Ca. 4 km südlich von Iraklion am Fuß des Jouchtas liegen die Ausgrabungen von Knossos. Die Ausgrabungsstätte ist leider eine touristisch vollkommen durchorganisierte Sache mit großen Parkplätzen und Spießroutenlaufen durch Souvenirshops. Wenn ich ganz ehrlich bin, weiß ich nicht, ob ich mir das ein zweites Mal antun würde, hier gibt es sicher auch ganz andere Meinungen dazu.
Etwas weiter westlich führt eine Straße durch landschaftlich sehr schönes Gebiet zu dem schönen Weinbauort Tilissos und weiter hoch in das Psiloritis/Ida-Gebirge in das Bergdorf Anogia., das leider im zweiten Weltkrieg ein furchtbares Massaker durch die deutsche Wehrmacht erleben musste. Es ist schon beschämend, als Deutscher hierher zu kommen und zu erleben, dass man trotz dieser Geschichte freundlich begrüßt wird. Anogia ist bekannt für seine traditionellen Trachten. Vereinzelt sieht man bei den Männern in Anogia noch den traditionellen Moustache.
Von Anogia aus kann man nach Westen bis Perama vor der gewaltigen Kulisse des Psiloritis durch eine sehr schöne Landschaft fahren. Im Frühjahr ist der Gipfel des Psiloritis meistens noch schneebedeckt. Wenn man unterwegs mal eine Pause macht, vielleicht etwas spazieren geht, hört man nur das Summen der vielen Bienen und trifft vielleicht auf ein paar weidende KriKri.
LG
P~K


