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 Betreff des Beitrags: Diskussion: Heunetze
BeitragVerfasst: 31.01.2008, 10:50 
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Hi,

viele hier benutzen ja Heunetze. Die Gründe sind klar, vor allem halt auch die längere Fresszeiten!

Aber wie seht Ihr die Gefahren für den Rücken?

Ich persönlich bin schon vor Jahren von der Benutzung von Heunetzen abgekommen (als ich mich mal intensiv mit der Anatomie der Pferde auseindandergesetzt habe).

Ich seh das halt so. Das Pferd ist dafür "gemacht" 16 Std. am Tag Futter vom Boden aufzunehmen. Fakt ist, das können wir ihm nicht bieten.
Aber trotz allem ist die Anatomie noch so ausgelegt.

Persönlich finde ich es daher wichtig, dass es zumindest das Heu noch vom Boden aufnimmt und da seine natürliche Haltung einnimmt. Auch finde ich persönlich daher eine mini-kurz-abgenagte Koppel immer noch besser als ein Sandplatz. Meine Pferde haben trotz allem den ganzen Tag den Kopf unten, auch wenn da (aus menschlicher Sicht) "nichts" steht und man selbst mit nem Fingernagel keinen mm mehr abschnipsen könnte...
;-)

O.k. die "neueren" engmaschigen Heunetze kann man immerhin bodennah aufhängen. Aber halt leider nur bei unbeschlagenen Pferden.

So und jetzt bitte große Teilnahme an einer sachlichen Diskussion!!! ;-)

LG
Elke

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BeitragVerfasst: 31.01.2008, 11:13 
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mhm...ja deine Aspekte kann ich gut nachvollziehen...ich persönlich gehe vom Pferd individuell aus.

Vanessa zB hat vor längerem einmal das Heunetz (engmaschig, Bodennah-trotz Eisen. B. guckt aber ständig hin, das sie ja den ganzen Tag auf dem Hof ist) und einmal einen Haufen Heu auf dem Boden bekommen. -Vanessa bevorzugt das Netz! -Trotz Wahlmöglichkeit!

Im Stall bekommen alle nur ihre "Haufen" und im Sommer werden die Ponies sicher wieder Netze haben. Vanessa und Lissy aufn Sandplatz, Samu und Ronja auf der sog. abgegrasten, kurzen Koppel. Vanessa darf ja kein Gras (ein wenig am Rand vom Sandplatz bekommt sie...aber wenig).

Und die Großen bekommen meist ihr Stroh aus den Netzen.

Wir haben halt überlegt, wieder eine Futterkrippe anzuschaffen...aber eigentlich nur, weil unser Zaun unter dem Anbinden der Heunetze leidet...

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BeitragVerfasst: 31.01.2008, 12:59 
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Hallo zusammen,
sehr interessante Diskussion.
Ich mache es so. Ich hänge die Netze nicht so hoch auf, aber auch nicht zu niedrig. Wie man hier schön sehen kann. Das war letztes Jahr im Sommer:
Bild
Wie man sieht frisst sogar Shetty Miro mit recht gesenktem Kopf. Sunny, der Größere, sowieso.
Jetzt haben wir auch wieder Stroh im Stall (im Gegensatz zu dem Bild). Wenn sie also kein Heu fressen, dann fressen sie mit gesenktem Kopf Stroh vom Boden.
Eben weil Pferde anatomisch vom Boden fressen müssen, habe ich lange ausprobiert wie es von der Höhe am besten passt. Ich denke wir haben es mit der Höhe recht gut gelöst. :)
Ich selbst habe leider schon einige heunetze gesehen, die viel zu hoch hingen. da drückten die Pferde den Rücken richtig durch beim fressen. Aus diesem Grund habe ich mir vorher Gedanken gemacht und getüfftelt. :)
Gruß
Dani

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BeitragVerfasst: 31.01.2008, 13:48 
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huhu,

also bei mir war es in ostfriesland so,dass ich ja auch heunetze verwendet habe nach dem schub bei gimli.habe das da auch ziemlich weit runtergehängt,damit er eben quasi vom boden fressen kann.ähnlich wie bei dani auf dem bild.

probleme hatte ich damit nie,keins meiner beiden hottis hat sich da mit den hufen verfangen oder so,sind aber auch beide unbeschlagen.

