Unbeantwortete Themen | Aktive Themen
|
Seite 1 von 1
|
[ 2 Beiträge ] |
|
| Autor |
Nachricht |
|
IslamIno
|
Betreff des Beitrags: Domradio - archive über islam Verfasst: Mittwoch 20. September 2006, 11:13 |
|
Registriert: Dienstag 24. Januar 2006, 00:00 Beiträge: 1080 Geschlecht: männlich
|
|
السلام عليكم ورحمة الله
Benedikt XVI. bekräftigt "tiefen Respekt" vor dem Islamt ( 20.09.2006 )
Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen hat sich Papst Benedikt XVI. heute bei der Generalaudienz noch einmal zu seinem umstrittenen Regensburger Islam-Zitat geäußert. Er bedauere es zutiefst, dass dieses anscheinend missverständlich gewesen sei, sagte Benedikt. Dem aufmerksamen Leser des Textes müsse jedoch sehr deutlich geworden sein, dass das Zitat aus dem Mittelalter in keinster Weise seine eigene Meinung wiedergegeben habe. Mit seiner Reise und seinen Ansprachen habe er vielmehr das Christentum zum Dialog mit der modernen Welt und alle Religionen aufgerufen. Der Papst unterstrich seinen "tiefen Respekt vor den großen Religionen und darunter besonders vor den Muslimen, die zu dem einen Gott beten." [domradio]
Kardinal Kasper: Islam versteht sich als dem Christentum überlegen ( 18.09.2006 )
Kurienkardinal Walter Kasper hat vor zu hohen Erwartungen an den interreligiösen Dialog gewarnt. Der Islam verstehe sich als dem Christentum überlegen und verhalte sich bisher nur dort tolerant, wo er in der Minderheit sei. Das sagte Kasper in einem Interview bezüglich muslimischer Reaktionen auf die Vorlesung des Papstes in Regensburg. Wo der Islam die Mehrheit habe, kenne er keine Religionsfreiheit in unserem Sinn. Zugang zu westlichen Werten wie den Menschenrechten oder der Gleichberechtigung der Frau habe die muslimische Kultur bisher nicht gefunden, so Kasper. [KNA]
Chirac: "Zwischen Islam und Islamismus unterscheiden!" ( 18.09.2006 )
Der französische Staatspräsident Jacques Chirac hat dazu aufgerufen, Spannungen zwischen den Religionen zu vermeiden. Er wandte sich heute in einem Rundfunkinterview gegen jede Vermischung von Islam und Islamismus. Der Islam sei eine angesehene und respektierenswerte Religion, bei Islamismus handele es sich dagegen um reine Politik. Das antwortete Chirac auf eine Frage nach seiner Reaktion auf die Regensburger Rede von Papst Benedikt XVI. Einen direkten Kommentar zu den Äußerungen lehnte Chirac ab. [KNA]
Leiter des Orient-Instituts: Rolle islamischer Theologen fragwürdig ( 17.09.2006 )
Nach Ansicht des Leiters des Hamburger Orient-Instituts, Udo Steinbach, ist die Empörung in Teilen des Islams auf Unkenntnis der Papstrede zurückzuführen. Beim Karikaturenstreit habe es sich um eine populistische Angelegenheit von Medien und Massen gehandelt. Nunmehr spielten aber die islamischen Theologen eine besondere Rolle, die zu kritisieren sei. Der Papst habe eine sehr differenzierte theologische Rede gehalten. Wenn die Theologen in der islamischen Welt nicht verstünden, worum es hier gehe, nämlich eine sehr komplizierte theologische Auseinandersetzung, dann könne man eigentlich nur fürchten, dass die Straße um so mehr das Heft des Handelns in die Hand nehmen werde, angeführt durch radikale und fundamentalistische Kräfte. Steinbach sagte weiter, der Papst habe sozusagen als Voraussetzung für den Dialog dargelegt, wie das Verhältnis von Religion und Frieden im Christentum zu sehen sei. Nunmehr sei es am Islam, grundlegend dazu Stellung zu nehmen. [domradio]
Leiter des Orient-Instituts: Rolle islamischer Theologen fragwürdig ( 16.09.2006 )
Nach Ansicht des Leiters des Hamburger Orient-Instituts, Udo Steinbach, ist die Empörung in Teilen des Islams auf Unkenntnis der Papstrede zurückzuführen. Beim Karikaturenstreit habe es sich um eine populistische Angelegenheit von Medien und Massen gehandelt. Nunmehr spielten aber die islamischen Theologen eine besondere Rolle, die zu kritisieren sei. Der Papst habe eine sehr differenzierte theologische Rede gehalten. Wenn die Theologen in der islamischen Welt nicht verstünden, worum es hier gehe, nämlich eine sehr komplizierte theologische Auseinandersetzung, dann könne man eigentlich nur fürchten, dass die Straße um so mehr das Heft des Handelns in die Hand nehmen werde, angeführt durch radikale und fundamentalistische Kräfte. Steinbach sagte weiter, der Papst habe sozusagen als Voraussetzung für den Dialog dargelegt, wie das Verhältnis von Religion und Frieden im Christentum zu sehen sei. Nunmehr sei es am Islam, grundlegend dazu Stellung zu nehmen. [domradio]
Päpstliches Islam-Institut: Kritik nur Strohfeuer und Missverständnis ( 16.09.2006 )
Als "Strohfeuer" und "vermutlich schnell zu klärendes Missverständnis" hat der neue Leiter des Päpstlichen Islam-Instituts PISAI, Miguel Ayuso, die Kritik von islamischer Seite an den Ausführungen des Papstes bezeichnet. Kirche und Vatikan seien dem Respekt und dem Dialog mit dem Islam verpflichtet. Und dieser Dialog müsse weitergehen. Das sagte Ayuso in Rom. Die Motive der kritischen Stellungnahmen etwa aus Ankara seien unklar. Vermutlich lägen sie eher im politischen und im diplomatischen Bereich als in der Religion, so der Islamexperte. [KNA]
Islam-Institut für Migranten-Quote in öffentlichen Ämtern ( 13.09.2006 )
Eine Quote für Migranten im Öffentlichen Dienst, im Ausbildungsbereich und in den Medien hat das Zentralinstitut Islam-Archiv-Deutschland Stiftung gefordert. Eine Quotierung könnte ein "wesentlicher Baustein" zur Chancengleichheit und zur gesellschaftlichen Teilhabe von Menschen mit Migrationshintergrund sein, das erklärte das Institut gestern in Soest. Zudem sei es ein deutliches Signal für die Minderheit, dass sich berufliche Qualifikation lohne. Menschen mit Migrationshintergrund im öffentlichen Dienst und an anderen sichtbaren Stellen könnten nach Auffassung des Zentralinstituts auch dazu beitragen, dass die Gesellschaft Deutschland als Einwanderungsland eher akzeptiert. [epd]
Schäuble für Islam-Unterricht nach Vorbild Österreichs ( 11.09.2006 )
Bundesinnenminister Schäuble fordert von den deutschen Muslimen die Bildung repräsentativer Organe. Staat und Gesellschaft brauchten ein Gegenüber, mit dem sie beispielsweise über die Einführung von Religionsunterricht und die Integration verhandeln könnten. Das sagte Schäuble der "Wirtschaftswoche". Schäuble verwies auf Österreich. Diese hätten bereits 1912 den Islam als staatliche Religion anerkannt. Genauso müssen auch wir Imame ausbilden, die den Islam in deutscher Sprache nach staatlich vorgegebenem Lehrplänen lehren. [KNA]
Bundesregierung lädt für den 27. September zum Islam-Gipfel ein ( 06.09.2006 )
Der von der Bundesregierung geplante Islam-Gipfel findet nach Informationen der Katholischen Nachrichten-Agentur voraussichtlich am 27. September in Berlin statt. Dazu werde das Bundesinnenministerium in der kommenden Woche einladen. Thema der Konferenz ist laut Innenminister Wolfgang Schäuble unter anderen die gemeinsame Verantwortung für die Grundwerte der Verfassung. In der Haushaltsdebatte des Bundestages bezeichnete Schäuble die Gestaltung des Verhältnisses zwischen Staat und Muslimen in Deutschland als sehr schwierig. [KNA]
Somalia: Übergangsregierung und [Islamisten = Muslime] wollen gemeinsame Armee ( 05.09.2006 )
Die somalische Übergangsregierung und Vertreter der islamischen Gerichte, die weite Teile Somalias kontrollieren, haben sich grundsätzlich auf die Bildung einer gemeinsamen Armee geeinigt. In Sudans Hauptstadt Khartum unterzeichneten sie gestern am späten Abend ein Abkommen unter Schirmherrschaft der Arabischen Liga, ließen jedoch zunächst offen, wie die beiden Gruppen die politische Macht unter sich aufteilen wollen. Gespräche darüber wurden für Ende Oktober angesetzt. Beide Seiten gaben sich nach der Einigung hoffnungsvoll. "Das Abkommen ebnet den Weg für einen Frieden für ganz Somalia", sagte ein Sprecher der Union der islamischen Gerichte heute im französischen Auslandssender RFI. [epd]
Deutsche "Islam-Konferenz" soll nicht zur Sicherheitstagung werden ( 14.08.2006 )
Die für September geplante "Deutsche Islam Konferenz" darf keine Sicherheitstagung werden. Dafür plädiert der Generalsekretär des Zentralrats der Muslime, Mazyek, in einem Hörfunkinterview. Er warnte vor einer überzogenen Sicherheitsdebatte in Deutschland nach den vereitelten Terroranschlägen in Großbritannien. In der Bundesrepublik böten die Moscheegemeinden keinen Nährboden für Extremismus und Terrorismus. Bei dem von Bundesinnenminister Schäuble (CDU) anberaumten Treffen in Berlin soll es um das Verhältnis der Muslime zur deutschen Gesellschaftsordnung und um die Gefahr des Fundamentalismus gehen. [KNA]
Somalia: [Islamisten = Muslime] auf dem Vormarsch ( 10.08.2006 )
Die [Islamisten = Muslime] in Somalia haben den strategisch wichtigen Ort Belet Huen eingenommen. Die Miliz des örtlichen Scharia-Gerichts habe nach Kämpfen mit Einheiten der Übergangsregierung die Kontrolle erlangt. Das berichtet der britische Sender BBC. In der kurzen Schlacht um Belet Huen sei niemand getötet worden, hieß es. Die Einwohner begrüßten die neuen Herrscher, die zur "Union der islamischen Gerichtsmilizen" gehören. Das Bündnis kontrolliert die Hauptstadt Mogadischu sowie weite Landesteile im Süden und plant offenbar weitere Vorstöße. Belet Huen liegt an der wichtigsten Nord-Süd-Straße in Westsomalia. [KNA]
Beckstein: Deutschland weiter "Ruheraum" für [Islamisten = Muslime] ( 08.08.2006 )
Bayerns Innenminister Beckstein sieht in der islamistischen Szene in Deutschland weiter eine Bedrohung. Mit offenen und verdeckten Aufklärungsmaßnahmen sei es während der Fußballweltmeisterschaft gelungen, Gefahren abzuwenden. Deutschland sei nicht nur Ruheraum terroristischer Gewalttäter, sondern auch Vorbereitungsraum und potenzielles Anschlagsziel, so Beckstein. Bei der Fußball-WM hätten die Rechtsextremen keine Chance gehabt, die WM als Plattform für dumpfe Parolen zu nutzen. Aufmerksamkeit verdiene zudem die Expansionsstrategie der Scientology-Sekte. Durch Schülernachhilfe wolle sie Nachwuchs rekrutieren. [epd]
In Bonn bald islamisches Kulturzentrum ( 05.08.2006 )
In Bonn soll ein islamisches Kulturzentrum mit Minarettmoschee entstehen. Der Verein "Al-Muhajirin" plant neben dem Gotteshaus mit 800 Plätzen auch eine Bücherei, einen Festsaal, einen Jugendtreff und Schulungsräume - das teilte ein Sprecher der Stadt heute mit. Eine entsprechende Bauvoranfrage habe das Bauordnungsamt zunächst abgelehnt. Der Verein habe aber inzwischen Bereitschaft signalisiert, die Bauhöhe zu begrenzen und mehr Parkplätze einzuplanen. Am 16. August wird sich der Unterausschuss Bauplanung mit dem Thema befassen. Bislang gibt es in Bonn nur eine Moschee mit Minaretten. Sie gehört zur umstrittenen König-Fahd-Akademie in Bad Godesberg. [KNA]
In Bonn bald islamisches Kulturzentrum ( 04.08.2006 )
In Bonn soll ein islamisches Kulturzentrum mit Minarettmoschee entstehen. Der Verein "Al-Muhajirin" plant neben dem Gotteshaus mit 800 Plätzen auch eine Bücherei, einen Festsaal, einen Jugendtreff und Schulungsräume - das teilte ein Sprecher der Stadt heute mit. Eine entsprechende Bauvoranfrage habe das Bauordnungsamt zunächst abgelehnt. Der Verein habe aber inzwischen Bereitschaft signalisiert, die Bauhöhe zu begrenzen und mehr Parkplätze einzuplanen. Am 16. August wird sich der Unterausschuss Bauplanung mit dem Thema befassen. Bislang gibt es in Bonn nur eine Moschee mit Minaretten. Sie gehört zur umstrittenen König-Fahd-Akademie in Bad Godesberg. [KNA]
Somalia: [Islamisten = Muslime] bedrohen Gebetsverweigerer mit Todesstrafe ( 07.07.2006 )
Die islamischen Milizen, die seit einem Monat weite Teile Somalias kontrollieren, haben Gebetsverweigerern mit der Todesstrafe gedroht. Diejenigen, die nicht wie im Koran vorgeschrieben fünf Mal am Tag beteten, seien wie Ungläubige zu behandeln, sagte ein hochrangiger Vertreter der Allianz der islamischen Gerichte. Die Ankündigung gilt als weiterer Erfolg für extremistische Kräfte innerhalb der Führung der Milizen. Somalia hat seit 15 Jahren keine zentrale Regierung mehr. Lokale Kriegsherrn und weltlich orientierte Milizen sind von den [Islamisten = Muslime] aus der Hauptstadt Mogadischu und umliegenden Regionen vertrieben worden. Eine unter internationaler Vermittlung eingesetzte Übergangsregierung verfügt über keine eigene Machtbasis und ist praktisch ohne Einfluss. [epd]
NRW will islamischen Religionsunterricht einführen ( 28.06.2006 )
Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat einen 20 Punkte umfassenden "Aktionsplan Integration" beschlossen. Im Mittelpunkt stehe eine bessere Integration von Zugewanderten durch Bildung, sagte Ministerpräsident Rüttgers. Zentrale Punkte sind die vorschulische Sprachförderung mit einem Sprachtest für jedes Kind zwei Jahre vor der Einschulung sowie eine Ausweitung des Ganztagsangebots an Schulen. Außerdem will die Landesregierung in Kooperation mit muslimischen Organisationen schrittweise einen regulären islamischen Religionsunterrichts in deutscher Sprache schaffen. Der Plan ist als Vorschlagsliste für den Integrationsgipfel der Bundesregierung am 14. Juli gemeint. [KNA]
Islamische Vereine sollen für mehr Bildung werben ( 18.06.2006 )
Die Migrationsbeauftragte der Bundesregierung, Böhmer, hat alle gesellschaftlichen Gruppen aufgerufen, sich an der Integration der Zuwanderer zu beteiligen. Besonders wichtig sei dabei die sprachliche, schulische und berufliche Förderung von Kindern aus Migrantenfamilien. Die islamischen Vereine hätten dabei die Aufgabe, unter ihren Mitgliedern für mehr Bildung zu werben. Der im Juli geplante Integrationsgipfel im Bundeskanzleramt soll nach Auskunft der CDU-Politikerin möglichst viele Gruppen aus Verwaltung, Politik, Religion, Wirtschaft und Kultur zusammenbringen. [epd]
