meister1993[/center]
Moderator: meister1993

Bilbo hat geschrieben:Sommerloch! Was sollen sie sonst schreiben...


Carlos Alberto wechselt zum Hamburger SV
In den vergangenen Tagen lieferten sich Werder Bremen und der HSV ein Transfer-Duell um den Brasilianer. Das scheint nun entschieden: Der 22-Jährige geht für 1,1 Millionen Euro Leihgebühr nach Hamburg, Sportdirektor Dietmar Beiersdorfer und Trainer Huub Stevens klären derzeit letzte Details in Rio de Janeiro.
Der HSV steht unmittelbar vor der Verpflichtung seines Wunschspielers Carlos Alberto. Die Verhandlungen mit der Londoner Agentur Media Sports Investment (MSI), die die Rechte an dem 22-Jährigen besitzt, sowie dem Berater des Spielers sind weitgehend abgeschlossen. Die Leihgebühr für die kommende Saison beträgt 1,1 Millionen Euro. Zudem beinhaltet der Vertrag eine Klausel, die besagt, dass die Hamburger den Mittelfeldspieler darüber hinaus für acht Millionen Euro langfristig an sich binden können.
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Am Samstag flogen Sportdirektor Dietmar Beiersdorfer und Trainer Huub Stevens nach Rio de Janeiro. Sonntagabend um 21 Uhr (Ortszeit 16 Uhr) saßen die beiden im „Estadio Machadão“ in Natal, sahen dort die Abschiedsveranstaltung von Carlos Alberto im Trikot von Fluminense. Anschließend traf sich das Duo mit dem brasilianischen Nationalspieler (fünf Einsätze), der das Offensivspiel des HSV künftig beflügeln soll. Für Stevens war es das erste Gespräch mit dem Südamerikaner, der möglichst schon in dieser Woche den Medizincheck bei Teamarzt Dr. Oliver Dierk absolvieren soll. Verläuft alles wie geplant, wird der neue Star bei der ersten Einheit im Rahmen der Vorbereitung am nächsten Montag dabei sein.
Das Auswärtsspiel beim FC Bayern im Fernsehen angeguckt
Den Transfer hatte Beiersdorfer schon vor Monaten vorbereitet. Bereits Ende April, unmittelbar nach dem Auswärtssieg beim FC Bayern, war das Hamburger Vorstandsmitglied nach Rio de Janeiro geflogen. Dort hatte er sich sowohl mit dem Spieler selbst als auch mit den Beratern und den zuständigen Vertretern von MSI getroffen, um persönlich für einen Wechsel in die Hansestadt zu werben. Vor der Reise nach Brasilien hatte der Sportdirektor veranlasst, dass Carlos Alberto den Auftritt des HSV in München im Fernsehen verfolgen konnte, um sich ein Bild von der Mannschaft machen zu können. Ein geschickter Schachzug, denn der begehrte Profi war durchaus angetan.
Beiersdorfer verfolgt die Entwicklung des 1,78 Meter großen und 81 Kilogramm schweren Mittelfeldspielers, der sowohl zentral hinter den Spitzen als auch auf beiden Außenbahnen eingesetzt werden kann, bereits seit Jahren. Und offenbar verfügt Carlos Alberto über ein ganz besonders ausgeprägtes Sieger-Gen: Mit dem FC Porto gewann er 2004 unter Trainer Jose Mourinho die Champions League, den Weltpokal sowie in Portugal die Meisterschaft, den Pokal und den Supercup Nach einem Jahr in Europa kehrte der Edeltechniker in seine Heimat zurück, holte mit Corinthians Sao Paulo 2005 die Meisterschaft und vor wenigen Wochen als Kapitän von Fluminense den Pokal.
Neben Werder war auch Benfica Lissabon interessiert
Während der HSV bereits vor zwei Monaten das Angebot platzierte, Carlos Alberto für 1,1 Millionen Euro auf Leihbasis unter Vertrag nehmen zu wollen, stiegen in den vergangenen Wochen weitere Vereine in den Transferpoker ein. Benfica Lissabon holte sich von MSI eine Absage, da die Agentur des iranischen Geschäftsmannes Kia Joorabchain die Strategie verfolgt, sich nun auf dem deutschen Markt positionieren zu wollen. Zuletzt intensivierte Werder Bremen das Werben, kam aber zu spät. Als Manager Klaus Allofs wegen eines Leihgeschäftes anfragte, hatte sein Hamburger Kollege über diese Rahmendaten längst Einigung erzielt.
In Rio de Janeiro stimmte Trainer Stevens den neuen Hoffnungsträger des HSV am Sonntag auf die sportlichen Aufgaben ein, Sportdirektor Beiersdorfer klärte die letzten Details mit den Beratern des Spielers. Die Unterschriften unter den Vertrag sind nur noch Formsache. Dennoch zwingen sich die Hamburger Verantwortlichen zur Zurückhaltung. Denn noch könnte der Deal in letzter Sekunde platzen – nämlich dann, wenn bei MSI ein Kaufangebot für Carlos Alberto über zehn Millionen Euro eingehen würde.


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