Zum Leben verurteilt, begraben an der Friedhofsmauer
Der Italiener Piergiorgio Welby leidete seit Jahrezehnten an Muskelschwund und wünschte sich den Tod. Ein Gericht verbat ihm zu sterben. Welby, der seit Jahren für Euthanasie warb, musste sich bislang dem Recht beugen. Er hatte die Abschaltung der Beatmungsmaschine und gleichzeitig Sterbehilfe vor einem römischen Gericht eingeklagt.
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Die kath. Kirche hatte wieder die Gelegenheit versäumt, sich den 21.Jahrhundert, der so genannten modernen Zeit anzupassen und bleibt wieder stehen, wo sie seit einigen 100 Jahren sind. >>>Im finstersten Mittelalter!! Die Kat.Kirche, die sich immer auf ihre Barmherzigkeit und gegenüber ihren Mitmenschen und Gott beruft, weiß einfach nicht, welche psychische Qual es sind, jahrelang in einem unbeweglichen Körper eingesperrt zu sein. Nur die Augenlieder waren für die Kommunikation zu verwenden.
Am Mittwoch hatte der Anästhesist Marco Riccio Welbys Schlafmittel gegeben und dann sein Beatmungsgerät abgeschaltet.
Der Pfarrer von Welbys Heimatgemeinde erhielt vom römischen Vikariat, die Anweisung.
Kath.Kirche hat geschrieben:
Die kath.Kirche lehnt die Durchführung eines religiösen Begräbnisses für den mit Hilfe eines Arztes gestorbenen ab. Welbys Wunsch zu sterben stehe im Gegensatz zur Lehre der Kirche, wurde verlautbart. Man könne dem Wunsch nach einem Begräbnis "nicht nachkommen", zum Unterschied von Selbstmördern - von denen man annehmen könne, dass sie im Zeitpunkt des Suizids nicht im Vollbesitz ihrer geistigen Kräfte seien - habe Welby eindeutig den Wunsch gehabt, zu sterben
..das kirchliche Begräbnis zu stoppen.