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السلام عليكم ورحمة الله
Das muslimische Bewusstsein
Anfangen möchte ich mit einer khutba von dem verstorbenen Imam Sayyid Abul Ala Maududi(rahimhuallah).Dieser Imam aus dem letzten Jahrhundert hat stets in seinem Leben versucht die muslimischen Glaubensgeschwister zu ihren islamischen Werten zurückzuführen. In der folgenden khutba hat er versucht die wahre Bedeutung des Iman zu erklären. Das Glaubensbekenntnis und seine Auswirkungen Geschwister im Islam,wie ihr wisst wird man durch das Sprechen einiger weniger Worte,des Glaubensbekenntnisses, Muslim:La ilaha illallah,Muhammadun rasulu-llah (Es gibt keinen Gott außer Allah und Muhammad ist der Gesandte Allahs)
Mit dem Sprechen dieser Worte unterzieht sich der Mensch einem gewaltigen Wandel. Aus einem kafir wird ein Muslim. Zuvor war er unrein, jetzt ist er rein. Er erregte Gottes Missfallen und verdient nun, von Gott geliebt zu werden. Zuvor war ihm die Hölle bestimmt und jetzt stehen ihm die Tore des Paradieses offen.
Auf weltlicher Ebene,im gesellschaftlichen Leben, wird das Glaubensbekenntnis die Grundlage zur Unterscheidung zwischen den Menschen. Diejenigen,die das Glaubensbekenntnis sprechen,bilden eine Gemeinschaft,die im Gegensatz zur Gemeinschaft derjenigen,die es ablehnen.Wenn ein Vater das Bekenntnis spricht und sein Sohn sich weigert,es zu sprechen,dann ist der Vater nicht länger der gleiche Vater und der Sohn nicht länger der gleiche Sohn.Der Sohn wird nichts vom Eigentum seines Vaters erben,und seine Mutter und seine Schwestern müssen sich sogar vor ihm mit dem hischab bedecken.Ein Außenstehender aber,der das Glaubensbekenntnis sagt und in eine muslimische Familie einheiratet,wird mitsamt seiner Kinder erbberechtigt.
Das Glaubensbekenntnis hat damit so eine starke Bedeutung,dass sie sogar die Blutsverwandtschaft überwindet.Sie hat sowohl die Macht,die Fremde in einem Volk zu vereinen,als auch Familienmitglieder voneinander zu trennen.
Wenn ihr diese Worte sprecht, müsst ihr euch bewusst machen, welch große Verpflichtung ihr gegenüber Allah, unter Zeugenschaft der ganzen Welt, eingeht, und was für eine gewaltige Verantwortung euch daraus erwächst. Habt ihr erst einmal dies bewusst bekräftigt, so muss das Glaubensbekenntnis alle eure Gedanken beeinflussen und euer gesamtes Leben beherrschen. Keine dem Bekenntnis entgegengesetzte Idee soll sich mehr in euer inneres Wesen festsetzen. Was immer des Glaubensbekenntnis zuwiderläuft, müßt ihr als falsch betrachten. Nach ihrer Bestätigung steht es euch nicht mehr frei, wie den Ungläubigen, so zu handeln, wie ihr es möchtet.Ihr müsst dem folgen,was das Glaubensbekenntnis vorschreibt, und euch von dem fernhalten, was sie verbietet.(Als Muslim leben,Maududi)
Dies nur kurz zusammengefasst, wobei ich später, inscha`Allah, noch einmal auf Maududi zurückkommen werde.
