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 Betreff des Beitrags: Ossis und Wessis, gibt es das heute noch
BeitragVerfasst: 08.10.2007, 18:27 
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Ossis und Wessis, gibt es das heute noch???

Und das 17 Jahre nach der Wiedervereinigung?
Als Ösi drüber der Grenze würde ich mal eure Erfahrungen und Meinungen dazu gerne wissen.
Wer von euch lebt in einer "Ossi-Wessi-Beziehung"? Gibt es hier Unterschiede in der Mentalität der Menschen von Drüben und Herüben? Sind die Ossis wirklich anders in ihrer Art oder ist das nur mehr Einbildung in Vorurteilen?
Wer von den "Wessis" hat sich mal die Mühe gemacht die "Ossis" wirklich mal kennen zu lernen? Oder umgekehrt?
17 Jahre Einheit hat Deutschland sicher näher zusammenrücken lassen. Ost- und Westdeutsche sindn sich heute näher als vor 8 Jahren. Ossis und Wessis trennen keine Welten mehr aber im Hinterkopf ist es trotzdem geblieben. Es gibt noch Vorurteile, doch nach einer aktuellen Umfrage halten 84 % der Deutschen die Wiedervereinigung für richtig. Erstaunlich, wie nah sich Ossis und Wessis heute schon gekommen sind.

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mfg Kurt http://www.allthemeforum.com/


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BeitragVerfasst: 09.10.2007, 09:05 
Sicher gibt es hier und da noch Vorurteile . Klar sind zb. Sachsen anders , den Unterschied hat man aber auch schon zwischen Niedersachsen und Bayern . Ist alles nur eine Sache des guten Willens wie man miteinander klarkommt . Ich hatte schon mal "Kurzzeit Arbeitskollegen " (Leiharbeiter) aus dem Osten . Einer von denen war ein Prima Kerl . Persönlich hatte ich noch keine negativen Erfahrungen .Es gibt wohl Sachen die mich wundern !
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BeitragVerfasst: 10.10.2007, 20:52 
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unsere Nachbarn (bereits wieder nach Ostdeutschland zurück) sind damals 3 Wochen vor der Grenzöffnug geflüchtet. Ich habe sie als sehr undankbar in Erinnerung. Sie waren nur unzufrieden mit Argumenten, denen ich nie folgen konnte.
Beispiele:
Wieso müssen wir so hoch Miete bezahlen (400€ für ein neues Haus, 120qm), wo die Vermieterin 4 Häuser hat?
Meine Kinder müssen vom Staat einen Ausbildungsplatz gesucht bekommen! (Alle 3 Kinder haben sich keinen Ausbildungsplatz gesucht und hängen rum)
Ich hatte um Bretter beim Vermieter gebeten, bekommen und meinen Boden ausgelegt und kann ihn so nutzen. Die Nachbarn haben mir das 12 Jahre vorgeworfen das ich das nur als Wessi erhalten hätte, die Ossis würden immer wie das Letzte behandelt werden. Sie waren zu stolz um nachzufragen, sie wollten es automatisch geliefert bekommen.
Die Frau ging nie einkaufen, das Angebot war ihr zu groß, da findet man nichts. (kann ich ja fast noch verstehen)
Bei einer Nachbarschaftsfeier draußen am Hof hat ein Mann bei denem im Garten am Baum gepinkelt, es war am nächsten, aber sie haben nie wieder eine Feier mitgemacht, da sie ja nicht von uns geachtet werden würden.
Wurden sie mal zu einer Feier im Lokal mit eingeladen, sind sie nicht gekommen, sie wüßten ja nicht, wer alles kommen würde und als ossi hätten sie keine gute Chance

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BeitragVerfasst: 14.10.2007, 21:56 
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Also ich persönlich kann da nicht allzuviel zu sagen. Habe persönlich keinen Kontakt zu den songenannten Ossis. Allerdings hat mein Mann noch -Verwandtschaft in den neuen Bundesländern. Wir haben aber keinen Kontakt dazu, weil der schon von meinen Schwiegereltern nicht mehr gepflegt wurde. Was ich allerdings dazu sagen kann. das mit dem Ost und West ist natürlich noch in vielen Köpfen verankert. Schliesslich sind wir mit dieser Situation aufgewachsen und haben das immer gehört. Ich denke, das wird sich erst verlieren wenn diese Generation nicht mehr ist. Unsere Kinder sind da nicht mehr konfrontiert worden. Und das zusammenwachsen ist so eine Sache. Solange wir den Soli zahlen müssen und dann sehen, was da teilweise für ein Unfug mit getrieben wird, werdenn diese Vorurteile auch nicht ganz aussterben. Auf der einen wie auf der anderen Seite.


