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http://www.bz-berlin.de/aktuell/news/070115/islam.html
Wird Deutschland islamisch?
In nur 12 Monaten traten 4000 Deutsche dem Islam bei. Ab 2046 sind Muslime bei uns in der Mehrzahl
Das christlich-abendländisch geprägte Deutschland - damit könnte es bald vorbei sein: Immer mehr Deutsche konvertieren zum Islam. Zwischen Juli 2004 und Juni 2005 waren es 4000, stellt das Islam-Archiv in Soest in einer noch nicht veröffentlichten Studie fest. Damit hat sich die Zahl im Vergleich zum Vorjahr vervierfacht! In einer weiteren Veröffentlichung des Archivs heißt es: 2045 könnten in Deutschland genauso viele Muslime leben wie Nicht-Muslime (s. Grafik), zudem werde die Bevölkerung in Deutschland durch Zuwanderung auf rund 100 Mio. wachsen.
Keine Verbindlichkeiten Ähnliches sagt auch der renommierte Islamwissenschaftler Bernhard Lewis: "Europa wird Teil des arabischen Westens sein. Nach den aktuellen Trends wird Europa spätestens Ende des 21. Jahrhunderts muslimische Mehrheiten in der Bevölkerung haben. Dafür sprechen Migration und Demografie."
Während Frauen mit nicht-muslimischem Hintergrund im Schnitt 1,1 Kinder bekommen, gebären Frauen aus islamistisch geprägten Kulturen durchschnittlich 2,1 Kinder.
4000 Übertritte - Was ist das Faszinierende am Islam? Die Konversionen waren bisher einfach zu erklären: Eheschließungen mit einem muslimischen Partner. Diese Begründung reicht jetzt nicht mehr. "Unsere christlichen Religionen sind sehr liberal geworden. Alles ist möglich. Es gibt keine Verbindlichkeiten mehr. Und so zieht der Islam die Menschen an, die klare Antworten und Strukturen brauchen", so der Religionswissenschaftler Hartmut Zinser zur B.Z.. "Viele Personen lehnen das Christentum kategorisch ab und entscheiden sich bewusst dagegen. Und plötzlich merken sie, dass ihnen doch etwas fehlt, dass sie etwas verpasst haben." Deutschland muslimisch - muss die Politik jetzt handeln?
"Christen wissen zu wenig über ihren Glauben"
"Nein", sagt CDU-Fraktionsvize Wolfgang Bosbach zur B.Z.: "Islam und Integration können, müssen sich aber nicht ausschließen. Das Wichtigste ist, dass keine Parallelgesellschaften entstehen. Wenn Muslime die freiheitlich demokratische Grundordnung akzeptieren, sehe ich keine Probleme." Vielmehr bereite ihm Sorge, dass sich immer weniger Christen in ihrem eigenen Glauben auskennen: "Um neben und mit anderen Glaubensgemeinschaften leben zu können, muss man aber über Grundlegendes Bescheid wissen."