Abu Huraira(r )überlieferte, dass der Gesandte Allahs(s.a.s.)sagte: Dazu, dass der Mensch ein guter Muslim ist, gehört, von dem abzulassen was ihn nichts angeht (hasan,at-tirmithi und andere) Hierzu wird folgendes erklärt in Hadith für Schüler: Das heißt, es gehört dazu, dass der Mensch das unterlässt, was ihn von den religiösen und weltlichen Dingen an Handlungen oder Worte nicht betrifft. Der Prophet (s.a.s.)sagte auch zu Abu Darr, als der ihn nach den Offenbarungsschriften Abrahams (a.) fragte: Es waren alles Lehrsprüche, darunter: O du verblendeter Herrscher! Ich habe dich nicht berufen, ein Vermögen zusammenzutragen sondern dazu, die Ansprüche der ungerecht Behandelten an Meiner zu erfüllen(indem du ihnen zu ihrem Recht verhilfst),denn ich weise ihre Ansuchen nicht zurück, selbst wenn sie von einem Ungläubigen kommen. Darunter war auch: Der Einsichtige hat, sofern er bei Verstand ist, vier Stunden (am Tag für folgende Dinge zur Verfügung):eine Stunde, um vertraulich mit seinem Herrn zu sprechen,eine Stunde um über die Wohltaten Allahs nachzudenken, eine Stunde um Selbstgespräche zu führen,und eine Stunde, um mit dem Herrn der Majestät und der Ehre allein zu sein.Diese letzte Stunde hilft ihm,die anderen drei Stunden zu verbringen.` und unter ihnen war auch: `Der Einsichtige soll,sofern er bei Verstand ist,in seine Zeit tiefe Einsicht gewinnen, sich seinen Angelegenheiten widmen, seine Zunge hüten.Wer aber meint, dass das Reden zu seiner Arbeit gehöre, der soll so weit wie möglich nur über das sprechen, was ihn angeht.` Abu Darr fragte weiter: Bei meinem Vater und meiner Mutter,was war denn in den Offenbarungsschriften des Mose? Der Gesandte(s.a.s.)erwiderte: Es waren alles Ermahnungen,darunter:`Erstaune über jemanden,der sicher wußte, dass er ins Höllenfeuer kommen würde,und trotzdem lachte;erstaune über jemanden,der sicher wußte,dass er sterben würde,und trotzdem fröhlich war;erstaune über jemanden,der von der Vorherbestimmung überzeugt ist,und trotzdem zornig wird;erstaune über jemanden,der sicher weiß dass er morgen zur Rechenschaft gezogen wird,und trotzdem nichts tut.` Abu Darr sagte:Bei meinem Vater und meiner Mutter,ist etwas von dem was in den Offenbarungen Ibrahims und Musas war, irgendetwas übrig geblieben? Ja ,o Abu Darr,die folgenden Worte im Qur`an berichten davon: `Wohl ergeht es dem, der sich rein hält,des Namens seines Herrn gedenkt und betet. Doch zieht ihr das diesseitige Leben vor,wo doch das Jenseits besser und beständiger ist.Das steht schon in den ersten Schriften,den Schriften von Ibrahim und Musa`Sura 87/14-19 Abu Darr fuhr fort:Bei meinem Vater und meiner Mutter,gib mir einen Rat! Ich rate dir Allah zu fürchten,denn das ist der Anfang aller Dinge. Rate mir noch mehr! Halte dich an die Rezitation des Qur`an und gedenke Allahs oft;ER gedenkt ja deiner im Himmel! Rate mir noch mehr! Halte dich an den Dschihad;er ist das Mönchstum der (islamischen)Gläubigen. Rate mir noch mehr! Halte dich an das Schweigen;es ist ein Mittel,den Satan von dir fortzutreiben,und es ist dir eine Hilfe bei der Ausübung deiner Religion. Gib mir noch einen Rat! Tue nichts,um dessenwillen man dich der Sache Allahs wegen tadeln könnte. Gib mir noch einen Rat! Pflege die Verwandschaftsbande,selbst wenn sie deine Verwandten von sich aus brechen sollten. Gib mir einen weiteren Rat! Es ist schon für den Menschen schlimm genug, dass er von sich selbst nicht alles weiß und trotzdem noch Dinge auf sich nimmt,die ihn nichts angehen. O Abu Darr! Nichts ist so vernünftig wie das Vergewissern,nichts so fromm wie das Abstandnehmen von verbotenen oder zweifelhaften (Dingen) und nichts ist so gut wie ein guter Charakter.
