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2.11.2008 New York City Marathon

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Moderator: marathoni

Re: Noch freie Startkarten für den 2.11.2008 New York City Marat

Beitragvon Seele » 23.04.2008, 21:14

Bernd M hat geschrieben:Heute habe ich eine Mail von Grosse-Coosmann Sportreisen bekommen. Vielleicht hat ja jemand Interesse:
New York City Marathon am 02. November 2008
Alljährlich am ersten Sonntag im November laden die New York Road Runners zu einem der beliebtesten Laufevents der Welt. Sie dachten Sie sind zu spät dran für eine Anmeldung? Wir haben noch Startkarten verfügbar. Aufgrund der Stornierung einer größeren Gruppe, haben wir derzeit wieder Startplätze frei. Nutzen Sie die Chance und melden Sie sich schnellst möglich bei uns, [...]

Ich hoffe sie bleiben 'drauf sitzen und tragen den finanziellen Verlust der Startplätze. Ich finde die Verquickung zwischen Startplatz und Reiseangebot nicht in Ordnung. Wenn es daneben noch genug Startplätze für Individualisten geben würde, okey. Aber diese sind dadurch nicht mehr vorhanden oder müssen durch Wartezeit erworben werden.
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Re: 2.11.2008 New York City Marathon

Beitragvon Bernd M » 24.04.2008, 08:50

Hallo Seele,

ich wünsche anderen Menschen sehr ungerne etwas Schlechtes, auch wenn es nur ein finanzieller Verlust ist. Aber ich verstehe deinen Ärger, ich bin als fernreisender Marathonläufer selbst ein Betroffener. Trotzdem, ich bin auch schon mit Reiseveranstaltern zu Marathons gereist, zuletzt nach Boston, und habe das Angebot einer Startkarte durchaus freiwillig genutzt.

Ich gebe dir allerdings Recht, wenn es um die Zuteilung der Startkarten geht. Da wünsche ich mir genau wie du eine höhere frei verfügbare Quote, denn ich reise normalerweise lieber individuell - deshalb mache ich seit 2 Jahren gezwungenermaßen die Lotterie des NYC-Marathons mit und buche nicht bei einem Veranstalter. Diese Freiheit nutze ich für mich - die Freiheit, ein Reisebüro zu beauftragen und die, überhaupt an einem bestimmten Marathon unter diesen Bedingungen teilzunehmen, allerdings auch.

Das ist die eine Seite. Die andere: Das System der Startkarten-Zuteilung ist diskussionswürdig, da bin ich deiner Ansicht. Die Entscheidung, wieviele Startkarten zu Veranstaltern gehen und wieviele frei erhältlich sind, liegt bei den Organisiatoren der jeweiligen Marathons. Und das wären die richtigen Ansprechpartner, wenn man seinen Ärger über dieses System loswerden will.

Solltest du eine entsprechende Mail an die NY Roadrunners schicken wollen, ich wäre sofort dabei.

Sportliche Grüße,

Bernd M.
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Re: 2.11.2008 New York City Marathon

Beitragvon Seele » 24.04.2008, 15:25

Hallo Bernd,

ich glaube wir haben uns gut verstanden und denken ähnlich über das Thema. Bei der Frage was war zuerst da, glaube ich, dass die Anfrage nach etlichen Startplätzen eine ursprüngliche Idee eines Reiseunternehmens war, das dann Nachahmer gefunden hat. Der Veranstalter hat sich gerne darauf eingelassen, weil er so diese Startplätze vielleicht noch teurer verkaufen konnte. Ansonsten würde ich nicht verstehen, was der Veranstalter für ein Interesse haben könnte die Startplätze nicht für den realen Wert direkt an die Laufsportler zu vergeben? Demnach wird es schwer sein einen Veranstalter umzustimmen. Diese Energie werden wir uns besser sparen für den nächsten Lauf sparen und irgendwann auch mal für New York :zzz:

@all
Ich hoffe dass so viel wie möglich von uns in der Lotterie gezogen werden. Wer eine Abbuchung bei sich feststellt möge sich outen, damit wir das feiern können (ohne Neckermann & Co :icon_lol: )
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Re: 2.11.2008 New York City Marathon

Beitragvon Sternenläufer » 25.04.2008, 15:48

Hi.

