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 Betreff des Beitrags: Pflege - Bitte um Hilfe
BeitragVerfasst: 23.04.2007, 23:28 
Ich bin seit einiger Zeit Vizepräsident zweier sozialer Vereine, die Pflegeheime bauen und betreuen.
Zusätzlich bauen und betreuen wir Gebäude für "betreutes Wohnen".

Wir haben sehr ehrgeizige Ziele, die zusätzliche und neue Standarts für Pflegeheime und betreutes Wohnen setzen sollen.

Ich habe in solchen Dingen zwar schon jahrzehntelange Erfahrungen gesammelt und so auch meine eigenen Gedanken entwickelt und Ziele gesetzt. Einige davon wurden auch bereits Realität.

Was ich Euch bitte:
Schreibt einfach da herein, was Ihr Euch so wünscht, würdet Ihr jemals (was ich Euch nicht wünsche) ein Pflegeheim benötigen oder was Ihr erwartet, wenn Ihr "betreutes Wohnen" - was ja gewiss nicht unangenehm sein muss - in Anspruch nehmen wollt.

Ich möchte da jetzt ganz bewußt nicht meine Zielvorgaben breit treten, weil ich Euch damit schon irgendwie gedanklich beeinflußen würde.

Ich möchte gerne Eure unbeeiflußten Gedanken dazu .

Irgendwann könnte auch Euch das dienen. Man wird leider schneller alt - oder invalid oder sonstwie pflegebedürftig - als man denkt und Ihr habt vielleicht auch Eltern oder sonstige Verwandte, die Euch am Herz liegen.

Also bitte: Helft mir mit Euren Gedanken, Anregungen und Meinungen, das beste aus meinen ehrenamtlichen Funktionen zu machen.

Noch eine Bitte: Bitte vergebt mir, dass ich schon seit geraumer Zeit weniger in diesem und anderen Foren schreibe. Ich komme einfach nicht mehr dazu.


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BeitragVerfasst: 24.04.2007, 02:07 
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Da ich ja in Gewisserweise auch pflegebedürftig bin, zwar noch nicht als Heimbewohner, doch sind mir gewisse Alltäglichkeiten nicht mehr ohne fremde Hilfe möglich, finde ich die Idee super, einmal die Wünsche von Behinderten und Pflegebedürftigen zu realisieren.

Also das erste wäre, für Gehbehinderte eine ausreichende Optimierung, keine Treppen, Stiegen, und wenn natürlich Lifte, ausreichende Park und Grünanlagen, wenn geht aber nicht mit geschotterten Wegen, wäre gut, asphaltiert. Auf Schotter geht man schlecht. In den Parks, Sitzbänke und Tische zum gemütlichen Beisammensitzen. Aufenthaltsräume mit Fernsehen, nicht jeder will die Lindenstraße schauen, wäre gut zumindest einen 2. Aufenth.-Raum, daß man auf ein Alternativprogramm umsteigen kann.
Die Zimmer sollten eine angemessene Größe haben, man will ja nicht in einen Schuhkarton seinen Lebensabend verbringen. Oft nehmen gerne ältere Menschen ihre eigenen Möbel mit, zumindest um ein bisschen von ihren Erinnerungen dabeizuhaben.
In der heutigen Zeit ist auch ein I.-Anschluß bald Standard, und sollte auch vorhanden sein. Somit haben Heimbewohner die Möglichkeit mit Verwandten zu kommunizieren, und nicht zu warten bis ein PC-Platz frei ist. Mit der heutigen Rooter-Technik ist das sicher kein Problem.
Fenster sollen groß und viel Licht hineinbringen. Meist sind die Fenster relativ klein. Große Fenster mit viel Licht machen auch das trostloseste Zimmer freundlich. Eine kleine Loggia wäre sicher auch hier von Vorteil.

Wenn mir wieder was einfällt schreibe ich weiter….