Sehr wichtig für das muslimische Bewusstsein ist auch die folgende Aussage:
Von ibn Umar (r ):Der Gesandte Allahs(s.a.s.)nahm mich bei meiner Schulter und sagte:Sei in der Welt wie ein Fremder oder ein Durchreisender. Ibn Umar pflegte zu sagen:Wenn der Abend kommt,erwarte nicht den Morgen,und wenn der Morgen kommt,erwarte nicht den Abend.Nimm von deiner Gesundheit für deine Krankheit und von deinem Leben für deinen Tod.(Buharyy) Sei in der Welt wie ein Fremder oder Durchreisender.Der Gläubige soll sich nicht auf diesseitige Welt verlassen und sie sich nicht zur Heimat nehmen;er soll sich nicht einreden lassen,er könne ewig in ihr bleiben.Das Verhältnis eines Muslim zur irdischen Welt sollte dem eines Durchreisenden zum fremden Land,der auf dem Weg heim zu seiner Familie ist,gleichen.Diese Bedeutung hat auch der folgende Ausspruch Salmans,des Persers(al-Farisi(r ). Mein engster Freund (d.h.der Gesandte Allahs)trug mir auf,nur soviel von der Welt zu nehmen,wie ein Reiter an Reisegepäck mitnimmt. Dieser Hadith verweist auf die Unzulänglichkeit der Hoffnung,was das Diesseits angeht,und darauf,dass man die Reue für begangene Missetaten und die Bereitschaft zum Tod,also die Vorbereitung auf das Jenseits,in seinem Leben den weltlichen Bedürfnissen vorangestellten soll. Wenn man dann noch Hoffnung hegt,soll man sagen:Wenn Allah will(inscha`Allah), und,wie es im Qur`an heißt:Und sage ja nicht von etwasIch werde dies morgen tunohne hinzuzufügen:Wenn Allah willSura 18/23-24 Der Satz :Nimm von deiner Gesundheit für deine Krankheitin dem oben aufgeführten hadith wird folgend erklärt:Der Gesandte Allahs(s.a.s.)hielt ibn Umar(r )dazu an,die Zeit der Gesundheit für fromme Taten auszunutzen,da er im Zustand der Schwäche durch Krankheit oder Alter unfähig wäre,zu fasten,die Nacht mit Gebet zu verbringen und dergleichen zu tun.
Der Satz ...und von deinem Leben für deinen Tod. Wird so erklärt: Der Gesandte Allahs (s.a.s.)hielt Ibn Umar ®auch dazu an,Wegzehrung für das Jenseits aus dem irdischen Leben voranzuschicken,d.h. sich mit guten Taten den Weg ins Paradies zu ebnen.Diese Bedeutung hat auch der folgende Qur`anvers: Und jeder soll sich ausersehen,was er morgen (d.h.den Tag des jüngsten Gerichts)vorausgeschickt hat.Sura 59/18
Man soll während seines Lebens im Tun guter Werke nicht nachlässig sein,bis einen der Tod erreicht,damit man sich nicht vorwerfen muß:Mein Herr!Bringe mich zurück;auf dass ich Gutes tue von dem,was ich unterlassen habe.Sura 23/99-100
Al Razzali sagte:Der Gegenwert des Menschen befindet sich bei ihm wie ein Fischernetz,mit dem er sich gute Taten erwirbt.Wenn er Gutes erworben hat und dann stirbt,genügt ihm dies;und er braucht danach kein Netz mehr-welches sein Körper darstellt-,von dem er sich mit dem Tode trennt. Zweifellos hört die Begierde des Menschen nach der diesseitigen Welt auf,wenn er stirbt,und es verlangt ihn dann nach guten Taten,weil sie die Wegzehrung für den Grabeszustand sind.Wenn er diese besitzt,kommt er damit aus,und wenn nicht,verlangt er ,aus dem Grabeszustand in das diesseitige Leben zurückgebracht zu werden,um sich dort die Wegzehrung zu besorgen;und das ,nachdem ihm das Netz genommen wurde.Man sagt dann zu ihm:Weit gefehlt!Es ist dir schon entgangen!So bleibt er immerzu bestürzt und voller Reue über seine Nachlässigkeit wegen des Erwerbs seiner Wegzehrung ,bevor ihm das Netz weggenommen wurde. Deshalb sagte der Gesandte Allahs (s.a.s.): ...und nimm von deinem Leben für deinen Tod. Aber es gibt keine Macht noch Kraft außer bei Allah(t),dem Hohen,dem Gewaltigen.