Barroso: Europäischen Islam als eigene Glaubensform betrachten ( 31.05.2006 )
EU-Kommissionspräsident Barroso hat angeregt, den "Europäischen Islam" als eine eigenständige Glaubensform zu betrachten. Es sei zunehmend unangemessen, vom "Islam in Europa" zu sprechen. Das sagte Barroso nach einem Treffen mit christlichen, muslimischen, jüdischen und buddhistischen Geistlichen am Dienstag in Brüssel. Die Muslime seien ein Teil Europas. Die Religionsführer waren in Brüssel zusammengekommen, um vor dem Hintergrund des Streits um die Mohammed-Karikaturen ihre Dialogbereitschaft zu betonen. Der britische Islamgelehrte Imam Sajid betonte, er sehe gute Chancen für eine bessere Verständigung der religiösen Gruppen. Er regte an, ein "Jahr des interreligiösen Dialogs" auszurufen. [epd]
Grüne für rechtliche Gleichstellung des Islam ( 25.05.2006 )
Die Grünen wollen die rechtliche Gleichstellung des Islam in Deutschland. Die Bundestagsfraktionsvorsitzende Künast rief am Abend bei einem Empfang ihrer Fraktion am Rande des Katholikentags die Kirchen zur Unterstützung in dieser Sache auf. Ziel müssten eine Gleichbehandlung des Islam, islamischer Religionsunterricht in deutscher Sprache an den Schulen und Lehrstühle an den Universitäten sein. Derzeit werde der Islam in Koranschulen und Hinterhöfen besonders konservativ vermittelt. Berlins Kardinal Sterzinsky bekräftigte, die katholische Kirche bemühe sich seit langem um das Gespräch mit dem Islam. [KNA]
Zusammenarbeit zwischen Christentum und Islam notwendig ( 21.05.2006 )
Nach Auffassung des katholischen Theologieprofessors Eugen Biser ist zur Verständigung zwischen Christentum und Islam ist eine kontinuierliche wissenschaftliche Zusammenarbeit notwendig. Zur Eröffnung eines interreligiösen Symposiums in München sagte Biser weiter, Christentum und Islam seien beide einem "strukturellen Atheismus" ausgesetzt, der in der Gesellschaft Überhand gewinne. Der katholische Theologieprofessor Peter Graf von der Universität Osnabrück ergänzte, angesichts von mehr als drei Millionen Menschen türkischer Abstammung in Deutschland sei der "Ausbau der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Christentum und Islam dringend nötig". [epd]
Zusammenarbeit zwischen Christentum und Islam notwendig ( 20.05.2006 )
Nach Auffassung des katholischen Theologieprofessors Eugen Biser ist zur Verständigung zwischen Christentum und Islam ist eine kontinuierliche wissenschaftliche Zusammenarbeit notwendig. Zur Eröffnung eines interreligiösen Symposiums in München sagte Biser weiter, Christentum und Islam seien beide einem "strukturellen Atheismus" ausgesetzt, der in der Gesellschaft Überhand gewinne. Der katholische Theologieprofessor Peter Graf von der Universität Osnabrück ergänzte, angesichts von mehr als drei Millionen Menschen türkischer Abstammung in Deutschland sei der "Ausbau der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Christentum und Islam dringend nötig". [epd]
Umfrage: Islam hat ein Negativimage ( 18.05.2006 )
Die Mehrheit der Bundesbürger erwartet, dass ein friedliches Zusammenleben mit der islamischen Welt auf Dauer nicht möglich ist. Das ist das Ergebnis einer Umfrage der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. 61 Prozent gehen davon aus, dass es immer wieder schwere Konflikte zwischen Islam und Christentum geben wird. 90 Prozent der Befragten verbinden den Begriff Islam mit der Benachteilung von Frauen, Fanatismus und undemokratischen Einstellungen. Während das Bild des Islam negativer geworden sei, hat sich das Bild des Christentums deutlich zum Positiven geändert. So verbanden mehr als 70 Prozent damit die Achtung der Menschenrechte und Wohltätigkeit. [KNA]
Niederlande: Islam-Kritikerin Hirsi Ali verliert Staatsbürgerschaft ( 16.05.2006 )
Die niederländische Parlamentsabgeordnete und Islam-Kritikerin Hirsi Ali steht vor dem Entzug ihrer Staatsbürgerschaft. Ausländerministerin Verdonk erklärte, die Einbürgerung der aus Somalia stammenden Politikerin werde als hinfällig betrachtet. Zuvor war bekannt geworden, dass Hirsi Ali die Niederlande verlassen und in die USA ziehen will. Verdonk reagierte damit auf das Eingeständnis von Hirsi Ali, ihre Aufenthaltsberechtigung in den Niederlanden mit falschen Angaben erschlichen zu haben. [domradio]
Bischof Huber warnt vor pauschaler Verurteilung des Islams ( 19.04.2006 )
Im Fall der ermordeten Deutsch-Türkin Hatun Sürücü warnt der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Bischof Huber, vor einer pauschalen Bewertung des muslimischen Glaubens. Weder die Mordtat noch das Familienbild hingen zwangsläufig mit dem Islam zusammen, sagte Huber. Die Christen müssten aber die Unterschiede deutlich beim Namen nennen und für ihre eigenen Werte überzeugend einstehen. Dann könnte sich aus diesem schrecklichen Vorgang doch noch eine positive Entwicklung ergeben, betonte der Berliner Bischof. [epd]
SPD-Islambeauftragte lehnt schärferes Jugendstrafrecht ab ( 19.04.2006 )
Die Islambeauftragte der SPD-Bundestagsfraktion, Akgün, hat sich nach dem Urteil im Berliner "Ehrenmord"-Prozess gegen ein schärferes Jugendstrafrecht ausgesprochen. Zehn Jahre Freiheitsstrafe als Höchstmaß für Jugendliche seien in Ordnung. Das sagte Akgün im Deutschlandradio Kultur. Zugleich lehnte Akgün Forderungen nach Abschiebung der Familie der Ermordeten Hatun Sürücü ab. Es könne nicht angehen, dass eine Familie in "Sippenhaft" genommen werde, so Akgün weiter. [epd]
Metz: Westen muss auf Augenhöhe mit dem Islam gehen ( 30.03.2006 )
Der Münsteraner Theologe Johann Baptist Metz hat vor einem "heillosen" Kampf der Kulturen gewarnt. Dieser sei nur zu vermeiden, wenn der Westen auf Augenhöhe mit dem Islam gehe. Angesichts einer "dramatischen Globalisierung" müssten die westlichen Länder bereit sein, sich mit den Augen der "restlichen Welt ", zu betrachten. In dieser Situation laute das Weltprogramm des Christentums, die ungerecht Leidenden nie aus dem Blick zu verlieren, forderte Metz. [KNA]
Kirchen fordern mehr Schutz für Christen in islamischen Ländern ( 27.03.2006 )
Der Auslandsbischof der evangelischen Kirche in Deutschland, Rolf Koppe, hat zu mehr Unterstützung für christliche Minderheiten in den islamischen Ländern aufgerufen. Der Essener Weihbischof Grave schloss sich dem an. Die deutschen Bischöfe setzten sich für die Rechte der Muslime in Deutschland ein, gleiches sollte auch für Christen in islamisch geprägten Ländern gelten. Das sagte Grave in seiner Fastenpredigt am Sonntag. In Afghanistan drohte dem Christen Abdul Rahman die Todesstrafe, weil er vom Islam zum Christentum übergetreten war. Inzwischen ist er freigesprochen. Der Prozess hatte internationale Proteste ausgelöst. Auch Papst Benedikt XVI. hatte sich für eine Begnadigung Rahmans eingesetzt. [epd]
Migrationsforscher: wachsende "Islamophobie" in Deutschland ( 23.03.2006 )
Migrationsforscher haben ein wachsendes Misstrauen gegenüber muslimischen Einwanderern beklagt und eine bessere Integration gefordert. Die Medien transportierten vielfach ein Bild von gewaltbereiten Demonstranten, die immer beleidigt seien, sagte der Sozialwissenschaftler Tezcan von der Uni Bielefeld. So bestehe die Gefahr, dass selbst alltägliche Streitigkeiten mit globalen Konflikten verbunden würden. Die Essener Soziologin Boos-Nünning sprach von einer wachsenden Islamophobie in Deutschland. [epd]
Migrationsforscher: wachsende "Islamophobie" in Deutschland ( 22.03.2006 )
Migrationsforscher haben ein wachsendes Misstrauen gegenüber muslimischen Einwanderern beklagt und eine bessere Integration gefordert. Die Medien transportierten vielfach ein Bild von gewaltbereiten Demonstranten, die immer beleidigt seien, sagte der Sozialwissenschaftler Tezcan von der Uni Bielefeld. So bestehe die Gefahr, dass selbst alltägliche Streitigkeiten mit globalen Konflikten verbunden würden. Die Essener Soziologin Boos-Nünning sprach von einer wachsenden Islamophobie in Deutschland. [epd]
Deutschen sollen Islam besser kennenlernen ( 08.03.2006 )
Die durch den Karikaturenstreit entzündete Diskussion über den Islam sollten die Deutschen nutzen, um die Religion besser kennen zu lernen. Das forderte der Präsident der europäischen muslimischen Studentenorganisation "FEMYSO", Swaid in Münster. Muslime seien beleidigt, weil die Karikaturen provozieren sollten, so Swaid weiter. Seiner Ansicht nach hat sich seit dem Erscheinen der Zeichnungen der Umgang mit dem Islam verschlechtert. [epd]
Alice Schwarzer kritisiert "falsche Toleranz" gegen [Islamisten = Muslime] ( 03.03.2006 )
Die Frauenrechtlerin Alice Schwarzer hat vor einer falschen Toleranz gegenüber [Islamisten = Muslime] gewarnt. Der Islamismus habe "die selben Wurzeln" für Gewalt gegen Frauen und Juden wie im Nationalsozialismus und Faschismus. Das sagte die Kölner Publizistin in einem Vortrag in der Alten Synagoge in Essen. Die Zunahme des Islamismus auch in Deutschland und anderen Staaten Europas hängt nach Auffassung Schwarzers mit mangelhafter Integration und geringen Chancen von Migranten zusammen. [epd]
Experte: Islamistischer Judenhass ein Import aus Europa ( 16.02.2006 )
Der Judenhass von [Islamisten = Muslime] hat einen europäischen Ursprung. Er sei in allen wesentlichen Aspekten ein Import aus Europa, sagte der Soziologe Klaus Holz in einem Vortrag in Wuppertal. Alle Formen des gegenwärtigen Antisemitismus, die islamistische, demokratische und antizionistische Judenfeindschaft, verfügten über die gleichen Strukturen. Der Antisemitismus in der islamischen Welt habe sich im Konflikt mit der jüdischen Besiedlung Palästinas am frühen deutschen Nationalismus und Nationalsozialismus orientiert. Typische Merkmale fänden sich heute noch in der Charta der Hamas, so der Antisemitismusforscher. [epd]
Anwältin des Priestermörders bestreitet islamistische Kontakte ( 12.02.2006 )
Die Anwältin des 16-jährigen Priestermörders von Trabzon hat Spekulationen über Kontakte ihres Mandanten zu islamistischen Kreisen zurückgewiesen. Solche Gerüchte seien "komplett falsch". Es handle sich um die Einzeltat eines Jungen, der seit zwei Jahren wegen psychischer Probleme in Behandlung sei. - Am vergangenen Sonntag hatte der Schüler in der türkischen Schwarzmeerstadt den italienischen Missionar Santoro mit zwei Schüssen getötet. [KNA]
Scharfer Ton zwischen westlicher und islamischer Welt ( 09.02.2006 )
Im Karikaturenstreit verschärft sich der Ton zwischen der westlichen und der islamischen Welt. Der iranische Vizepräsident Maschai hat Vorwürfe der USA zurückgewiesen, sein Land habe die Proteste gegen die Mohammed-Karikaturen geschürt. Wörtlich sagte er: "Das ist eine hundertprozentige Lüge". US-Außenministerin Rice hatte erklärt, sie habe keinen Zweifel daran, dass sowohl Iran als auch Syrien sich große Mühe gegeben hätten, die Emotionen anzuheizen und für ihre Zwecke zu nutzen. [domradio]
Islamische Spitzenverbände verurteilen Ausschreitungen ( 09.02.2006 )
Im Streit um die Mohammed-Karikaturen haben die deutschen islamischen Spitzenverbände die Ausschreitungen radikaler Muslime verurteilt. Zugleich wandten sie sich in Köln entschieden gegen eine "bewusste Verletzung religiöser Gefühle und die Verunglimpfung von Religion" durch die Zeichnungen. Die 16 islamischen Verbände kritisierten zugleich, dass in Deutschland überwiegende Bild von muslimischen Migranten sei mehr denn je negativ besetzt. Den von einer iranischen Zeitung geplanten Wettbewerb um Holocaust-Karikaturen lehnten sie scharf ab. Die Landesregierung von Baden-Württemberg forderten sie auf, den umstrittenen Einbürgerungs-Leitfaden unverzüglich zurückzuziehen. Er verstoße gegen die Verfassung. [KNA]
UN, EU und Islamische Konferenz: Appell zur Gewaltfreiheit ( 08.02.2006 )
Die Vereinten Nationen, die EU und die Organisation der Islamischen Konferenz haben im Karikaturenstreit zu Zurückhaltung und Ruhe aufgerufen. Angriffe gegen Leben und Eigentum seien höchstens geeignet, das Ansehen des Islam zu schädigen. An die Behörden aller Staaten appellierten die Organisationen, diplomatische Vertretungen und Ausländer zu schützen. Gleichzeitig verurteilten die Organisationen die Karikaturen, die sie als Beleidigend bezeichneten. Das Recht der Meinungsfreiheit müsse ohne Abstriche geachtet werden. Allerdings gehörten dazu Verantwortung und der Respekt des Glaubens jeder Religionsgemeinschaft. [KNA]
Präses Schneider: Islam braucht Aufklärer aus seiner Mitte ( 07.02.2006 )
Der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Schneider, hat die im Westen lebenden Muslime zur Distanzierung von den Gewalttätern aufgerufen. Nach den Ausschreitungen wegen der Mohammed-Karikaturen in europäischen Zeitungen gebe es keine Alternative zum Dialog der Kulturen und Religionen, schreibt Schneider in der "Kölnischen Rundschau" . Der Islam brauche Aufklärer - aus seiner Mitte. Fanatiker machten ihre friedliebende Religion durch Selbstmordattentate, Gewalt und Terror zu einer Karikatur ihrer selbst - so Präses Schneider. [epd]
NRW führt bis 2010 islamischen Religionsunterricht ein ( 02.02.2006 )
An den Schulen in Nordrhein-Westfalen soll es spätestens 2010 islamischen Religionsunterricht geben. Das kündigte Integrationsminister Laschet (CDU) im Düsseldorfer Landtag an. Derzeit verhandelt die Landesregierung nach seinen Worten mit den vier maßgeblichen islamischen Organisationen über entsprechende Lehrpläne. Allerdings gebe es zwischen den Repräsentanten des Islam noch erhebliche Gegensätze. Notfalls werde er auch mit nur zwei Organisationen Vereinbarungen abschließen, sagte der Minister. Es sei unverantwortlich, eine weitere Generation junger Muslime in Deutschland "ohne Religionsunterricht an den Schulen zu lassen". [domradio]
