Tierrechte

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Tierrechte

Beitragvon Brunner » Mittwoch 12. November 2008, 18:08

Zur Kenntnisnahme, LG Kalli

1. DIE Tierschutz- und Tierrechtsveranstaltung des Jahres:
Tierrechtskongress 2008 (27. bis 30.November)


Die moderne Tierrechtsbewegung der 1970er Jahre hat auch bei uns in
Österreich Fuß gefasst. Und nicht nur das! Die Bewegung hierzulande
ist wahrscheinlich die aktivste und erfolgreichste weltweit!
Jedenfalls ist es in den letzten 10 Jahren gelungen, das weltweit
schärfste Tierschutzgesetz durchzusetzen. Immerhin sind in Österreich
nicht nur Pelzfarmen und Legebatterien verboten, es dürfen auch weder
Wildtiere im Zirkus, noch (ab 2012) Kaninchen in Käfigen gehalten
oder Menschenaffen in Tierversuchen benutzt werden.

Aber die Tierrechtsbewegung beschäftigt sich nicht nur mit Tierschutz
und Tierschutzgesetzen, sondern stellt Grundannahmen unseres
Weltbildes in Frage: Warum werden Tiere von unserer Gesellschaft,
Moral und Ethik nicht so berücksichtigt und beschützt, wie es ihnen
als fühlenden, leidensfähigen und intelligenten Lebewesen eigentlich
zustehen würde? Von Industrie und (Land)Wirtschaft, Forschung und
Gesellschaft so systemimmanent misshandelt und schrankenlos
ausgebeutet - warum werden Tiere heute vielfach so inakzeptabel
behandelt, wie dies heute der Fall ist? Und diese Frage wird bereits
in einem breiten Fächer von kulturellen und wissenschaftlichen
Bereichen in unserer Gesellschaft diskutiert: juridisch,
philosophisch, biologisch, theologisch, bildhauerisch, musikalisch,
tänzerisch, malerisch, lyrisch, aktionistisch, akademisch, politisch,
usw.

Nach 2002 und 2004 wird es von 27. - 30. November 2008 wieder einen
großen Kongress dieser Tierrechtsbewegung in Österreich geben. Alle
Menschen, denen Tierschutz und Tierrechte - kurz ein fairer und
zeitgemäßer Umgang mit Tieren ein Anliegen ist haben die einzigartige
Gelegenheit, bei einer der größten Tierschutz- und
Tierrechtsveranstaltungen der letzten Jahre auf den neuesten Stand
der Entwicklungen, der Informationen und des Wissens zu kommen.

Neben den Allgemeininteressierten werden auch Menschen aus
verschiedensten Fachbereichen zusammenkommen, und die ihnen
spezifischen Aspekte in die Diskussion einbringen.
4 Jahre sind seit dem letzten Kongress vergangen. Viel ist passiert,
beispielsweise trat das gesamte neue Bundestierschutzgesetz (welches
von eben dieser Tierrechtsbewegung erreicht wurde) inzwischen -
nämlich 2005 - erst in Kraft. Es ist wieder an der Zeit, dass alle
Interessierten und Aktiven kreuz und quer durch unser Land
zusammenkommen und Erfahrungen austauschen. Aber natürlich sind auch
"Neulinge" willkommen, die bisher noch nicht mit der Tierschutz- und
Tierrechtsbewegung in Kontakt getreten sind.



Nähere Informationen auf der Website des Tierrechtskongress 2008
unter http://www.tierrechtskongress.at/
Eines Tages wird die Erde weinen, sie wird um ihr Leben flehen, sie wird Tränen von Blut weinen. Ihr werdet die Wahl haben, ihr zu helfen oder sie sterben lassen, und wenn sie stirbt, sterbt ihr auch. Unsere Politiker haben sich entschieden, sie lassen sie sterben.

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Re: Tierrechte

Beitragvon Brunner » Mittwoch 12. November 2008, 19:00

Zur Kenntnisname,LG Kalli


11. November 2008

Tierschützer kritisieren internationale Messe Eurotier

Anlässlich der heute in Hannover beginnenden viertägigen »EuroTier«, der weltgrößten Messe für landwirtschaftliche Nutztierhaltung, kritisiert der Bundesverband Menschen für Tierrechte die rein kommerzielle Ausrichtung auf das Tier als Massenware. Es gäbe zudem noch immer viele unakzeptable Haltungssysteme, die auch kontrovers zum deutschen Tierschutzrecht stünden.