Um aber Sicher vor verbotenen Taten im Diesseits zu sein sollte man folgendes beachten: Muhammad (s.a.s.)hat gesagt:Das Erlaubte ist offenkundig und das Verbotene ist offenkundig,und zwischen den beiden gibt es zweifelhafte Angelegenheiten,über die viele Menschen nicht Bescheid wissen.Wer sich aber nun vor den zweifelhaften Angelegenheiten hütet,macht sich frei,was seine Religion und Ehre betrifft.Wer auf zweifelhafte Angelegenheiten hereinfällt,der gerät in das Verbotene,wie der Hirt der seine Herde um den geschützen Bezirk herum weidet,im Begriff ist,darin zu weiden.Fürwahr,jeder Herrscher hat einen geschützten Bezirk,und Allahs geschützter Bezirk ist das Verwehrte.Fürwahr im Körper ist ein kleiner Fleischklumpen;und wenn er gesund ist,ist der gesamte Körper gesund,und wenn er schlecht ist,ist der gesamte Körper schlecht.Fürwahr,dies ist das Herz. (Buharyy,Muslim) Die Gelehrten sind sich über die Grenzen zwischen dem Erlaubten und dem Verbotenen nicht einig.Zum Beispiel meinte Abu Hanifi dazu:Das Erlaubte ist das ,für dessen Erlaubtsein es einen Beweis gibt,und As-Schafi meinteDas Verbotene ist das ,für dessen Verbotensein es einen Beweis gibt Die Mehrzahl der muslimischen Rechtsgelehrten teilt alle Dinge und Angelegenheiten in fünf Kategorien ein: 1.Vorgeschriebene Pflichten(waschib),deren Tun belohnt und deren Unterlassen bestraft werden. 2.Erwünschte (mustahabb) Dinge,deren Tun belohnt aber deren Unterlassen nicht bestraft wird. 3.Erlaubte (halal)Dinge,deren Tun oder Unterlassen weder belohnt noch bestraft wird. 4.Verwerfliche oder verpönte (makruh)Dinge,deren Unterlassen belohnt und deren Tun nicht bestraft wird. 5.Verbotenes(haram)Dinge,deren Unterlassen belohnt und deren Tun bestraft wird.
.....und zwischen den beiden gibt es zweifelhafte Angelegenheiten.... Zwischen den erlaubten und verbotenen Dingen gibt es eine Anzahl zweifelhafter Dinge,von denen nicht klar erwiesen ist,ob sie zum Erlaubten oder Verbotenen gehören.Wo keine Zweifel bestehen,gibt es auch keine Verwerflichkeit,die die Gefahr in sich birgt,dass man sich möglicherweise auf etwas Verbotenes einlässt. Der Satz :Wer sich nun vor den zweifelhaften Angelegenheiten hütet,macht sich frei,was seine Religion und Ehre betrifft bedeutet ist wohl sehr klar,in einer anderen Übersetzung heißt es nichtfrei sonder begibt sich in Sicherheit .Also wer sich von den zweifelhaften Angelegenheiten fern hält,hat seine Religion in Sicherheit gebracht,so muß er nicht mehr befürchten ins haram zu gelangen,wie der folgende Satz in diesem hadith bestätigt: ...Wer auf zweifelhafte Angelegenheiten hereinfällt,der gerät ins Verbotene... Dieser Satz kann zwei Bedeutungen enthalten: 1.Dass man ins Verbotene gerät und meint sich im Erlaubten zu befinden und nicht in dem des Verbotenen. 2.Dass man beinahe ins Verbotene gerät auf eine Weise,von der es im Sprichwort heißt:Die Sünden sind die Boten des Unglaubens. Wenn man nämlich erst einmal in eine sündhafte Situation hineingeraten ist,dann ist es meist so,dass man sich schrittweise in immer größere Schlechtigkeiten verstrikt.Darauf weist auch der Qur`anvers hin:Dies darum,weil sie nicht an die Zeichen Allahs glaubten und die Propheten ungerechterweise töteten,und dafür dass sie widerspenstig waren und die (Gebote) übertraten.Sura 3/112 Gemeint ist damit,dass sie stufenweise immer größere Sünden gegingen,bis sie schließlich auf dem Gipfel der Sündhaftigkeit ihre Propheten umbrachten.
