Parasiten: Milben
Der Hautparasit lebt im Erdboden und vermehrt sich explosionsartig im Spätsommer und im Herbst. Nur die Larven der Herbstgrasmilben sind Parasit beim Tier und selten auch beim Mensch. Die orangerot gefärbte Larve heftet sich an die Haut und verursacht trockene Krüstchen und einen erheblichen Juckreiz.
Bevorzugte Saugplätze sind: Zwischenzehenhaut, Lidrand, Ellbogenbeuge, Schultergegend, Achsel, Anus, Ohrfalte, Ohrrand, am Bauch in Zitzennähe.
Die Larve stößt ihre Haken durch die Haut und der dabei in die Wunde gedrückte Speichel löst die oberste Zellschicht auf. Die dabei entstehende Flüssigkeit wird von der Larve aufgesaugt. Die Wunde wird durch die erneute Speichelabgaben vertieft. Der abgegebene Speichel enthält Stoffe , die fürchterlich jucken. Die befallenen Tiere leiden entsetzlich unter den Grasmilben. Sie kratzen und lecken sich an den betroffenen Stellen derart, dass großflächige blutige und krustige Veränderungen auftreten können. Nach etwa eine Woche sind die Larven vollgesogen und lassen sich zu Boden fallen.
Oft ballen sich die Larven zusammen und erscheinen wie als orangefarbene Häufchen. Dieses Krankheitsbild nennt man dann die Trombikulose.
Sarcoptes-Räude
Sarcoptes-Milben verursachen schwerwiegende Hauterkrankungen. Sie übertragen sich durch flüchtigen Kontakt von Tier zu Tier. Möglich ist auch eine Ansteckung in Zwingern und Transportboxen, in denen vorher räudige Tiere waren, oder über Haar-Kämme und Bürsten. Zuerst fallen besonders der starke Juckreiz, blutig gekratzte Hautpartien am Unterbauch und krustige Veränderungen an Ellbogen und Ohrrändern auf.
Bei engem Kontakt mit einem an Sarcoptes-Räude erkrankten Hund können die Milben auf Menschen übergreifen, sich aber dort nicht vermehren.
Zur Behandlung der Räude gibt es in Deutschland nur ein staatlich zugelassenes Medikament: ein breitwirksames Spot-on-Präparat, das zur Räudebehandlung zweimal innerhalb eines Monats aufgebracht wird.
Bei Milbenbefall ist immer der Tierarzt aufzusuchen.
Quelle
http://www.hundezeitung.de/medizin/milben.html