Sogenannte Kastenstände zur Fixierung von Zuchtsauen, winzige Kälberboxen zum Einsperren der Neugeborenen nach Trennung von den Mutterkühen, Halsrahmenständer für Milchkühe oder beschönigend als »Kleingruppenhaltung« bezeichnete Käfige für Legehennen - das sind einige Beispiele für Haltungssysteme, die artgemäßes Verhalten, insbesondere der Bewegung, nicht zulassen.

»Die Eurotier zeigt Tierhaltung in Folterkammern, denn in diesen Systemen können die Tiere nicht artgemäß leben. Solche Haltungseinrichtungen erzeugen Schmerzen und Leiden für die Tiere und verstoßen deshalb gegen das Tierschutzgesetz. Doch wo kein Kläger, da kein Richter«, erklärt Dr. Kurt Simons, Vorsitzender des Bundesverbandes Menschen für Tierrechte. Existierende gesetzliche Vorgaben seien oft unzureichend. Überdies gäbe es für viele kommerziell gehaltene Tierarten keine Haltungsvorschriften, die dann auch durch unabhängige Gerichte auf Rechtmäßigkeit geprüft werden könnten. Derzeit steht einzig die »Kleingruppenhaltung« von Legehennen - der durch den ehemaligen Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer eingeführte Käfig - auf juristischem Prüfstand. Rheinland-Pfalz hatte 2007 Normenkontrollklage beim Bundesverfassungsgericht eingereicht.

Doch der Weg über Gerichte ist langwierig und kann mangels Verbandsklagerechts für anerkannte Tierschutzorganisationen nicht einmal von diesen eingeschlagen werden. So fordern Tierschützer die Einführung eines »Tierschutz-TÜVs«, also eines bundesweit einheitlichen Prüf- und Zulassungsverfahrens für Tierhaltungssysteme. Dann könnten nur noch auf Tiergerechtheit geprüfte und zugelassene Stalleinrichtungen auf den Markt kommen. Im Koalitionsvertrag ist dieser TÜV vorgesehen und ein Entwurf auf entsprechende Änderung im Tierschutzgesetz befindet sich seit einer Weile im Gesetzgebungsverfahren. »Schweden, die Schweiz und Österreich sind mit dem Tierschutz-TÜV bereits vorausgegangen. Deutschland hat den Tierschutz im Grundgesetz und steht in der Pflicht, umgehend Tierquälerei bei Millionen von Nutztieren zu verbieten«, schließt Simons, dessen Bundesverband überdies die vegane Lebensweise propagiert.


Kontakt:
Stephanie Elsner,
Tel.: 05237 - 2319790,
E-Mail: elsner@tierrechte.de
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Re: Tierrechte

Beitragvon Brunner » Samstag 15. November 2008, 10:36

Jetzt verstehe ich auch den Jahr bei " Diskutier ", alles abgekaterte Sache. Nun liebe Bürger, weiter schön die CDU und SPD wählen, wir werden dann sehen, wohin das führt.

TG Kalli

Gemeinsame Pressemitteilung
Menschen für Tierrechte – Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V.
Tierschutzverein Dresden – Menschen für Tierrechte e.V.
Datum: 12.11.2008