...wie der Hirt,der seine Herde um den geschützten Bezirk herum weidet...hier wird noch einmal deutlich wie unsicher man ist wenn man sich nicht von den Zweifelhaftem fern hält,wie der beschriebene Hirt der sich in den unsicheren Bereich begibt in dem seine Tiere (auch ungewollt)sehr schnell in den verbotenen Bezirk gelangen können.
Fürwahr,im Körper befindet sich ein kleiner Fleischklumpen.... Hiermit ist das Herz gemeint,ist es demütig,so sind auch die Gliedmaßen demütig;strebt es nach etwas,so streben auch die Gliedmaßen danach;und ist es verdorben,so sind sie es auch.Die Gelehrten haben den Körper mit einem Königreich und einer Wohnstätte für die Seele verglichen:Das Herz bildet seinen Mittelpunkt;die Organe stellen seine Diener dar;die inneren Kräfte sind wie die Gewerbebetriebe einer Stadt;der Verstand arbeitet wie ein besorgter,es gut meinender Minister;Die Begierde ist wie jemand,der den Lohn der Dienstboten möchte;der Zorn entspricht dem Polizeipräfekten,der ein verschlagener,boshafter Diener ist,da er vorgibt,ein wohlmeinender Ratgeber zu sein,in Wirklichkeit aber tödliches Gift verspritzt und ständig mit dem wohlgesonnenen Minister im Streit liegt; Die Einbildungskraft im vorderen Teil des Gehirns symbolisiert einen Schatzmeister;dieDenkkraft,die Gedächniskraft und die Zunge sind mit Dolmetschern vergleichbar;die fünf Sinne schließlich fungieren als Spione.Jeder von diesen Sinnen ist mit bestimmten kunstfertigen Aufgaben betraut.Das Auge läßt uns die Welt der Farben schauen,das Gehör läßt uns die Welt der Töne vernehmen u.s.w.;all diese Sinne lassen uns die Welt in ihrer ganzen Vielfalt wahrnehmen.Sie können aber auch als Kämmerer betrachtet werden,die der Seele zutragen was sie erfahren. Dem Herzen aber gebührt die Königswürde.Wenn der König rechtschaffend ist,so sind es auch seine Untertanen;ist er aber verdorben,so sind sie es auch. Möge Allah uns vor den zahlreichen Krankheiten des Herzens bewahren und uns zu denen gehören lassen,die am Tage der Auferstehung zu IHM mit reinem Herzen kommen! (Hadith für Schüler) Zu dem Benehmen eines Muslims gehört der gute Umgang zu anderen Menschen.Ein Muslim soll höflich,freundlich und aufmerksam sein.Zum einen damit die anderen ein gutes Beispiel an ihm haben,zum anderen ist er dadurch auch ein Vorbild für Andersgläubige und macht mit seinem Benehmen das Interesse zum Islam größer.Der Muslim soll sich allen Lebewesen auf dieser Welt erbarmen,durch solch ein harmonisches Verhalten mit der Umwelt,entsteht Frieden zwischen den Lebewesen.So wie Allah es auch im Qur`an verlangt: Nichts Gutes ist in vielen ihrer Besprechungen,es sei denn in solchen,die zur Mildtätigkeit oder zur Güte oder zum Friedenstiften unter den Menschen ermahnen.Und wer das im Trachten nach Allahs Wohlgefallen tut,dem werden Wir einen großen Lohn geben.Sura 4/114 Muhammad (s.a.s.)hat gesagt:Von Ibn Umar,der Gesandte hat gesagt:Der Muslim,der mit den Menschen verkehrt und den Schaden davon geduldig erträgt,ist besser als der Mensch,welcher nicht mit ihnen verkehrt und den Schaden davon nicht geduldig erträgt. Tirmidi Außerdem hat er gesagt:Allah)der Barmherzige erweist dem Barmherzigkeit,der (seinerseits anderen)barmherzig ist.Sei (darum) allen auf Erden barmherzig,dann ist euch barmherzig,DER im Himmel ist.(Abu Dawud,Tirmidi) Und noch: Allah ist dem nicht barmherzig,der den Menschen nicht barmherzig ist.(Buharyy,Muslim)