Die Reiseveranstalter müssen von der NY Organisation ein festes Kontingent am Startkarten
kaufe um überhaupt in der Genuss zu kommen Plätze anbieten zu dürfen.
So weit ich weiß gibt es ein erlesenes Grüppchen von Veranstaltern die eine Zuteilung bekommen.
Der Preis macht der Marathon-Veranstalter jedes Jahr neu und erhöht pauschal um 50-100€ um
auszureizen wie lange die nicht Amys mitgehen ;-)
Deswgen habe ich mir NY bis jetzt gespart :icon_evil:
Den Hammer finde ich auch mit den 2 Speisekarten:
1 Karte für 362 Tage im Jahr und ein für das Marathonwochenende.
Genau wie die Zimmerpreise.
Wenn man verhandelt bekommt man einen Gruppenpreis von 40$ für DZ mit 2 Personen.
Fragt er nach dem Terimin und es kommt das Datum des Marathons, uups das muss ich neu rechnen.
Kostet dann pro Person 80$ + Frühstück :icon_evil: :icon_eek:

In diesem Sinne

Dirk
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Re: 2.11.2008 New York City Marathon

Beitragvon AlexW » 25.04.2008, 23:17

Sternenläufer hat geschrieben:Wenn man verhandelt bekommt man einen Gruppenpreis von 40$ für DZ mit 2 Personen. Fragt er nach dem Terimin und es kommt das Datum des Marathons, uups das muss ich neu rechnen. Kostet dann pro Person 80$ + Frühstück :icon_evil: :icon_eek:


..ich will nicht für diese Preise sprechen, aber warum ist "Yield-Managment" überall akzeptiert, außer in den Hotels - im Reisekatalog kennt's keiner anders, dass verschiedene Saisonzeiten verschiedene Preise haben, bei den Airlines ist es seit Jahrzehnten praktiziert und selbst die Kinos machen es mittlerweile - Di. Abend billig, Fr. Abend teuer (Angebot & Nachfrage eben). Das Beispiel Tankstelle möchte ich hier gar nicht erwähnen - das tut nur noch weh (und ist echte Abzocke :icon_exclaim: )! :biggrin:
Also, so ist eben das Business. :gruebel:
Viele Grüße, Alex........muss "schwankende" Hotelpreise verkaufen :icon_wink:
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Re: 2.11.2008 New York City Marathon

Beitragvon Sternenläufer » 26.04.2008, 11:49

Hi.

Es IST akzepiert, auch in den Hotels.
Da sprechen wir aber von den normalen saisonalen Schwankungen.
Aber bei einer Veranstaltung, die für den Tourismus einer Satdt oder Region äußerst positiv ist,
solch extreme Unterschiede, da reden wir von richtiger Abzocke!
Wenn ich in Deutschland auf einen Campingplatz fahre zahle ich den Sommerzuschlag genau wie der
Niederländer oder Italiener.
Da sagt Keiner: Ahh, Italiener, da kostet der Platz nicht 45€ sondern 120€!
Wie viel zahlen denn die Amys für den Startplatz?

Dirk
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Re: 2.11.2008 New York City Marathon

Beitragvon AlexW » 26.04.2008, 12:22

Sternenläufer hat geschrieben:Wie viel zahlen denn die Amys für den Startplatz?


...auch an die §200, und auch hier zahlen ja Ausländer mehr zu großen Laufveranstaltungen. Ansonsten wird hier aber gerade der Startpreis mit den Übernachtungkosten vermischt.
In Städten wie NY, London, Paris....und eben auch Berlin ist das Event Marathon eben eine solche saisonale Schwankung. Saisonale Schwankungen werden u.a. durch Ereignisse, die die Nachfrage steigen lässt hervorgerufen. Ansonsten ist es keine Frage.....ich finde es persönlich viel zu teuer.....bin aber trotzdem bereit den Presi zu zahlen, wenn ich in der Lotterie einen Startplatz bekomme.....und damit treibe ich selbst den Preis weiter mit... :icon_redface: :ja:
Viele Grüße, Alex
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Re: 2.11.2008 New York City Marathon

Beitragvon AlexW » 26.04.2008, 12:24

Sternenläufer hat geschrieben:Genau wie die Zimmerpreise.

