Wien, 20.10.2008, Belohnt Österreich illegale Tierhändler? Der Österreichische Tierschutzverein fordert ein Verbot von gewerblichen Haustiertransporten
Künftig werden schlaue Tierhändler sich einfach an der österreichischen Grenze erwischen lassen, die Österreicher wickeln den Verkauf ab und der ausländische Züchter kassiert. Hier scheint eine massive Gesetzeslücke vorhanden zu sein, denn die Tiertransporte sind so gut wie nie in Ordnung, dafür noch Geld zurückzuzahlen ist ein glatter Schlag ins Gesicht für den Tierschutz.
Immer noch floriert der Handel mit Welpen, die entweder nach Österreich importiert oder lediglich durchgeschleust werden.
Leider viel zu selten wird ein Transport gestoppt und kontrolliert und fast immer stellt sich heraus - die Tiere sind zu jung und krank.
So auch beim letzen Transport mit 137 Welpen, der in Rudersdorf angehalten wurde auf dem Weg von der Slowakei nach Spanien - das Unfassbare: Die Hunde wurden von der zuständigen Behörde über einen Tierschutzverein verkauft und der Erlös abzüglich aller Kosten entfällt an den Züchter in der Slowakei.
Das Gleiche Spiel bei einem Hundetransport aus Ungarn - Bestimmungsland Italien, hier behielt die Bezirkshauptmannschaft Jennersdorf den Erlös abzüglich Behandlungskosten etc. als Sicherheitsleistung für die noch zu verhängenden Strafen ein.
Der Österreichische Tierschutzverein hat eine diesbezügliche Anfrage an das Ministerium gestellt und fordert gleichzeitig ein Verbot von Haustiertransporten für gewerbliche Zwecke.
Rückfragehinweis:
Marion Löcker
20.10.2008 12:56
Liebe Leute !
Es geht wieder nur um Profit und der Staat sieht weg.
LG Claudia