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Musstet ihr schon mal Tiere aus welchem Grund auch immer abgeben, die euch sehr ins Herz gewachsen waren?
Ich bin immer mit Hunden aufgewachsen. Meistens Dackel. Meine Eltern haben selbst gezüchtet. Allerdings ohne Papiere. Nur des Spaßes und der Freude wegen.
2 Hunde waren eigentlich immer da.
Als ich heiratete, brauchte ich keine eigenen Hunde, da meine Eltern nebenan wohnten und die Hunde auch mehr oder weniger zu uns gehörten. Sie kamen oft rüber und "besuchten" uns, schauten, was bei uns so los ist. Standen einfach vor der Tür oder vor dem Fenster, als wenn sie sagen wollten "Hey, lass mich rein". Sobald sie bei uns draußen etwas hörten, waren sie da, fanden immer irgendwo einen Durchschlupf oder forderten durch Gewinsel Einlaß.
Mein Vater war verstorben. Meine Mutter starb kurz darauf.
Was mit den Hunden???
Meine Tochter hat eine Hundeallergie. Bekommt Luftnot, wenn sie mit einem Hund in einem Haus ist. Für kurze Zeit ging es, aber wenn sie länger in diesem Haus war, dann ging es ihr gesundheitlich gar nicht gut.
Sie konnte auch nie länger bei ihrer Tante oder Freundinnen übers We oder Ferien bleiben, weil die einen Hund haben.
Ich musste traurigen Herzens die Hunde abgeben. Eine 10 jahre alte Dackeldame und eine 5 jährige Yorki-Dame, die beide daran gewöhnt waren, immer zusammen rumzutollen und bei meinen Eltern im Bett zu schlafen. Die Dackeldame war ruhiger, die Yorkidame war Quick lebendig und wollte Power.
Ich wollte eine Anzeige in der Zeitung schalten und tat es auch.
Viele Bekannte sagten, du kannst sie doch nicht getrennt weggeben, als ich dies bekannt gab.
Es funktionierte aber.
Eine Familie mit 3 Kindern und schon 2 Yorki´s nahm die Yorkidame. Ein Kind war immer traurig, wollte einen eigenen Hund.
So hatte die Yorkidame wieder Gesellschaft von Hunden und Power durch die Kinder. Der Übergang war ein paar Tage für sie traurig, aber sie hatte sich ganz schnell mit einen der anderen Hunde angefreundet.
Die Dackeldame hat am nächsten Tag auch ein neues passendes Herrchen gefunden.
Einen Rollstuhlfahrer, der über Tag auf einen Nachbarhund aufpasst, weil dessen Herrchen arbeiten müssen. Am We war der Rollstuhlfahrer dann ohne Hund. Er war noch nicht lange an seinem Rollstuhl gebunden und wollte auch erst mal Testen, ob für ihn überhaupt ein Hund in Frage kam.
Nun fühlte er sich am We einsam, wenn der Nachbarhund nicht bei ihm war.
So kam die Dackeldame zu ihm und auch sie hat dort einerseits ihre Gesellschaft mit dem anderen Hund, mit dem sie sich auch schnell angefreundet hat und andererseits auch ihre Ruhe, wenn der Nachbarhund nicht anwesend ist. Und sie bekommt so viele Streicheleinheiten, das sei eigentlich schon kein Fell mehr haben könnte.
Auch an die Frische Luft kommt sie immer. Der Rollstuhlfahrer hat sich ein Brett zu seinen Füßen gebaut. Wo ein Hund drauf sitzt, wenn sie mit dem Elektorolli unterwegs sind, der andere wird auf den Schoß genommen. In der Stadt, beim Bäcker und Fleischer waren die drei schnell bekannt und es gab dann beim Fleischer immer eine Scheibe extra Wurst als Leckerlie.
Für mich war es schön, das die beiden so liebevolle Herrchen gefunden haben, aber noch heute fehlen mir die beiden sehr.
_________________ Liebe Grüße vom 
Schön ist es auf der Welt zu sein ....
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