...und die zahlt dann eben auch der Amerikaner, der von der Westküste nach NY kommt......wundert sich aber nicht sehr. :icon_wink:
Viele Grüße, Alex
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Re: 2.11.2008 New York City Marathon

Beitragvon Waldläufer » 08.05.2008, 13:59

Will ja niemanden das Laufen in den USA vermiesen. Aber auch das sind die USA!


Folter, Todesstrafe, Wahlpannen
Wie frei sind die USA wirklich?


Beim Kampf für Demokratie und Menschenrechte vergessen die USA ihre Probleme im eigenen Land. Das meint die Demokratieorganisation Freedom House. Die Häftlingsrate ist zehnmal so hoch wie in Westeuropa und mehr als 2000 Kinder sitzen lebenslänglich im Gefängnis.

Von Frank Aischmann, MDR-Hörfunkstudio Washington


Stuart Eizenstat (Foto: AFP) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Der Vizechef von Freedom House, Stuart Eizenstat. ]
Die US-Organisation Freedom House teilt die Staaten der Welt jedes Jahr in drei Kategorien ein: frei, teilweise frei und unfrei. Mitteleuropa, Australien, Nord- und weite Teile Südamerikas leuchten auf der Freiheitskarte in optimistischem Grün. Das heißt, sie haben einen Wettbewerb im politischen System, unabhängige Medien und halten die Menschenrechte ein. In diesem Jahr haben nur 90 der insgesamt 193 Staaten das Gütesiegel "frei" erhalten, darunter auch die Vereinigten Staaten selbst.

Aber was heißt das eigentlich? Wie viele demokratische Grundrechte sind im sogenannten Krieg gegen den Terror durch die Regierung Bush bereits aufgeweicht worden? "Wir stoßen bei unserer Arbeit auf Vorbehalte gegenüber den Vereinigten Staaten und sogar auf Entfremdung", sagt Stuart Eizenstat, früherer US-Botschafter bei der EU und heute Vizechef von Freedom House. "Unsere natürlichen Verbündeten im Einsatz für Demokratie und Menschenrechte fragen sich, ob unser Land überhaupt noch das Vorbild ist, als das es in früheren Zeiten immer galt."

Obwohl Freedom House als unabhängige Organisation arbeitet, wird sie zum überwiegenden Teil von der US-Regierung finanziert. Als Zeichen ihrer Unabhängigkeit studierte Freedom House ausgiebig die Defizite im eigenen Land und brachte ein Buch heraus - sein Titel: "Wie frei sind heutige Amerikaner?" Zur Vorstellung des Buches lud Freedom House die 88-jährige Journalistenlegende Helen Thomas ein - die scharfzüngig und äußerst Bush-kritisch bis heute aus dem Weißen Haus berichtet und bei jeder Pressekonferenz vom US-Präsidenten ignoriert wird.

"Es war nie schlimmer als heute, und ich schäme mich dafür."

Helen Thomas (Foto: picture-alliance/ dpa) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: "Amerika hatte in Sachen Freiheit nie ein schlechteres Ansehen als heute", sagt Journalistenlegende Helen Thomas. ]
Soweit sie zurück denken könne, habe Amerika in Sachen Freiheit noch nie ein schlechteres Ansehen als heute gehabt, sagt Thomas. "Wir haben das verdient. Man schafft Freiheit nicht mit vorgehaltener Pistole. Oder wie im Irak durch einen Krieg, der illegal, unmoralisch und nicht zur rechtfertigen ist." Die Passivität des Kongresses, der Medien und einfachen Bürger habe dazu geführt, dass Menschenrechte bei beschnitten wurden - ohne dass es einen öffentlichen Aufschrei gab. Die Journalistenlegende argumentiert, Präsident Bush habe immer gesagt, die USA folterten nicht. "Und dann räumt er in einem Interview ein, dass er das doch genehmigt hat. Und was folgte? Schweigen der Öffentlichkeit und in den Zeitungen. Es war nie schlimmer als heute, und ich schäme mich dafür."

