Hufrehe ECS EMS Borreliose

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 Betreff des Beitrags: Diskussion: falsches Ca-Ph contra Getreidebestandteile
BeitragVerfasst: 21.09.2007, 08:10 
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Hallo,

was ist Eurer Meinung nach "ungesunder"?

Auf Dauer ein falsches Ca-Ph-Verhältnis und zu hohe Calciumgaben (z.B. KwikBeets) oder ein Futter mit "relativ wenig" Getreidebestandteile, ich denke da zB an das Mühldorfer Low Glycaemic?

Wenn ich so ca 300 gr/Tag davon füttere
und da sind ich sag mal grob 30 % Getreidebestandteile (exclusiv der stabiliserten Reiskleie) drin sind das
höchstens 90 Gramm Getreide für ein Pferd / Tag.
Man müsste evtl. auch mal den glycaemischen Index der da verwendeten Getreidebestandteile raussuchen. Also von Sonnenblumenkernen, Leinextraktionsschrot, Leinsamen, Weizenkleie. Hat sich die Arbeit evtl. schon jemand gemacht?

Natürlich kann das für ein EMS/ECS Pferd ohne Bewegung zuviel sein, das ist mir klar.
Aber ein Pferd ohne EMS/ECS, das täglich arbeitet?
Ob da die 90 gr/Tag nicht besser sind wenn ich das Pferd dafür ausgewogen ernähren kann?

Jeder muss das für sich entscheiden das ist klar. Wollte damit einfach mal eine Diskussionsgrundlage schaffen!

Eine Alternative wäre evtl. auch noch die KwikBeets mit der stabilisierten Reiskleie zu mischen. Die gibt es bei Mühldorfer ja auch "pur".
Gibt es denn zwischenzeitlich Langzeit-Erfahrungen mit der stabilisierten Reiskleie bei Hufrehe-Patienten? Im Prinzip find ich hört sich die Mischung
unmelassierte Rübenschnitzel/stabilsierte Reiskleie sehr gut an, das Problem ist da halt noch die zu hohe Gesamtmenge von Calcium und Phosphor.

Natürlich alles unter der Voraussetzung dass das Pferd wirklich ein Zusatzfutter benötigt, das soll hier jetzt nicht der Diskussionspunkt sein.

Elke

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BeitragVerfasst: 21.09.2007, 08:26 
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Hallo Elke,
eine tolle Fragestellung.
Ein Fehler ist bei den Angaben:
Low Glycämic ist getreidestärkefrei.
Als Getreidebestandteil ist 4% Weizenkleie vorhanden.
Zzzgl. der Reiskleie.

LG Eddi

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BeitragVerfasst: 16.10.2007, 07:44 
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Also mir macht die Fütterung von Getreidebestandteilen nach wie vor mehr Angst als ein Calciumüberschuss. Allerdings ist mein Pony auch ein, (derzeit untergewichtiger :? ), EMS Kandidat.
Sorgen wegen zuviel Calcium mache ich mir trotzdem. An die stabilisierte Reiskleie traue ich mich nicht recht heran, eben weil dazu noch wenig Erfahrungen und Informationen vorliegen, ( hat wirklich noch niemand hier Erfahrung damit?).
Vor vielen Jahren hab' ich an einem Seminar der Firma Kräuterwiese Wiechert teilgenommen, und da wurde auch schon darauf hingewiesen das bereits bei reiner Heufütterung ein CA-Überschuss besteht. Zum Einen denke ich wenn Dem so ist und viele viele Pferde bei jahrerlanger calciumlastiger weil getreidefreier Fütterung gesund alt werden können hat ein CA-Überschuss vielleicht weniger dramatische Folgenals wir manchmal befürchten. Andererseits verstehe ich niht warum die Industrie nicht darauf reagiert und ein spezielles, phosphorlastiges Mineralfutter auf den Markt bringt? Immerhin gibt es nicht wenige Firmen die von sich behaupten spezielle Ergänzungen für Freizeitpferde mit niedrigem Energiebedarf herzustellen. Und das Problem ergibt sich ja nicht nur bei der eher kleine Gruppe der Rehepferde, sondern im Prinzip auch bei fast allen wenig genutzten
"Freizeitpferden" deren Energiebedarf rein über Heu gedeckt wird.
Ich frage immermal bei verschiedenen Firmen an und bitte um Vorschläge wie man dem Calciumüberschuss in der Ration begegnen sollte. Und schüttle bei den Antworten oft den Kopf.....

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BeitragVerfasst: 16.10.2007, 22:54 
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von wildhorse.at gibt es so ein Mineralfutter.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 17.10.2007, 02:02 
Nach wie vor: Alle Ponys, Araber und Kaltblutpferde sind EMS praepositioniert.
Allerdings ist die Gefahr fuer Insulinresistante Pferde wahrscheinlich groesser. Bei diesen Pferden kann alles was den Insulinspiegel hebt, Hufrehe ausloesen und ich wuerde bei diesen Pferden auch Ruebenschnitzel nur in kleinen Mengen geben und die Menge lieber mit Heu ausgleichen.
Low Glycaemic kann dass Futter schon sein, da viel Fett drin ist. Fuer ein gesundes Pferd, das ausreichend bewegt wird, kann das unter Umstaenden eine Alternative sein.
Aber Querleser: Fuer Insulinresistente Pferde ist Fett abzulehnen, da es die Leber noch zusaetzlich belastet. Fuer Pferde die abnehmen muessen, gilt das gleiche.
Ist die Futterzusammensetzung irgendwo einzusehen?
Kannst Du die bitte einstellen?
Danke, Karin


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 17.10.2007, 02:11 
Ca ueberschuss ist bei Jungpferden problematisch, bei denen es wohl zu OCD (Osteochondrosis dissecans) fuehren kann. Also das betrifft Pferde im Wachstum!!!!


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 17.10.2007, 02:25 
Ca ueberschuss:
Absorption von Zn und Cu ¯ ist heruntergesetzt (--> ev. Zn- und Cu-Mangel)
Verdaulichkeit von Fetten ist heruntergesetzt

http://www.tierklinik-wiesbaden.de/einfl_fuetter.htm (wachsendes Pferd)

http://www.shady-acres.com/susan/Calciu ... orus.shtml (allgemein)

Ach und dann kann zuviel Ca. noch Darmsteine beguenstigen, allerdings braucht es dazu noch Magnesium.
Essig kann Abhilfe schaffen.


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