Sachsen sagt Nein zur Tierschutz-Verbandsklage


Der Sächsische Landtag hat heute mit den Stimmen von CDU, SPD und FDP die Einführung der Tierschutz-Verbandsklage abgelehnt. Bündnis 90/Die Grünen hatten einen entsprechenden Antrag eingebracht. Weder juristische Argumente noch die Petition von 4000 Bürgerinnen und Bürgern Sachsens haben insbesondere die CDU überzeugt, anerkannte Tierschutzorganisationen mit dem Klagerecht auszustatten. Der Bundesverband Menschen für Tierrechte und sein Landesverband Tierschutzverein Dresden – Menschen für Tierrechte sind enttäuscht.
“Die CDU hat sich für die Tiernutzer und gegen den Tierschutz entschieden“, so Dr. Kurt Simons, Vorsitzender des Bundesverbandes Menschen für Tierrechte. „Der CDU gefällt es offensichtlich, dass Tiernutzer gegen Tierschutzauflagen durch alle Instanzen vor Gericht klagen können, während umgekehrt eine gerichtliche Überprüfung auf Einhaltung geltender Tierschutzbestimmungen nicht gewollt wird. Eine solche Überprüfung von Rechtsvorschriften ist aber ein Grundelement im Rechtsstaat und es gibt keinen Grund, dem Tierschutz das Klagerecht zu verweigern.“
Als „bitter“ erachten die Verbände, dass der Koalitionspartner SPD die CDU in ihrem undemokratischen Votum unterstützt hat. Die Haltung der FDP sei wie ein Fähnlein im Wind: sie stimmt gegen die Tierschutz-Verbandsklage und bringt gleichzeitig einen Antrag „Tierschutz in Sachsen aufwerten“ (Drs. 4/13698) ein, der am Freitag im Landtag behandelt wird. Erfreulich hingegen sei, dass die Linksfraktion den Grünen-Antrag auf Einführung des Klagerechts mitgetragen hat. „Tiere brauchen einen Anwalt und keine politischen Eitelkeiten. Deshalb lassen wir nicht locker, denn die juristischen Argumente sind auf unserer Seite“, sagt Elisabeth Adam, Vorsitzende des Landesverbandes Tierschutzverein Dresden – Menschen für Tierrechte. Die Verbände wollen die Tierschutz-Verbandsklage nun im Landtagswahlkampf 2009 thematisieren.
Die Tierschutz-Verbandsklage ermöglicht anerkannten Tierschutzverbänden vor Gericht zu klagen, um die Einhaltung tierschutzrechtlicher Vorschriften gerichtlich überprüfen zu lassen. Bisher können Tierschutzorganisationen bei Verstößen gegen den Tierschutz lediglich Anzeigen bei der Staatsanwaltschaft erstatten, die aber regelmäßig eingestellt werden. Bremen hat im vergangenen Jahr als erstes Bundesland die Tierschutz-Verbandsklage eingeführt. Allgemein hat sich das Verbandsklagerecht schon im Naturschutzrecht, Behindertenrecht, Wettbewerbsrecht und Verbraucherschutzrecht bewährt.

Kontakt:
Pressestelle – Stephanie Elsner, Tel.: 05237 - 2319790, E-Mail: elsner@tierrechte.de
Quelle: vgt-pulheim
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Re: Tierrechte

Beitragvon Brunner » Dienstag 18. November 2008, 18:14

Zur Kenntnisnahme,LG Kalli

Von: VEREIN GEGEN TIERFABRIKEN
Datum: 18.11.2008 18:07:46
An: kallibrunner@online.de
Betreff: Einladung zu hochkarätiger Podiumsdiskussion: § 278a und die NGOs (Donnerstag, 20.November)

VGT-News, Sonderausgabe Nr. 11/08-4

1. Kommt der Polizeistaat? § 278a und die NGOs -
Diskussionsveranstaltung, Teil II

2. Bericht von der letzten Podiumsdiskussion: JournalistInnen
diskutieren Tierschutzcausa

3. Tierrechtskongress Wien - von 27. bis 30.November
_________________________________

1. Kommt der Polizeistaat? § 278a und die NGOs -
Diskussionsveranstaltung, Teil II


Zeit: Donnerstag, 20. November 2008, ab 18:00

Ort: Technische Universität Wien,
Getreidemarkt 9, Knoller Hörsaal
Wegweiser zum Hörsaal

NGOs diskutieren:
Philipp Strohm - GREENPEACE
Jens Karg - GLOBAL 2000
Wolfgang Pekny - ZIVILGESELLSCHAFT / FOOTPRINT
Harald Balluch - VGT
Moderation: Christoph Altenburger - SAVE


Eintritt frei!


Videoüberwachung. Datensammlung. Peilsender. Spitzel. Wanzen.

Begriffe, die die meisten ÖsterreicherInnen nur aus Filmen kennen.
Doch das Vorgehen bei "Operation Spring" und "Operation Pelztier"
warnen immer mehr und mehr Organisationen davor, dass solche Begriffe
längst nicht mehr aus Filmen stammen. Denn sie sind längst Realität
geworden und werden dabei bewusst gegen kritische Teile der
Zivilgesellschaft eingesetzt.