US-Sicherheitspolitik schränkt Grundrechte ein

Guantanamo und Abu Graib, das Abhören von US-Bürgern und geheime CIA-Gefängnisse in aller Welt gehören zu einer Sicherheitspolitik, die vermutlich weitere Terroranschläge auf die USA verhindert hat. Gleichzeitig schränkt diese Politik aber demokratische Grundrechte ein.

Für Freedom House gibt es in der US-Gesellschaft andere, tiefergehende Demokratiedefizite, die durch die aktuellen Debatten gern in Vergessenheit geraten. "Auch wenn wir in diesem Jahr vielleicht den ersten schwarzen Präsidenten wählen, sind die Vereinigten Staaten weiterhin eine Gesellschaft scharfer Unterscheide zwischen Schwarzen und Weißen", sagt der Vizechef von Freedom House, Stuart Eizenstat. Das betreffe zum Beispiel die Bereiche Arbeit und Einkommen, aber auch die Justiz. "Ein Schwarzer landet mit einer Wahrscheinlichkeit von eins zu drei im Gefängnis - während der landesweite Schnitt bei 1:37 liegt." Das Justizsystem müsse aber auch wegen der hohen Häftlingsrate reformiert werden, meint Eizenstat. "In unseren Gefängnissen sitzen pro Einwohner fast zehnmal so viele Menschen wie in Westeuropa."

Über 2000 Kinder zu lebenslanger Haft verurteilt

George W. Bush spricht zu Freedom House 2006 (Foto: picture-alliance/ dpa/dpaweb) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Die Regierung Bush finanziert Freedom House. ]
Zu den Demokratiedefiziten gehört nach Ansicht von Freedom House auch die Todesstrafe, die in den meisten anderen Demokratien längst abgeschafft ist. In den Vereinigten Staaten sitzen 3000 Menschen in der Todeszelle. Zudem seien mehr als 2000 Kinder zu lebenslanger Haft verurteilt - ohne die Chance, jemals entlassen zu werden, berichtet Eizenstat. Darüber hinaus gefährde der politische Prozess die Freiheit der USA. "Die Panne bei den Präsidentenwahlen 2000 ist nur Teil eines viel größeren Problems gewesen", so Eizenstat. Es gäbe Versuche, Minderheiten an der Stimmausübung zu hindern, die Wahlbeteiligung sei viel zu niedrig und Geld spiele im Wahlkampf eine viel zu große Rolle. "Der Fakt, dass wir Amerikaner im 21. Jahrhundert mit all unserer Technologie nicht sicher sein können, dass unsere Stimme auch richtig gezählt wird, ist eine nationale Schande, die unsere Rolle beim Aufbau von Demokratien weltweit untergräbt."

Aber trotz aller Defizite ist Freedom House überzeugt, dass die Vereinigten Staaten ein freies Land mit starken Selbstkorrekturmechanismen bleiben. Schließlich würden die meisten Skandale irgendwann von der Presse aufgedeckt, Fehlentscheidungen der Regierung von Gerichten oder vom Kongress korrigiert. "Freiheit ist in Amerika ein seit über 200 Jahren andauernder Prozess", sagt Stuart Eizenstat. "Eine unserer Stärken besteht darin, unsere Freiheit zu feiern, Schwächen zu erkennen und diese Schwierigkeiten dann zu überwinden."
Zuletzt geändert von Waldläufer am 08.05.2008, 16:25, insgesamt 1-mal geändert.
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"Distanz ist, was dein Kopf daraus macht!"

Gruß Bettina und Andreas
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Re: 2.11.2008 New York City Marathon

Beitragvon Seele » 08.05.2008, 15:14

Waldläufer hat geschrieben:Will ja niemanden das Laufen in den USA vermiesen. Aber auch sind die USA!
Folter, Todesstrafe, Wahlpannen
Wie frei sind die USA wirklich?

[...]

Danke für diese Weiterleitung. Hat mich sehr interessiert!
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