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mfg Kurt


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BeitragVerfasst: 24.04.2007, 05:54 
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Ich finde, es müssten ausreichend Beschäftigungsterapien angeboten werden. Und den Heimbewohnern sollten Aufgaben, je nach ihren Möglichkeiten zu gewiesen werden. Sind sie beschäftigt, sind sie sehr viel zufriedener.

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Eigentlich bin ich ganz anders, ich komm nur nie dazu!


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BeitragVerfasst: 24.04.2007, 13:05 
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Mir ist gerade eingefallen, da war mal ein Beitrag im FS wo Hundebesitzer, oder auch Katzenbesitzer in den Altersheimen gehen mit ihren Tieren, um auch diesen Menschen unsere vierbeinige Freunde als Therapie zu bringen.

Viele von denen hatten in ihrem Leben ein Haustier zum Liebhaben, aber wenn man älter wird kann man sich um das Tier nicht mehr kümmern, einige mussten abgegeben werden ins Tierheim, weil im Pflegeheim kein Platz ist.
Ist doch schön wenn man sich ins Heim/Altersheim seinen treuen Weggefährten mitnehmen kann. Seinen Hund/Katze/Vogel der ihn durchs halbe Leben begleitet hat. Warum soll er sich dort nicht auch um ihn kümmern?? Und wenn er’s mal nicht mehr kann, ….. werden sicher einige Mitbewohner gerne diese Aufgabe übernehmen.

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mfg Kurt


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BeitragVerfasst: 24.04.2007, 15:45 
Danke für die Anregungen. Ich habe sie (anonym) gespeichert und werde sie bestimmt verwerten.
Ich bitte um weitere Anregungen.
Das Thema geht uns alle an. Wenn nicht für uns selbst, dann für andere, die es nötig haben, Pflege in dafür spezialisierten Häusern in Anspruch nehmen zu müssen.
Aber: Niemand weiß, ob er es nicht selbst einmal muss.


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BeitragVerfasst: 25.04.2007, 13:26 
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Ich glaube zu wissen, daß hier einige von unseren Usern in der Altenpflege genug Wissen/Praktikum haben, um weitere Anregungen geben zu können, wie man älteren Menschen den Lebensabend etwas erleichtern und auch angenehmer machen kann.

Ein kleiner Hinweis noch!! Wenn man älter ist, sind die normalen Standardtoiletten meist zu tief u. zu niedrig, weil man als alter Mensch schlechter von der Hocke aufstehen kann.
Wäre gut diese auch etwas höher zu machen. Hier würden sicher viele dankbar sein.... :wink:

_________________
mfg Kurt


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BeitragVerfasst: 25.04.2007, 20:14 
Jo. Ich meine auch, dass da schon einig Anregungen möglich wären.
Das mit den Toiletten ist eine brauchbare Anregung und werde ich auch weiter leiten.
Allerdings: Selbst "Normaltoiletten" sind beispielsweise für Rollstuhlfahrer zu hoch. Aber es bestünde ja allemal die Möglichkeit Sanitärräume verschieden auszustatten und die dazugehörigen Zimmer eben so zu belegen, dass sie für die verschiedenen Pfleglinge passen.
Sehr leicht umzusetzen ist das allerdings nicht.


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BeitragVerfasst: 25.04.2007, 20:23 
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..ist nicht unbeding nötig gleich alles umzukrempeln, gibt in den Sanitätsgeschäften, extra Aufsätze mit 5 cm und 10 cm, je nach Bedarf.
Alleine schon solche Aufsätze können für manche alte Leute sehr hilfreich sein.
Kostenpunkt glaube ich bei 50.-€ , ist doch kein Geld....oder, wenn mich nicht alles täuscht, zahlt sogar die Krankenkasse einen Teil dazu wenn`s der Arzt verschreibt.

_________________
mfg Kurt


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BeitragVerfasst: 25.04.2007, 21:41 
Ich möchte aber nicht immer nur Aufsätze und Abhandlungen lesen, die meist von bereits Betriebsblinden verfasst werden.
Ich habe auf all diesen Gebieten sehr viele Erfahrungen gesammelt und seinerzeit im ganzen deutschsprachigen Raum Vorträge mit anschließenden Diskussionen gehalten.
Ich konnte auch da und dort einiges bewegen.