NRW führt bis 2010 islamischen Religionsunterricht ein ( 01.02.2006 )
An den Schulen in Nordrhein-Westfalen soll es spätestens 2010 islamischen Religionsunterricht geben. Das kündigte Integrationsminister Laschet (CDU) im Düsseldorfer Landtag an. Derzeit verhandelt die Landesregierung nach seinen Worten mit den vier maßgeblichen islamischen Organisationen über entsprechende Lehrpläne. Allerdings gebe es zwischen den Repräsentanten des Islam noch erhebliche Gegensätze. Notfalls werde er auch mit nur zwei Organisationen Vereinbarungen abschließen, sagte der Minister. Es sei unverantwortlich, eine weitere Generation junger Muslime in Deutschland "ohne Religionsunterricht an den Schulen zu lassen". [domradio]
Experten: Medien sollen sensibler mit Islam umgehen ( 27.01.2006 )
Politik- und Medienwissenschaftler haben einen differenzierteren Umgang der Medien mit dem Islam gefordert. Bei einer Fachtagung in Duisburg zum Thema "Wandel des Islam-Bildes im öffentlich-medialen Diskurs insbesondere nach den Anschlägen des 11. September" hieß es, bei diesem Thema würden zu häufig Stereotype verwendet, die ein ausgewogenes Bild dieser Religion nicht zuließen. So würden häufig in Bild, Ton und Wort Islam-Symbole wie Moschee, Gebet und Kopftuch mit Zeichen für Extremismus und Terrorismus montiert. Damit sei für den Medienrezipienten eine differenzierte Wahrnehmung sehr schwierig. [KNA]
NRW: Arbeitsgruppe bereitet Lehrplan für Islamunterricht vor ( 27.01.2006 )
Die NRW-Landesregierung will sich mit den maßgeblichen islamischen Organisationen auf einen Lehrplan für den vorgesehenen muslimischen Religionsunterricht verständigen. Das kündigte Integrationsminister Laschet (CDU) in Düsseldorf nach der Einsetzung einer entsprechenden interministeriellen Arbeitsgruppe an. Es gebe derzeit Gespräche mit vier islamischen Religionsgemeinschaften, um sie zu unterstützen, "eine demokratisch legitimierte, repräsentative Vertretung" der Muslime auf Landesebene zu bilden. Diese solle Ansprechpartner zur Schaffung regulären islamischen Religionsunterrichts sein, so der Minister. [KNA]
Zentralrat der Juden besorgt über Sieg der Radikalislamisten ( 26.01.2006 )
Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Spiegel, hat mit Sorge und Enttäuschung auf den Wahlsieg der radikalislamischen Hamas in den palästinensischen Gebieten reagiert. Es bleibe abzuwarten, ob dieses Ergebnis ein Votum für den Terror oder die friedliche Koexistenz zweier Staaten sei. Die Hamas sei eine Terrororganisation. Es sei schwer vorstellbar, dass Terroristen, auch wenn sie demokratisch gewählt seien, verlässliche Partner für einen Friedensprozess seien . Das Votum der Palästinenser sei sicherlich auch Ausdruck von Wut und Ohnmacht über die Korruption und Gesetzlosigkeit der bisher regierenden Fatah-Partei, so Spiegel. [epd]
EKD weist Vorwürfe des Zentralinstituts Islam-Archiv zurück ( 20.01.2006 )
Die Evangelische Kirche in Deutschland hat Vorwürfe des Zentralinstituts Islam-Archiv hinsichtlich zurückgewiesen. Der bisherige Leiter des Islam-Archivs, Salim Abdullah, hatte der evangelischen Kirche vorgehalten, unfähig zum Dialog zu sein. Das Gespräch sei "degeneriert zu einem Austausch von Monologen und zum Ablauern von Informationen". Es gebe keinen Kontakt auf gleicher Augenhöhe. Der Sprecher der EKD, Christof Vetter, erklärte dagegen, die EKD habe aufmerksam registriert, daß sich die islamischen Verbände von der religiösen Begründung für Terrorakte distanziert hätten. Die Gespräche würden fortgeführt. [epd]
Türkeiexperte: Islamisches Opferfest zur Verständigung nutzen ( 10.01.2006 )
Der Direktor des Essener Zentrums für Türkeistudien (ZfT), Sen, hat an Muslime und Christen appelliert, das islamische Opferfest zur gegenseitigen Verständigung zu nutzen. Das heute beginnende höchste islamische Fest erinnere an den Stammvater Abraham, der im Islam, Judentum und Christentum eine besondere Rolle spiele. Das diesjährige Opferfest endet am Freitag. Es erinnert an die Bereitschaft Abrahams, einen seiner Söhne zu opfern. Am ersten Tag versammeln sich die Gläubigen in den Moscheen zu einem Festgebet. Dem folgt die rituelle Schlachtung. [epd]
Elektronische Fußfesseln für islamistische Hassprediger? ( 28.12.2005 )
Niedersachsens Innenminister Schünemann (CDU) hat elektronische Fußfesseln für radikale [Islamisten = Muslime] vorgeschlagen. Damit ließen sich viele der etwa 3000 gewaltbereiten [Islamisten = Muslime] und Hassprediger in Deutschland überwachen, sagte er der Zeitung "Die Welt". Die Fußfessel könne ohne verfassungsrechtliche Bedenken in das Ausländerrecht aufgenommen werden. Nach einer Einschränkung der Bewegungsfreiheit dürften sich [Islamisten = Muslime] nur noch in bestimmten Gebieten aufhalten. Falls sie diese verließen, ertöne sofort ein Warnsignal - so der Minister. [domradio]
Erzbischof von Kirkuk fordert neue Lesart des Islam ( 20.11.2005 )
Der chaldäische Erzbischofs von Kirkuk, Sako, hat den Islam zu einer Erneuerung aufgerufen und Dialogbereitschaft angemahnt. Zugleich äußerte er in einem Interview der in Würzburg erscheinenden "Tagespost" Kritik an der Rolle des Islam in der neuen irakischen Verfassung. "Islamische Gesetzgebung und Demokratie sind unvereinbar", mahnte Sako. Der Erzbischof forderte die Muslime auf, eine "neue Lesart ihrer Religion" zu schaffen, um eine Zukunft des Islam sicherzustellen. [KNA]
Schneider: Islamische Staaten sollen sich von Drohungen distanzieren ( 30.10.2005 )
Der rheinische Präses Nikolaus Schneider hat die islamischen Staaten aufgefordert, sich von den israelfeindlichen Äußerungen des iranischen Präsidenten Ahmadinedschad zu distanzieren. Sie müssten Teheran klar machen, dass die Aufrufe zur Vernichtung Israels nicht akzeptiert werden könnten. Das sagte Schneider in Wuppertal. Die Staatengemeinschaft müsse den Dialog mit der iranischen Führung suchen. Wenn dies nicht weiter helfe, seien möglicherweise Sanktionen sinnvoll, so Schneider. [epd]
Deutschsprachiger Islamunterricht an Grundschulen geplant ( 20.10.2005 )
Die baden-württembergische Landesregierung hat einen Modellversuch zum islamischen Religionsunterricht ab dem kommenden Schuljahr zugesagt. Im Schulausschuss forderten alle Fraktionen einen solchen Unterricht an Grundschulen ab 2006/2007. An bis zu zwölf Standorten soll er erprobt werden. Mit der Organisation werden die Schulbehörden betraut. Laut Landesregierung müssen noch Lehrkräfte für den in deutscher Sprache zu haltenden Unterricht gewonnen werden. [KNA]
Zentrum für Türkeistudien beklagt Islamphobie in Europa ( 19.10.2005 )
Zum 20-jährigen Bestehen des Zentrums für Türkeistudien ZfT in Essen beklagt dessen Direktor Faruk Sen eine zunehmende Abneigung gegen den Islam in der EU. In einem Interview sagte er, besonders seit den Anschlägen vom 11. September 2001 sei eine "Islamphobie" zu beobachten. Er plädierte für mehr Forschungsarbeiten über den Islam. Objektive Daten könnten die Diskussion versachlichen. Als Erfolg des ZfT nannte Sen, dass die Deutschen heute viel mehr über die Einwanderer in ihrem Land wüssten als vor 20 Jahren. Erst durch Studien des Zentrums sei etwa die Wirtschaftskraft der Migranten bekannt geworden. In Zukunft sei es wichtig, die EU-Beitrittsverhandlungen wissenschaftlich zu begleiten. So habe das Zentrum errechnet, was die Vollmitgliedschaft der Türkei kosten würde. Im ZfT arbeiten 32 Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler. Das Land NRW unterstützt die Einrichtung im Jahr mit 440.000 Euro. Hinzu kommen 1,5 Millionen Euro durch Forschungsprojekte. Heute Vormittag gibt es einen Jubiläumsfestakt im Düsseldorfer Landtag. [KNA]
Islamuniversität Rotterdam erforscht den "Islam im Westen" ( 18.09.2005 )
Die private Islamuniversität in Rotterdam hat einen neuen Lehrstuhl zur Erforschung des «Islam im Westen» eingerichtet. Dabei sollen auch alle derzeit umstrittenen Fragen wie die Stellung der Frau oder das Verhältnis zur Demokratie untersucht werden, teilte der niederländische Imam van Bommel mit. Bis ein Inhaber des Lehrstuhls ernannt ist, soll er die Forschungen leiten. Die Universität wolle auch selbstkritisch die Situation von Muslimen im Westen untersuchen. Ein weiterer Schwerpunkt sind Studien zu den verschiedenen Strömungen des Islam in westlichen Ländern. [epd]
Islamuniversität Rotterdam erforscht den "Islam im Westen" ( 17.09.2005 )
Die private Islamuniversität in Rotterdam hat einen neuen Lehrstuhl zur Erforschung des «Islam im Westen» eingerichtet. Dabei sollen auch alle derzeit umstrittenen Fragen wie die Stellung der Frau oder das Verhältnis zur Demokratie untersucht werden, teilte der niederländische Imam van Bommel mit. Bis ein Inhaber des Lehrstuhls ernannt ist, soll er die Forschungen leiten. Die Universität wolle auch selbstkritisch die Situation von Muslimen im Westen untersuchen. Ein weiterer Schwerpunkt sind Studien zu den verschiedenen Strömungen des Islam in westlichen Ländern. [epd]
NRW ruft Muslime zur Bekämpfung des Islamismus auf ( 03.09.2005 )
NRW-Innenminister Wolf (FDP) hat die Muslime aufgerufen, bei der Bekämpfung des islamischen Extremismus mit den Behörden zusammenzuarbeiten. Falsche Solidarität mit islamistischen Hetzern führe in eine Sackgasse, sagte er bei der Präsentation des Verfasssungschutzberichtes. Es sei wichtig, die Hintermänner zu ermitteln, die hier Bürger islamischen Glaubens aufstachelten. Wolf forderte zugleich dazu auf, die Muslime in Deutschland nicht auszugrenzen. Terroranschläge schürten Vorurteile gegen den Islam und schadeten dem Ansehen der Gläubigen und ihrer Religion. [epd]
NRW ruft Muslime zur Bekämpfung des Islamismus auf ( 02.09.2005 )
NRW-Innenminister Wolf (FDP) hat die Muslime aufgerufen, bei der Bekämpfung des islamischen Extremismus mit den Behörden zusammenzuarbeiten. Falsche Solidarität mit islamistischen Hetzern führe in eine Sackgasse, sagte er bei der Präsentation des Verfasssungschutzberichtes. Es sei wichtig, die Hintermänner zu ermitteln, die hier Bürger islamischen Glaubens aufstachelten. Wolf forderte zugleich dazu auf, die Muslime in Deutschland nicht auszugrenzen. Terroranschläge schürten Vorurteile gegen den Islam und schadeten dem Ansehen der Gläubigen und ihrer Religion. [epd]
Wissenschaftlerin: Tendenzen zur Modernisierung im Islam ( 02.09.2005 )
Im Islam gibt es laut der Berliner Islamwissenschaftlerin Sonja Hegasy sehr viel stärkere Modernisierungstendenzen als in der westlichen Welt weithin angenommen. Das sagte die Wissenschaftlerin vom Berliner "Zentrum Moderner Orient"am Donnerstag in der Hanns-Seidel-Stiftung in München. In vielen Ländern finde ein erbittertes Ringen zwischen Konservativen und Modernisierern statt. Dabei seien die arabischen Monarchien oft reformfreudiger als die republikanisch verfassten Staaten. Als Beispiel nannte Hegasy die muslimische Monarchie Marokko. Dort habe es seit der Thronbesteigung König Mohammeds VI. im Jahr 1999 eine bemerkenswerte politische Öffnung und wichtige Reformen gegeben. - Allerdings fehlten in allen arabischen Ländern weiterhin zentrale Elemente von Demokratisierung wie Volkssouveränität oder Rechtsstaatlichkeit. Zu einer Modernisierung des Islam könnte nach Meinung von Hegasy entscheidend der so genannte Euro-Islam beitragen, der von in Europa lebenden islamischen Gelehrten getragen wird. [KNA]
Bischof Huber fordert aufrichtigeren Dialog mit dem Islam ( 15.08.2005 )
Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche, Bischof Huber, hat einen aufrichtigeren Dialog mit dem Islam gefordert. Auch über die Religionsfreiheit und die Rolle der Scharia, des islamischen Rechts, müsse offen diskutiert werden. Die Dialogkultur mit dem Islam sei in Deutschland zwar auf dem richtigen Weg, aber noch nicht ausreichend. Es sei zu einfach, zu betonen, dass Christentum, Judentum und Islam abrahamitische Religionen seien und damit sei alles gut. Die Gottesbilder und damit auch die Werte seien sehr unterschiedlich. Es müsse diskutiert werden, wie weit die Religionsfreiheit im Islam gehe und inwieweit ein Religionswechsel ermöglicht werde, so Bischof Huber. [epd]
US-Islamlehrer erklären Terror für kriminell ( 29.07.2005 )
Islamlehrer in den USA haben in einem offiziellen Dokument Terrorismus gegen Zivilisten als einen Widerspruch zum Islam bezeichnet. Wer im Namen des Islam terroristische Anschläge verübe, sei "ein Krimineller, kein Märtyrer", heißt es in einem islamischen Richtspruch von 18 muslimischen Universitätslehrern. Im Islam gebe es keinerlei Rechtfertigung für Extremismus oder Terrorismus. Alle Terrorakte gegen Zivilisten seien von der Religion "verboten", heisst es weiter. [KNA]
Islamischer Terror: Israel protestiert beim Vatikan ( 26.07.2005 )
Israel hat offiziell dagegen protestiert, dass Papst Benedikt XVI. in seiner jüngsten Verurteilung der Terroranschläge in aller Welt Israel nicht unter den betroffenen Ländern erwähnt hat. Beim Angelusgebet am Sonntag habe der Papst zwar Ägypten, die Türkei, den Irak und Großbritannien genannt, nicht aber Israel. Diese Auslassung stärke die Extremisten, die keinen Frieden wollten und schwäche die Gemäßigten, betonte die israelische Regierung. Bei einer Verurteilung der "verbrecherischen terroristischen Akte gegen unschuldige Zivilisten" müsse der Papst auch Israel nennen, das eines der "Hauptopfer des islamischen Terrorismus" sei. [KNA]
