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 Betreff des Beitrags: Sterbehilfe - wer darf über den Tod die Entscheidung treffen
BeitragVerfasst: 23.12.2007, 21:02 
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Sterbehilfe - wer darf über den Tod die Entscheidung treffen?

Immer wieder neue Diskussion, wann, wie oder ob Ärzte oder Gerichte den Tod eines Menschen bestimmen dürfen. Soll Sterbehilfe überhaupt verboten bleiben? Oder ist der Wille des Kranken nicht genug Entscheidung? Sollte neu über humane Sterbehilfe nachgedacht werden?

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BeitragVerfasst: 25.12.2007, 07:31 
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vorallen möchte ich entscheiden können wenn ich weis das ich bald nur mehr dahinsieche wann und wie ich sterben soll
aber ich denke mir auch das das so in einer art unabhängigen ärtzeschaft entschieden werden kann zum beisspiel wenn ich nach einen schlaganfall sicher nie mehr aufwache oder wenn ich durch einen unfall gehirntod bin...

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BeitragVerfasst: 27.12.2007, 08:13 
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die schweizer sterbehilfeorganisation steht ja sehr in der kritik
ich bin der meinung das jeder mensch selber entscheiden sollte wann es so weit ist natürlich muss da differenziert werden ob jemand todeskrank ist und nicht qualvoll dahinsiechen will oder einer nur liebeskummer hat und in dem moment nicht mehr leben will
ich jedenfalls bin für sterbehilfe und würde es auch tun

eisblume


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BeitragVerfasst: 02.01.2008, 22:37 
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Das mit der Entscheidung ist immer so eine Sache ..

rede mit meinen Mädels immer wieder darüber .. mal wenns um mich geht und ich nimmer entscheiden kann .. dahinsiechen sollen sie mich auch nicht lassen .. meine, wenn geistig nix mehr da ist, dann möchte ich schon abtreten ..

Ich finde .. so wie ich bestimmen darf/kann, was mit meinen Einzelteilen nach meinem Ableben geschehen soll, so sollte ich auch bestimmen dürfen, wann es soweit ist .. denn es könnte ja in dem Moment so sein, dass ich ev. geistig gar nicht mehr in der Lage bin, meine Entscheidung zu treffen und kund zu tun .. und dann?

Für jemanden andren die Entscheidung zu übernehmen finde ich sehr schwierig .. aber jemanden nur mit Maschinen im KH am Leben (ohne Geist) zu erhalten wieder sinnlos ....


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BeitragVerfasst: 03.01.2008, 07:51 
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Ich denke, es würde weniger "dahinsiechende" Patienten oder Bewohner geben, wenn sie eine Patientenverfügung haben würden.

Bei dem Thema muss ich an meinen Vater denken, den ich nur noch durch seine Mimik verstehen konnte und an so manche Bewohner im Altenheim, wo im Prinzip nur noch das Herz schlägt, die noch nicht mal mehr irgendeine Mimik von sich geben.

Wie oft hat mein Vater mich verzweifelt angeschaut, weil er so den Rest seines Lebens verbringen musste ... er hätte mit Sicherheit gerne jemanden gehabt, der dem ganzen ein früheres Ende bereitet hätte, bzw. hätte er eine Patientenverfügung gehabt, bin ich davon überzeugt, hätte er nicht leiden müssen.

Meine Mutter hatte eine Patientenverfügung. Die behandelnden Ärzte haben sich daran gehalten und keine Lebensverlängernde Maßnahmen ergriffen.

Ich bin schon froh, dass es hier in Deutschland wenigstens diese Patientenverfügung gibt.

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BeitragVerfasst: 03.01.2008, 08:09 
Mein Vater ist auch ganz langsam gestorben . Zum Ende hin war es kaum noch zu ertragen . Jedes Tier darf erlöst werden wenn es zuviel leidet , aber der Mensch muß bis zum bitteren Ende .
Der Vater meiner Freundin hatte eine Patientenverfügung und dadurch hat er sich viel Leid erspart .
Ich bin der Meinung das jeder das nur für sich selbst entscheiden sollte . Und nicht das die Verwandschaft da was mitbestimmen sollte .


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BeitragVerfasst: 03.01.2008, 22:58 
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Nach neuesten Erkenntnissen möchte ich sagen, das man eine solche Patientenverfügung rechtzeitig verfassen sollte und nicht auf dem letzten Drücker.
W. und ich haben uns öfter darüber unterhalten, aber letztendlich nichts in die Wege geleitet.
Als es nun meiner Pflegeomi so schlecht ging, standen die Fragen im Raum : Was ist , wenn es ihr noch schlechter geht ? Was würde sie erleiden müssen ? Wieviel würde sie ertragen wollen ? Wie würde SIE entscheiden ?
Es sind belastende Fragen in einer belastenden Situation.
Vorbeugen ist besser.

Ich persönlich bin absolut für eine humane Sterbehilfe, natürlich nur in dem Fall, wo eine lange Leidensphase vorzeitig beendet werden kann.