Aber ich fühle mich nicht perfekt und möchte daher Anregungen aus Kreisen von Betroffenen oder von anderen, die sich Gedanken zu diesem Thema machen.

Es spielt auch keine Rolle, wenn Forderungen gestellt werden, die vordergründig als unerfüllbar scheinen mögen. Es wurde im Laufe der Jahre vieles erfüllbar, was vordem unerfüllbar schien.

Auch wenn es viele nicht wahrhaben möchten. Ein Pflegefall kann man schneller sein als man denkt. Das hängt nicht einmal nur vom Alter ab.

Es geht daher alle an. Und ich wundere mich ein wenig über die mangelnde Resonanz.

Aber eh klar. Diese Gefahr möchte jeder beseite schieben. - Ich auch.
Allerdings bin ich halt gerade damit beschäftigt und kann es nich so einfach beiseite schieben.


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 Betreff des Beitrags: Pflegeheime - Tagesbetreuungsstätten
BeitragVerfasst: 23.05.2007, 09:45 
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Was wünschenswert wäre:

Eine Tagesbetreuungsstätte für nicht Bettlägrige Menschen. So könnten die pflegenden Angehörigen entweder einer Arbeit nachgehen oder würden entlasstet. Denn Burn-Out bei pflegenden Angehörigen ist ein massives Problem.

Diese Tagesbetreuungsstätten könnten auch an Kindergärten gekoppelt werden so hätten ältere oft einsame Menschen Kontakt zu Kindern. Viele Kinder welche heute aus zerrütteten Familien kommen oder deren Großeltern verstorben sind hätten so zu sagen einen Leihopa/Oma.

Pflegeheime sollten vor allem günstiger werden! Wichtig wären auch strenge Kontrollen ob die beschriebene Leistung auch erbracht wird. Hier gehört genug Personal eingestellt, damit die zu Pflegenden auch wirklich vollstens betreut werden können.

Da ich auch aus dem Sozalbereich komme hätte ich noch jede Menge Ideen für nähere Infos oder vielleicht mal ein Gespräch stehe ich gerne zur Verfügung.

Liebe Grüße

Onkel HADES

_________________
Onkel Hades
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BeitragVerfasst: 23.05.2007, 14:52 
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Ich bin dafür, auch junge Menschen mehr an die ältere Generation heranzuführen. Man könnte doch an Schulen herantreten und das in Form von Praktika oder Arbeitsgruppen anbieten. Jetzt nicht als schwere Arbeit des Pflegepersonals, sondern für interessierte Jugendliche als Vorleser, Mitspieler, Begleiter für Spaziergänge. Ich hatte selbst keine Oma bzw. sie starb schon, als ich noch sehr klein war und ich hätte mir oft eine liebe Oma/Opa gewünscht, mit dem ich Zeit verbringen kann.

_________________
Gruß
Fröschlein


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BeitragVerfasst: 28.05.2007, 00:23 
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Wohnort: eberswalde
für unbedingt notwendig halte ich ein notrufsystem. das könnte z. b. so installiert sein:
in jedem zimmer gibt es an verschiehdenen stellen einen großen roten knopf. wird der gedrückt, dann wird z. b. in sämtlichen dienstzimmern ein alarm ausgelöst, und auf einem monitor erscheint die nummer des zimmers, von welchem aus der alarm ausgelöst wurde.
jeder der diensthabenden hat nun die möglichkeit mittels eines generalschlüssels in dieses zimmer zu gelangen, um hilfe zu leisten. natürlich muß es diesen bewußten knopf auch auf der toalette und in der nähe der dusche geben.
die frage internetanschluss ließe sich sicher so lösen, dass man internet und tv über eine dose bekommen kann. viele ältere menschen nehmen doch auch wenigstens ihren fernseher mit ins heim, also sollte dafür gesorgt werden, dass in jedem zimmer ein kabelanschluss vorhanden ist, über den dann eben auch DSL laufen kann.

das sind die gedanken vom musikfan.

