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BKA hält Sicherheitslage in Afghanistan für signifikant verschlechtert
Sorge um Soldaten
Sorge um Soldaten ©ddp
(PR-inside.com 18.03.2007 17:05:02) - Angesichts der Entsendung deutscher
«Tornado»-Aufklärungsflugzeuge nach Afghanistan wächst die Sorge um
die Bundeswehrsoldaten in der Krisenregion. Nach Ansicht des
Bundeskriminalamts (BKA) hat sich die Sicherheitslage dort deutlich
verschlechtert. Eine Mehrheit der Deutschen plädiert für den Abzug
der deutschen Soldaten aus Afghanistan.
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Berlin (ddp). Angesichts der Entsendung deutscher «Tornado»-Aufklärungsflugzeuge nach Afghanistan wächst die Sorge um die Bundeswehrsoldaten in der Krisenregion. Nach Ansicht des Bundeskriminalamts (BKA) hat sich die Sicherheitslage dort deutlich verschlechtert. Eine Mehrheit der Deutschen plädiert für den Abzug der deutschen Soldaten aus Afghanistan. Die Bundesregierung
warnte dagegen am Wochenende vor Hysterie. Nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins «Focus» kommt das BKA in einer internen Analyse zu dem Schluss, dass die Terrororganisation Al-Qaida Deutschland nun offenbar zu den Kriegsparteien zählt. Deutsche Einrichtungen in Afghanistan seien demnach ähnlich stark gefährdet wie die Großbritanniens und der USA. 2006 habe sich die Sicherheitslage signifikant verschlechtert. Das Magazin schreibt weiter, die Verfasser der Videobotschaft, die den Rückzug der Deutschen und Österreicher aus Afghanistan forderte und anderenfalls mit Anschlägen drohte, seien nach einer Analyse der Internet-Abteilung des Gemeinsamen Terrorabwehrzentrums in Berlin erstaunlich detailliert über die Situation in Deutschland und Österreich informiert gewesen. Das könne darauf hindeuten, dass das Video in einem dieser Länder produziert wurde. Beunruhigt seien die Spezialisten zudem, weil die Drohung nur wenige Stunden nach dem Video auftauchte, in dem die am 6. Februar in Bagdad entführte Hannelore Krause und ihr Sohn Sinan um ihr Leben flehen. Der Grünen-Sicherheitsexperte Winfried Nachtwei forderte eine «zivile Frühlingsoffensive» in Afghanistan. Die Konflikte in Afghanistan seien militärisch nicht zu lösen, betonte der Grünen- Politiker und forderte einen Strategiewandel sowie forcierte Aufbauanstrengungen. Mit der Entsendung deutscher «Tornado»-Aufklärungsflugzeuge verstärke die Bundesregierung aber nur einseitig ihr militärisches Engagement. Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) warnt derweil vor überzogenen Reaktionen auf Terrordrohungen im Internet. «Es macht ja keinen Sinn, wenn wir aufgrund solcher Botschaften gewissermaßen in eine öffentliche Hysterie verfallen», sagte er. Entschlossenheit sei notwendig. Auch Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) mahnte, «gehen wir nicht denen auf den Leim, die eine Atmosphäre der Angst in Deutschland schaffen wollen». Der afghanische Präsident Hamid Karsai zeigte sich indessen überzeugt, dass die Bundesregierung «dem Druck von Terroristen» nicht nachgeben werde. Der Islamrat für Deutschland forderte die Kidnapper der im Irak verschleppten Deutschen zur Freilassung ihrer Geiseln auf. «Diese Entführung hat mit dem Wesen unserer Religion nichts zu tun und findet auch im Koran keine Rechtfertigung», sagte Islamratschef Ali Kizilkaya. Der Leipziger Imam Hassan Dabbagh fügte hinzu: «Wenn die Entführer islamisch handeln oder wenn die Entführer Menschlichkeit haben und Barmherzigkeit, dann sollten sie die beiden freilassen.» Einer Umfrage zufolge sind 57 Prozent der Bundesbürger dafür, den Bundeswehreinsatz am Hindukusch zu beenden. Nur 36 Prozent der 1000 von TNS Forschung Befragten halten es für richtig, das militärische Engagement der Deutschen wie bisher fortzusetzen. 4 Prozent sagen, die Präsenz der Bundeswehr in Afghanistan solle verstärkt werden. (ddp)
http://www.pr-inside.com/de/sorge-um-so ... r68727.htm
http://www.oe24.at/zeitung/welt/weltpol ... 119592.ece
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