2002 als ich die beiden bekommen habe,habe ich einen neuen stall eingerichtet und dazu gab es dann eine "tolle" heuraufe aus stahl, die hoch an der stallwand befestigt wird.irgendwann war dann mal mein ta da und der sagte,dass er davon überhaupt nichts hält,eben wegen dem rücken und da pferde sonst ihre nahrung ja auch vom boden aufnehmen.

also gab es heu nur noch vom boden :wink:

ist ja auch wirklich eine logische sache!

@elke: warum keine sandplätze?*maldooffrag* :wink:

lg babs

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BeitragVerfasst: 31.01.2008, 14:00 
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Nein, ich bin nicht gegen Sandplätze! Das kam wohl doof rüber, hab auch einen befestigten Paddock! Und in absoluten Matschzeiten kommen sie auch nur da drauf. Trotzdem lass ich sie sobald der Boden mitspielt, lieber auf eine abgefressene Koppel (wo es ja "auch nichts gibt" - jetzt mal von dem Hufrehe-Aspekt abgesehen), als nur auf dem Paddock.
Im Paddock stehen sie nämlich meist da und gucken in die Ferne, statt sich zu bewegen und die Nase am Boden zu haben! Doofe Viecher! ;-)
Auf der Mini-Kurz-Koppel haben sie trotzdem die Nase am Boden und sind in Bewegung!
Also nix gegen Sandplatz, Paddock - wirklich nicht! Aber Koppel finde ich für die Pferde-Körperhaltung doch besser (falls dies aus anderen Gründen möglich ist! Bei ner Vorerkrankung ist das evtl. ja nie mehr möglich, das muss man dann wohl auch akzeptieren.)
War das jetzt besser erklärt?

Elke

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BeitragVerfasst: 31.01.2008, 14:24 
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grins ja nun verstehe ich dich und muß dir echt zustimmen.

meine beiden stehen ja nun auch im paddock und bewegen sich da eigentlich von alleine nur noch aus dem stall und dann richtung heu und das wars.

auf der matsch-weide in osrfriesland war das auch anders,da war wie du schon sagst die nase am boden und es wurde nach futter gesucht.

lg babs

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BeitragVerfasst: 31.01.2008, 14:52 
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Neben dem Problem, dass die Pferde, die aus Heunetzen gefüttert werden, nicht mehr bodennah fressen, was man ja noch evtl. durch sehr tiefes anbringen des Netzes etwas relativieren kann, muss man auch immer im Auge behalten, dass die Pferde aus den Heunetzen, vor allem bei engmaschigen Heunetzen, das Heu meist seitlich mit Kraft rausrupfen. Diese seitliche Kopfbewegung wirkt sich zwangsläufig auch irgendwann negativ aus.

Man muss also immer gucken, was für das einzelne Pferd die sinnvollste Lösung ist. So besteht ja häufig die Möglichkeit tagsüber in mehreren kleinen Portionen vom Boden loses Heu zu füttern und nur über Nacht zwecks Verlängerung der Fresszeiten ein Heunetz aufzuhängen.

Als Dauerlösung halte ich hoch angebrachte Heunetze auch für gesundheitsschädigend. Aber wie so oft ist es manchmal das kleiner Übel :?

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lg, snow

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Trotzdem Vorsicht bei empfindlichen Pferden und abgefressener Koppel! Bei gierigen Pferden kann es sein, dass sie durch Mitaufnahme von Sand (da das Gras sehr kurz ist!) eine Sandkolik bekommen können!

Genauso ists, wenn Heu auf dem sandigen Paddockboden gefüttert wird...die Pferde puhlen sich die Heukrümel evtl. aus dem Sand...Gefahr von Sandkolik besteht!

