السلام عليكم ورحمة الله
15-Jährige vergewaltigen minderjährige Mädchen
Ein Sexualverbrechen an Kindern schockiert Hamburg. Wie die Polizei in der Hansestadt verlauten ließ, haben zwei fünfzehnjährige Jungen zwei minderjährige Mädchen (12, 13) vergewaltigt.
Nach Angaben der Polizei sollen sich die Jugendlichen in einem Internet-Forum kennen gelernt haben. Die Mädchen freuten sich auf das Treffen mit den nur zwei und drei Jahre älteren Jungen. Doch die beiden führten Böses im Schilde. Die Opfer gaben zu Protokoll, sie seien mit Schlägen bedroht gewesen und in ein Hochhaus geschleppt worden. Dort sollen sie vergewaltigt worden sein.
Wegen, wie es hieß, gemeinschaftlicher Vergewaltigung und wegen Wiederholungsgefahr wurde Haftbefehl gegen die 15-Jährigen erlassen.
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Sexuelle Verwahrlosung
Zwei 15-Jährige wegen Vergewaltigung in Haft
Das Erschrecken über den Missbrauch eines zwölf und eines 13 Jahre alten Mädchens weicht mehr und mehr der Einsicht, dass die moderne Jugendkultur wesentlich zur Verrohung des Umgangs beiträgt. Deshalb zeigen sich Kriminologen kaum noch verwundert über die zunehmende Zahl sexueller Gewaltdelikte Minderjähriger.
Die Vergewaltigung eines zwölf und eines 13 Jahre alten Mädchens durch zwei 15-jährige Jungen hat die Debatte über die sexuelle Verwahrlosung vieler Jugendlicher angeheizt. Dieser Fall ist ein Teilausschnitt aus einer sehr komplexen Problematik: Gerade bei Jugendlichen steigt die Zahl sexueller Nötigungen und von Vergewaltigungen, sagte Christian Pfeiffer, Leiter des Kriminologischen Forschungsinstituts, am Montag. Man wisse aber noch nicht genau, ob die Zahl der Delikte gestiegen sei oder die Anzeigebereitschaft bei jungen Frauen zunehme. Vor allem durch eine Lied- und Jugendkultur, die junge Frauen zu einer Körperware reduziert, wird eine sexuelle Verrohung bei Jugendlichen gefördert, sagte der Kriminologe. Auch die Anonymität des Internets fördere solche Fälle. Hier seien es aber vor allem Erwachsene, die in Chatrooms jugendliche Opfer zur Befriedigung sexueller Wünsche suchten. Den Kriminologen Wolf Kemper von der Universität Lüneburg überrascht die Tat ebenfalls nicht. Wir haben festgestellt, dass es seit einiger Zeit schon bei Jüngeren eine große Faszination zum Thema Sex gibt. Betroffen seien vor allem Kinder und Jugendliche, denen ein allzu sorgloser Umgang mit den Medien Fernsehen und Internet gewährt wird. Viele dieser Jugendlichen haben den eigenen Fernseher im Zimmer oder einen Internetanschluss, sagt Kemper. Gerade im Netz könnten sie die ganze Bandbreite der Angebote der Pornoindustrie konsumieren. Kemper: Man muss sich da nichts vormachen. Die jungen Nutzer des Internets sind pfiffig. Die kommen an alle Seiten ran. Weniger erfahren sind die Minderjährigen bei der Interpretation. Das Problem ist, dass viele von ihnen überzeugt sind, dass die Praktiken, die sie im Internet sehen, auch so im Alltag praktiziert werden. Der Konsum lässt Realitäten verschwimmen. In Extremfällen kommt es zu krankhaften Auffälligkeiten bei Jugendlichen. Wir stellen dabei fest, dass auch immer mehr Mädchen diese Auffälligkeit haben, sagt Kemper. Untersuchungen haben zudem gezeigt, dass besonders Jugendliche und Kinder, die missbraucht wurden, zu Auffälligkeiten neigen.
Jugendkultur und Pornoindustrie forcieren die Faszination für Sexualität
Wir haben heute im Alltag eine größere Nähe zwischen Jugendkultur und der Pornoindustrie, die die Faszination für Sexualität wohl noch forciert, sagt Kemper. So seien die Rotlichtbezirke oft auch die Gegenden, in die Jugendliche zum Tanzen und Feiern gehen. Extrem ist es auf dem Hamburger Kiez, wo es neben Sexshops und Table-Dance-Läden zeitweise bis zu 40 Diskotheken oder Musikklubs gab, die Jugendliche und junge Erwachsene aus ganz Norddeutschland anziehen. Das ist aber kein Hamburger Phänomen, sagt Kemper. Diese Entwicklung haben wir in fast allen größeren Städten, die einen Rotlichtbezirk haben. Schlagworte
SExualität Verwahrlosung Vergewaltigung Jugend Pornografie Unterdessen teilte die Polizei mit, dass die beiden 15 Jahre alten Jungen, die die Mädchen vergewaltigt haben sollen, in Haft bleiben. Beide hatten zuvor bei der Polizei Teilgeständnisse abgelegt. Die Tat hatte sich am Wochenende in Billstedt ereignet. Die Jungen hatten die Mädchen im Internet beim Chatten kennengelernt und sich dabei verabredet. Schon am Treffpunkt wurden die 15-Jährigen zudringlich. Mit Gewalt drängten sie die beiden Mädchen, die vom Gesetz her noch als Kinder gelten, in die zurzeit leer stehende Wohnung einer Tante der Täter. Dort fielen sie über die Mädchen her und missbrauchten sie. Danach gingen die Täter zusammen mit ihren Opfern aus der Wohnung so, als wenn nichts passiert wäre. Die Mädchen liefen zu einem Imbiss. Von dort wurde die Polizei verständigt. Polizisten nahmen die beiden 15-Jährigen, die aus der Türkei und dem ehemaligen Jugoslawien stammen, am Tag nach der Tat in Wilhelmsburg fest und führten sie dem Haftrichter vor. Die Mädchen befinden sich in psychologischer Behandlung. dpa/zv
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