Erfolgreiche Organisationen sehen sich mit einer unglaublichen
Repression konfrontiert und fürchten um ihre politische Freiheit. Mit
Hilfe des §278a werden polizeiliche Überwachungsmaßnahmen legitimiert,
denen längst ein berechtigter Grund fehlt. Der 2. Teil der
Diskussionreihe zum Thema "§278a: Kommt der Polizeistaat?" verspricht
wieder sehr spannend zu werden, da sich VertreterInnen sehr bekannter
NGOs dazu bereit erklärt haben, ihre Sichtweise zu schildern.

Werden kritische Teile der Bevölkerung unterdrückt und ins Gefängnis
gesteckt? Welche Rolle spielt dabei der §278a?
Fühlen sich NGOs bedroht? Wie reagieren diese nun?
Kommt der Polizeistaat?

Immer mehr und mehr Überwachungsmaßnahmen schränken die Menschen in
ihrer Freiheit ein. Unglaublich viele Daten werden gesammelt und
gespeichert. Die Polizei kann immer leichter nach ihren Wünschen
Menschen bespitzeln und überwachen.
Unterschiedlichste Organisationen fühlen sich mittlerweile von der
Justiz und der Polizei bedroht und warnen vor einer fatalen
Entwicklung des Rechtsstaates. Welche Entwicklung zeichnet sich in
Österreich ab? Entwickelt sich in Österreich ein Polizeistaat oder
handelt es sich hierbei um eine berechtigte Vorgehensweise der Justiz?
Welche Rolle spielt dabei der §278a?

Einen Bericht von ersten Diskussion zu dem Thema letzten Mittwoch
lesen Sie im Newsletter-Punkt 2!


Eine Diskussionsreihe organisiert von SAVE (Students for Animal
Rights, Veganism and the Environment)
http://www.save.or.at

___________________________________________________

2. Bericht von der letzten Podiumsdiskussion: JournalistInnen
diskutieren Tierschutzcausa

200 BesucherInnen der Podiumsdiskussion an der TU-Wien zeigen breite
Solidarität und lehnen §278a StGB ab

Am 12. November 2008 lud die studentische Organisation SAVE zusammen
mit der ÖH an die Technische Universität Wien, um in hochkarätiger
Runde über die politische Dimension der Bedrohung der
Zivilgesellschaft durch §278a StGB, wie sie sich anhand der
Tierschutzcausa zeigt, zu diskutieren. Der mit 110 Sitzplätzen
ausgestattete Hörsaal platzte aus allen Nähten, nachdem sich etwa 200
Personen eingefunden hatten, um an der Veranstaltung teilzunehmen.
Das rege Interesse der Öffentlichkeit bestätigt einmal mehr, wie sehr
sich breite Teile der kritischen Zivilgesellschaft durch die
zunehmende Polizeirepression in Österreich bedroht fühlen, lautete
der Titel der Diskussion doch "§278a - Kommt der Polizeistaat?".

In seinem Eröffnungsstatement fasste der VGT-Obmann DDr. Martin
Balluch als Betroffener und Journalist noch einmal die
Ermittlungsmethoden der Polizei in den letzten Jahren zusammen.
Nachdem der 4-fache Große Lauschangriff keinen Hinweis auf kriminelle
Aktivitäten erbracht hatte, kam es zum Großen Zugriff, in dem 7
Tierschutzbüros leergeräumt und 38 Personen polizeilichen
Zwangsmaßnahmen mit Waffengewalt unterworfen wurden. Alles auf Basis
von §278a StGB, nach dem es bereits strafbar wird, legale politische
Aktivitäten zu setzen, wenn man wissen müsste, dass irgendwann
irgendwo irgendwer mit ähnlichem Ziel eine schwere Sachbeschädigung
begehen werde. Das Verfahren sei ausschließlich politisch motiviert,
was sich an vielen Indizien festmachen ließe.

