01.10.2008 | 17:26 | (APA)
Erneut sind Hausdurchsuchungen bei Tierschützern durchgeführt worden: Wie Innenministeriums-Sprecher Rudolf Gollia auf APA-Anfrage bestätigte, erfolgten am Dienstagabend zwei Aktionen im Auftrag der Staatsanwaltschaft bzw. des Landesgerichts Wiener Neustadt. Nach Angaben des "Vereins Gegen Tierfabriken" (VGT) war ein Haus im Raum Wr. Neustadt betroffen, in dem mehrere Tierschützer wohnen sollen.
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Es sei wieder "um den gleichen Fall" und den pauschalen Vorwurf einer kriminellen Organisation gegangen, so Obmann Martin Balluch. Gegen 19.00 Uhr sollen Mitglieder der Sonderkommission zum Gebäude gekommen sein und die Türe aufgebrochen haben, nachdem die Bewohner nicht zu Hause waren. Ein Computer und mehrere CDs sollen beschlagnahmt worden sein. Die Tierschützer wurden später telefonisch zu Einvernahmen geladen.
Die Betroffenen - keine VGT-Mitglieder - sollen jener Gruppe von Tierschützern angehört haben, die bereits Ende Mai aufgrund ihrer Aktionen gegen einige Bekleidungsfirmen als kriminelle Organisation eingestuft und in U-Haft genommen worden waren. Die Gruppe war erst Anfang September enthaftet worden. Die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt war vorerst für die APA nicht erreichbar.
"Ich frage mich, wann das endet", meinte Balluch im APA-Gespräch. "Wie lange will die Sonderkommission noch weiter ermitteln ohne Ergebnisse? Müssen die aktiven Vereine und ihre Mitarbeiter jetzt auf unabsehbare Zeit nächtliche Polizeiüberfälle fürchten?"
(APA)
Wer sich aktiv für den Tierschutz einsetzt, lebt gefährlich bzw. muss davon ausgehen verhaftet zu werden. Einfach
schrecklich.
Traurige Grüße
Claudia
