Den nächsten Tag verbrachten wir mit einer kleinen Erkundung Manilas, eine Stadt, die man jedoch auch meiden kann. Es gibt hier 15 Millionen Menschen, die in Unordnung und Dreck zusammenleben. Gewalt und Verbrechen stehen an der Tagesordnung und junge Mädchen gehen anschaffen, um als Hauptverdiener der gesamten Familie zu dienen. Ein Ende ist nicht in Sicht, da immer mehr Menschen mit Hoffnung auf ein besseres Leben in die Stadt strömen. Jeder freie Fleck wird besiedelt und ein großer Teil der Bürger führt ein unvorstellbares Leben in den zahlreichen Slums. Der Verbreitung von AIDS und anderen Krankheiten wird durch das religiös bedingte Verbot von Verhütungsmitteln nicht gerade entgegengewirkt. Am Abend war es nun endlich soweit. Alex erreichte, nach einigen transportbedingten Verzögerungen, Manila und wir freuten uns, ihn am Flughafen willkommen zu heißen. Aufgrund seines Aufenthaltes in Shanghai und unserer Reise nach Tibet hatten wir uns gut 5 Wochen nicht gesehen und es gab viel zu erzählen. Den Tag darauf begannen wir mit einem Ausflug zur Universität von Kaycee und Mariel, die auf uns einen recht entspannenden Eindruck machte. Wenig später saßen wir im Taxi zur Busstation, womit unsere Weiterreise eingeleitet wurde. Wir begaben uns auf eine 23-stündige Fahrt, bei der wir in Kombination aus Bus und Fähre die kleine Insel Boracay erreichten…
