrauch der Grundwasserspiegel für die alten, umweltfreundlichen Pumpen zu weit abgesunken.
Die Lasithiebene ist aber auch ohne die Windräder besonders im Frühling einen Ausflug wert. Es lohnt sich der Straße zu folgen, vielleicht mal in den üppigen Blumenwiesen spazieren zu gehen und das eine oder andere Dorf zu besichtigen. Uns hat Plathi sehr gut gefallen. Ihr wisst schon, die Kaffeepause.
Über dem Dorf Psychro kann man die Zeushöhle besichtigen.
LG
P~K