Der Gesandte (s.a.s.)hat gesagt:Frömmigkeit ist Güte des Charakters,und Sünde ist,was in deiner Seele festhängt,und (wovon)du nicht möchtest,dass die Leute es erfahren. Dies berichtet Muslim.Und nach Wabisa Ibn Mabad (r ):Ich kam zum Gesandten Allahs (s.a.s.) und er sagte:Du bist gekommen nach der Frömmigkeit zu fragen? Ich antwortete:Ja Er sagte:Befrage dein Herz.Frömmigkeit ist das,worüber die Seele beruhigt ist und worauf das Herz vertraut.Und Sünde ist,was in der Seele festhängt und in der Brust hin und her geht, selbst wenn die Leute dir noch so oft einen Ratschlag dazu geben. (hadith-hasan) Frömmigkeit ist Güte des Charakters... Im Kommentar zu diesem hadith war schon die Rede vom guten Charakter.Ibn Umar(r )sagte: Frömmigkeit ist eine leichte Sache;es ist,ein freundliches Gesicht und eine sanfte Sprache zu haben. In einem Qur`anvers faßt Allah(t) die Arten der Frömmigkeit mit den folgenden Worten zusammen:Die Frömmigkeit besteht nicht darin,dass ihr eure Angesichter nach Osten oder Westen wendet.Fromm ist vielmehr,wer an Allah,den jüngsten Tag,die Engel,die Schrift und die Propheten glaubt und sein Geld-obgleich er daran hängt-den Verwandten,den Waisen,den Armen,dem,der unterwegs in Not gekommen ist,den Bettlern und für den loskauf von Sklaven hergibt,das Gebet verrichtet und die Zakat bezahlt.Und diejenigen,die ihre Verpflichtungen einhalten,wenn sie eine eingegangen sind,und diejenigen,die standhaft sind in Not,Leid und in Kriegszeiten.Sie sind es,die aufrichtig sind,und sie sind die Gottesfürchtigen.Sura 2/177
Und Sünde ist was in der Seele festhängt... Sünde ist,was die Seele bewegt und zaudern lässt,wodurch sie sich beunruhigt fühlt.Dieser hadith gibt den Ratschlag,dass man sein Herz befragen soll,bevor man sich an ein Vorhaben begibt.Fühlt sich dann die Seele bei diesem Vorhaben beruhigt,soll man es ausführen,andernfalls soll man davon ablassen.Von den zweifelhaften Dingen haben wir oben schon berichtet. Es wird überliefert,dass Adam(a)seinen Kindern Empfehlungen gab,unter anderen die folgenden:Wenn ihr etwas tun wollt,und dabei eure Herzen unruhig werden,dann tut es nicht.Als ich selbst mich daran machte,von dem verboten Baum zu essen,da wurde mein Herz schließlich unruhig,als ich davon aß.Wenn ihr etwas tun wollt,dann schaut auf den Ausgang der Sache;Hätte ich auf die Folgen geschaut,als ich von dem verbotenen Baum aß,so hätte ich es nicht getan.Wenn ihr etwas tun wollt,so zieht die besten Leute zu Rate;hätte ich damals die Engel um Rat gefragt,dann hätten sie mir den gegeben,nicht von dem Baum zu essen.