_________________
die welt ist nur so groß, wie das fenster, das wir ihr öffnen.


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BeitragVerfasst: 28.05.2007, 12:35 
Meine Mutter war bis zu ihrem Tod in einem Pflegeheim. Es war ein sehr gut Geführtes mit viel Abwechslung für seine Bewohner.

Es wurden Spielenachmittage, Sport, Tanz, Ausflüge und vm angeboten.

Dadurch, dass ich meine Mutter oft besucht hatte, bekam ich auch Kontakte zu anderen Mitbewohnern.
Viele von ihnen bekamen nicht viel Besuch. Entweder sie hatten keine Familie mehr oder aber die Angehörigen lebten weiter entfernt.

Alle fühlten sich gut "aufgehoben", aber alle hatten auch einen Wunsch:

mehr Zeit des Pflegepersonals für ein nettes Gespräch zwischendurch.

Ich denke, da liegt ein großes Problem. Das Personal ist knapp, und sie müssen die schwere Arbeit in sehr kurzer Zeit erledigen.

Hier ist nun aber leider wieder Vater Staat gefordert.


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BeitragVerfasst: 04.06.2007, 08:50 
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Benutzertitel: Sternschnuppe
Ich habe grad meinen Schwesternhilfeschein in der Altenpflege gemacht und ein dreiwöchiges Praktikum absolviert.

Ich fände es gut, wenn die Bewohner im Alltag des Heims integriert werden.

Wäsche ist immer mal zusammenzulegen,

sie könnten bei den Vorbereitungen beim Kochen helfen (Kartoffeln schälen, Gemüse putzen)

Tiere ausserhalb des Heims halten und die Bewohner helfen bei der Versorgung.

Besucherdienste durch Nachbarschaftshilfen oder Schüler sollten Organisiert werden, weil viele Bewohner sehr selten Besuch von Angehörigen bekommen. Es gibt doch auch in Krankenhäusern die grünen Schwestern, die Aufgaben für die Kranken erledigen. Müsste doch auch in Pflegeheimen möglich sein.

Kegeln, Besuch von Tieren, Spiele, gemeinsames Singen usw. sollten mehr wie nur eine Stunde angeboten werden. Wenn ein Bewohner müde wird, dann geht er halt, wenn er noch bleiben möchte, dann kann er auch länger bleiben.
Vielleicht wäre es möglich, das jeden Tag in verschiedenen Räumen, verschiedene Angebote stattfinden und die Bewohner sich aussuchen können, wonach sie gerade Lust haben. Nach dem Motto: Jetzt möchte ich gerne beim Kochen helfen oder nöööö, ich möchte jetzt lieber ne Runde irgend ein Spiel spielen.

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Bild Liebe Grüße vom Bild Schön ist es auf der Welt zu sein


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BeitragVerfasst: 04.06.2007, 09:10 
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Beiträge: 13602
MSN Messenger: kleinerose5@hotmail.
Benutzertitel: Hausgeist
ich habe meinen schwiegervater bis zu seinen tod gepflegt, er hatte alzheimer mußte mit eine magensonde ernährt werden, war bettlägrig , ein kleinkind mit über achzig kg

ich hätte mir ab und zu mal einen freien tag gewünscht damals, ich hatte nicht mal zeit zum schlafen war oft genug 24 std auf oder mit nur 2-3 std schlaf, denn nebenbei war ich noch berufstätig

das mit den einbeziehen der heiminsassen find ich toll, so kommen sie sich nützlich vor

ältere menschen haben doch auch kinder sehr gern, eine möglichkeit wäre altenheimbewohner und kindergartenkinder zusammen zubringen
einen nachmittag mit essen und spielen und geschichten erzählen

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Aus Liebe zu Dir habe ich auf mich verzichtet....
es wäre besser gewesen, ich hätte aus Liebe zu mir auf Dich verzichtet


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