Bernhard Strasser (* 23. März 1895; † nach 1971[1]) war ein deutscher Benediktiermönch und Publizist.
Inhaltsverzeichnis
Leben
Bernhard Strasser wurde 1895 als eines von fünf Kindern des bayerischen Staatsbeamten Peter Strasser geboren. Zu seinen Geschwistern zählten die Politiker Gregor Strasser (1892–1934) und Otto Strasser (1897–1974). Nach der Teilnahme am Ersten Weltkrieg in den Jahren 1915 bis 1918 trat Strasser als junger Mann in den katholischen Benediktinerorden ein. In den folgenden Jahren lebte er unter anderem als Mönch im Kloster Marialach. An der politischen Tätigkeit seiner beiden Brüder nahm Strasser nur am Rand anteil, lieferte als Zeitzeuge jedoch Historikern später zahlreiche Informationen über der Öffentlichkeit seinerzeit verborgen gebliebene Handlungen, Ereignisse und politische Bestrebungen seiner Brüder.
Im Juli 1934 beteiligte Strasser sich daran, den ehemaligen DNVP-Politiker Edmund Forschbach verborgen zu halten, der sich im Anschluss an die unter der Propagandabezeichnung „Röhm-Putsch“ bekannt gewordene politische Säuberungswelle der Nationalsozialisten – der auch Strassers älterer Bruder Gregor zum Opfer fiel – in Marialach versteckte.
Später siedelte Strasser in die Vereinigten Staaten von Amerika über, wo er in das Benediktinerkloster St. Johns in Collegeville im US-Bundesstaat Minnesota eintrat.
In der frühen Nachkriegszeit beteiligte Strasser sich, von den Vereinigten Staaten aus, an den – erfolglosen – Versuchen, eine katholische Volkspartei aufzubauen. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland verfasste Strasser ein Erinnerungsbuch über seine beiden prominenten Brüder. Außerdem korrespondierte er mit prominenten Personen der Zeitgeschichte wie Heinrich Brüning und Historikern wie Udo Kissenkoetter.

