Santorini

Tipps und Reiseberichte

Moderator: Aristoteles

Santorini

Neuer Beitragvon Panagiotis am Freitag 8. Februar 2008, 05:34

Santorini, eine ganz besondere Insel
Santorini gehört zur Inselgruppe der Kykladen. Es ist die Insel mit den verschiedenen Namen. Santorini ist eigentlich der Name aus der venezianischen Vergangenheit der Insel und leitet sich von Santa Irini ab. Der Name, den die Einheimischen für die Insel gebrauchen, ist Thira (θιρά). Mir persönlich gefällt der Name aus der Antike besonders. Καλλιστε, so lautet er, trifft meinen Eindruck von der Insel absolut. Kalliste war einst eine kreisrunde Insel und ein Zentrum der minoischen Hochkultur. Santorin hat eine Fläche von 89 km² und ca. 10.500 Einwohner. Die Insel ist eigentlich eine kleine Gruppe von Inseln und Inselchen, die um die Caldera angeordnet sind. Die sichelförmige Hauptinsel Thira an der Ostseite der Caldera ist in der Nord - Süderstreckung fast 17 km lang, an seiner schmalsten Stelle 1,3 und an der breitesten 6 km breit
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Santorini, der Vulkan

Neuer Beitragvon Panagiotis am Freitag 8. Februar 2008, 05:35

Ein verheerender Vulkanausbruch sprengte die Insel in der Zeit um .1.600 vor unserer Zeitrechnung in die Luft. Ascheregen und ein fürchterlicher Tsunami löschte das Leben rund um die Küsten des Mittelmeeres nahezu aus. Zurück blieben die Trümmer von Kalliste. Das sind die heutige Hauptinsel Thira, deren beeindruckender Kraterrand heute noch von der Katastrophe kündet, das sind außerdem die übrigen, um den Kraterrand angeordneten Inseln Thirassia und Aspronisi (wer die vollkommen unbewohnte Insel sieht, muss über den Namen nicht weiter nachdenken). Unter der Caldera schlummert immer noch ein aktiver Vulkan. Historische Karten belegen, dass hier immer wieder Inselchen (die Spitze des Vulkans) entstanden und durch das Meer wieder abgetragen wurden. Heute liegen mitten in der Caldera die beiden in der Neuzeit entstandenen Inseln Paläa- (zwischen 197 v.Chr. und 1427 n.Chr. entstanden) und Nea Kameini (Ausbrüche zwischen 1570 und 1950), „die alte und die neue Verbrannte“. An dem jüngsten Krater auf Nea Kamenei kann man auch heute noch Schwefelaustritte beobachten. Geologisch betrachtet gehört Thira zu einer vulkanisch aktiven Zone an der Plattengrenze zwischen der afrikanischen und europäischen Kontinentalplatte. Diese Zone ( Kykladenbogen) lässt sich von den Thermal- und Schwefelquellen auf der Halbinsel Methana auf der Peloponnes über Milos, Thira, Kos und Nissiros verfolgen. Diese Plattengrenze ist auch Ursache für die häufigen Erdbeben in der gesamten Region.

LG

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Santorini, Wissenswertes für den Urlaub