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 Betreff des Beitrags: Re: Sterbehilfe - wer darf über den Tod die Entscheidung treffen
BeitragVerfasst: 27.02.2008, 08:32 
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Ich hole dieses Thema mal wieder weiter nach oben, damit es nicht in der Versenkung verschwindet, in der Hoffnung, dass auch noch andere Fori´s schreiben, was sie denken :wink:

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 Betreff des Beitrags: Re: Sterbehilfe - wer darf über den Tod die Entscheidung treffen
BeitragVerfasst: 27.02.2008, 16:17 
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gute idee urmelchen

keiner möchte daran denken, das wir auch mal krank (oder durch einen unfall) und hilfsbedürftig werden
keiner will das man im alter vor schmerzen sich nimmer bewegen kann und niemand will auch nur so dahinsiechen

ich glaub deshalb machen sich vor allen junge menschen keinerlei gedanken was mal sein wird, wenn man nichts mehr mitbekommt, wenn man für seine angehörigen eine starke belastung ist...ich glaub das will keiner

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 Betreff des Beitrags: Re: Sterbehilfe - wer darf über den Tod die Entscheidung treffen
BeitragVerfasst: 28.02.2008, 08:53 
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silbergirl hat geschrieben:
ich glaub deshalb machen sich vor allen junge menschen keinerlei gedanken was mal sein wird, wenn man nichts mehr mitbekommt, wenn man für seine angehörigen eine starke belastung ist...ich glaub das will keiner


Dieser Satz ruft eine traurige Erinnerung in mir wach Silbergirl.

Unser Automechaniker, den wir zwar erst letztes Jahr kennengelernt haben, den wir aber sofort in unser Herz geschlossen haben, weil er ein so lebensfroher und offener Mensch war, so herzensgut und sympathisch, hilfsbereit ohne Ende.
Grad mit meinem Auto hatte ich letztes Jahr einige Probleme und der Mechaniker hatte eine harte Nuss an meinem Wagen zu knacken, aaaaaaber er gab nicht auf und hat den Fehler gefunden. Vor allem war er günstig und so super genau. Ich fühlte mich mit meinem Wagen bei ihm besser aufgehoben, wie in einer Werkstatt.
(er hatte seine Werkstatt in einer alten Scheune *ggg)

Dieser Junge Mann hat sich am 2. Januar das Leben genommen. ER hat sich WOHL Gedanken gemacht, wie es sein würde und dass er seinen Eltern NICHT zur Last fallen wollte. Er hat Mitte des Jahres sein Todesurteil bekommen: Bauchspeichelkrebs mit knapp 31 Jahren.
Was mich kirre macht: Er hat erst kurz vor Ende des Jahres seinem Kumpel unter Siegel der Verschwiegenheit erzählt, was mit ihm los ist. Seine Geschwister und vor allem seine Eltern wussten NICHTS. DAS finde ich sooooooo heftig. Den ganzen Kram mit sich selbst abmachen.
Er hatte seinen Nachlass vorher total säuberlich geregelt. Er hat einen sauberen Jahresabschluß mit Steuererklärung usw. auf seinen Schreibtisch gelegt, alles säuberlich geordnet hinterlassen.
Der Gäg des Lebens war dann noch: Wir hatten noch ein Auto in seiner Werkstatt stehen, welches er über die Feiertage in die Werkstatt stellte und für uns verkaufen sollte. Wir wollten diesen Wagen dann doch selbst abmelden und ich war am 2. Januar vor seiner Werkstatt, um die Nummernschilder zu holen. Ich wunderte mich, dass nicht geöffnet war und wartete eine Weile vor der Tür, rief ihn noch auf sein Handy an und lies einen flapsigen Spruch, von wegen, ob er noch mit besoffenen Kopf im Bett liegen würde (wegen 1. Januar-Feier). HINTER dieser Tür wurde er eine gute Stunde später in einem Kundenauto tot gefunden. Wir können uns 50:50 denken, WELCHES Auto er genommen hat. Aber ich vermute, weil er wusste, dass wir das Auto eh verkaufen wollen, hat er unseres genommen. Der Wagen ist mittlerweile irgendwo im Ausland und der neue Besitzer wird nicht wissen, was in dem Wagen geschah.

Immer noch irgendwie traurig bin, wenn ich an diesen Menschen denke. Wir haben große Achtung vor seinem Mut und respektieren seine Entscheidung so von der Welt zu gehen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Sterbehilfe - wer darf über den Tod die Entscheidung treffen
BeitragVerfasst: 28.02.2008, 19:21 
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das ist traurig, aber ich kann ihn schon ein bisschen verstehen.....

