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السلام عليكم ورحمة الله
بسم الله
Frage:
Ist es erlaubt, weite Hosen mit einem Kleidungsstück zu tragen, das den kompletten
Körper bedeckt und eine Handspanne über den Knöcheln endet, keine Schlitze besitzt
und nicht durchsichtig oder eng ist?
Antwort:
Alles Lob gebührt Allâh.
Die Kleidung, in der eine Frau vor nicht-mahram Männern erscheint, muss acht
Bedingungen erfüllen:
1. Sie muss den ganzen Körper bedecken, einschließlich Gesicht und Hände. Die
Beweise dafür wurden in der Antwort zu Frage Nr. 11774 aufgeführt.
2. Sie muss weit und locker sein und darf nicht die Breite ihrer Gliedmaßen oder ihre
Körperumrisse zeigen.
3. Sie darf nicht so dünn sein, dass ihre Hautfarbe erkennbar ist.
4. Sie darf kein Schmuck an sich sein, wie Kleidung, die mit Stickereien verziert
wurde.
5. Sie darf nicht parfümiert sein.
6. Sie darf der Kleidung der Männer nicht ähneln.
7. Sie darf der Kleidung der kâfir Frauen nicht ähneln.
8. Sie darf keine Kleidung des Ruhmes und der Eitelkeit sein.
Siehe Adâb al-Zafâf von Sheikh al-Albâni (möge Allâh barmherzig mit ihm sein), S. 177;
Hijâb al-Mar’ah al-Muslimah, S. 16-111; ‘Awdat al-Hijâb, 3/145-163.
Darauf basierend darf eine Frau nicht vor Männern erscheinen, wenn sie Hosen trägt, und
zwar aus zwei Gründen:
1. Sie zeigen die Umrisse der Beine der Frau
2. Sie zu tragen stellt eine Imitation der Männer dar
Sheikh Ibn ‘Uthaymîn (möge Allah barmherzig mit ihm sein) sagte: Ich denke, dass die
Muslime diesen Mode-Erscheinungen und Arten der Kleidung, die von hier und dort zu
uns kommen, nicht folgen sollten. Viele von ihnen sind nicht in Übereinstimmung mit der
korrekten islamischen Bekleidung, die die komplette Bedeckung der Frau einschließt, wie
diese kurze oder sehr enge oder dünne Kleidung. Dies schließt Hosen ein, weil sie die
Umrisse der Beine einer Frau, sowie ihres Bauches, der Taille, der Brüste usw. zeigen.
Sie zu tragen fällt unter die Beschreibung, die in dem folgenden sahîh Hadîth gegeben
wurde: „Unter den Leuten der Hölle gibt es zwei Arten, die ich nie gesehen habe: Leute
mit Peitschen wie die Schwänze eines Ochsen, mit denen sie die Leute schlagen, und
Frauen, die bekleidet und doch nackt sind, mit einer verlockenden Gehweise spazieren
gehend und mit etwas auf ihren Köpfen, das wie die Höcker von Kamelen aussieht, die
sich zu einer Seite neigen. Sie werden das Paradies nicht betreten noch seinen Duft
riechen, obwohl sein Duft aus solch und solcher Entfernung wahrgenommen werden
kann.“
Dieser Hadîth wurde berichtet von Muslim, 2128.
Er sagte außerdem: Was ich denke, ist, dass es für Frauen harâm ist, Hosen zu tragen,
weil sie eine Imitation der Männer darstellen. Der Prophet (Frieden und Segen Allâhs
seien auf ihm) verfluchte Frauen, die Männer imitieren. Außerdem nimmt es der Frau die
Sittsamkeit, weil es die Tür zum Tragen der Kleidung der Leute der Hölle öffnet, wie der
Prophet (Frieden und Segen Allâhs seien auf ihm) sagte: „Unter den Leuten der Hölle gibt
es zwei Arten, die ich nie gesehen habe…“ und er beschrieb eine von ihnen als „Frauen,
die bekleidet und doch nackt sind, mit einer verlockenden Gehweise spazieren gehend
und mit etwas auf ihren Köpfen, das wie die Höcker von Kamelen aussieht, die sich zu
einer Seite neigen. Sie werden das Paradies nicht betreten noch seinen Duft riechen,
obwohl sein Duft aus solch und solcher Entfernung wahrgenommen werden kann.“
Zitat-Ende aus Majmû’ Fatâwa al-Sheikh Ibn ‘Uthaymîn, 12, Frage Nr. 192, 104.
In Fatâwa al-Lajnah al-Dâ’imah (17/102) heißt es: Es ist (einer Frau) nicht erlaubt,
Hosen zu tragen, da dies die Imitation der Männer einschließt.