Türkeiforscher: Staaten sollen neuen , europäischen Islam fördern ( 26.07.2005 )
Die europäischen Staaten sollen zusätzliche Integrationsbemühungen für Muslime fördern. Dazu gehörten auch eine verstärkte Wahrnehmung und Unterstützung eines neuen, europäischen Islam. Das fordert der Direktor des Zentrums für Türkeistudien, Faruk Sen. Der Dialog mit den Muslimen und den islamischen Organisationen in Deutschland sei der Schlüssel zur Integration. Eine Umfrage des Türkeizentrums unter 1.000 in NRW lebenden Türken zeige, dass in den vergangenen fünf Jahren die Religiosität unter den Migranten deutlich zugenommen hat. Danach fühlt sich die Mehrheit der Befragten nicht nur «formal» sondern auch emotional dem Islam zugehörig. [epd]
Türkeiforscher: Staaten sollen neuen , europäischen Islam fördern ( 25.07.2005 )
Die europäischen Staaten sollen zusätzliche Integrationsbemühungen für Muslime fördern. Dazu gehörten auch eine verstärkte Wahrnehmung und Unterstützung eines neuen, europäischen Islam. Das fordert der Direktor des Zentrums für Türkeistudien, Faruk Sen. Der Dialog mit den Muslimen und den islamischen Organisationen in Deutschland sei der Schlüssel zur Integration. Eine Umfrage des Türkeizentrums unter 1.000 in NRW lebenden Türken zeige, dass in den vergangenen fünf Jahren die Religiosität unter den Migranten deutlich zugenommen hat. Danach fühlt sich die Mehrheit der Befragten nicht nur «formal» sondern auch emotional dem Islam zugehörig. [epd]
Limbach: Islam keine zur Gewalt verführende Religion ( 20.07.2005 )
Die Präsidentin des Goethe-Instituts, Limbach, hat sich gegen eine Gleichsetzung von Islam und Islamismus gewandt. Auch in der islamischen Welt bahne sich eine Entwicklung in religiösen Fragen an, sagte Limbach der "Leipziger Volkszeitung" . Neue Fragen würden an alte Texte wie den Koran gerichtet. Das müsse der Westen zur Kenntnis nehmen. Der Islam sei keine zu Gewalt verführende Religion. Limbach bestritt, dass westliche Kulturinstitute durch Dialog zur konkreten Konfliktprävention beitragen könnten. [KNA]
"Minderwertigkeits komplex" führt zu Hass der [Islamisten = Muslime] ( 20.07.2005 )
Nach Auffassung des Göttinger Islam-Experten Tibi haben die Tsunami-Hilfen aus westlichen Ländern auch die islamischen Fundamentalisten in Südostasien gestärkt. Obwohl die meiste Hilfe aus den USA gekommen sei, hätten die Fundamentalisten die Hilfsmittel an sich genommen und den Anschein erweckt, das sie von ihnen komme. An die Kirchen appellierte Tibi, im Dialog mit dem Islam selbstbewusster aufzutreten. Als wichtige Aufgabe bezeichnete es Tibi, die gemäßigten Muslime zu stärken. Die Ursache für den Hass der islamischen Fundamentalisten sieht Tibi in einem "Minderwertigkeitskomplex" durch militärische Niederlagen in den letzten Jahrhunderten. [epd]
Kardinal Lehmann für ernsten Dialog mit Islam ( 18.07.2005 )
Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Karl Lehmann, hat sich für einen kritischen Dialog mit dem Islam ausgesprochen. Es müsse klar sein, dass jeder Dialog zwischen den Religionen dann an ein Ende komme, wenn religiöse Praktiken dazu missbraucht würden, Menschen unfrei zu machen. Lehmann unterstrich, der Koran sei ein "ungeheuer vielgestaltiges" Buch. Darin sehe er viele Passagen, mit denen er sich "schwertue". Vor allem im Verhältnis zu Leid und Gewalt werde der Islam "sehr offensiv und manchmal auch aggressiv". [KNA]
FDP: Politische Debatte um Islamismus "fast hysterisch" ( 16.07.2005 )
Die Sprecherin der FDP für Menschenrechte, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, hat Forderungen nach einer stärkeren Überwachung von Moscheen abgewiesen. Die innenpolitische Debatte zu den Auswirkungen des Terroranschlags in London sei fast hysterisch. Die FDP-Politikerin reagierte damit auf einen Vorschlag des bayerischen Innenministers Beckstein (CSU). Islam habe nichts mit Islamismus zu tun. Trotzdem dränge die Frage, wie die organisierten muslimischen Interessenverbände den Dialog mit anderen Verbänden und den politischen Parteien führen könnten, so Leutheusser-Schnarrenberger. [epd]
FDP: Politische Debatte um Islamismus "fast hysterisch" ( 15.07.2005 )
Die Sprecherin der FDP für Menschenrechte, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, hat Forderungen nach einer stärkeren Überwachung von Moscheen abgewiesen. Die innenpolitische Debatte zu den Auswirkungen des Terroranschlags in London sei fast hysterisch. Die FDP-Politikerin reagierte damit auf einen Vorschlag des bayerischen Innenministers Beckstein (CSU). Islam habe nichts mit Islamismus zu tun. Trotzdem dränge die Frage, wie die organisierten muslimischen Interessenverbände den Dialog mit anderen Verbänden und den politischen Parteien führen könnten, so Leutheusser-Schnarrenberger. [epd]
Lehmann: Islam und Islamismus nicht zusammenwerfen ( 09.07.2005 )
Der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Karl Lehmann, hat nach den Anschlägen davor gewarnt, Muslime aus westlichen Gesellschaften auszugrenzen. Man darf Islam und Islamismus nicht einfach zusammenwerfen, so Lehmann gegenüber Radio Vatikan. Die überwältigende Mehrheit der Muslime in Deutschland lebe "friedlich bei und mit uns".Der Mainzer Kardinal ist heute von Papst Benedikt in Audienz empfangen worden. In dem Gespräch ging es auch um den Weltjugendtag in Köln Mitte August. [KNA]
Lehmann: Islam und Islamismus nicht zusammenwerfen ( 08.07.2005 )
Der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Karl Lehmann, hat nach den Anschlägen davor gewarnt, Muslime aus westlichen Gesellschaften auszugrenzen. Man darf Islam und Islamismus nicht einfach zusammenwerfen, so Lehmann gegenüber Radio Vatikan. Die überwältigende Mehrheit der Muslime in Deutschland lebe "friedlich bei und mit uns".Der Mainzer Kardinal ist heute von Papst Benedikt in Audienz empfangen worden. In dem Gespräch ging es auch um den Weltjugendtag in Köln Mitte August. [KNA]
Russland tritt "Islamischer Konferenz" bei ( 04.07.2005 )
Russland ist als Beobachter der Organisation "Islamische Konferenz" (OIC) beigetreten. Die OIC-Außenminister-Konferenz stimmte auf ihrer Abschluss-Sitzung in der jemenitischen Hauptstadt Sana für den russischen Aufnahmeantrag. Die Entscheidung sei ein wichtiger Schritt zur Stärkung des Dialogs zwischen den Zivilisationen, sagte der russische Außenamtssprecher Jakowenko. Die 1969 in Saudi-Arabien gegründete Organisation "Islamische Konferenz" vereinigt derzeit 57 islamisch geprägter Länder. Sie setzt sich für eine wirtschaftliche und kulturelle Zusammenarbeit der Mitgliedsstaaten ein und fördert den Dialog mit der nicht islamischen Welt. [epd]
Iran: Exilautor warnt vor neuem Machtmonopol der [Islamisten = Muslime] ( 27.06.2005 )
Der in Deutschland lebende iranische Autor und Journalist Bahman Nirumand (69) hat sich besorgt über die Wahl von Mahmud Ahmadinedschad zum neuen Präsidenten Irans geäußert. Mit diesem unerwarteten Sieg hätten die [Islamisten = Muslime] ein Machtmonopol gewonnen. Der neue Präsiedent strebe "eine totale Islamisierung" an. So bestehe die Gefahr, dass die im Wahlkampf gelockerten Beschränkungen der Presse- und Meinungsfreiheit wieder drastisch verschärft würden, sagte Nirumand dem Evangelischen Pressedienst. Der iranische Autor appellierte an die Europäer, mit Teheran im Dialog zu bleiben, aber den Druck in Fragen von Menschenrechten und Demokratie stark zu erhöhen. [epd]
Bremer Pastöre: Islamisches Kopftuch ist ein Kampfsymbol ( 22.06.2005 )
Bremer Pastoren haben das Landesparlament aufgefordert, muslimischen Lehrerinnen an staatlichen Schulen das Tragen eines Kopftuchs zu verbieten. Das Kopftuch sei kein religiöses Symbol, sondern eine politische Kampfansage gegen die westliche Zivilisation. Das steht in der Erklärung, die acht konservative Theologen der Bremischen Evangelischen Kirche veröffentlichten. Gleichzeitig sollten sich die Abgeordneten der Bürgerschaft gegen ein generelles Verbot religiöser Symbole einsetzen. In einem christlich geprägten Land dürften Symbole wie das Kreuz oder die jüdische Kippa nicht verboten werden. [epd]
Frankreichs Muslime wählen neuen Islamrat ( 17.06.2005 )
Die französischen Muslime wählen am Sonntag einen neuen Islamrat. An den Wahlen wollen sich laut Medienberichten rund 1.300 Moscheen beteiligen, rund 300 mehr als bei der ersten Wahl vor zwei Jahren. Wahlberechtigt sind rund 5.200 Delegierte der jeweiligen islamischen Gemeinden. Der Islamrat ist das Vertretungsgremium der Muslime gegenüber den Behörden. Ihre Zahl in Frankreich wird auf vier bis fünf Millionen geschätzt. Der Islam ist damit nach der katholischen Kirche die zweitgrößte Religionsgemeinschaft in Frankreich. [KNA]
Schily: Islamistischer Terror bleibt Hauptgefahr ( 17.05.2005 )
Der islamische Terrorismus bleibt nach Worten von Bundesinnenminister Schily eine der Hauptgefahren für die demokratische Ordnung in Deutschland. Das erklärte der SPD-Politiker bei der Vorstellung des Verfassungsschutzberichtes 2004. Die Zahl der Anhänger und Mitglieder islamischer Organisationen sei um knapp 1000 auf aktuell 31 800 gestiegen, so Schily. Anlass zur Sorge bereite auch weiterhin der Rechtsextremismus, so Schily. Er hob dabei den Bedeutungszuwachs der NPD hervor. Im letzten Jahr sei die Zahl der NPD-Mitglieder um 300 auf 5300 gestiegen. Zudem hätten sich führende Neonazis organisatorisch in die Partei einbinden lassen. [domradio]
Niederlande: Zahl anti-islamistischer Übergriffe rückläufig ( 14.04.2005 )
Die Zahl antiislamischer Übergriffe in den Niederlanden hat wieder abgenommen. Das melden niederländische Zeitungen unter Berufung auf Regierungsangaben. Danach habe es in den drei Wochen nach der Ermordung des islamkritischen Filmemachers Theo van Gogh im November rund 120 Übergriffe gegeben. Im letzten Vierteljahr waren es aber nur noch 44. Die Übergriffe hätten in der Mehrheit Moscheen, zum Teil auch muslimische Schulen betroffen. Häufigste Straftatbestände seien Sachbeschädigung, Bedrohungen und Brandstiftungen. [KNA]
Islamrat: Noch 2005 einheitliche Repräsentanz deutscher Muslime ( 17.03.2005 )
Der Deutsche Islamrat hat eine Privilegierung der Christen beklagt. Dessen Vorsitzender Kizilkaya kritisierte in einem Zeitungsinterview die Maxime "Kopftuch nein, christliche Symbole ja". Er forderte eine Gleichbehandlung "im positiven, nicht im negativen Sinne". Er bekundete die Hoffnung, dass bis Ende des Jahres eine einheitliche Repräsentanz aller Muslime gegenüber dem Staat aufgebaut ist. Der Staat habe etwa mit Blick auf den islamischen Religionsunterricht schon längst einen Ansprechpartner im Islamrat finden können, so Kizilkaya. [KNA]
Mehr Rechte für Christen in islamischen Staaten gefordert ( 03.03.2005 )
Der westfälische Kirchenrat Gerhard Duncker hat mehr Rechte für die christliche Minderheit in islamischen Staaten angemahnt. Was für die islamische Minderheit in Deutschland Recht sei, sollte auch für christliche Minderheiten in muslimischen Staaten gelten. Duncker kritisierte, dass die christlichen Kirchen in Ägypten und auch in der Türkei gegenüber dem Islam immer noch per Gesetz und in der Praxis benachteiligt seien. [epd]
Islamische Verbände wollen eigene demokratische Strukturen ( 28.02.2005 )
Mehrere islamische Verbände wollen sich einheitliche demokratische und föderale Organisationsstrukturen geben. Auf diese Weise soll eine Vertretung der Muslime auf Landes- und Bundesebene und ein legitimer Ansprechpartner für Staat und Gesellschaft entstehen. Das teilte der Zentralrat der Muslime in Deutschland in Eschweiler mit. Eine Steuerungsgruppe sei beauftragt worden, "eine konsensfähige Struktur zu erarbeiten", die nach Möglichkeit innerhalb eines Jahres verwirklicht werden solle. Die reguläre Einführung muslimischen Religionsunterrichts ist bislang daran gescheitert, dass dem Staat keine verbindlichen Ansprechpartner ähnlich den Kirchen zur Verfügung stehen. [KNA]
Lehrerverband fordert Islamkunde an öffentlichen Schulen ( 25.02.2005 )
Die Düsseldorfer Landesregierung steht weiter hinter der Einführung von islamischem Religionsunterricht an öffentlichen Schulen. Solange es aber keine islamische Religionsgemeinschaft als Ansprechpartner gebe, sei das rechtlich unmöglich. Der Lehrerverband Bildung und Erziehung, VBE, forderte nachdrücklich die Ausweitung der Islamkunde, solange die Gerichte nicht endgültig entschieden hätten. Islam-Unterricht gehöre an öffentliche Schulen statt an Koranschulen, wo niemand kontrollieren könne, ob fundamentalistisches Gedankengut vermittelt werde, erklärte der VBE-Vorsitzende Udo Beckmann. Gestern hatte das Bundesverwaltungsgericht eine Entscheidung über Islamunterricht an Schulen in NRW wieder ans Oberverwaltungsgericht nach Münster zurückverwiesen. [KNA]
Lehrerverband fordert Islamkunde an öffentlichen Schulen ( 24.02.2005 )
Die Düsseldorfer Landesregierung steht weiter hinter der Einführung von islamischem Religionsunterricht an öffentlichen Schulen. Solange es aber keine islamische Religionsgemeinschaft als Ansprechpartner gebe, sei das rechtlich unmöglich. Der Lehrerverband Bildung und Erziehung, VBE, forderte nachdrücklich die Ausweitung der Islamkunde, solange die Gerichte nicht endgültig entschieden hätten. Islam-Unterricht gehöre an öffentliche Schulen statt an Koranschulen, wo niemand kontrollieren könne, ob fundamentalistisches Gedankengut vermittelt werde, erklärte der VBE-Vorsitzende Udo Beckmann. Gestern hatte das Bundesverwaltungsgericht eine Entscheidung über Islamunterricht an Schulen in NRW wieder ans Oberverwaltungsgericht nach Münster zurückverwiesen. [KNA]