Dem widersprach Falter-Redakteur Florian Klenk. Er würde zwar die
Recherchearbeit des Verein Gegen Tierfabriken schätzen und er meine
auch, dass die Untersuchungshaft außer jeder Proportion war,
allerdings fände er einiges an der Tierschutzkampagnenarbeit
bedenklich und würde insbesondere Peter Pilz von den Grünen wegen
seiner Webseitenberichterstattung zu der Causa kritisieren. Er, Klenk,
habe daher dem allgemeinen Konsens der Medien, die sich auf die Seite
der TierschützerInnen gestellt hätten, widersprochen und die
Polizeiermittlungen grundsätzlich richtig gesehen. Im Falter wäre
aber ohnedies eine ausgewogene Darstellung gelungen, zumal andere
RedakteurInnen die Sicht der TierschützerInnen präsentiert hätten.
§278a StGB sei grundsätzlich wichtig und nach Informationen von der
Oberstaatsanwaltschaft werde es ohnehin keine Anklage auf Basis §278a
gegen TierschützerInnen geben.

Irene Brickner vom Standard schilderte die Anfangstage nach dem
Großen Polizeizugriff und betonte wie seltsam die mangelnde
Auskunftsbereitschaft bei Polizei und Staatsanwaltschaft in diesem
Fall war. Nach zunehmender Länge der U-Haft wurde auch der
Chefredakteur des Standard davon überzeugt, dass etwas nicht ganz mit
rechten Dinge zugehe, und die Berichterstattung im Standard gewann an
kritischer Schärfe. Brickner habe zwar ein Tierschutzverständnis,
empfinde aber den radikalen Tierschutzaktivismus als unsympathisch.
Nichtsdestotrotz wäre das kein Grund, TierschützerInnen derartig zu
behandeln und einzusperren. §278a müsse geändert werden.

Oswald Hicker von der Zeitung Heute hatte von Anfang an ein sehr
eigenartiges Gefühl bzgl. des Umgangs mit den TierschützerInnen durch
die Behörden. Seine Kontakte im Bundeskriminalamt und bei der Polizei
legten nahe, dass es keine konkrete Evidenz gegen die Beschuldigten
gab. Dennoch war es zu 4 Großen Lauschangriffen gekommen - und das
sei bisher einzigartig in Österreich. Wir würden zwar noch in keinem
Polizeistaat leben, aber Wachsamkeit sei geboten und die Gefahr eines
Überwachungsstaates nicht zu übersehen. Jedenfalls sei es sehr
merkwürdig, dass gegen den Tierschutz derart massiv Polizeiressourcen
eingesetzt würden, die anderswo abgehen.

Mehr darüber und Bilder von der Veranstaltung unter
http://www.vgt.at/presse/news/2008/news20081114.php

___________________________________________________

3. !!Und nicht vergessen!!: Tierrechtskongress Wien - von 27. bis 30.
November
Mehr unter http://www.tierrechtskongress.at/
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Re: Tierrechte

Beitragvon Brunner » Samstag 22. November 2008, 09:18

Es wird einfach nicht besser, egal wer da oben dransitzt. Liebe Grüße Kalli

Erneuter Anstieg der Tierversuchszahlen -
Menschen für Tierrechte fordern: Auch Ersatzverfahren erfassen



Die Zahl der in Experimenten eingesetzten Tiere ist auch im Jahr 2007 weiterhin gestiegen. Dies geht aus den soeben vom Bundeslandwirtschaftsministerium veröffentlichten Zahlen hervor. Danach wurden im vergangenen Jahr 2.609.483 Wirbeltiere in Versuchen verwendet. Gegenüber 2006 ist die Gesamtzahl der Tiere um 3,6 Prozent gestiegen; dies entspricht 91.216 Tieren. Für den Bundesverband Menschen für Tierrechte ist die jetzt von Bundesministerin Ilse Aigner angekündigte Expertengruppe, die die Zahlen 2007 zwecks zukünftiger Reduzierungsmaßnahmen auswerten soll, sinnlos.

»Eine solche Expertengruppe war bereits ergebnislos tätig und musste feststellen, dass die Tierversuchszahlen eine Analyse nicht hergeben. Wir fordern deshalb eine gesonderte Statistik, die die Entwicklung und Anwendung tierversuchsfreier Verfahren in den einzelnen Bereichen dokumentiert. Nur so kann die Zunahme von Ersatzverfahren verfolgt werden.«, so Dr. Kurt Simons- Vorsitzender des Bundesverbandes Menschen für Tierrechte.
Laut heutiger Veröffentlichung wurden am meisten, 82 Prozent, Nagetiere in Tierversuchen eingesetzt (61 % Mäuse, 19 % Ratten, 2 % Meerschweinchen und Hamster). Hinzu kamen Affen, deren Zahl von 1.851 im Vorjahr auf 2.487 Tiere gestiegen ist. Aber auch bei Hunden (4.794 gegenüber 4.260), Katzen (802 gegenüber 566) und Pferden (2.546 gegenüber 1.905) mussten mehr Tiere als 2006 in den Versuch. »Das ist ein schlimmer Rückschlag und zeigt, dass die Bundesregierung noch immer kein erfolgreiches Programm für Ersatzverfahren hat,« schließt Simons.

