Das Delta des Acheron
Auf der Nationalstraße von Igoumenitsa zum Amvrakischen Golf fährt man wenige Kilometer nach dem Abzweig nach Parga in das Delta ds Flusses Acheron hinunter. Neben seiner Bedeutung für die griechische Mythologie, deren Zeugnis auch heute noch das Nekromanteon, das Totenorakel ist, das bei dem Ort Mesapotamo besichtigt werden kann, ist der Acheron einer der schönsten Karstflüsse Europas.
Von der Straße aus sieht man bereits die vielen geschwungenen Mäander in denen sich der Fluss von den Bergen kommend bis zu seiner Mündung bei dem kleinen sehr schönen Küstenort Amoudia entlang schlängelt. Amoudia bietet sich für einen ruhigen Strandaufenthalt an. Der Acheron ist hier ein träge dahinfließender ruhiger Fluß. An seinem Ufer werden Bootsausflüge flussaufwärts angeboten. Von dem Nekromanteon aus kann man bei Kastri einen schönen Zeugenberg sehen, wo sich der Acheron in einem engen Mäander herum windet. Man fährt am Acheron aufwärts bis zum Ort Glyki. Nachdem man am Ortseingang eine Holzbrücke über den Acheron passiert hat, findet man viele Parkplätze und einige Tavernen. Es lohnt sich, das Auto hier abzustellen und den Acheron entlang bis zu seinen Quellen zu wandern (ich empfehle den Weg auf der linken, südlichen Flussseite). Der immer noch stark wasserführende Fluss schimmert hier je nach Tiefe und Fließgeschwindigkeit in unterschiedlichsten Türkis- und Blautönen. Der Weg führt durch einen lichten Wald. Schließlich kommt man zu einer einsam gelegenen Taverne, die ihre Tische und Stühle bis an das Ufer des Flusses gestellt hat. Hier ist ein paradiesischer Platz für eine Rast. Ab hier kann man entweder im Fluss weiterlaufen (das Wasser ist aber recht kühl) oder einem kleinen Pfad am linksseitigen Ufer folgen, bis es am Quelltopf nicht mehr weiter geht. Es ist beeindruckend, zu sehen, welche Wassermassen an den verschiedenen Quellbereichen aus dem Gebirge treten und unmittelbar ab der Quelle einen richtigen Fluss bilden.
LG
P~K