Heute Entscheidung über islamischen Religionsunterricht ( 23.02.2005 )
Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig befaßt sich am Mittwoch mit der Forderung nach Einführung eines islamischen Religions-Unterrichts an öffentlichen Schulen. Geklagt haben der Zentralrat der Muslime und der Islamrat für die Bundesrepublik Deutschland. Sie verlangen unter Berufung auf das Grundgesetz vom Land Nordrhein-Westfalen die Einführung von islamischem Religionsunterricht an Schulen. In den Vorinstanzen war dies mit der Begründung abgewiesen worden, der Zentralrat der Muslime und der Islamrat seien keine Religionsgemeinschaften im Sinne des Grundgesetzes [epd]
Islamforscher Kalisch fordert muslimischen Religionsunterricht ( 02.02.2005 )
Der Islamwissenschaftler Sven Muhammed Kalisch hat die Einführung eines muslimischen Religionsunterrichts an den staatlichen Schulen gefordert. Ein solches anerkanntes Schulfach sollte schon bald den bisherigen islamkundlichen Unterricht als Modellprojekt ersetzen, sagte der Professor am bundesweit ersten Islam-Lehrstuhl in Münster . Am Rande seiner Antrittsvorlesung warb Kalisch dafür, den Islam-Unterricht mit dem christlichen Religionsunterricht gleichzustellen. Die unterschiedlichen muslimischen Verbände und Vereine müssten so weit zusammengefasst werden, dass sie nach außen hin geschlossen auftreten könnten. Kalisch leitet seit dem Sommer das neu gegründete Centrum für Religiöse Studien der Uni Münster, an dem vom Sommersemester an Lehrer für den Islamunterricht ausgebildet werden. [epd]
Steinbrück begrüßt Islamlehrer-Institut ( 14.01.2005 )
NRW-Ministerpräsident Steinbrück hat das bundesweit erste Institut zur Lehrerausbildung für islamischen Religionsunterricht an öffentlichen Schulen in Münster begrüßt. Bei einem Treffen mit Lehrstuhlinhaber Kalisch und Studierenden betonte Steinbrück, regulärer Islamunterricht dürfe keinesfalls in Konflikt mit dem Grundgesetz geraten und müsse auf Deutsch erteilt werden. Kalisch unterstrich, der neu eingerichtete Erweiterungsstudiengang sei "kein Predigerseminar". Er bemühe sich vielmehr um wissenschaftlich-theologische Forschung. [KNA]
Kirche kritisiert Hilfsblockade durch [Islamisten = Muslime] ( 04.01.2005 )
Kirchliche Verantwortliche in der indonesischen Region Aceh haben muslimische Fundamentalisten wegen ihrer Ablehnung ausländischer Hilfe kritisiert. Zwar begrüße die Mehrheit der Bevölkerung die Hilfe aus Europa, den USA und von katholischen Hilfsorganisationen. Das sagte der Erzbischof-Koadjutor von Medan, Sinaga. Doch Fundamentalisten wiesen die Hilfe jedoch zurück, weil sie darin einen Versuch zur Christianisierung der Region sähen. Sinaga sagte, die kirchliche Hilfe folge aber ausschließlich humanitären Prinzipien. [KNA]
Islamisches Zentralinstitut setzt sich für Katholiken in Türkei ein ( 03.01.2005 )
Das Islam-Archiv-Deutschland setzt sich bei der türkischen Regierung für die Rückgabe der Pfarrgebäude an Istanbuls deutsche katholische Gemeinde ein. In einem in Soest veröffentlichten Brief appellierte das Institut an Ministerpräsident Erdogan, sich persönlich einzusetzen. Das Institut verweist auf Religionsfreiheit in Deutschland, die auch für Ausländer gelte, sowie auf die Möglichkeit, dass Muslime Grundstücke erwerben und Moscheen errichten könnten. [KNA]
Islam im Geiste der Aufklärung ( 20.12.2004 )
Der Münsteraner Religionswissenschaftler Muhammad Kalisch hat einen modernen Islam im Geiste der Aufklärung gefordert. Er appellierte am Sonntag in Münster an alle Bürger, die Kräfte im Islam zu unterstützen, die sich für die geistige und individuelle Freiheit einsetzen. In den Eliten der muslimischen Welt bekenne sich allerdings kaum jemand zu aufklärerischem Denken. Das räumte der bundesweit erste Professor auf einem deutschen Lehrstuhl für "Religion des Islam" ein. Der Koran lasse aber auch moderne Auslegungen zu. Dem Islam dürfe deshalb die Fähigkeit zur Aufklärung, wie sie das Christentum hinter sich habe, nicht grundsätzlich abgesprochen werden, so Kalisch. [epd]
Südostasiatische Staaten fördern moderaten Islam ( 11.12.2004 )
Die Regierungen von vier südostasiatischen Staaten wollen einen moderaten und fortschrittlichen Islam fördern. Das beschlossen die Religionsminister von Brunei, Indonesien, Malaysia und Singapur während ihres Treffens in Singapur. Als erstes Projekt soll gemeinsam ein Buch in Englisch, Malayisch und Arabisch über die moderne Seite des Islam herausgeben werden. In allen vier Ländern existieren neben der jeweils dominierenden Religion - Buddhismus in Singapur und der Islam in den drei anderen Staaten - eine Vielzahl anderer Religionen. [KNA]
Modellversuch islamischer Religionsunterricht gut angelaufen ( 09.12.2004 )
Bildungspolitiker, Pädagogen und Kirchenvertreter haben eine positive erste Bilanz des Modellversuchs islamischer Religionsunterricht in Ludwigshafen gezogen. Der seit September an einer Grundschule erteilte Unterricht werde von Eltern und Kindern gut angenommen. Langfristig müsse bei dem auf vier Jahre angelegten Modellversuch überprüft werden, ob das Unterrichtskonzept auch für andere Schulen im Land übertragbar sei. Die beiden großen Kirchen unterstützen einen islamischen Religionsunterricht. [epd]
Islamrat: Kaum Dialog zwischen Christen und Muslimen in Deutschland ( 06.12.2004 )
Der Islamrat für die Bundesrepublik Deutschland hat sich "enttäuscht" über die Kirchen geäußert. Einen Dialog zwischen Christen und Muslimen gebe es "eher auf unterer Ebene, aber nicht mit Kardinal Lehmann oder Bischof Huber", sagte der Vorsitzende des Rates, Ali Kizilkaya, der Tageszeitung "Die Welt" .Der Islamrat ist einer der drei großen deutschen Dachverbände muslimischer Organisationen. Kizilkaya äußerte seine Bereitschaft, Christen zu unterstützen, "wenn es um den Bau von Kirchen in der Türkei geht". Ausdrücklich bekannte er sich zur Religionsfreiheit und zur Forderung, dass alle Religionen und Gruppen die demokratischen Wertmaßstäbe respektieren. [epd]
Grüne wollen Islam als gleichberechtigte Religion ( 30.11.2004 )
Die Bündnisgrünen wollen den Islam als "gleichberechtigte Religion" anerkennen. Der Parteirat stellte sich am Abend in einem Beschluss zugleich hinter den Vorschlag der Bundesintegrationsbeauftragten Beck . Sie hatte in dem Papier "Islamismus bekämpfen - Islam einbürgern" eine eigene Vertretung muslimischer Religionsgemeinschaften gefordert. Diese solle künftig ein verlässlicher Kooperationspartner sein. Religionsfreiheit bedeute nicht, dass die religiösen Werte über die demokratische Rechtsordnung gestellt werden dürften, so der Parteirat der Grünen. [KNA]
Küng: Islamunterricht in Deutsch verhindert Islamismus ( 23.11.2004 )
Der Tübinger Theologe Hans Küng hat für einen staatlich organisierten Islamunterricht an deutschen Schulen plädiert. Dieser müsse "in deutscher Sprache mit in Deutschland ausgebildeten Lehrern" erteilt werden, sagte Küng der "Stuttgarter Zeitung". Ein solcher Unterricht könne verhindern, dass Kinder im fundamentalistischen Geist erzogen werden. Ein Pflichtbekenntnis der deutschen Muslime gegen Gewalt lehnte er ab. Küng wörtlich: "Da könnte jemand auf die Idee kommen, auch von konservativen amerikanischen Christen ähnliche Bekenntnisse zu fordern." [epd]
Union: Islam vor [Islamisten = Muslime] schützen ! ( 23.11.2004 )
Die Bundesregierung soll den verfassungstreuen Islam vor politischem Islamismus schützen. Das fordert die Union im einem Antrag, der im Bundestag eingebracht werden soll. So genannte Hassprediger sollten ausgewiesen werden. Islamistisch ausgerichtete Moscheen seien stärker zu überwachen, die dafür erforderlichen Sprachkompetenzen der Ermittlungsbehörden zu erhöhen . Zudem fordert sie die Muslime auf, nur deutschsprachige und in Deutschland sozialisierte Geistliche zu akzeptieren, die zum Grundgesetz stünden. [KNA]
Niedersachsen plant flächendeckenden Islam-Unterricht ( 18.11.2004 )
Niedersachsen will als erstes Bundesland langfristig einen flächendeckenden islamischen Religionsunterricht einführen. Seit 2003 läuft an acht Grundschulen des Landes ein Modellversuch mit rund 300 Schülern. Die Resonanz der Schüler, Lehrer und Eltern sei so positiv, daß das Kultusministerium das Projekt ausdehnen wolle, so ein Sprecher. Im Durchschnitt nähmen 80 bis 95 Prozent der muslimischen Schüler an dem deutschsprachigen Unterricht teil, der vom Staat verantwortet werde. Diese Schüler und ihre Eltern fühlten sich stärker in die Schulgemeinschaft eingebunden und beteiligten sich intensiver am Schulleben. [epd]
Käßmann weist Forderung nach islamischem Feiertag zurück ( 17.11.2004 )
Die hannoversche Landesbischöfin Margot Käßmann kritisiert die Forderungen nach einem islamischen Feiertag in Deutschland. Zwar sei die Integration von Ausländern ein zentrales gesellschaftliches Thema. Doch dabei dürfe nicht der christliche Glaube zur Disposition gestellt werden. Käßmann sagte wörtlich: "Was hier mit dem schönen Schein der Integration verkauft wird, ist wohl eher Wahlkampf in Berlin-Kreuzberg." Die Bischöfin widerspricht damit der Forderung des Grünen-Politikers Hans-Christian Ströbele nach einem staatlichen islamischen Feiertag in Deutschland. [epd]
...
_________________
Quran & Sannah = Islaam 
Zuletzt geändert von IslamIno am Mittwoch 20. September 2006, 11:22, insgesamt 2-mal geändert.
|
|
| Nach oben |
|
 |
|
IslamIno
|
Betreff des Beitrags: Verfasst: Mittwoch 20. September 2006, 11:19 |
|
Registriert: Dienstag 24. Januar 2006, 00:00 Beiträge: 1080 Geschlecht: männlich
|
|
"Islam-Feiertag ist Schlag ins Gesicht der Christen" ( 16.11.2004 )
Der Vizepräsident des Europaparlaments und CSU-Europaabgeordnete Friedrich hat die Forderung nach einem islamischen Feiertag als "Schlag ins Gesicht der Christen in Deutschland" bezeichnet. Die Forderung des Grünen-Politikers Ströbele sei "absolut kontraproduktiv". Das sagte Friedrich in Brüssel. Nötig sei vielmehr eine Rückbesinnung auf das gemeinsame christlich-abendländische Wertefundament in Deutschland und Europa. [KNA]
Schavan: Islamische Geistliche sollen in deutscher Sprache predigen ( 15.11.2004 )
Islamische Geistliche sollen verpflichtet werden, in Moscheen in deutscher Sprache zu predigen. Das fordert Baden-Württembergs Kultusministerin Schavan in einem Interview mit der dpa. Imame, die in Arabisch oder anderen Sprachen predigten, setzten sich dem Verdacht von Hetzreden gegen Andersgläubige aus. Vorbild für dieses Konzept sei ein entsprechendes Gesetz in der Schweiz. Liberalität allein reiche nicht aus, um den Frieden in einer Gesellschaft zu garantieren. Man müsse vielmehr ganz aktiv etwas dafür tun, daß Toleranz wachsen kann, ergänzte Schavan. [KNA]
Türkei-Zentrum sieht Trend zur islamischen Religion in Europa ( 31.10.2004 )
Das Essener Zentrum für Türkeistudien sieht unter den europäischen Muslimen einen Trend hin zur Religion, aber weg von islamischen Organisationen. Auch im Islam nähmen die Tendenzen zu, Religion eher als Privatsache zu betrachten. Das sagte der Direktor des Zentrums, Sen. Angesichts von mehr als 15,5 Millionen Muslimen in der EU appellierte der Wissenschaftler für eine verstärkte Aufklärung über den Islam. [epd]
Türkei-Zentrum sieht Trend zur islamischen Religion in Europa ( 30.10.2004 )
Das Essener Zentrum für Türkeistudien sieht unter den europäischen Muslimen einen Trend hin zur Religion, aber weg von islamischen Organisationen. Auch im Islam nähmen die Tendenzen zu, Religion eher als Privatsache zu betrachten. Das sagte der Direktor des Zentrums, Sen. Angesichts von mehr als 15,5 Millionen Muslimen in der EU appellierte der Wissenschaftler für eine verstärkte Aufklärung über den Islam. [epd]
Urteil: Islamisches Kopftuch nicht gleich Ordenstracht ( 18.10.2004 )
Baden-Württembergs Kultusministerin Schavan (CDU) sieht das Tragen eines Ordensgewands oder einer jüdischen Kippa im Unterricht durch das Bundesverwaltungsgericht nicht in Frage gestellt. Das Gericht habe bestätigt, dass das baden-württembergische Verbot des Kopftuchs verfassungsgemäß sei. Das Kopftuch muslimischer Lehrerinnen sei verboten worden, weil es eine politische Botschaft haben könne, die mit dem Grundgesetz nicht vereinbar sei. Dies treffe "weder auf Kreuz noch auf Kippa noch auf die Ordenstracht" zu., zitierte die Ministerin das Gericht. [KNA]
Bilanz: Christlich-islamisches Dialogtreffen in Istanbul ( 12.10.2004 )
Die Teilnehmer des dreitägigen christlich-islamischen Dialogtreffens in Istanbul haben eine positive Bilanz der Veranstaltung gezogen. Die Wissenschaftler sprachen unter anderem über inhaltliche Übereinstimmungen in den Schöpfungsberichten des Koran und der Bibel sowie die Konsequenzen für das Menschenbild beider Religionen. Für das nächste Jahr ist ein weiteres Treffen geplant. Thema soll dann das Jesusbild in Bibel und Koran sein. [KNA]
Behrens ruft auf zu Bündnis gegen radikalen Islamismus ( 29.09.2004 )
NRW-Innenminister Behrens (SPD) hat die Muslime in Nordrhein-Westfalen zu einem breiten Bündnis gegen Islamismus, Terror und Gewalt aufgerufen. Beide Seiten müssten aufeinander zugehen. Er kündigte an, künftig geeignete Polizeibeamte als Islambeauftragte in Polizeibehörden einzusetzen. Auch solle die Polizei verstärkt mit Moscheevereinen zusammenarbeiten. Ein Islamismus, der sich gegen die deutsche Gesellschaft und das Rechtssystem wende, könne nicht geduldet werden, sagte Behrens beim Besuch eines Moscheevereins im Essener Stadtteil Katernberg. Der Aufruf des Ministers wird von den örtlichen Muslim-Vertretern unterstützt. [epd]