Bereits seit 1986 verlangen EU-rechtliche Vorschriften (RL 86/609/EWG) sowie das nationale Tierschutzgesetz, Ersatzmethoden zum Tierversuch zügig zu entwickeln.

Quelle. tierrechte
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Re: Tierrechte

Beitragvon Brunner » Sonntag 23. November 2008, 12:19

Schweiz als Vorreiter ?, liebe Grüße Kalli

From: "Herma Caelen" <herma.caelen@skynet.be>

Migros und Micarna entscheiden sich für die Inhalationsmethode

Vorzeitige, konsumentenfreundliche Umsetzung der schmerzfreien Ferkelkastration

Die Migros setzt gemeinsam mit ihrem Fleischverarbeitungsbetrieb Micarna SA
bei der Ferkelkastration auf die Inhalationsmethode, die Kastration unter
Narkose und Schmerzausschaltung. Die Umsetzung erfolgt bereits ab 1. Juli
2009. Der Hauptgrund für diese Haltung: die Methode geniesst bei den
Konsumentinnen und Konsumenten die grösste Akzeptanz.

Die Haltung der Migros und Micarna ist klar: das Tierwohl und die
Bedürfnisse der Konsumentinnen und Konsumenten stehen klar im Vordergrund.
Für das Tierwohl wäre die Ebermast die beste Lösung, weil diese Methode als
einzige die Ferkel unversehrt lässt. Fakt ist, dass dabei der Anteil an
geruchsbelasteten Schlachtkörpern zu hoch und die damit notwenige Verwertung
dieses Fleisches nicht geregelt ist. In unseren Breitengraden stösst solches
Fleisch bei den Kundinnen und Kunden auf geringe Akzeptanz. Daher eignet
sich die Ebermast derzeit nur für eine Nischenproduktion. Die Migros will
den Kundinnen und Kunden auch in Zukunft qualitativ einwandfreies
Schweinefleisch zu attraktiven Preisen anbieten.

Alternativ gibt es zwei mögliche Methoden: die Kastration mit Narkose und
Schmerzausschaltung - die Inhalationsmethode - sowie die Impfung gegen
Ebergeruch.

Am schnellsten umsetzbar ist die Inhalationsmethode: sie ist praxistauglich
und wird von den Konsumentinnen und Konsumenten klar positiv und besser als
die Impfung bewertet und akzeptiert, wie eine Studie des
Marktforschungsinstitutes 'Link' ergeben hat.


Obwohl der Impfstoff, ausser in der Schweiz in keinem anderen europäischen
Land zugelassen ist, zeigte sich die Migros gegenüber der Impfmethode noch
im vergangenen Juni offen. In der Zwischenzeit hat das Bundesamt für
Veterinärwesen BVET dargelegt, wie mit gegen Ebergeruch geimpften Schweinen
und deren Schlachtkörper umzugehen ist. Bei Anlieferung von geimpften Tieren
sind im Sinne der Rückverfolgbarkeit zusätzliche
Qualitätssicherungsmassnahmen vorgeschrieben.

Bis heute werden in der Schweiz jährlich rund 1,3 Millionen männliche Ferkel
ohne Betäubung kastriert. Die Migros setzt daher, zugunsten des Tierwohls
und der Bedürfnisse der Kundinnen und Kunden, die Inhalationsmethode ab
spätestens 1. Juli 2009 vorzeitig um - und nicht erst ab dem Januar 2010 wie
es das Gesetz vorsieht.