Neuer Beitragvon Panagiotis am Freitag 8. Februar 2008, 05:36

Santorini besitzt auf seiner flachen Ostseite einen Flughafen mit einer komfortablen Landebahn. Das Flughafengebäude des Flughafens wurde in den vergangenen Jahren großzügig ausgebaut. Santorini wird von einer ganzen Reihe deutscher Flughäfen direkt angeflogen. Die Insel selbst verfügt über eine große Anzahl Gästebetten in der Inselhautstadt Thira, den Orten Thirostefani (Firostefani) Imerovigli und Oia am Kraterrand sowie den Orten Kamari und Perissa an der Ostküste. Für viele ist Santorini aber auch Zwischenstation für die Weiterfahrt zu anderen Inseln der Kykladen. Santorinis Fährhafen Athinias ist Endpunkt oder Station mehrerer Fährlinien zwischen Piräos und den Kykladen bzw. Kreta.
Wo auf Santorini man wohnen möchte, ist Geschmackssache und natürlich auch eine Frage des Geldbeutels. Wenn man gerne auch mal spontan für eine Stunde ins Meer möchte, ist man in Perissa oder Kamari direkt an den schwarzen Stränden der Ostküste besser aufgehoben. Die Unterkünfte hier sind insgesamt günstiger. Außerdem ist das hier die Seite für die Sonnenaufgänge. Mit der direkt östlich gelegenen Insel Anafi gibt das eine herrliche Kulisse.
Ein besonderes Erlebnis sind die Hotels oben am Kraterrand. Die Stadt Thira und die Nachbarorte Firostefani und Imerovigli gehen hier ineinander über. Die Stadt Oia liegt ganz im Norden der Insel. Die Hotels sind hier deutlich teurer (Oia gehört zu den Orten mit den höchsten Quadratmeterpreisen für Bauplätze in Europa). Man kann hier eine Aussicht genießen, die für mich die schönste und außergewöhnlichste der Erde ist. Die Sonnenuntergänge sind hier einzigartig. Besonders nach Oia kommen viele Menschen, um die Sonnenuntergänge zu genießen.
Aber egal, wo auf Thira man sich einmietet, die Busverbindungen mit den Linienbussen der KTEL sind ausgezeichnet.

LG

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Re: Santorini

Neuer Beitragvon makedonissa am Freitag 8. Februar 2008, 19:33

Hi, Panagiotis

hast du mal wieder sehr ergreifend erzählt. Danke

Für mich persönlich hatte dieses weisse Eiland eine ganz besondere Anziehungskraft, auch wenn diese bisher nicht gestillt worden ist in jener Form, dass ich die Insel betreten durfte.

Nächstes Jahr ist es hoffentlich endlich so weit.

Ich kann gar nicht beschreiben warum, aber für mich ist es das versunkene Atlantis.
Immer, wenn ich etwas von dieser so einzigartigen Insel sehe, lese oder höre, bringe ich
sie ganz unbewußt immer mit Atlantis in Verbindung.

LG
Maria
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Re: Santorini

Neuer Beitragvon Katharina am Sonntag 10. Februar 2008, 20:15

kali spera,
ja sehr schöner Bericht und ich versuche mal ein paar Bilder ein zu stellen- damit die Sehnsucht wächst- :n99:
LG katha
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Re: Santorini

Neuer Beitragvon Panagiotis am Montag 11. Februar 2008, 05:34

Hallo Katha
ich bin gespannt auf deine Bilder, ich habe selbst nur gescannte Dias, da ich bei meinem letzten Besuch dort noch keine Digitalkamera hatte, na ja, bald komme ich wieder mal dort vorbei.

Hallo Maria,

ja, besonders wenn du vom Schiff aus die Kraterwände hochblickst, kannst du dir das mit Atlantis und seinem Ende lebhaft an dieser Stelle vorstellen.


LG

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Re: Santorini Die Inselhauptstadt Thira

