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 Betreff des Beitrags: Gespräch zwischen einen muslim und atheisten!!
BeitragVerfasst: Dienstag 14. Februar 2006, 14:10 
10-29
10-29
بسم الله

السلام عليكم ورحمة الله


vieleicht kann euch dieser text,
ein gespräch zwischen einen muslim und atheisten,
argumente liefern,
die ihr euren nicht-muslimischen verwanten, freunde zeigen könntet,
vieleicht überzeugt sie das oder macht euren schritt für sie akzeptabler, verständlicher,
inshallah


A:Hör mir einmal zu. Wenn es, wie ihr behauptet, ein Paradies gibt, dann bin ich der erste, der es betreten wird. Ich bin nämlich viel religiöser als viele eurer Scheichs mit ihren Bärten und Perlenschnüren.

M: Religiöser ? Wie meinst du das ?

A: Ich meine damit, daß ich niemandem etwas zu Leide tue, daß ich nicht stehle, nicht töte, daß ich mich nicht bestechen lasse, daß ich niemanden beneide und niemanden hasse, daß keinem Geschöpf Böses hege, daß ich nur Gutes ins Auge fasse und daß ich das allgemeine Wohl beabsichtige. Ich lebe mit einem ruhigen Gewissen. Mein Motto im Leben lautet, zu reformieren soweit ich kann. Ist das nicht Religion ? Heißt es bei euch nicht: Das wesentliche an der Religion ist das Verhalten ?

M: Was du da beschreibst hat einen anderen Namen. Es heißt einwandfreier Lebenswandel. Das gehört zu den Erfordernissen der Religion, ist aber nicht die Religion selbst. Du vermengst die Religion mit ihren Erfordernissen. Die Religion hat nur eine Bedeutung: Die Kenntnis von Gott. Religion ist, daß du Gott wirklich kennst und daß zwischen dir und diesem Gott ein Verhältnis und eine Handlungsweise besteht. Du mußt wissen, daß dein Gott mächtig, erhaben und dir nahe ist, und daß er dein Gebet erwidert. Er hört und sieht dich, deshalb betest du Ihn rufend, dich beugend, unterwerfend und ehrfürchtig an, wie er Knecht seine Herrn gegenüber. Dieses private Verhältnis zwischen dir und Gott ist Religion. Die gute Behandlung deiner Mitmenschen gehört zu den Pflichten der Religion, und sie ist eigentlich auch ein Verhalten zu Gott.

Unser Prophet - Allahs Friede und Segen sei mit Ihm - sagte: "Die Gabe fällt in die Hand Gottes, bevor sie in die Hand des Bettlers fällt."

Wer Gott liebt, liebt auch seine Geschöpfe und ist gütig mit ihnen. Wenn dein Verhalten sich aber nur auf die Menschen bezieht, so daß du nur die Menschen anerkennst und keinen anderen außer sie und nur die Welt siehst, dann bist du ganz und gar ungläubig, auch wenn du ein tadelloses Leben unter diesen Menschen führst. Deine tadellose Lebensführung beweist nur deinen Scharfsinn, deine Anständigkeit, deine Gewandtheit und deinen einsichtigen Charakter. Sie ist aber nicht ein Anzeichen von Religiosität. Du möchtest die Menschen gewinnen, um im Leben Erfolg zu haben. Deine guten Manieren sind nur ein Mittel um die Welt zu erlangen. Die meisten Ungläubigen teilen diese Lebensform.

A: Glaub mir, ich spüre manchmal, daß es eine höhere Kraft gibt.

M: Eine höhere Kraft ?

A: Ja, eine unbekannte transzendente Kraft. Ich bin von der Existenz dieser Kraft völlig überzeugt.

M: Und wie stellst du dir diese Kraft vor ? Ist sie ein Wesen, das hört, sieht, versteht und sich verpflichtet, für ihre Geschöpfe zu sorgen und sie rechtzuleiten ? Sendet diese Kraft den Menschen Schriften und Propheten ? Erwidert sie den Schreien und dem Flehen der Menschen ?
A; Um offen zu sein, glaube ich nicht an diese Beschreibung und kann sie mir nicht vorstellen. Vielmehr finde ich diese Beschreibung naiv und nicht dieser gewaltigen Kraft würdig.
M: Es handelt sich also um eine blinde elektromagnetische Kraft. Sie leitet dem Universum ziellos dem Nichts entgegen. Ist das die Eigenschaft, die deiner enormen Kraft würdig ist ?

A; Vielleicht

M: Schlechter könntest du dir deinen Gott nicht vorstellen ! Er schuf dich mit Augen, und du stellst ihn dir blind vor. Er gab dir einen Verstand, und du hälst ihn für sinnlos und untauglich. Bei Gott, du bist ungläubig im wahrsten Sinne des Wortes, auch wenn du für alle Zeiten ein einwandfreies Leben führst. Deine guten Taten werden am Tag des Gerichts verloren gehen und zu verstreutem Staub vernichtet sein.