Siehe auch Frage Nr. 10436
In Bezug auf das Tragen von Hosen unter einem Jilbâb, so ist nichts Falsches daran, im
Gegenteil: dies bedeckt noch mehr und bietet zusätzlichen Schutz, wenn der Jilbâb weit
und verhüllend ist und keine Schlitze hat, die zeigen, was darunter ist.
Sheikh ‘Abd al-Razzâq ‘Afîfi (möge Allâh barmherzig mit ihm sein) sagte: Wenn eine Frau
Hosen trägt und ein weites Kleidungsstück darüber zieht, dann imitiert sie die Männer
nicht, solange sie sie unter ihrer Oberbekleidung trägt. Zitat-Ende aus Fatâwa al-Sheikh
‘Abd al-Razzâq 'Afîfi, S. 573.
Das Grundprinzip ist, dass der Jilbâb der Frau weit sein und die Füße bedecken muss,
wegen des Berichts, der von al-Tirmidhi (1731), al-Nasâ’i (5336), Abu Dawûd (4117) und
Ibn Mâjah (3580) von Ibn ‘Umar (möge Allâh mit ihm zufrieden sein) überliefert wurde,
der sagte: Der Gesandte Allâhs (Frieden und Segen Allâhs seien auf ihm) sagte: „Wer
auch immer sein Gewand aus Eitelkeit unterhalb der Knöchel herabhängen lässt, den
wird Allâh am Tage der Wiederauferstehung nicht ansehen.“ Umm Salamah sagte: „Was
sollen Frauen mit ihren Säumen tun?“ Er sagte: „Verlängert sie um eine Handspanne.“
Sie sagte: „Aber dann werden ihre Füße entblößt sein.“ Er sagte: „Dann eine Elle, aber
nicht mehr als das.“ Dieser Hadîth wurde von al-Albâni in Sahîh Sunan al-Tirmidhi als
sahîh eingestuft.
Al-Bâji sagte: Die Worte Umm Salamahs (möge Allâh mit ihr zufrieden sein) bezüglich
der Verlängerung des Saumes um eine Handspanne – „Aber dann werden ihre Füße
entblößt sein“ – zeigen, dass diese Länge nicht ausreichte, um sie zu bedecken, weil die
Bewegung ihrer Füße beim schnellen Gehen, verbunden mit der Kürze des Saumes, dazu
geführt hätte, dass sie entblößt würden. Als sie den Propheten (Frieden und Segen Allâhs
seien auf ihm) darauf hinwies, sagte er: „Dann eine Elle, aber nicht mehr als das.“ Zitat-
Ende aus al-Muntaqa.
Scheich Sâlih al-Fawzân (möge Allah ihn bewahren) wurde gefragt: Ist es für eine Frau
mustahabb oder wâjib, ihr Kleid zu verlängern? Ist das Tragen von Socken an den Füßen
ausreichend, wenn das Kleid nur so viel gekürzt wird, dass nichts von den Waden
sichtbar ist? Wie soll eine Frau ihr Kleid um eine Elle verlängern – unterhalb des Knöchels
oder des Knies?
Er antwortete: Was von der muslimischen Frau gefordert wird, ist, alles von ihrem Körper
vor Männern zu bedecken, daher ist es ihr erlaubt, ihr Kleidungsstück um eine Elle zu
verlängern, um ihre Füße zu bedecken, wohingegen es Männern verboten ist, ihre
Gewänder unterhalb der Knöchel herabhängen zu lassen. Dies zeigt an, dass es Frauen
vorgeschrieben ist, alles von ihrem Körper zu bedecken. Wenn eine Frau Socken trägt,
dann tut sie etwas Zusätzliches, um hinsichtlich der Bedeckung mehr auf der sicheren
Seite zu sein, was etwas Gutes ist. Außerdem soll sie ihr Kleidungsstück verlängern, wie
in dem Hadîth beschrieben. Und Allâh ist die Quelle der Kraft. Zitat-Ende. Al-Muntaqa
min Fatâwa al-Sheikh al-Fawzân, 5/334.
Es geht darum, dass der Jilbâb einer Frau weit sein und bis zu den Knöcheln oder mehr
herabhängen muss. Wenn er kurz ist und eine Handspanne über den Knöcheln endet,
dann ist es nicht erlaubt, selbst wenn sie ihre Waden und Füße mit Hosen oder Socken
bedeckt, weil dies eine Imitation der Männer darstellt, denen befohlen wurde, ihre
Kleidung kurz über den Knöcheln enden zu lassen. Außerdem zeigt es die Umrisse und
Größe ihrer Füße.
Und Allâh weiß es am besten.
Quelle: Islam-QA.com (Frage Nr. 60131 Übersetzt von Umm Djumâna )
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