...und (wovon) du nicht möchtest,dass die Leute es erfahren... Die Leute tadeln einen schon dafür,wenn man sich an etwas zweifelhaftem bereichert oder es entgegennimmt,oder wenn man eine Frau heiratet,von der es heißt,dass sie zusammen mit einem gesäugt wurde.Daher sagte der Gesandte Allahs(s.a.s.):Wie denn,wo....gesagt wurde...Ebenso möchte jemand,der etwas Verbotenes begeht,nicht,dass die Leute davon erfahren.Ein Beispiel für etwas verbotenes ist es,sich an fremdem Eigentum zu bereichern.Dies ist nur dann erlaubt,wenn die Einwilligung des Eigentümers zweifelsfrei feststeht.Sobald aber irgendein Zweifel an seiner Einwilligung auftaucht,ist es verboten,sich daran zu bereichern. ...was in der Seele festhängt und in der Brust hin und her geht,selbst wenn die Leute dir noch so oft einen Ratschlag dazu geben. Ein Beispiel dafür ist das Zaudern der Seele,wenn die Annahme eines zweifelhaften Geschenkes,das wahrscheinlich aus unrechtmäßig erworbenem Vermögen stammt,erwogen wird.Die Seele befindet sich hier im Zwiespalt,ob die Annahme dieses Geschenks erlaubt oder verboten ist.Selbst wenn derjenige,der darüber eine gut fundierte Meinung abgibt,die Annahme für erlaubt erklärt,so beseitigt dieser Ratschlag doch nicht die Ungewissheit der Seele.Ein weiteres Beispiel:Eine Frau teilt jemandem mit,dass er zusammen mit der Soundso gesäugt wurden ist.Selbst wenn der Erteiler eines Ratschlags in dieser Sache Gelehrter ist,der dem betreffenden Mann die Erlaubnis zur Ehe mit der Soundso gibt,weil die zum Eintritt der Milchverwandschaft nötige Mindestmenge an Milch nicht gesaugt wurde,so hebt dieser Ratschlag doch keineswegs die inneren Bedenken des Mannes auf.Vielmehr geziemt sich bei solch seelischen Konfliktsituationen Gottesfurcht. Die Befragung des Herzens über künftige Handlungen ist belanglos,ja sogar gesetzeswidrig in Fällen in denen nach islamischem Recht bei einer Entscheidung weder Zweifel noch Ungewissheit bestehen,selbst wenn der einzelne,der die Entscheidung zu treffen hat,etwa aus Ungewissheit Zweifel hegt.Wenn also der allgemein annerkannte Ratschlag auf einer eindeutigen Textstelle aus Qur`an oder sunna beruht,so hat der Muslim dem Bescheid der Gelehrten zu folgen,auch wenn die Seele darüber beunruhigt ist:Und weder einem gläubigen Mann noch einer gläubigen Frau steht es zu ,wenn Allah und Sein Gesandter eine Sache entschieden haben,in ihrer Angelegenheit zu wählen.Sura 33/36 (Hadith für Schüler)
Die Muslime leben in ihren Rollen als Väter,Söhne,Ehemänner oder Ehefrauen,Geschäftsleute,Arbeiter oder Angestellte.Ihre Gefühle,Wünsche,Weltanschauungen,Gedanken und Meinungen,ihre Vorlieben und Abneigungen werden alle vom Islam geformt.Allahs Rechtleitung bestimmt ihre Gedanken und Herzen,ihre Augen und Ohren,ihre Mägen,ihre sexuellen Wünsche,ihre Hände und Füße,Körper und Seelen.Weder ihre Liebe noch ihre Abscheu entwickeln sich unabhängig von islamischen Wertmaßstäben.Ob sie kämpfen oder Freundschaft schließen,es geschieht nur um des Islam willen.Wenn sie jemandem etwas geben,dann deshalb weil es der Islam verlangt;wenn sie etwas zurückhalten,dann deshalb weil es der Islam so will.Die Haltung ist nicht auf ihr Privatleben beschränkt;auch ihr gemeinschaftliches Leben gründet