Islamisch-christlicher Weltgipfel in Dakar geplant ( 23.09.2004 )
Senegals Präsident Wade hat für Dezember 2006 einen islamisch-christlichen Weltgipfel in Dakar angekündigt. Er wünsche sich auch eine Teilnahme von Papst Johannes Paul II. Das sagte Wade am Rande der UNO-Vollversammlung in New York. Das nach wie vor weit gehende Unverständnis zwischen Christen und Muslimen mache einen "großen Wurf" notwendig, so der Staatspräsident. Der Papst habe bereits im Mai seinen Segen für die Initiative gegeben und ein Gruppe von Kardinälen mit der Vorbereitung beauftragt, heißt es. [KNA]
Berlin verbietet Islamistenkongress ( 20.09.2004 )
Der Berliner Senat hat den für Anfang Oktober geplanten Islamistenkongress in der Hauptstadt verboten. Innensenator Körting erklärte, die Grenzen dessen, was in Deutschland zulässig sei, seien mit dem Aufruf zu dem Kongress weit überschritten worden. Körting kündigte an, man werde auch gegen mögliche Ersatzveranstaltungen vorgehen. Die Initiatoren des "Ersten Arabisch-Islamischen Kongress' in Europa" hatten auf ihrer Internetseite zur Gründung einer "weltweiten Widerstandsbewegung" gegen "zionistische Terrorbanden" aufgerufen. [domradio]
Internet ist Podium islamistischen Terrors ( 15.09.2004 )
"Die Instrumentalisierung der Medien ist zum zentralen Bestandteil der Terrorstrategie geworden." So steht es im neuesten Verfassungsschutzbericht des Landes Nordrhein-Westfalen, den Innenminister Behrens vorgestellt hat. Vor allem das Internet sei "zu einem Schauplatz des islamistischen Terrorismus" geworden. Dort rufen Extremisten zur Gewalt auf, werben Kämpfer und senden Botschaften an ihre erklärten Feinde. Die [Islamisten = Muslime] inszenierten sich nicht mehr wie früher als Opfer, sondern zunehmend als "Rächer und Vollstrecker des vermeintlich göttlichen Willens", heißt es. [epd]
Jemaah Islamiyah für Jakarta-Anschlag verantwortlich ( 10.09.2004 )
Die Terrorgruppe Jemaah Islamiyah hat Australien mit weiteren Anschlägen gedroht. In einer Erklärung im Internet heißt es wörtlich, wir raten allen Australiern in Indonesien abzureisen, oder wir werden es zu ihrem Grab machen. Das Land sei als Ziel ausgewählt worden, weil es einer der schlimmsten Feinde Gottes und des Islam sei. Die Terroristen, denen Verbindungen zur EL-Kaida nachgesagt werden, haben sich zu dem Autobombenattentat mit neun Toten gestern in Jakarta bekannt. Ihre Forderung, alle australischen Soldaten aus dem Irak abziehen, lehnt die Regierung in Canberra ab. [domradio]
Niedersachsen: Islamunterricht wird ausgeweitet ( 05.09.2004 )
Der Islamunterricht an niedersächsischen Grundschulen wird auf die Klassen 3 und 4 ausgeweitet. Der seit einem Jahr laufende Schulversuch habe sich als überaus positiv erwiesen, sagte Kultusminister Busemann in Hannover. Er werde von 4 auf 5 Jahre verlängert. Danach solle entschieden werden, ob der muslimische Religionsunterricht in deutscher Sprache ordentliches Lehrfach werde. Entsprechende Modellversuche gibt es auch in Nordrhein-Westfalen und Bayern. [KNA]
Niedersachsen: Islamunterricht wird ausgeweitet ( 04.09.2004 )
Der Islamunterricht an niedersächsischen Grundschulen wird auf die Klassen 3 und 4 ausgeweitet. Der seit einem Jahr laufende Schulversuch habe sich als überaus positiv erwiesen, sagte Kultusminister Busemann in Hannover. Er werde von 4 auf 5 Jahre verlängert. Danach solle entschieden werden, ob der muslimische Religionsunterricht in deutscher Sprache ordentliches Lehrfach werde. Entsprechende Modellversuche gibt es auch in Nordrhein-Westfalen und Bayern. [KNA]
Niedersachsen: Islamunterricht wird ausgeweitet ( 03.09.2004 )
Der Islamunterricht an niedersächsischen Grundschulen wird auf die Klassen 3 und 4 ausgeweitet. Der seit einem Jahr laufende Schulversuch habe sich als überaus positiv erwiesen, sagte Kultusminister Busemann in Hannover. Er werde von 4 auf 5 Jahre verlängert. Danach solle entschieden werden, ob der muslimische Religionsunterricht in deutscher Sprache ordentliches Lehrfach werde. Entsprechende Modellversuche gibt es auch in Nordrhein-Westfalen und Bayern. [KNA]
Klonen: Im Islam fehlen theologische Richtlinien ( 01.09.2004 )
Wenige Wochen vor der Wiederaufnahme der UN-Verhandlungen über ein weltweites Klonverbot herrscht in der islamischen Welt keine einheitliche Haltung zum Klonen. Das Problem sei, dass es im Islam keine zentrale ethische Instanz gebe, bedauerten Wissenschaftler auf einer Tagung in Berlin. In der Türkei sei zwar ein Ethik-Komitee eingerichtet worden. Dessen Entscheidungen seien aber nicht verbindlich. Umstritten sei zwischen den Theologen, ob das Tötungsverbot im Islam auch für den Embryo gelte. [epd]
[Islamist = Muslim] aus Bayern abgeschoben ( 27.08.2004 )
Erstmals ist ein so genannter islamistischer Gefährder aus Bayern in sein Heimatland abgeschoben worden. Der Jordanier soll Verbindungen zu der Terrorgruppe Al Tawhid gehabt und Spenden für die Organisation gesammelt haben. Das teilte das bayerische Innenministerium mit. Der Mann war 1996 mit einer falschen irakischen Identität als Flüchtling nach Deutschland gekommen und hatte anschließend in München gewohnt. [domradio]
Megawati: Islamismus in Indonesien nicht überbewerten ( 02.08.2004 )
Die indonesische Staatspräsidentin Megawati hat vor einer Überbewertung radikaler islamischer Strömungen in Indonesien durch westliche Beobachter gewarnt. Gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen Christen und Muslimen wie beispielsweise auf den Molukken seien keine religiösen Konflikte. . Die Konflikte hätten vielmehr ihre Ursachen in sozialen und ethnischen Spannungen. In dem muslimisch geprägten Land sind knapp zehn Prozent der Bevölkerung Christen. Das betonte Megawati in Jakarta gegenüber dem Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Nikolaus Schneider. Eine Delegation der rheinischen Kirche besucht derzeit PartnerkircheDn in Indonesien [epd]
Bischöfin Käßmann: Islamisches Kopftuch kein rein religiöses Symbol ( 29.07.2004 )
Die hannoversche Landesbischöfin Margot Käßmann hat Frauenfeindlichkeit und einen Missbrauch der Religion in islamischen Gesellschaften beklagt. Dass muslimische Mädchen auch in Deutschland nicht zum Schwimmunterricht oder auf Klassenfahrten dürften, finde sie "unerträglich", sagte sie dem Kölner Stadtanzeiger. Zugleich bekräftigte sie ihre Ablehnung des muslimischen Kopftuchs für Beamtinnen. Das Kopftuch sei kein rein religiöses Symbol. Es stehe vielmehr auch für den Islamismus, der nicht vereinbar sei mit demokratischen Werten, so Bischöfin Käßmann. [epd]
Islam-Experte propherzeit muslimische Mehrheiten in Europa ( 28.07.2004 )
In Europa wird es nach Ansicht des renommierten Nahost-Experten Bernard Lewis (88) am Ende des 21. Jahrhunderts muslimische Mehrheiten in der Bevölkerung geben. Europäer heirateten im Gegensatz zu den türkischen oder arabischen Einwanderergruppen spät und hätten keine oder nur wenige Kinder, sagte Lewis der Zeitung "Die Welt". Zum Kampf gegen den Terrorismus sagte Lewis, man müsse die Möglichkeit einkalkulieren, dass El Kaida gewinnen könnte. Das Terrornetzwerk habe viele Verbündete im Westen. Der radikale Islam übe Anziehungskraft auf Menschen aus . [epd]
Innenminister beschließen [Islamisten = Muslime]-Datei ( 08.07.2004 )
Die Innenminister von Bund und Ländern haben sich bei ihrer Konferenz in Kiel darauf geeinigt, eine zentrale [Islamisten = Muslime]-Datei einzuführen. Bundesinnenminister Schily erklärte nach der Sitzung, die genaue Ausgestaltung der [Islamisten = Muslime]-Datei müsse aber noch geprüft werden. Außerdem vereinbarten die Minister bei der Bekämpfung des Terrorismus eine engere Zusammenarbeit von Bundes- und Landesbehörden. - Weiteres Thema war der wachsende Betrug mit EC- und Kreditkarten. Die Innenministerkonferenz forderte Einzelhandel und Kreditwirtschaft auf, dafür zu sorgen, daß die Karten nur noch mit Geheimzahl benutzt werden. Dieses Verfahren sei das sicherste und schütze sowohl Händler wie Kunden. [domradio]
Islamunterricht in deutscher Sprache: positive Bilanz in NRW ( 30.06.2004 )
Fünf Jahre nach Beginn des Modellversuchs "Islamische Unterweisung in deutscher Sprache" zieht die nordrhein-westfälische Schulministerin Schäfer eine positive Bilanz. Das Fach leiste einen wichtigen Beitrag zur Integration von Ausländern und gegen islamistische Strömungen, so die die Ministerin. An dem Unterricht nehmen inzwischen 5.000 muslimische Schüler an 100 Schulen aller Schulformen teil. Nordrhein-Westfalen ist das erste Bundesland, das seit dem Schuljahr 1999/2000 Islamische Unterweisung auf Deutsch anbietet. Weitere Modellversuche gibt es in Niedersachsen und Bayern. [KNA]
Schily fordert mehr Initiative von Muslimen gegen Islamismus ( 28.06.2004 )
Bundesinnenminister Otto Schily hat die Muslime in Deutschland erneut aufgefordert, sich vom Islamismus zu distanzieren und bei seiner Überwindung mitzuwirken. Bei einer einer Veranstaltung der Evangelischen Akademie Tutzing sagte Schily am Sonntag, dass bei der Bekämpfung des Terrorismus allerdings rechtsstaatliche Grundsätze strikt eingehalten werden müssen. Folter sei daher nicht gerechtfertigt. Schily plädierte darüber hinaus für ernsthafte Verhandlungen mit der Türkei über einen EU-Beitritt. Ein muslimisch geprägtes Land in der EU wäre ein wichtiges Symbol gegen eine aus Hass geborene Trennung der Menschen, so der Minister. [epd]
Studie: Religionsfreiheit in islamischen Staaten gewachsen ( 27.06.2004 )
Die Lage der Religionsfreiheit hat sich in einigen islamisch geprägten Ländern im vergangenen Jahr leicht gebessert. Das ergab eine Studie des internationalen Hilfswerkes "Kirche in Not". Positive entwickelte sich demnach die Situation in der Türkei, Kasachstan, Kuwait und Marokko. Weiterhin extrem schlecht ist die Lage aber in Saudi-Arabien. Auch die Lage in kommunistischen Ländern ist laut der Studie unverändert. Auch für Europa beklagt der Bericht staatliche Behinderungen der Religionsfreiheit, unter anderem auch in den EU-Staaten Tschechien und Griechenland. Als Grund nennt die Studie Tschechiens Ablehnung des Grundlagenvertrags mit dem Heiligen Stuhl und die staatliche Bevorzugung der griechisch-orthodoxen Kirche in Griechenland. [KNA]
Küng warnt vor einem Feindbild "Islam" ( 26.06.2004 )
Die in Deutschland lebenden Muslime müssen nach Ansicht von Islam-Experten ihr Verhältnis zur Demokratie klären. Bisher fehle von ihrer Seite ein deutliches Bekenntnis dazu, lautete das Fazit der Veranstaltung "Dialog der Kulturen" in München. Der Tübinger Theologe Hans Küng warnte unterdessen in Berlin vor einem Feindbild Islam. Angesichts wachsender Vorurteile seien heute Wahrhaftigkeit und Gerechtigkeit gegenüber Muslimen nötig. Es dürfe nicht zu einer Sündenbock-Mentalität und einem polarisierenden Block-Denken kommen. Dies bereite nur den Boden für Fehlinformationen von Medien oder Geheimdiensten, so Küng. [KNA]
Studie: Religionsfreiheit in islamischen Staaten gewachsen ( 26.06.2004 )
Die Lage der Religionsfreiheit hat sich in einigen islamisch geprägten Ländern im vergangenen Jahr leicht gebessert. Das ergab eine Studie des internationalen Hilfswerkes "Kirche in Not". Positive entwickelte sich demnach die Situation in der Türkei, Kasachstan, Kuwait und Marokko. Weiterhin extrem schlecht ist die Lage aber in Saudi-Arabien. Auch die Lage in kommunistischen Ländern ist laut der Studie unverändert. Auch für Europa beklagt der Bericht staatliche Behinderungen der Religionsfreiheit, unter anderem auch in den EU-Staaten Tschechien und Griechenland. Als Grund nennt die Studie Tschechiens Ablehnung des Grundlagenvertrags mit dem Heiligen Stuhl und die staatliche Bevorzugung der griechisch-orthodoxen Kirche in Griechenland. [KNA]
Küng warnt vor einem Feindbild "Islam" ( 25.06.2004 )
Die in Deutschland lebenden Muslime müssen nach Ansicht von Islam-Experten ihr Verhältnis zur Demokratie klären. Bisher fehle von ihrer Seite ein deutliches Bekenntnis dazu, lautete das Fazit der Veranstaltung "Dialog der Kulturen" in München. Der Tübinger Theologe Hans Küng warnte unterdessen in Berlin vor einem Feindbild Islam. Angesichts wachsender Vorurteile seien heute Wahrhaftigkeit und Gerechtigkeit gegenüber Muslimen nötig. Es dürfe nicht zu einer Sündenbock-Mentalität und einem polarisierenden Block-Denken kommen. Dies bereite nur den Boden für Fehlinformationen von Medien oder Geheimdiensten, so Küng. [KNA]
Senator Körting: Islamismus bedeutendste Bedrohung ( 09.06.2004 )
Der organisierte Islamismus entwickelt sich zur bedeutsamsten extremistischen Bedrohung des beginnenden 21. Jahrhunderts. Dieser Ansicht ist Berlins Innensenator Körting (SPD). Nachdem Links- und Rechtsextremismus an Bedeutung verloren hätten, sei künftig "Islamismus eines der zentralen Probleme", sagte es bei der Vorstellung des Berliner Verfassungsschutzberichts für 2003. Etwa 1,3 Prozent der in Berlin lebenden Ausländer lassen sich laut Verfassungsschutz extremistischen Organisationen zurechnen. Mit fast 4000 Personen bilden [Islamisten = Muslime] darunter die Mehrheit. Hauptziel müsse nun sein, junge Muslime nicht in die Fänge islamistischer Kreise geraten zu lassen, so Körting. [epd]
Islamexperte: EU-Beitritt der Türkei nicht ohne Bedingungen ( 06.06.2004 )
Der Göttinger Islamwissenschaftler Bassam Tibi hat sich für einen Beitritt der Türkei in die Europäische Union unter bestimmten Bedingungen ausgesprochen. Eine Aufnahme sei nur möglich, wenn sich zuvor die rund vier Millionen in der EU lebenden Türken in die europäische demokratische Gesellschaft integriert hätten. Das sagte Tibi in Frankfurt am Main. Erst wenn deren Integration gelungen sei, könne das Land am Bosporus zur "Brücke zwischen Morgen- und Abendland" werden. [epd]