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BeitragVerfasst: 27.10.2007, 21:31 
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Strandliese hat geschrieben:
unsere Nachbarn (bereits wieder nach Ostdeutschland zurück) sind damals 3 Wochen vor der Grenzöffnug geflüchtet. Ich habe sie als sehr undankbar in Erinnerung. Sie waren nur unzufrieden mit Argumenten, denen ich nie folgen konnte.
Beispiele:
Wieso müssen wir so hoch Miete bezahlen (400€ für ein neues Haus, 120qm), wo die Vermieterin 4 Häuser hat?
Meine Kinder müssen vom Staat einen Ausbildungsplatz gesucht bekommen! (Alle 3 Kinder haben sich keinen Ausbildungsplatz gesucht und hängen rum)
Ich hatte um Bretter beim Vermieter gebeten, bekommen und meinen Boden ausgelegt und kann ihn so nutzen. Die Nachbarn haben mir das 12 Jahre vorgeworfen das ich das nur als Wessi erhalten hätte, die Ossis würden immer wie das Letzte behandelt werden. Sie waren zu stolz um nachzufragen, sie wollten es automatisch geliefert bekommen.
Die Frau ging nie einkaufen, das Angebot war ihr zu groß, da findet man nichts. (kann ich ja fast noch verstehen)
Bei einer Nachbarschaftsfeier draußen am Hof hat ein Mann bei denem im Garten am Baum gepinkelt, es war am nächsten, aber sie haben nie wieder eine Feier mitgemacht, da sie ja nicht von uns geachtet werden würden.
Wurden sie mal zu einer Feier im Lokal mit eingeladen, sind sie nicht gekommen, sie wüßten ja nicht, wer alles kommen würde und als ossi hätten sie keine gute Chance


Also Lieschen, dazu kann ich nur sagen, das waren Leute, die auch hier im Osten neben der Strecke standen. Gibt es ja überall. Manche haben wirklich geglaubt, sie fahren ins Schlaraffenland. Können sich einen Bauch anfuttern und bloß faulenzen. Nein, das waren und sind wir nicht.
Jedenfalls nicht die normale Bevölkerungsschicht. Ich finde, wir sind auch keine anderen Menschen. Wir haben hier so nach unseren Möglichkeiten gelebt und das war keinesfalls "unnormal". Wenn ich von mir ausgehe, ich habe gut gelebt, war zufrieden mit dem was ich hatte. Was hat mir denn gefehlt, habe meine Arbeit gehabt, war vollstens sozial abgesichert, keine finanziellen Schwierigkeiten, also ich habe ruhig und sicher gelebt. Ins Ausland wollte ich gar nicht, habe ja die schönste Insel vor der Tür.
Wenn in meinem Beisein einer über Hunger oder sonstwas jammert hier in der DDR-Zeit, der lügt. Politisch Verfolgte schließe ich mal aus, da ging es doch etwas anders her. Aber sonst hat man kein Grund zum ewigen jammern gehabt. - Ich jedenfalls überhaupt nicht. Nicht immer alles glauben. Wir reden noch oft von den Zeiten, vor allem, wenn wieder ein Arzttermin ansteht. So etwas unmenschliches hat es hier nicht gegeben.
Hau - ich habe gesprochen :shock:

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BeitragVerfasst: 28.10.2007, 13:10 
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was meinst du mit unmenschlich?

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es wäre besser gewesen, ich hätte aus Liebe zu mir auf Dich verzichtet


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BeitragVerfasst: 28.10.2007, 13:41 
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Benutzertitel: Allesleser
ja ich meine damit, daß sich viele Menschen (Rentner und H4) gar keinen oder kaum einen Arztbesuch leisten können. Dazu kommen auch noch die Zuzahlungen für Medikamente, Krankenhauskosten und und und...
Ich sehe ja, was ich für meinen Mann an Kosten ausgeben muß, er ist Herzkrank. Wieviele Menschen sind alt, haben schwerwiegende Leiden, wenn dann noch beide krank sind, na Danke. Das Gesundheitssystem kann ich einfach nicht akzeptieren.

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Gruß von Anne


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 Betreff des Beitrags: Re: Ossis und Wessis, gibt es das heute noch
BeitragVerfasst: 28.03.2008, 17:00 
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big_super da kann ich dir nur recht geben Anne, ausserdem meckern ja immer nur dieOssies die noch nie im Westen waren und die Wessis die noch nicht im Osten waren.


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