A: Ist das nicht ungerecht ?

M: Im Gegenteil, das ist die Gerechtigkeit selbst ! Du glaubst, diese Taten stammen von dir und hinter ihnen stecke kein Leiter, der dir den rechten Weg wies. Damit bist du ungerecht deinem Gott gegenüber und leugnest seine Gefälligkeit. Das ist der Unterschied zwischen den guten Taten eines Gläubigen und denen eines Ungläubigen, wenn beide äußerlich die gleiche tadellose Lebensführung aufweisen. Beide könnten ein Krankenhaus bauen. Der Ungläubige würde sagen: "Ich habe dieses großartige Krankenhaus für die Leute gebaut." Der Gläubige würde sagen: "Mein Gott ermöglichte es mir, dieses Krankenhaus für die Leute zu bauen. Ich war nur ein Mittel zum guten Zweck."

Was für ein großer Unterschied. Einer führt seine Tat auf den wahren Wohltäter zurück. Er schreibt sich selbst nur die Rolle des Vermittlers zu und sogar für diese Rolle dankt er Gott: "Ich danke dir, mein Gott, daß du mich zum Mittel machtest." Der andere spricht sich selbst die Gunst zu und gibt vor: "Ich! Ich! Ich bin alles!"

Es gibt einen großen Unterschied zwischen Stolz und Bescheidenheit, zwischen Hochmut und Demut, zwischen Tyrannei und Friedlichkeit. Deswegen betet und unterwerft ihr euch nicht in eurem heidnischen Glauben an diese elektromagnetische Kraft.

A: Warum sollen wir beten ? Und wen sollen wir anbeten ? Ich sehe in eurem Gebet keinen Sinn. Warum macht ihr all diese Bewegungen ? Reicht die Ehrfurcht denn nicht aus ?

M: Der Sinn des Gebets ist, diesen unechten Stolz, in dem du lebst, zunicht zu machen in dem Moment, in dem du beim Niederbeugen mit deiner Stirn den Staub des Bodens berührst. Du sprichst mit eigener Zunge die Worte aus: "Subhana rabbi-ya-al-a3la." (Preis sei meinem Herrn, dem Allerhöchsten). Dann kennst du deinen Rang. Du bist der Niedrigste und Er der Höchste. Du bist Staub auf Staub und Er ist die erhabene Existenz über sieben Himmeln.

In Bezug auf deine Frage über die Bewegungen im Gebet und warum die Ehrfurcht des Herzens nicht genug sei, möchte ich dich zurückfragen: Warum hat uns Gott überhaupt einen Körper geschaffen ? Du gibst dich nicht mit der mündlichen Liebeserklärung zufrieden und verlangst Umarmung und Küsse. Du begnügst dich nicht mit der mündlichen Großzügigkeit, sondern leistest sie mit deiner Tat und deinem Geld. Gott schuf dir einen Körper. Ist deine Ehrfurcht ehrlich, überkommt sie deinen Körper, so daß du dich beugst und niederwirfst. Ist deine Ehrfurcht unecht, wird sie nicht mehr als deine Zunge überschreiten.

A: Glaubst du, du wirst in den Himmel kommen ?

M: Wir alle werden in die Hölle gelangen. Dann wird Gott die Ehrfürchtigen retten. Ich weiß nicht, ob ich ehrfürchtig bin oder nicht. Nur der Allwissende über unsere Herzen weiß es. Leider sind alle meine Taten bloß Tinte auf Papier. Die Tat kann zwar rein sein, aber die Absicht nicht. Oder die Absicht ist rein, aber die Aufrichtigkeit verfehlt. So bildet sich jeder von uns ein, er handle um Gott gefällig zu sein, obwohl seine Taten dem Ruhm in der Welt gelten. Oft täuscht sich der Mensch etwas vor. Die Verwechslung der eigentlichen Absicht, der getroste Glaube an die eigene gute Tat und die täuschende Beruhigung über das wohl Vollbrachte überkommt uns unbewußt. Gott bewahre uns !

A: Kann der Mensch überhaupt treu sein ?

M: Er kann das nicht von selbst. Aber Gott macht die Herzen treu. Gott spricht in den meisten Quranversen des heiligen Quran von denen, die er treu machte und nicht von denen, die treu sind. Gott versprach aber auch:

"Und (Allah) führt dazu den, der sich Ihm zuwendet." Sure 42, Vers 42
das heißt jeden, der sich zu Ihm wendet und zu Ihm zurückkehrt. Du mußt dich also Ihm zuwenden und Er übernimmt den Rest.

والسلام عليكم ورحمة الله وبركاته :quds


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