vollständig auf den Prinzipien des Islam.Ihr Gemeindewesen besteht ausschließlich für den Islam,und auch ihr gesamtes gemeinschaftliches Verhalten wird nur von den islamischen Vorschriften bestimmt. Alle Handlungen ,die man gewöhnlich als weltlich betrachtet,werden religiös,vorausgesetzt,ihr beachtet dabei die Grenzen,die euch Allah(t) gesetzt hat,und passt bei jedem Schritt auf,was erlaubt und was verboten,was euch als Pflicht auferlegt,und was zu vermeiden ist,welche Handlungen Allah(t) zufrieden stellen,und welches sein Missfallen erregen. So mögen sich z.B. in eurem täglichen Leben Gelegenheiten zu unrechtmäßiger Bereicherung ergeben.Wenn ihr dieser Versuchung wiedersteht,und aus Gehorsam gegenüber Allah(t) euren Lebensunterhalt nur auf erlaubteWeise zu verdienen sucht ,dann wird eure Arbeit selbst zum Gottesdienst,wofür ihr Belohnung verdient. Das Brot,das ihr für euch,eure Frau,eure Kinder und Bedürftige nach Hause bringt,wird von Allah(t) gesegnet werden. (Als Muslim leben,Maududi) Zum Abschluss möchte ich noch einen hadith zitieren mit seiner Erklärung: Muhammad (s.a.s.) hat gesagt:Allah der Erhabene ,hat gesagt:O Sohn Adams,solange du Mich anflehst und Mich bittest,vergebe ICH dir,was von dir ist,und beachte es nicht.O Sohn Adams,wenn auch deine Missetaten bis zu den Wolken des Himmels reichten,und du Mich um Vergebung bittest,so vergebe Ich dir.O Sohn Adams,wenn du Mir Sünden brächtest,nahezu gleich der gesamten Erde,und du MIR nichts beigesellst,würde ICH dir gewiss nahezu gleichermaßen Vergebung entgegen bringen.(Tirmidi,hadith-hasan sahih) ...bis zu den Wolken des Himmels... Wörtlich lautet dieser Ausdruck:...bis zu dem vom Himmel,was dir erscheint(wenn du den Blick zu IHM empor hebst). ...und du Mich um Vergebung bittest,so vergebe Ich dir. Das entspricht Allahs Wort im Qur`an:Und wer etwas Böses tut oder gegen sich selbst unrecht handelt,und dann Allah um Vergebung bittet,wird Allah Allvergebend und Barmherzig finden.Sura 4/110 Die Bitte um Vergebung muss aber mit der Reue verbunden sein,wie es an anderer Stelle im Qur`an steht:Und:Bittet euren Herrn um Vergebung und wendet euch Ihm dann wieder reumütig zu.Sura 11/3 Und:Und wendet euch allesamt reumütig Allah zu,o ihr Gläubigen,damit es euch wohl ergehen möge!Sura 24/31
Der Gesandte Allahs(s.a.s.) sagte:Die Spitze unter den Bittgebeten lautet:`O Allah!Du bist mein Herr;es ist kein Gott außer Dir,Der Du mich erschaffen hast.Ich bin Dein Knecht und halte mich an die Abmachung,die ich mit Dir getroffen habe,und an das Versprechen,das ich Dir gegeben habe,so sehr ich kann.Ich bekenne mich zu Dir und Deiner Gnade,und ich bekenne vor Dir meine Missetat.So vergib mir,denn niemand kann die Sünden vergeben außer Dir.Ich nehme meine Zuflucht zu Dir vor dem Bösen,das ich getan habe.` (Hadith für Schüler) Alles Lob gebührt Allah,dem Herrn der Welten.
Safiya Plath
السلام عليكم ورحمة الله
_________________ Abû Umâma ® berichtete: >> Allâhs Gesandter (s.a.s.) hat gesagt: "Wer um Allâhs willen liebt, wer um Allâhs willen haßt, wer um Allâhs willen gibt und wer um Allâhs willen etwas unterläßt, hat seinen Glauben vervollkommnet." << (Bukhârî)
 http://www.muslima-center.de
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