...unsere Netze hängen auch etwa in der Höhe wie von Danis Bild!

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Wir hatten leiderschon den Fall, das sich Oscar mit seinem Eisen im Heunetz verfangen hat. Der Knoten des Netzes hatte sich gelöst und somit lag das Netz in der Box und hing nicht mehr am Haken. Als wir das morgens sahen, hatte sich Oscar schon mit dem Netz verfangen (es hing zwischen Eisen und Huf. Zum Glück stand er total ruhig in seiner Box und wartete, dass wir ihn befreien. Ich weiß nicht, wie lange mein armes Pony so gestanden hat und möchte mir auch nicht ausmalen, was da alles hätte passieren können. Seitdem werden die Netzt noch sorgfältiger kontrolliert.

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Mal einfach ein Gedanke:
könnte man die Heunetze nicht an einem dicken Gummi aufhängen?
Das meiste Heu kann dann mit tiefem Kopf gefressen werden, der Rest dann zwar leider nicht.
Aber die Gefahr des Hängenbleibens würde doch reduziert.

Eddi

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...die Idee ist nicht schlecht...nur muss es ja sehr stabil sein...die Pferde zuppeln ja auch noch am Netz und wenn es dann nachgibt...und so schwer sind die Netze ja nicht...also leichter sicher als die Kraft des Ponies...*gedankenwirrwarr*

Vllt eine Art Zugband, wo auf der anderen Seite ein Gegengewicht dran hängt *kreativ bin*

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Können wir das jetzt gemeinsam entwickeln und dann das Patent verkaufen?

:D

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Ich gehöre ja nun auch schon eine ganze Weile zu den Heunetz-Benutzern für meine Pferde. Wäre ich aber nicht im Forum über engmaschige Netze gestolpert, wäre ich nie auf eine solche Idee gekommen.
Eben wegen der unnatürlichen Fresshaltung bei "normalen" Netzen, die halt einfach wegen der Verletzungsgefahr relativ hoch hängen müssen. Die engmaschigen hingegen hängen bei mir so niedrig, daß sie im leeren Zustand fast auf dem Boden aufstossen. Und die Pferde haben so beim Fressen die Köpfe unten und stehen auch meistens im "Ausfallschritt" vor ihren Netzen. Und irgendwie hab ich auch das Gefühl, daß es den Rössern Spaß macht, aus den Netzen zu zupfen. Vielleicht ist das für die Pferde ja so ähnlich, wie Gras rupfen. Das liegt ja nun auch nicht lose auf dem Boden rum.
Und wegen der mini-kurz-abgenagten Koppel über die die Pferde mit den Nasen am Boden marschieren.....die Idee an sich find ich auch gut und lasse meine Pferde deswegen und natürlich zum sausen auch stundenweise auf einer solchen laufen. Problem ist aber, daß meine Herrschaften, wenn dann so gut wie gar nichts mehr steht, anfangen zu graben. Erst wird mit den Vorderhufen gescharrt und dann wird mit der Oberlippe nach Gras samt Wurzel gepopelt. Und ich will gar nicht daran denken, wieviel Erde die Pferde dabei wohl erwischen...... :roll:

LG Caro

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Ich habe das aus den Heunetzen füttern auch wegen Verletzungsgefahr wieder aufgehört. Meine Jungs hampeln so viel rum, dass es mir einfach zu gefährlich ist, dass sie mal hängen bleiben. Ja, und weiter oben aufhängen, habe ich nicht gemacht, weil es gegen die natürliche Haltung spricht.

Was schlussendlich jetzt besser ist, weiss ich nicht. Da ich mich aber auch wohlfühlen muss, weil ich sonst 24 Stunden auf Kohlen sitze, gibt es das Heu bei uns jetzt wieder vom Boden...

LG
Claudia

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...ja, ich denke wirklich, jeder muss das individuell entscheiden! Bei uns sind die Pferde im Sommer "nur" zu zweit und fressen sogar lieb nebeneinander...daher gibts da kein getobe...

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