Liebe Chero,
in den letzten Jahren hat sich meine poetische Seite mehr und mehr herausgebildet. So sind ganz viele Gedichte entstanden - ebenso spontan, wie Themen- und Situationsbezogen. Manchmal "läuft es" einfach ohne groß nachzudenken, an anderen Tagen ist es richtige, mühsame Kopfarbeit. Manchmal fallen mir einfach so die Verse ein - beim Spaziergang, am Schreibtisch, beim schwimmen, und, und, und so weiter. Oft mache ich mir Notizen über einen Zweizeiler, ein paar interessante Endungen oder auch einfach nur über Ideen, die ich (vielleicht) mal verwenden kann.
Meine Verse hier (oder zuvor bei gesang.de) sind überwiegend spontaner Art. Doch manchmal greife ich auch auf Gedichte zu, die ich aus speziellen Anlässen gemacht habe (z. B. mein jährliches Weihnachts- und Frühlingsgedicht). Oft lasse ich auch meinen Gedanken freien Lauf, wenn ein besonderer Anlaß mich dazu motiviert.
Es freuen mich aber auch die positiven Resonanzen der Leser sehr, so wie heute von Dir:

DANKE
Schönen Nikolaus(nach)abend! Ciao

Principe
P.S.: hier zur Belustigung ein altes Weihnachtsgedicht von mir (aus 2003)
Ein Weihnachtstraum
(von Jürgen-Michael Bacher)
Wenn’s draußen frostig ist und kalt,
quasi wie im Winterwald,
und man friert sich ab den Hintern
möcht’ man, wo’s warm ist, überwintern.
Man träumt vom Süden, Sonne, Strand,
vom blauen Meer, vom weißen Sand,
weit entfernt von Streß und Kummer,
eingehüllt in sel’gen Schlummer.
Ohne Oma’s Weihnachtsbraten,
der wie stets zu fett geraten,
ohne Klöße, Schnaps und Eis,
was doch dick macht, wie man weiß.
Ohne die endlos öden Stunden,
ohne bohr’n in alten Wunden,
ohne Zoff mit den Verwandten,
Eltern, Kindern, Onkeln, Tanten.
Ohne sich zu echauffieren
oder geistreich zu parlieren,
einfach nur ganz unverstohlen
leben, lieben und erholen.
Stattdessen gibt’s, wie jedes Jahr,
Weihnachten wie’s immer war.
So bleibt der Strand mit Weihnachtsbaum
auch dieses Jahr – ein schöner Traum.