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 Betreff des Beitrags: Re: Sterbehilfe - wer darf über den Tod die Entscheidung treffen
BeitragVerfasst: 13.03.2008, 09:36 
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Nun bin ich auch mal hier gelandet, eine Seite die ich auch für sehr wichtig halte das wir darüber sprechen.
Nun wer Prof. Hacketal noch kennt, weiß was los ist.
Meine Mutter bekam mit 56 Leukämie und es wurde immer schlimmer mit ihr. Sämtliche Bestrahlungen und Tabletten machten aus ihr ein häufchen Mensch...
Von mal 76 Kilo Gewicht waren am Ende 34 Kilo noch...
Ich habe sie die ganzen 3 Jahre gepflegt und gamacht und getan! Krankenhaus rein, raus und das alle paar Tage/Wochen!
Es ist so mies, wie man so sterben muss!
Wie einige andere schon schrieben, meinen Hund kann ich einschläfern lassen...
Wo ich heute ein bißchen Sorge vor habe ist, das sind die Komapatienten. Da kann es immer mal wieder zu einem Wunder kommen und der Patient wacht nach Jahren tatsächlich wieder auf!
Aber alles andere, da wünschte ich mir die Sterbehilfe wie es die in vielen anderen Ländern schon gibt. Da sind wir noch Rückläufig in Deutschland.
Und wenn jemand einen Menschen aus dem Wege haben will, wegen einer Erbschaft oder so, da wartet eh keiner auf so eine Situation, da wird vorher entsorgt, wie auch immer. Leider.
Und was der Mechaniker von urmelchen tat, ist zwar heftig wenn man es so liest, aber okay!
Allemal besser als so mancher Selbstmörder der sich als "Geisterfahrer" in den Gegenverkehr tot rammt und unbeteiligte mitnimmt!
Also, ich bin für Sterbehilfe!
Herzlichst
Bruno


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 Betreff des Beitrags: Re: Sterbehilfe - wer darf über den Tod die Entscheidung treffen
BeitragVerfasst: 13.03.2008, 09:39 
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Ach so die Frage lautet ja genau genommen, wer darf über den Tod die Entscheidung treffen?
Da denke ich zum einem der Arzt und meine Liebste! Nur den beiden kann ich mein Leben anvertrauen! Der Arzt muss mit meiner Liebsten reden und es mit ihr abwägen was es für Chancen gibt.
Damit wäre das ja auch geklärt...
Herzlichst
Bruno

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 Betreff des Beitrags: Re: Sterbehilfe - wer darf über den Tod die Entscheidung treffen
BeitragVerfasst: 13.03.2008, 10:16 
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Nach dem Tod von meinem Vater im letzten Jahr musste ich nach der Bitte meiner Mutter alles regeln. Jetzt habe ich ihre Vorsorgevollmacht, sie eine Patientenverfügung und weil wir einmal dabei waren, bzw. unser Anwalt, haben wir jetzt auch eine Patientenverfügung und sogar einen letzten Willen/Testament in dem der Wunsch nach einer Beisetzung im Ausland gewünscht wird. So wird, falls es erforderlich sein sollte unsere letzte Reise ins Ausland gehen - Sterbetourismus


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 Betreff des Beitrags: Re: Sterbehilfe - wer darf über den Tod die Entscheidung treffen
BeitragVerfasst: 13.03.2008, 11:58 
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Lucy

und warum im Ausland, wenn ich fragen darf?
Und vielleicht auch noch, welches Land mit welchem Hintergedanken.
Wenn du erzählem mags?

Ich denke eine Anonymbestattung reicht um meiner Hinterlassenschaft keine Arbeit zu machen.

Herzlichst
Bruno



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 Betreff des Beitrags: Re: Sterbehilfe - wer darf über den Tod die Entscheidung treffen
BeitragVerfasst: 13.03.2008, 12:26 
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In der Schweiz und in den Niederlanden z.B. ist Sterbehilfe erlaubt, deshalb spricht und praktiziert man in/von Deutschland schon von Sterbetourismus.

Außerdem ist es über die Schweiz/den Niederlanden z.B. möglich sich die Urne mit nach Hause zu nehmen, bzw. sie sich schicken zu lassen oder sie halt abzuholen.
Dazu muss man nach dem die Urne dort in dem Land bis zur Bestattung aufbewahrt wird, nach einer Frist einen Widerruf schicken indem man erklärt es sich doch anders überlegt zu haben und man bekommt sie ausgehändigt oder halt zugeschickt.
So spart man sich halt die Friedhofsgebühren hier in Deutschland, die ja nicht unerheblich sind und man hat die Urne mit der Asche zur freien Verfügung.
Man muss allerdings so ein Metallschild das die Asche zuordnen kann verlieren, aber das kann ja leicht passieren in so einem Trauerschock.
Man kann sogar erst hier in Deutschland verbrannt werden und dann die Urne zu einem Krematorium zur Bestattung ins Ausland schicken, oder sich gleich z.B. in den Niederlanden verbrennen lassen. Das bieten mittlerweile sehr viele Bestattungsunternehmen an, weil sterben hier in Deutschland für viele halt unbezahlbar geworden ist.


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 Betreff des Beitrags: Re: Sterbehilfe - wer darf über den Tod die Entscheidung treffen
BeitragVerfasst: 13.03.2008, 13:42 
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Danke Lucy,
gewusst wie... :wink:

und ob ich hier oder da sterbe bzw verbrannt werde ist mir dann bestimmt egal, das Feuer ist überall heiß...
werde das nachher gleich mal mit Dire besprechen...
Und die Bestatter die das machen sitzen in Deutschland, oder?
Herzliche Grüße
Bruno


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