Ich kenne es von "unseren" Solisten so, wie es Musikavokale beschreibt. Die Solisten bleiben sitzen da ja auch nicht davon auszugehen ist, dass sie gläubig sind.
In der Gemeinde, in der ich im Chor oft Orchestermessen mitsinge, ist es üblich, dass die großen Werke der Komponisten eben auch dort aufgeführt werden, wofür sie bestimmt waren: Nämlich im Gottesdienst. Klar kann man viele Messen auch in konzertanten Aufführungen hören, aber ich finde es gut und richtig, dass die Kirchenmusik eben auch von den Kirchen gepflegt wird. (Das dies viel zu kurz kommt ist ein anderes Thema...)
Solisten, Orchester und Chor finden ihren Platz im Chorraum weil die Empore sonst vermutlich die Besucher unter sich begraben würde und somit auch die Mitwirkenden zumindestens einen Krankenhausaufenthalt gewinnen würden.... Daher hat die Gemeinde die gesamten Mitwirkenden gut im Blick.
Es ist bei der Auswahl der Solisten meiner Meinung nach nicht zu verlangen, dass sie den "richtigen" Taufschein haben. Da spielen doch eher andere Qualifikationen eine Rolle....
Bei uns gibt der Dirigent vorher immer die Anweisung an die Solisten, dass sie einfach sitzen bleiben und nur für ihre Stücke aufstehen.
Ich denke, wenn es einem Solisten ein Bedürfnis ist, können die Gebete ja "innerlich" mitgesprochen werden. So mache ich das als Chorsängerin auch.
Aber ich freue mich jedes Mal aufs Neue darüber, wenn wir im Gottesdienst singen. Wenn man einen Pfarrer erwischt der dann mal der Musik den Platz lässt und nicht meint lange reden zu müssen....