Neuer Beitragvon Panagiotis am Montag 11. Februar 2008, 05:36

Hoch über der Caldera, etwa mittig in der Insel liegt die Inselhauptstadt Thira. Tagesbesucher von Kreuzfahrtschiffen erreichen die Stadt in der Regel über die Skala Marinatou, eine steile Treppe, die sich vom kleinen Hafen der Stadt bis an den Kraterrand hochwindet. Diese Treppe ist ganz in der Hand der Maultiertreiber, die hier den Touristen ihre Transportmittel anbieten. Bewegt man sich zu Fuß auf dieser Treppe, hat man den Eindruck, die Maultiertreiber treiben ihre Tiere direkt auf einen zu. Etwas bequemer geht es mit der Seilbahn, die hoch über der Skala Marinatou der Stadt entgegen schwebt. Wer Santorini mit der Fähre über den Fährhafen Athinias erreicht oder auf der Insel Urlaub macht, wird am Busbahnhof an der Odos 25. Martiou ankommen (auch die Taxifahrer laden ihre Gäste hier oder an der etwas nördlicher gelegenen Platia Theotokopoulou ab, da die engen Gassen der Stadt zum Glück keinen Autoverkehr erlauben. Die Odos 25. Martiou verläuft am Rand des Osthangs der Insel (dem durch Weinbau geprägten flacheren Teil) in Nord-Süd-Richtung am Stadtrand entlang. Tief unten kann man den Flughafen der Insel und am Horizont die gebirgige Insel Anafi sehen. Geht man von dieser Straße eine der kleineren Straßen bergauf, kommt man zur Odos Ypapantis, der Straße auf dem Kraterrand mit herrlichen Blicken über die Caldera und die Stadt. Direkt vom Busbahnhof weg führt eine Straße vorbei an dem neuen Museum über die Ausgrabungen von Akrotiri und der minoischen Kultur (sehr empfehlenswerte Ausstellung) zur Orthodoxen Kathedrale der Stadt.

LG

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Ein paar Eindrücke von Thira

Neuer Beitragvon Panagiotis am Montag 11. Februar 2008, 06:29

Blick von Norden auf Thira
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Blick über die Stadt
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Bilder von Thira

Neuer Beitragvon Panagiotis am Mittwoch 13. Februar 2008, 11:15

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An der Odos Agios Minas


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Die Skala Marinatou und der Hafen von Thira

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Stadtrundgang durch Thira

Neuer Beitragvon Panagiotis am Mittwoch 13. Februar 2008, 11:18

Die Odos Ypapantis vor der orthodoxen Kathedrale gleichen Namens. Diese Kirche ist ein recht neuer Bau, da die alte Kathedrale durch das Erdbeben von 1956 vollständig zerstört wurde. Diese neue Kirche ist nicht etwa ein moderner Zweckbau sondern ein wunderschönes weißes Gebäude mit einer schönen Kuppel und Arkadengängen, das sich nahtlos in das Gesamtbild der Stadt einfügt und das man vom Meer her, von der Caldera als Blickfang im Süden der Stadt sieht. Am Südrand gegenüber der Kathedrale führt eine steile Gasse eine Etage tiefer. Auf dem Weg nach unten sieht man eine der Kirchen, die einem aus Kalendern oder Reiseführern bekannt vorkommen, die schöne Kirche Agios Minas.
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Die Kathedrale
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Agios Minas

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Stadtrundgang durch Thira

Neuer Beitragvon Panagiotis am Mittwoch 13. Februar 2008, 11:20

Auf der gleichnamigen Straße Odos Agios Minas kann man nach Norden laufen und hat dabei die Kulisse Thiras über sich. Nach etwa 250 Metern trifft man auf die Skala Marinatou und die Station der Eselstreiber. Hier hat man die Möglichkeit, zu Fuß ( 566 reichlich ausgetretene und mit Dung bedeckte gepflasterte Stufen) oder auf dem Rücken einesMaulesels den kleinen Hafen zu besuchen. Man kann aber auch die restlichen Stufen der Skala Marinatou zurück zur Odos Ypapantis gehen und in das rege Leben der Kneipen und Geschäfte eintauchen. Geht man auf der Odos Agios Minas weiter nach Norden, trifft man auf das Rathaus der Stadt und auf die Bergstation der Seilbahn. Geht man hier am Ende der Odos Agios Minas die Odos Nomikou nach oben, betritt man das katholische Viertel der Stadt, Ta Frangika mit der sehr schönen Katholischen Kirche mit dem weithin sichtbaren Glockentürmen und den benachbarten Klöstern. Wendet man sich auf der Odos Nomikou nach Norden erreicht man ohne den Übergang richtig zu bemerken den Ort Thirostefani mit vielen Hotels und Pensionen.