OVG verhandelt Ausweisung des Islamistenführers Kaplan ( 26.05.2004 )
Das Oberverwaltungsgericht in Münster berät heute über die Ausweisung des als "Kalifen von Köln" bekannten Islamistenführers Metin Kaplan. Sollten die obersten Verwaltungsrichter in NRW den bestehenden Abschiebestopp aufheben, planen die zuständigen Bundes- und Landesbehörden nach Medienberichten eine sofortige Abschiebung Kaplans in die Türkei. Das Verwaltungsgericht Köln hatte in der letzten Woche eine Ausweisungsverfügung als rechtmäßig erklärt. Der Islamistenführer hatte in Deutschland wegen Aufrufs zum Mord an einem Rivalen eine vierjährige Haftstrafe verbüßt. Seine Auslieferungshaft wurde aber mit der Begründung beendet, ihn erwarte in der Türkei kein faires Verfahren. [epd]
Patten warnt vor westlicher Arroganz gegenüber dem Islam ( 25.05.2004 )
EU-Außenkommissar Chris Patten hat vor moralischer Arroganz gegenüber dem Islam und der arabischen Welt gewarnt. Es gebe wenige Zeichen eines Werte-Konflikts zwischen dem westlichen und dem arabischen Kulturkreis. sagte Patten im Center für Islamische Studien in Oxford. Nicht die unterschiedlichen Gesellschaften stünden in Opposition, sondern "Zivilisation und Barbarentum". Patten erinnerte an Europas Vergangenheit und mahnte Bedacht bei der Beurteilung muslimischer Kultur an. Der Holocaust und das "christliche Erbe des offenen oder verdeckten Antisemitismus" belegten, dass Europäer nicht automatisch Hüter einer höheren Moral seien. [KNA]
Schweizer Kurienkardinal: Islam ist fanatisch ( 24.05.2004 )
Der Islam ist nach Ansicht des Schweizer Kurienkardinals Georges Maria Cottier "fanatisch und zweideutig". Es gelinge dem Islam nicht, sich gegen den Terrorismus zu verteidigen. Das sagte der Päpstliche Hoftheologe in einem Interview. Die Religiosität der Muslime kann nach den Worten des Kardinals "für uns Christen zur Aufforderung werden, unseren eigenen Glauben bewusster zu leben". Das müsse aber ohne Illusion geschehen, denn die Glaubenspraxis der Muslime in Europa sei sehr gering. [KNA]
Tettamanzi: Christen haben keine Angst vor dem Islam ( 23.04.2004 )
Das Christentum hat nach Ansicht des Mailänder Kardinals Tettamanzi keinen Grund zur Angst vor dem Islam. Man befinde sich in einem langen, historischen Prozess, in dessen Verlauf die fundamentalistischen Kräfte innerhalb des Islam isoliert werden müssten. Nur so könne eine neue Ära der Demokratie und der Achtung der Personenrechte erreicht werden. Zum christlichen Glauben gehöre, anders als beim Islam, wesentlich das Element der "Schwäche". Es handele sich jedoch um eine Schwäche, die vor niemandem Angst habe und die aus einer inneren Stärke heraus zur Begegnung und zum Dialog mit allen in der Lage sei, so der Kardinal in einem Zeitungsinterview. [KNA]
Pflüger: Islamterror ist Beginn eines neuen Weltkrieges ( 07.04.2004 )
Der außenpolitische Sprecher der Unions-Bundestagsfraktion, Pflüger (CDU), hat den islamistischen Terror als den "Beginn eines Krieges von weltweitem Ausmaß" bezeichnet. Die Gefahren des "umgekehrten Kreuzzuges" sollten nicht verharmlost werden. Die Öffentlichkeit werde in Deutschland von den Sicherheitsbehörden nicht offen genug über die "konkrete Bedrohungslage" informiert - so der Unionspolitiker . Von Muslimen erwarte er einen "Aufstand der Anständigen". Muslime sollten ihre klare Ablehnung terroristischer Gewalt deutlich machen. [KNA]
Jeder Dritte hat Angst vor dem Islam ( 31.03.2004 )
Mehr als ein Drittel der Deutschen hat Angst vor dem Islam. Die große Mehrheit jedoch sieht in ihm nichts Bedrohliches. Das ergab eine Forsa-Umfrage im Auftrag des Hamburger Magazins "Stern". Demnach sind 63 Prozent aber der Ansicht, dass sich Muslime in Deutschland stärker integrieren sollten. Nach den Terroranschlägen der vergangenen Monate hat sich der Umfrage zufolge für 42 Prozent der Deutschen das Bild vom Islam verschlechtert. [epd]
Anglikanischer Alt-Primas: Islamische Kultur ist unbeweglich ( 27.03.2004 )
Der anglikanische Alt-Primas George Carey hat mit seinen Äußerungen zum Islam scharfen Widerspruch auf sich gezogen. Carey hatte insbesondere kritisiert, daß moderate Islamistenführer Selbstmordattentate nicht schärfer verurteilten. Die islamische Kultur bezeichnete er als autoritär und unbeweglich. Auch seien viele islamische Regierungen nur mit Hilfe von Waffengewalt an der Macht. Der britische Islamrat wies die Äußerungen zurück. Carey habe alte Vorurteile wieder aufgewärmt. [KNA]
Elyas distanziert sich von islamischen Terrorismus ( 17.03.2004 )
Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Elyas, hat sich vom islamistischen Terrorismus ausdrücklich distanziert. Die Terroristen El Kaidas verfolgten selbst definierte Ziele und hätten eine selbst zusammengezimmerte Ideologie. Das sagte Elyas in Hannover. Vor der großen Mehrheit der Muslime brauche sich die deutsche Gesellschaft nicht zu fürchten. Die Muslime in Europa hätten bereits angefangen, eine europäische Identität auszubilden. Allerdings wollten sie nicht auf das Kopftuch und auf geschächtetes Fleisch verzichten. [epd]
ICK: Kopftuchverbot diskriminiert Islam als Täterreligion ( 17.03.2004 )
Gegen ein Kopftuchverbot für Lehrerinnen im Schuldienst hat sich die Islamisch-Christliche Konferenz (ICK) ausgesprochen. Der Islam würden durch ein solches Verbot von vornherein als "Täterreligion" unter Verdacht gestellt. Ein Kopftuchverbot würde Ängste in der Bevölkerung bestätigen und verstärken sowie auf die muslimische Minderheit einen starken Assimilationsdruck ausüben. Da ein Verbot nur weibliche Muslime träfe, nicht aber männliche, die es ebenfalls im Schuldienst gebe, sei ein derartiges Verbot auch mit dem Gleichheitsgrundsatz nicht zu vereinbaren, betonte die islamisch-christliche Freundschaftsorganisation in Pforzheim. [KNA]
Forscher: Kirchen kein vordringliches Ziel von Islam-Terror ( 17.03.2004 )
Der Essener Terrorismusforscher Hirschmann sieht christliche Gotteshäuser nicht als vordringliche Anschlagsziele radikaler [Islamisten = Muslime]. Aber es sei auch nicht ganz auszuschließen, dass die Terroristen große Kirchen als symbolische Ziele auswählten. Sie hätten jedoch im Terrorismushandbuch der El Kaida keine Priorität. Als Gründe nannte Hirschmann einen nach wie vor vorhandenen Respekt der [Islamisten = Muslime] vor christlichen Gotteshäusern und dem Christentum als monotheistischer Religion. Solche Anschläge wären auch in der islamischen Welt schwer vermittelbar. Um einen Kulturkampf zwischen Islam und Christentum handele es sich nicht, unterstrich Hirschmann. [KNA]
Französischer Islamrat: Anschläge widersprechen dem Koran ( 16.03.2004 )
Der französische Islamrat und mehrere muslimische Organisationen in Frankreich haben vor einer neuen Islamfeindlichkeit als Folge der Anschläge von Madrid gewarnt. Die Anschläge widersprächen dem Koran und schadeten dem Ansehen seiner Religion. Das erklärte der Dachverband der Islam-Organisationen in Paris. Der Islam verbiete ausdrücklich, Menschen zu töten. [KNA]
Uni Osnabrück bietet Weiterbildung zum Islam-Lehrer ( 11.03.2004 )
Die Universität Osnabrück bietet ab April eine Lehrer-Weiterbildung für islamischen Religionsunterricht in deutscher Sprache an. Zu den Lehrinhalten in Osnabrück zählen das "Studium des Islam" sowie Fachdidaktik und Religionspädagogik .Bewerben können sich Lehramtsstudenten sowie ausgebildete Lehrer muslimischen Glaubens. Der internetgestützte Fernkurs ist die bundesweit zweite akademische Ausbildungsmöglichkeit zum Islamunterricht . Im Dezember hatte ein islamisches Ausbildungsinstitut an der Uni Münster eröffnet. [KNA]
Italien: Muslim-Aktivist verklagt den Papst wegen "Islam-Beleidigung" ( 01.03.2004 )
Der italienische Muslim-Aktivist Abdel Smith hat Papst Johannes Paul II. und mehrere Kardinäle wegen angeblicher Beleidigung des Islam verklagt. Der Vorsitzende der Splittergruppe "Union islamischer Muslime" reichte beim Gericht der Abruzzen-Hauptstadt Aquila Klage gegen das Kirchenoberhaupt wegen Äußerungen aus dem Jahr 1994 ein. Der Papst hatte damals in einem Buch koran-kritische Bemerkungen getan. Gegen Kardinal Ratzinger will Smith wegen dessen Äusserung vorgehen, das Christentum sei vorrangig vor anderen Religionen. Der italienische Muslimführer war schon früher durch spektakuläre Aktionen aufgefallen. So hatte er ein Kreuz aus dem Zimmer seiner Mutter in einem Hospital in Aquila geworfen. [KNA]
Ebadi: Islam und Demokratie sind vereinbar ( 25.02.2004 )
Friedensnobelpreisträgerin Shirin Ebadi hat die Wahlen im Iran erneut kritisiert. Wenn der Wille des Volkes weiter mißachtet werde, dann vergrößere sich die Kluft in der Gesellschaft des Landes. Das beklagte Ebadi heute vor dem Außenausschuß des EU-Parlaments in Brüssel. Der Urnengang habe nicht in Übereinstimmung mit der iranischen Verfassung gestanden und auch nicht den internationalen Verpflichtungen des Landes entsprochen. Meinungsfreiheit und Frauenrechte würden im Iran nicht geachtet. Wenn der Islam korrekt interpretiert werde, sei er aber mit der Demokratie sehr wohl vereinbar, so die Friedensnobelpreisträgerin. [KNA]
Beck: Beim Dialog mit dem Islam risikobereit sein ( 06.02.2004 )
Zu einem Dialog mit dem Islam gibt es nach Auffassung der Bundesintegrationsbeauftragten Marieluise Beck (Grüne) keine Alternative. Auch angesichts ungeklärter Strukturen bei muslimischen Organisationen wie der umstrittenen Gruppierung Milli Görüs müsse man "in ein politisches Risiko gehen", um das Gespräch fortzuführen. Ein "Koordinatensystem der Ächtung" muslimischer Gesprächspartner sei nicht einfach aufzustellen, warnte Beck bei einer Podiumsdiskussion in Bremen. Die verzweigten Strukturen islamischer Vereinigungen seien zuwenig durchsichtig. Zur Kopftuch-Debatte sagte Beck, sie befürchte, dass ein Verbot mehr Wege zur Integration verschließe als öffne. [epd]
Innenministerium will differenzierten Blick auf den Islam fördern ( 13.01.2004 )
Das Bundesinnenministerium will zu einem differenzierenden Blick auf den Islam beitragen. Islam, Islamismus, Religion und extremistische Ideologien dürften nicht gleichgesetzt werden. Deshalb solle ein neues Buch aus der Reihe "Texte zur Inneren Sicherheit" hier Klarheit schaffen, so das Ministerium. Beim gewachsenen religiösen Pluralismus in Deutschland sei die soziale Integration auch der Muslime eine wichtige politische Aufgabe .Die im Buch veröffentlichten Studien untersuchen die Integration des Islam in Deutschland . Ausserdem die Religiosität im Alltag Jugendlicher und ihre Bedeutung für die Gewaltbereitschaft . [epd]
EU: Antisemitismus verurteilen - Konfrontation mit dem Islam vermeiden! ( 12.12.2003 )
Die EU-Staats- und Regierungschefs haben Antisemitismus verurteilt und ihre "tiefe Betroffenheit" über den Zuwachs antisemitischer Intoleranz bekundet. Bei ihrem Gipfeltreffen in Brüssel beklagten sie Übergriffe gegen Einzelpersonen und religiöse Stätten. Die Staatschefs riefen zugleich zur Vertiefung des interreligiösen Dialogs auf. Es müsse ein nachhaltiger und offener Dialog mit den verschiedenen religiösen und philosophischen Gemeinschaften geführt werden. Dies sei ein Werkzeug für Frieden und gesellschaftlichen Zusammenhalt in Europa und an seinen Grenzen. Mit dem Islam solle eine Konfrontation vermieden werden. Dies wirke dem Fundamentalismus entgegen, sagt EU-Präsident Berlusconi. [KNA]
Uni Münster: Ausbildung für islamischen Religionsunterricht ( 09.12.2003 )
An der Universität Münster werden künftig Lehrkräfte für den islamischen Religionsunterricht an deutschen Schulen ausgebildet. Der bundesweit einmalige Studiengang beginne im kommenden Sommersemester, teilte die Hochschule zur Eröffnung des zuständigen Centrums für Religiöse Studien mit. Die Einrichtung befasst sich nicht nur mit dem Islam, sondern auch mit orthodoxem Christentum und Judentum. Für den Bereich der orthodoxen Religionslehre und des islamischen Unterrichts sollen im nächsten Jahr zwei neue Lehramtsstudiengänge starten. Neben der Lehrerausbildung werde sich das Centrum mit interreligiösen und interkulturellen Fragen befassen, hieß es. [epd]
NRW-CDU fordert Gesetze gegen Islamismus ( 03.11.2003 )
Mit Gesetzesinitiativen will die CDU-Fraktion im nordrhein-westfälischen Landtag den ihrer Ansicht nach wachsenden Islamismus im Land stoppen. So seien die behördlichen Auflagen für die Bonner König-Fahd-Akademie völlig unzureichend. Das erklärte heute der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Bernhard Recker. Hier seien gesetzliche Konsequenzen notwendig. Künftig sollen nach der CDU-Forderung alle so genannten Ergänzungsschulen wie die Akademie genehmigungspflichtig sein und regelmäßig auf ihre Unterrichtsinhalte kontrolliert werden. Außerdem kündigte Recker eine Initiative gegen das Kopftuch-Tragen an Schulen noch in diesem Monat an. [KNA]
172 Ermittlungsverfahren mit islamistischem Hintergrund ( 29.10.2003 )
Derzeit gibt es bundesweit 172 Ermittlungsverfahren mit islamistisch-terroristischem Hintergrund. Das erklärte die Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der CDU/CSU-Fraktion zur Gefahrenabwehr von Bio-Terrorismus. Das Bundeskriminalamt habe in 65 Fällen die Ermittlungen übernommen. [KNA]
Schavan: Kopftuch wird im Islam instrumentalisiert ( 20.10.2003 )