Zürich/Bazenheid, 18. November 2008

Weitere Informationen
Urs Peter Naef, Mediensprecher MGB, Tel. 044 277 20 66,
urs-peter.naef@mgb.ch, http://www.migros.ch
Quelle: vgt-pulheim
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Re: Tierrechte

Beitragvon Brunner » Montag 1. Dezember 2008, 15:04

Zur Kenntnisnahme, liebe Grüße Kalli

Liebe Wal- und DelfinfreundInnen,

heute, am 1. Dezember 2008, beginnt die 9. Vertragsstaaten-Konferenz der Bonner Konferenz (Abkommen zum Schutz wandernder Tierarten), die bis Freitag, 5.12., andauert. Regierungsvertreter von mehr als 100 Staaten entscheiden unter anderem über Schwerpunkte des Wal- und Delfinschutzes für die kommenden drei Jahre.

Der Geschäftsführer der WDCS International, Chris Butler Stroud, wird als einziger Vertreter gemeinnütziger Organisationen gemeinsam mit Prinz Albert von Monaco, Achim Steiner, Leiter des Umweltprogramms der Vereinten Nationen, und Rob Hepworth, Vorsitzender der Bonner Konvention, die Konferenz eröffnen. Dies erachte ich als höchste Auszeichnung und Anerkennung der Arbeit der WDCS.

Dies ist für die WDCS Gelegenheit, Walen und Delfinen auf höchster Ebene eine Stimme zu geben. Nachdem wir in den vergangenen zwei Jahren den Grundstein für die Entwicklung regionaler Schutzabkommen im Südpazifik und westafrikanischen Gewässern gelegt haben, drängen wir auf die rasche Einsetzung eines Schutzabkommens für Wale und Delfine im Indischen Ozean, sowie die Einrichtung eines Netzwerkes an Schutzgebieten für Flussdelfine im Ganges.

Die Forderung erhält zeitgleich Unterstützung durch das Eintreffen der Segelyachten des Volvo Ocean Races in Kochi, Indien, und unserem Partner im Rahmen des Rennes „Team Russia“, das mit „We sail for the Whale“ einen klaren Aufruf zu verbesserten Walschutzmaßnahmen um die Welt trägt.

Quelle: WDCS
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Re: Tierrechte

Beitragvon Brunner » Dienstag 6. Januar 2009, 09:06

"Das naturwissenschaftliche Argument für Tierrechte" - Balluch-Video online

Ausriß aus einer Rundmail der interdisziplinäre Arbeitsgemeinschaft
Tierethik Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg


mn gr robo
~~~~~~~~~~~~~~~~
"Zitat"
~~~~~
"Zum Abschluß des Jahres 2008 hielt Herr Dr. Dr. Martin Balluch am 10. Dezember am Philosophischen Seminar der Universität Heidelberg einen Vortrag zum Thema "Das naturwissenschaftliche Argument für Tierrechte", gefolgt von einer ausführlichen und lebhaften Diskussion mit den Zuhörerinnen und Zuhörern. Der Vortrag wurde für Sie auf Video aufgezeichnet und steht unter

http://www.ag-tierethik.de/vortraege.htm#balluch

zum Abruf bereit. Unter angegebener Adresse finden Sie auch Fotos der Veranstaltung. Wenn Sie den Vortrag gerne mit anderen Interessierten diskutieren möchten, sind Sie herzlich eingeladen, dass unter

http://de.youtube.com/watch?v=hOynBfO6xEg zu tun.

Gerne möchten wir uns im neuen Jahr noch aktiver und engagierter in den Tierethikdiskurs einbringen und nach längerer Pause wieder neue Projekte entwickeln und durchführen. Leider mangelt es uns dazu an Mitgliedern aus der Region Rhein-Neckar. Deshalb werden wir voraussichtlich in der vorletzten Januarwoche zu einem öffentlichen Treffen laden, bei dem sich Interessierte aus der Region über die vielfältigen Möglichkeiten bei uns aktiv zu werden informieren können. Wenn Sie Interesse daran haben, an diesem Treffen teilzunehmen, und benachrichtigt werden möchten sobald der genaue Termin feststeht, schreiben Sie uns bitte eine kurze E-Mail.

Mit freundlichen Grüßen

Ihre
Interdisziplinäre Arbeitsgemeinschaft Tierethik
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
http://www.ag-tierethik.de
http://buch.ag-tierethik.de
http://www.vorlesungen-tierrechte.de
http://www.tierethikblog.de "

Quelle: TVG-Pulheim

Liebe Grüße Kalli
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