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Von Thira nach Thirostefani und Imerovigli

Neuer Beitragvon Panagiotis am Mittwoch 13. Februar 2008, 11:22

Von Thira nach Thirostefani und Imerovigli
Was mir an Thirostefani sehr gut gefallen hat, ist, dass die Hotels hier am Kraterrand architektonisch sehr gelungen sind und sich in die typische Bebauung Santorinis einfügen. Oft sind die Gebäude klein, terrassenförmig an den Hang gebaut und mit den typischen Tonnengewölben versehen. Man findet hier auch wunderschöne Zimmer, die als Höhlen in den weichen Tuff gegraben sind. Immer wieder kann man atemberaubende Blicke in die Caldera mit ihrem tiefblauen Wasser genießen. Bei mancher Treppe hat man zunächst den Eindruck, sie führe ins Nichts.

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Von Thira nach Thirostefani und Imerovigli

Neuer Beitragvon Panagiotis am Mittwoch 13. Februar 2008, 11:25

Am oberen Ende von Thirostefani sieht man das noch höher gelegene Imerovigli mit dem vorgelagerten Kap Skaros und ein davor liegendes orthodoxes Frauenkloster (Agios Nikolaos). Beim Blick auf Imerovigli fallen die tiefblauen Kuppeln der Kirche auf. Durch die engen Gassen und Treppen zu laufen ist ein Erlebnis. Eine steile Treppe führt am Kraterrand abwärts zur kleinen Kapelle Agios Georgios, von der aus man einen herrlichen Blick zurück auf den Weg von Thira her und auf die Caldera mit den Vulkaninseln hat. Von der Kapelle aus führt ein abenteuerlicher Weg weiter zur alten Burganlage auf dem Kap Skaros. Wer diesen Weg geht, sollte schwindelfrei sein.

LG

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Blaue Kirchenkuppeln in Imerovigli

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Das Kap Skaros und die Kapelle Agios Georgios
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Oia

Neuer Beitragvon Panagiotis am Mittwoch 13. Februar 2008, 11:29

Ganz im Norden von Santorini liegt der Ort Oia. Man kann da natürlich auch hinwandern aber man kann Oia auch bequem mit dem Linienbus von Thira aus erreichen. Auf dem Weg von Thira nach Oia passiert man die Berge Kokkino Vouno und Megalo Vouno und den Ort Foinikia. Der Busbahnhof liegt am Rande der Stadt und ist ein öder unscheinbarer Platz. Von hier aus wendet man sich am Besten nach Norden und erreicht am Nordrand Oias den Kraterand mit der schönen Kulisse von Oia und den engen Gassen und Treppen.Vom Stadtrand aus kann man auch nach Norden auf die flach auslaufende Nordküste der Insel blicken. Am oberen Ende der Stadt liegt die schöne alte Kathedrale. Von hier aus führt eine Marmor- gepflasterte Gasse am oberen Kraterrand entlang. Es lohnt sich aber in jedem Fall auf den engen Treppen und Gassen nach unten durch die Stadt zu wandern. Immer noch fallen die Ruinen von dem Erdbeben von 1956 auf, das Oia besonders schlimm getroffen hatte. An mancher Stelle war der Wiederaufbau nicht möglich. Was beim Gang durch Oia besonders auffällt, sind die vielen Kirchen mit ihren meist blauen Kuppeln. Es lohnt sich auch mal in eine der beiden Häfen Oias, die südöstlich gelegene Armeni-Bucht oder die westlich gelegene Ammouthi-Bucht hinab zu steigen. Der Weg ist hier nicht so weit und beschwerlich wie der in Thira.

LG P~K
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Die Kathedrale von Oia

Impressionen von Oia:
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Autor: makedonissa
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