Die baden-württembergische Kultusministerin Schavan hat ihre Absicht zum Verbot des Kopftuchs in der Schule bekräftigt. Das Kopftuch werde im Islam politisch instrumentalisiert. Das bleibe das Hauptargument für ein gesetzliches Verbot, so Schavan in Berlin. Wörtlich betonte die stellvertretende CDU-Vorsitzende: "Zur Zeit der Kreuzzüge hätte man auch Kreuze aus den Schulen verdrängen müssen." Politisierung von Religion sei etwas "Grauenvolles undHochgefährliches". [KNA]
Frankreichs Bischöfe warnen vor Verteuflung des Islam ( 08.10.2003 )
Der Vorsitzende der Französischen Bischofskonferenz, Erzbischof Jean-Pierre Ricard, hat vor einer Verteufelung des Islam gewarnt. Gleichzeitig sei "erhöhte Wachsamkeit" nötig, weil sich ein "erobernder Islam" verbreite, so Ricard in einem Interview der französischen Tageszeitung "Le Monde". Der Erzbischof von Bordeaux betonte, es dürfe "keine Vermischung zwischen Islam, Fundamentalismus und Terrorismus" geben. Sonst sei es unmöglich, über den Platz des Islam in der französischen Gesellschaft nachzudenken. [KNA]
Islamwissenschaftler Raddatz: Kopftuch-Urteil gefährdet Gleichberechtigung ( 24.09.2003 )
Wegen des Karlsruher Kopftuch-Urteils befürchtet der Islamwissenschaftler Hans Peter Raddatz einen jahrelangen Spaltungsprozeß in der Gesellschaft. Dies betreffe sowohl die zu erwartenden Gesetzgebungsverfahren in den Ländern zu als auch die Auseinandersetzungen zwischen Eltern, Schulen und Öffentlichkeit. Gefährdet sieht Raddatz besonders die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau. Negative Konsequenzen könne das Urteil langfristig gerade für europäische Frauen haben. Wenn die Vorstellungen der islamischen Gemeinschaft weiter vorrückten, dann werde auch islamisches Rechtsdenken weiter Fuß fassen, sagte der Islamwissenschaftler im domradio. Das Kopftuch sei ein Symbol für die Geschlechtertrennung und für das Vorrecht des Mannes im Islam, das öffentliche Auftreten von Frauen zu reglementieren. Raddatz warnte davor, daß sich in Zukunft möglicherweise auch manche westliche Frau mit solchen so wörtlich "chauvinistischen und Mann-lastigen Regeln abfinden" müsse. [domradio]
Bischofskonferenz: 300 Seiten-Papier über Verhältnis zum Islam ( 23.09.2003 )
Am zweiten Tag ihrer Herbstvollversammlung wollen die katholischen Bischöfe heute eine Schrift zum Verhältnis Christen und Muslime in Deutschland vorlegen. Das Werk soll 300 Seiten umfassen. Gestern hatte der Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Lehmann, vor einem Generationenkonflikt gewarnt. Die Generationen müßten zu einer neuen ethischen Verantwortung untereinander finden, betonte Lehmann in Fulda.Die Herbstvollversammlung der Bischöfe dauert noch bis Donnerstag. [KNA]
Frankreichs Islamrat gegen Gesetz zu Kopftuch ( 20.09.2003 )
Der Präsident des französischen Islamrats, Boubakeur, hält ein Gesetz zum Verbot des Tragens des islamischen Kopftuchs in öffentlichen Einrichtungen für "unverhältnismäßig", denn die Gesetze des Landes seien auch für Muslime gültig. Die französischen Muslime hätten bereits im Jahr 2000 eine Erklärung unterzeichnet, in der die weltanschauliche Neutralität des Staates und seiner Einrichtungen akzeptiert werde. Die französische Regierung erwägt ein Gesetz zum Verbot des islamischen Kopftuchs. [KNA]
Elyas: Weltfriedenstreffen künftig in islamischem Land ( 10.09.2003 )
Durch ein Weltfriedenstreffen allein die Probleme der Welt zu lösen, sei eine Illusion. Zu diesem Schluß kommt der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime (ZMD), Elyas, nach Abschluß der Veranstaltung in Aachen. Schließlich besäßen die Teilnehmer des Treffens nicht die politische Macht. Für die Zukunft kann sich Elyas ein solches Treffen auch in einem islamisch geprägten Land vorstellen. Viele Staaten mit islamischer Mehrheit würden ein solche Begegnung begrüßen. [KNA]
IGFM: Islamische Verbände sollen Steinigung ächten ( 04.09.2003 )
Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) hat die islamischen Verbände und Gemeinschaften in Deutschland aufgerufen, sich gegen die Steinigung auszusprechen. IGFM-Vorstandssprecher Lessenthin sagte, es komme darauf an, islamische Staaten und die Gläubigen für die Ächtung dieser Strafmethode zu gewinnen. "Entsetzt" äußerte sich Lessenthin darüber, dass der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland, die Steinigung und andere Körperstrafen offenbar für rechtens halte. [KNA]
Chiaretti: Skepsis angesichts islamischen Religionsunterrichts ( 25.08.2003 )
Die katholische Kirche in Italien sieht die Einführung von islamischem Religionsunterricht an deutschen Schulen mit Skepsis. Erzbischof Chiaretti, Leiter der Kommission für den interreligiösen Dialog in der Italienischen Bischofskonferenz, sagte in einem Interview, auch staatlich kontrollierter Religionsunterricht werde nichts am Einfluß der Koranschulen ändern. Streng gläubige muslimische Kinder würden die staatlich nicht kontrollierten Koranschulen auch weiterhin besuchen. Trotz dieser Bedenken erklärte der Erzbischof, die katholische Kirche würde sich einer eventuellen Einführung von islamischem Religionsunterricht in Italien nicht widersetzen. Letztlich handele es sich um eine politische Entscheidung. An Niedersachsens Schulen wird islamischer Religionsunterricht derzeit als ordentliches Lehrfach im Rahmen eines Schulversuchs eingeführt, in Berlin gibt es das Fach bereits als freiwilliges Angebot in alleiniger Verantwortung von Religionsgemeinschaften. [KNA]
Bischöfe begrüßen Islam-Unterricht in Niedersachsen ( 22.08.2003 )
Die katholischen Bischöfe von Hildesheim und Osnabrück, Homeyer und Bode, haben den Schulversuch "Islamischer Religionsunterricht" an niedersächsischen Grundschulen begrüßt. Der Versuch sei der geeignete Weg, muslimischen Schülern religiöse Bildung zu ermöglichen, heißt es. Verlaufe der Versuch erfolgreich müsse der Staat auch für die Ausbildung muslimischer Lehrer Sorge tragen, so die Bischöfe. Auch für die christliche Religionslehre müsse die Lehrer- und Unterrichtsversorgung gewährleistet bleiben. [KNA]
Niedersachsen: Ab morgen islamischer Religionsunterricht an Grundschulen ( 20.08.2003 )
Mit Beginn des Schuljahres beginnt morgen in Niedersachsen der Schulversuch "Islamischer Religionsunterricht". Erstmals in Deutschland bietet damit ein Bundesland muslimische Religionslehre als ordentliches Lehrfachan, wie Kultusminister Busemann (CDU) in Hannover mitteilte. Der islamische Religionsunterricht wird zunächst an acht niedersächsischen Grundschulen in deutscher Sprache erteilt. Der Lehrplan ist bei den meisten Vereinen undOrganisationen der Muslime in Niedersachsen auf Zustimmung gestoßen. Der vier Jahre dauernde Versuch wird von den Behörden begleitet. [KNA]
Radikale [Islamisten = Muslime] greifen Christen an ( 22.07.2003 )
Radikale [Islamisten = Muslime] gewinnen im Irak zunehmend an Einfluß. Das meldet das internationale Hilfswerk "Kirche In Not Ostpriesterhilfe". Christen seien von Moschee-Sprechern im Rundfunk aufgefordert worden, zum Islam überzutreten. In der Gegend um Basra gebe es Übergriffe gegen Christen. Christliche und muslimische Mädchen, die kein Kopftuch tragen, würden eingeschüchtert. Als Hintergrund sieht die Hilfsorganisation die nach wie vor katastrophale Situation der Bevölkerung im Irak. Vielerorts seien die Menschen gezwungen, verseuchtes Wasser zu trinken. Die hohe Zahl an Todesfällen bei Kindern sei darauf zurückzuführen. In allen Teilen des Landes fehle es zudem an Medikamenten und medizinischem Gerät. [domradio]
Erstmals islamischer Religionsunterricht in Niedersachsen ( 03.07.2003 )
Acht niedersächsische Grundschulen bieten nach den Sommerferien erstmals islamischen Religionsunterricht an. Das Kultusministerium in Hannover gab die Schulen gestern bekannt, an denen Ende August ein seit langem geplanter Modellversuch mit deutschsprachigem Religionsunterricht für muslimische Kinder starten soll. Nach Angaben von Ministeriumssprecher Georg Weßling wird islamischer Religionsunterricht in deutscher Sprache, der nicht mit der in Nordrhein-Westfalen eingeführten Islamkunde gleichzusetzen ist, bislang lediglich an einer Schule in Bayern erprobt. Nunmehr soll er an jeweils einer Grundschule in Hann, Münden, Salzgitter, Hannover, Lehrte, Garbsen, Osnabrück, Melle und Rotenburg eingeführt werden. Kultusminister Bernd Busemann (CDU) bezeichnete den Religionsunterricht für muslimische Schüler als Beitrag zur Integration, der zugleich Toleranz fördere. Der Unterricht werde von erfahrenen Lehrkräften erteilt, die bereits langjährig im Muttersprachlichen Unterricht für Einwandererkinder eingesetzt seien und an einer Fortbildung teilgenommen hätten. Der Lehrplan für den Religionsunterricht sei in Zusammenarbeit mit den islamischen Glaubensgemeinschaften erarbeitet worden. Lediglich die Vertretung der Aleviten habe dem Plan nicht zugestimmt. Der Unterricht sei jedoch auch für Kinder dieser Glaubensrichtung offen. [domradio]
Irak: [Islamisten = Muslime] zwingen Christinnen zum Tragen des Schleiers ( 20.06.2003 )
Die christliche Minderheit im Irak wird zunehmend von islamischen Fundamentalisten unter Druck gesetzt. Darauf weist das katholische Hilfswerk "Kirche in Not/Ostpriesterhilfe" in München hin. Mitarbeiter der Organisation berichteten, Christinnen seien im schiitischen Süden des Landes zum Trageneines Schleiers gezwungen worden. Tausende christliche Familien hätten seit Monaten keine Einkünfte mehr. Trotz Repressalien würden christliche Organisationen aber weiter Hilfe für Muslime und Christen leisten, hieß es. Die Lage der Menschen sei auch zwei Monate nach Kriegsende "katastrophal". Kinder litten an Unterernäherung und seien in manchen Regionen von Cholera bedroht- so "Kirche in Not". [KNA]
Papstgesandter warnt vor islamischen Fundamentalisten im Irak ( 03.06.2003 )
Der päpstliche Sondergesandte im Irak hat vor wachsendem Einfluß islamischer Fundamentalisten gewarnt. Es habe immer Fundamentalisten gegeben, doch dürfe ihre Stimme nicht die Oberhand gewinnen. Das sagte der deutsche Kurienerzbischof Paul Josef Cordes in Bagdad. Mehrere islamische Führer hatten ihren Wunsch nach Errichtung eines muslimischen Staates im Irak geäußert. Dies rief unter anderem die US-Führung auf den Plan, die eine Entwicklung wie im benachbarten Iran verhindern will. [KNA]
Stadt Köln ordnet Reiseverbot gegen Islamistenführer Kaplan an ( 30.05.2003 )
Die Stadt Köln hat gegen den Islamistenführer Metin Kaplan ein Reiseverbot angeordnet. Der kürzlich aus der Abschiebehaft entlassene Kaplan dürfe sich nur noch innerhalb der Kölner Stadtgrenzen aufhalten. Er müsse sich unter Führungsaufsicht stellen und sich einmal pro Woche bei der zuständigen Polizeidienststelle melden. Dies teilte die Kölner Stadtverwaltung heute mit. Der als "Kalif von Köln" bekannte Führer der verbotenen fundamentalistisch-islamistischen Bewegung "Kalifatstaat" war am Dienstag nach vierjähriger Haft wegen öffentlicher Aufforderung zum Töten und mehrmonatiger Auslieferungshaft frei gekommen. Zuvor hatte das Düsseldorfer Oberlandesgericht einen Antrag der Türkei auf Auslieferung abgelehnt. [domradio]
Basras Bischof Kassab: Verhältnis Kirche-Islam verbessern ( 28.04.2003 )
Der chaldäisch-katholische Erzbischof von Basra, Gabriel Kassab, hat sich für ein intensiveres Verhältnis seiner Kirche zu Muslimen in der Stadt ausgesprochen. In der Vergangenheit hätten zwischen der katholischen Minderheit und den Muslimen "sehr gute Beziehungen" geherrscht. Er wolle jetzt jeden Tag dafür arbeiten, diese wiederherzustellen und fortzusetzen. Saddam habe den Islam dazu genutzt, die Irakis gegen den abendländisch-christlichen "Feind" aufzuhetzen. Zudem bestätigte Erzbischof Kassab, dass kirchliche Einrichtungen in der zweitgrößten Stadt des Irak bei den Angriffen der Alliierten beschädigt worden seien. Die Ortskirche von Basra sei jedoch nicht zerstört. [KNA]
Raffarin: Kein islamisches Kopftuch im öffentlichen Dienst ( 04.04.2003 )
Der französische Premierminister Raffarin hat sich für ein Verbot des islamischen Kopftuchs in Schulen und im gesamten öffentlichen Dienst ausgesprochen. Das Tragen eines solchen religiösen Zeichens habe dort keinen Platz, weil die Religionsausübung zur Privatsphäre gehöre, sagte der Premier im französischen Fernsehen. In Frankreich sind Kirche und Staat strikt getrennt. In der Vergangenheit war es mehrfach zum Streit um das Tragen des Kopftuchs durch Schülerinnen gekommen. Zuletzt hatten in LyonLehrer gegen die Unterrichts-Teilnahme einer Schülerin mit Kopftuch gestreikt. [KNA]
Erlangen: Versuch mit islamischem Religionsunterricht ( 10.02.2003 )
Vom kommenden Schuljahr an startet an einer Grundschule im Erlanger Stadtteil Bruck ein Pilotprojekt für islamischen Religionsunterricht. Den bisher in Deutschland einmaligen Versuch hat Bayerns Kultusministerin Hohlmeyer nach vielen Gesprächen mit Muslimengruppen auf den Weg bringen können. Hohlmeyer hatte beklagt, dass es zu wenig legitimierte Sprecher islamischer Gruppen gebe, mit denen über Inhalte eines Islamunterrichtes gesprochen werden könne. Es fehle eine Dachorganisation im Sinne einer Landeskirche. Seit den 80er-Jahren bietet Bayern bereits in Zusammenarbeit mit der Türkei das Fach "Islamisch religiöse Unterweisung" an, seit zwei Jahren in deutscher Sprache. [domradio]
Neues Modell für Islam-Unterricht in Bayern ( 06.02.2003 )
Eine neue Art von "Islam-Unterricht" wird es an einer Grundschule in Erlangen geben. Der Modellversuch startet im kommenden Schuljahr Dies kündigte Bayerns Kultusministerin Monika Hohlmeier an. Auf dem Stundenplan stehen auch die Werte des Grundgesetzes, sowie das | | |