Von wegen gratis: Abzocke im Internet Ahnungslos?
Gratis-Proben, Flirt-Seiten & Preisausschreiben: Wer fiesen Geschäftemachern im Internet auf den Leim geht, wird kräftig zur Kasse gebeten. Gesundes Misstrauen und Fachwissen schützt Sie vor der Abzocke.
Gratis-Verlockung
Besonders beliebt ist es etwa, mit scheinbar kostenlosem Informationsangebot ahnungslosen Surfern heimlich einen mehrjährigen Abo-Vertrag unterzujubeln. So können sich zum Beispiel unter
http://www.hausaufgaben-heute.com Jugendliche 3000 Hausaufgaben herunterladen. Vorerst gratis ...
Automatische Umstellung
... allerdings steht ebenso wie auf
http://www.lehrstellen-heute.com dann im Kleingedruckten: "Ihre Testzeit ändert sich nach 24 Stunden zu einem Abo ... mit einem Jahr Laufzeit." Was stolze 168 Euro für Infos macht, die anderswo tatsächlich gratis sind
Böses Erwachen
Untergejubelte Abos gibt es auch häufig im Gratis-SMS-Bereich. So wirbt zB
http://www.smsfree24.de mit 100 kostenlosen Kurznachrichten. Auch hier steht im schwer lesbaren Kleingedruckten, dass dies nur bis 24 Uhr des Anmeldetages gilt. Hat man bis dahin nicht gekündigt, zahlt man monatlich 8 Euro - für ein Jahr im Voraus.
Teure Gratis-Proben
Auch mit kostenlosen Warenproben locken Anbieter viele Surfer auf ihre Webseiten. Statt Gratis-Schnäppchen erhält man dann aber oft nur eine kostenpflichtige Mitgliedschaft, wo die Kosten die Leistung bei weitem übertreffen. Bei
http://www.proben4you.de oder
http://www.tricky.at wirbt man frech mit dem Hinweis "Keine monatlichen Kosten" ...
Hintertürl
... in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen steht dann aber: "Die Kosten belaufen sich auf einmalig 120 Euro."
http://www.Gratisproben.24.net setzt hingegen auf das Geschäft mit den Nutzerdaten. Das kann ärgerlich werden, wenn persönliche Vorlieben und Gewohnheiten unverhofft bei der Werbeindustrie landen und man plötzlich per Mail, Telefon und Post mit Werbung zugemüllt wird.
Gratis Produkte?
Sie wollten sich schon immer mal als Produkttester betätigen? Vorsicht, viele Internetseiten versuchen mit diesem "Jobangebot" nichts anderes, als an Ihr Geld heranzukommen. Kunden von
http://www.produkte-testen.de zahlten zB einen Jahresbeitrag von 72 Euro ein und bekamen dann statt der gewünschten Artikel aus der Unterhaltungselektronik eine Tube Sekundenkleber zu testen.
Teurer Test
Auch auf der sehr seriös wirkenden Seite
http://www.eikb.com muss man bezahlen, bevor man sich als Warentester betätigen darf. Eine Pauschale von 24,9 Euro für Versand und Beschaffung des Warentests - und das für jede Sendung - muss schon drin sein. Schließlich darf man die Ware nach dem Test behalten ...
Versteckte Kosten
Online-Tests können sich ebenso als Reinfaller entpuppen. Auf
http://www.lebensprognose.com kann man sich zum Beispiel seine mögliche Lebenserwartung errechnen lassen - für satte 59 Euro. Dieser Preis versteckt sich allerdings hinter riesigen Anmeldefenstern, die gut von dieser Tatsache ablenken
Sex-Check
Und auch wer auf
http://www.check-deinen-sex.com seine Chancen beim anderen Gesicht ausloten will, zahlt diesen Betrag. Die Kosten stellen sich häufig erst mit Zustellung der Rechnung zwei Wochen später heraus - nach Ablauf der Einspruchsfrist.
Weitere Abzocker findet ihr unter:
Quelle: Kleine Zeitung