Hoch oben am 997 m hohen Berg Koronos im Nordosten von Naxos liegen die beiden Orte Koronida und Koronos wie Schwalbennester an die steilen Berghänge geklebt. Früher lebten die Einwohner hier vom Bergbau, die Einwohnerzahl war früher auch viel höher als heute. Viele de hübschen Kykladenhäuser sind heute nicht mehr bewohnt. Beide Orte sind absolut sehenswert, hier herrscht ein sehr ruhiges Leben.
Auch Apeiranthos am Nordosthang des Zas hat schon wirtschaftlich bessere Zeiten gesehen. Als Zentrum des Schmirgel- und Marmorabbaus war das Dorf früher sehr wohlhabend. Die mit Marmor gepflasterten Gassen und die stattlichen venezianischen Häuser zeugen heute noch davon. Da Apeiranthos auch das Ziel organisierter Inselrundfahrten ist, hat sich hier eine bescheidene touristische Infrastruktur entwickelt.
Von Apeiranthos aus verläuft die einzige mit dem Auto befahrbare Straße an die Ostküste von Naxos. Durch die sehr enge Straße und die extremen Serpentinen braucht man für die 16 Kilometer vergleichsweise lange, wird aber schon auf der Fahrt durch schöne Blicke auf die Küste und die Nachbarinseln Amorgos und Dounoussa.
Die Ostküste ist sehr dünn besiedelt, außer dem kleinen Ort Moutsouna, mit ein paar Häusern, mehreren Tavernen und ein paar Fremdenzimmern gibt es nur noch den sehr kleinen Ort Lionas im Nordosten, ansonsten nur ein paar einsame Bauernhöfe und einsame kleine kiesige Buchten zwischen schroffen Felsen.
Im Gebirge zwischen den beiden höchsten Bergen der Insel, dem Koronos und dem Zas liegt in wunderschöner Berglandschaft das kleine Dörfchen Moni. In die schönen Gassen und die Tavernen dieses kleinen ländlichen Ortes hoch oberhalb der Tragea - Hochebene verirrt sich kaum ein Tourist. Dabei lohnt es sich, hier Augenblicke der Ruhe zu genießen, während man vor einem der Kafenia sitzt und dem dörflichen Leben zusieht oder während man die Panoramablicke auf die Berge und über die Tragea- Ebene auf sich wirken lässt.
Ganz im Gegensatz zu Moni zieht die direkt unterhalb gelegene Kirche Panagia Drosiani viele Touristen an. Wenn man dort ankommt und sieht einen Bus parken, sollte man lieber warten, bis die vielen Besucher wieder weitergezogen sind. Nur in der Ruhe kann man die herrliche Lager der Kirche in der wunderschönen Natur genießen. Nur in der Ruhe nimmt man etwas von der mystischen Aura dieses Ortes, von dem Glauben der Menschen hier auf. Nur in der Ruhe entdeckt man die uralten Wandmalereien in der Apsis, den Seitennischen und den Seitenkapellen.
Kinidaro ist ein hübsch gelegenes ruhiges Dorf auf der Strecke von Chora über Melanes nach Stavros, der zentralen Straßenkreuzung auf dem Koronos – Plateau. Schöne Gassen mit Blumenschmuck zeigen ein ländliches Kykladenidyll mitten in einer fruchtbaren Gartenlandschaft mit Obst- Gemüse und Olivenanbau. Die gemauerten tiefen Straßengräben lassen erahnen, dass es hier bei Starkniederschlägen im Winter weniger idyllisch zugeht
Am Hang des Zas, an der Nordwestflanke des Berges liegt das wunderschöne Bergdorf Filoti. Filoti ist ein typischer Kykladenort mit weiß gekalkten Häusern schönen Kapellen und Kirchen schattigen Platias unter Platanen und vielen blühenden Bougainvilleen.
Filoti ist umgeben von Klöstern und Kapellen. Sehr bekannt ist das Moni Photoditissa hoch über der Stadt auf dem Kamm des Zas. Die Umgebung von Filoti lädt zum Wandern ein. Schöne Wege führen hoch zu dem Kloster Photoditissa, hinunter nach Chalki, nach Damarionas und Damalas oder zum Kloster Agios Evstrathios. Auch der Zas kann bestiegen werden. Bei schönem Wetter hat man hier einen tollen Blick auf die Nachbarinseln.
Chalki ist eine kleine Landstadt, in der Umgebung kann man typische venezianische Wehrtürme sehen. Durch die Trageaebene führen verschiedene Wege zu einsamen Kapellen und Klöstern. Nach Chalki oder Filoti kommt man leicht mit dem Linienbus der Linie Chora – Apolonas.
Bekannt ist Chalki für die Kitrobrennereien. Die alte traditionsreiche Brennerei Vallindra, die neben Kitro auch Ouzo herstellt, öffnet an Werktagen täglich ihre Pforten für Besichtigungen, für Proben ihrer köstlichen Produkte und zum Verkauf.
Man kann von Chalki in der Tragea-Hochebene aus nach Epano-Potamia wandern und dann das Tal abwärts bis nach Chora, es lohnt sich! Von Chalki aus bieten sich zwei Strecken für die Wanderung zu den Potamia-Dörfern an. Die etwas beschwerlichere führt über die 420 m hoch gelegene Ruine der mittelalterlichen Festung Epano Kastro. Der etwas weitere, dafür aber bequemere Weg führt entlang der wenig befahrenen Straße vorbei an dem Dorf Chimarros. Dieser Weg führt durch eine sehr schöne Landschaft mit granitischer Wollsackverwitterung, vielen Ginster und Oleanderbüschen. Im Frühjahr gibt es hier sehr viele Blumen zu bewundern. Immer wieder ergeben sich sehr schöne Blicke in das tief eingeschnittene canyonartige Tal.